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Gediegen

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 3, Spalte 1681
Wortart: Substantiv
Genus: Neutrum
Kompositum zu: -diegen
Bedeutungen
1
Gefolgschaft, Dienerschaft
von irem gedigen: heinrich Raͤlei/ vnde Chvͦnrat sin svn Benediktbeuern TÖL47.7060548, 11.4100763, 1293 Corp.Urk. III,21,23 Corpus der Altdeutschen Originalurkunden bis zum Jahre 1300, begr. von Friedrich Wilhelm, 6 Bde, Lahr 1932-86.
sein gedïgen und sein dienstman Havich St.Stephan 1,17 Havich der Kellner: Sankt Stephans Leben, hg. von Reginald J. McLean, Berlin 1930.

Mitte 14.Jh.
2
Gewohnheit, Rechtstradition
daz der chvntschaft wol gewizzen ist von altem gedigen her [von altersher] Murnau WM47.678522, 11.204120, 1295 Corp.Urk. III,316,23f. Corpus der Altdeutschen Originalurkunden bis zum Jahre 1300, begr. von Friedrich Wilhelm, 6 Bde, Lahr 1932-86.
Mhd. gedigene stn, Abl. von Degen1; Frühnhd.Wb. VI,371 Frühneuhochdeutsches Wörterbuch, hg. von Ulrich Goebel und Oskar Reichmann, Berlin/New York 1989ff. .
  • Schmeller I,493 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
verfasst von: E.F.