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Daumen
Wörterbuch:
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Wortart: Substantiv
Genus: Maskulinum
Genus: Maskulinum
Daumen
Sachgruppen
Mensch: Körperteile (äußere)
Verbreitung
Schwaben vielfach
Dialektbelege
ī̜ hō̜̃u mr dǝ dō̜̃umǝ brohǝ Niederraunau KRU48.224587, 10.3794721, Funk Burkhart-Funk, Edith: eigene Kompetenz, Niederraunau KRU
Dumma Hindelang SF47.506114, 10.372303, MG 21,35 : Mundartgeografische Fragebögen (aus dem Materialbestand des Bayerischen Wörterbuchs), 1927-1941
den Daumen auf 's Aug drücken „durch die Finger sehen“, Augsburg A48.3668041, 10.8986971, Birlinger Wb. 115 Birlinger, Anton: Schwäbisch-Augsburgisches Wörterbuch, Vaduz, 1988, Auflage 3
Phraseologie
alle Daumen lang alle Augenblicke, immer wieder Kempten KE47.7267063, 10.3168835, Türkheim MN48.0601151, 10.6394156:
all Dauma lang Türkheim MN48.0601151, 10.6394156, Ruf 11 Ruf, Hans: So schwätzt dr Schwaub, Türkheim, 1978
all Dauma lang Türkheim MN48.0601151, 10.6394156, Ruf 11 Ruf, Hans: So schwätzt dr Schwaub, Türkheim, 1978
lauter Daumen haben ungeschickt sein Graben SMÜ48.1890811, 10.8220308, Kempten KE47.7267063, 10.3168835:
Heut hau i mia lauter Dauma „wenn etwas nicht problemlos gelingt, z. B. das Annähen eines Knöpfchens“, Graben SMÜ48.1890811, 10.8220308, König König, Werner: mündliche Nachfrage, Graben
Heut hau i mia lauter Dauma „wenn etwas nicht problemlos gelingt, z. B. das Annähen eines Knöpfchens“, Graben SMÜ48.1890811, 10.8220308, König König, Werner: mündliche Nachfrage, Graben
Deam isch au d'r Dauma z' kurz ihm fehlt es am Nötigen, um ein Ziel zu erreichen, Deisenhausen KRU48.2563734, 10.3247044, Beittinger, Duranand 12 Beittinger, Georg: Dr Duranand geht weiter, in: Heimatspiegel. Beilage zum Krumbacher Boten, S. 12, Krumbach, 1938
jmdm. den Daumen drucken/ heben Erfolg, Gelingen wünschen Ettringen MN48.1040879, 10.6535987, Niederraunau KRU48.224587, 10.3794721, Türkheim MN48.0601151, 10.6394156:
I druck dr da Dauma Türkheim MN48.0601151, 10.6394156, Ruf 74 Ruf, Hans: So schwätzt dr Schwaub, Türkheim, 1978
I druck dr da Dauma Türkheim MN48.0601151, 10.6394156, Ruf 74 Ruf, Hans: So schwätzt dr Schwaub, Türkheim, 1978
der hod mi iibr da Douma ghaud „betrogen“, Memmingen MM47.9867696, 10.181319, Ziegler Ziegler, Hans und Anna: mündliche Nachfrage, Memmingen MM
den Daumen auf 's Aug drücken „moralisch nötigen“, Augsburg A48.3668041, 10.8986971, Birlinger Wb. 115 Birlinger, Anton: Schwäbisch-Augsburgisches Wörterbuch, Vaduz, 1988, Auflage 3
Kinderreim:
das ist der Daumen, ... zum Spiel mit den Fingern
dēs i̜š dr dō̜̃umǝ, dē̜ǝr ši̜dlǝd pflō̜̃umǝ, dē̜ǝr glôubǝds ôuv, dē̜ǝr drâids hō̃i ond dr glō̃i vri̜sd ale ǝlō̃i Kinderreim zum Spiel mit den Fingern, Niederraunau KRU48.224587, 10.3794721, Funk Burkhart-Funk, Edith: eigene Kompetenz, Niederraunau KRU
Das ischt der Daumen, / der schüttelt die Pflaumen, / der glaubts zamm, / der schdeggds en Sack nei, / der drächts hoim, / on der gloi Gribbl frißt alle alloi! Belzheim NÖ48.9621483, 10.5285316, Ernst, Sprüche (Ergänzungen) Ernst, Paul: Wia ma~ frier manchmoll gsacht hot. Ausdrücke, Sprüche, Redensarten mit Ergänzungen (Computerausdruck), 2001
dēs i̜š dr dō̜̃umǝ, dē̜ǝr ši̜dlǝd pflō̜̃umǝ, dē̜ǝr glôubǝds ôuv, dē̜ǝr drâids hō̃i ond dr glō̃i vri̜sd ale ǝlō̃i Kinderreim zum Spiel mit den Fingern, Niederraunau KRU48.224587, 10.3794721, Funk Burkhart-Funk, Edith: eigene Kompetenz, Niederraunau KRU
Das ischt der Daumen, / der schüttelt die Pflaumen, / der glaubts zamm, / der schdeggds en Sack nei, / der drächts hoim, / on der gloi Gribbl frißt alle alloi! Belzheim NÖ48.9621483, 10.5285316, Ernst, Sprüche (Ergänzungen) Ernst, Paul: Wia ma~ frier manchmoll gsacht hot. Ausdrücke, Sprüche, Redensarten mit Ergänzungen (Computerausdruck), 2001
Daumenteil des Handschuhs
Sachgruppen
geschlechtsunspezifische Kleidung u. ä. (z.B. Brieftasche, Handtasche, Etui)
Verbreitung
Ettringen MN48.1040879, 10.6535987, Memmingen MM47.9867696, 10.181319, Niederraunau KRU48.224587, 10.3794721
Dialektbelege
I muǝs bloos no dǝ Doumǝ strickǝ, nau ben i feetǝg Ettringen MN48.1040879, 10.6535987, Schwarz Br. Schwarz, Brigitte: eigene Kompetenz, Edelstetten, Ettringen
Etymologie
Ahd. dûmo, mhd. dûme swm, westgerm. Wort idg. Herkunft; Kluge-Seebold 182f.Kluge, Friedrich/Seebold, Elmar: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin/Boston, 2011, Auflage 25
Lautung
Zum Wurzelvokal vgl. SBS 5, K 22
Literatur
- Schwäb.Wb. II 114 Fischer, Hermann: Schwäbisches Wörterbuch. 6 Bände, Tübingen, 1904-1936
- BWB III 1391–1394 Kommission für Mundartforschung (Hg.): Bayerisches Wörterbuch, München, 2013ff.
- Schmeller I 507 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch (1827 - 1837). Bearbeitet von Frommann, Georg Karl (1872 - 1877). 2. bearbeitete Ausgabe. 2 Bände, München (Nachdruck), 1985
verfasst von: EF
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