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Holzapfel

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 1, Spalte 468
Wortart: Substantiv
Genus: Maskulinum
Kompositum zu: Apfel
Bedeutungen
1
Holzapfel (wie Zwölfapostelapfel)
°Oberbayern mehrfach, °Niederbayern mehrfach, °Oberpfalz vereinzelt, Schwaben vereinzelt
°d’Hoizepfe hod ma ned essn kenna, so saua warns’ Ismaning M48.2242434, 11.6715263
°d’Hoizepfen, de hot ma meistens gfuadat Essenbach LA48.6129604, 12.217017
Brattbirnen … Holzaͤpfel, Holzbirnen, Pflaumen … sind [in VIT] das häufigste Obst“ Hazzi Aufschl. IV,1,229 Hazzi, Joseph: Statistische Aufschlüsse über das Herzogthum Baiern, 4 Bde, Nürnberg 1801-08.
„Wenn … [die wilden Äpfelbäume] im Herbst ihre … Holzäpfel abwerfen“ Chiemgau47.872903, 12.453183, Hager-Heyn Dorf 80 Hager, Franziska und Hans Heyn: Das alte Dorf. Vom Leben in der guten alten Zeit, Rosenheim 1977.

Hager, F, *1874 Traunstein, †1960 München; Volksschullehrerin. Heyn, H, *1922 Oberndorf WS, †2015 Rosenheim; Journalist
Nû wærest dû verdampt, ob dû … mit einem holzapfel zoubertest oder mit einer kroten BertholdvR I,206,21f. Berthold von Regensburg. Vollständige Ausgabe seiner deutschen Predigten, hg. von Franz Pfeiffer, 2 Bde, Wien 1862-80.

*um 1210 Regensburg, †1272 ebd.; Franziskanerprediger
Im Vergleich:
den Boum stenga d’Augn assa wöi a poar Hulzöpfl Waldsassen TIR50.0053222, 12.3041123

Redensart(en):
in einem Holzapfel gebissen / einen Holzapfel gefressen haben u.ä. ein saures Gesicht machen Oberbayern mehrfach, Niederbayern mehrfach, Oberpfalz vereinzelt:
hast in an Hoitsapfi bissn? Wasserburg WS48.0615171, 12.220026

der schaugt drei, wia wan a Holzäpfi gfressn hätt „griesgrämig“ München M48.139686, 11.578889

auch weinerlich dreinblicken , Taxöldern NEN49.3183021, 12.2938169

Reim:
Ho Buttamuich g’spunna, ho Holzöpfö klobm, ho Spa’scheita g’hacklt am Taumkobö obm Lalling DEG48.8451215, 13.1404149
2
Lederapfel
°Niederbayern vereinzelt, Mittelfranken vereinzelt
Hulzapfl Roth SC49.245142, 11.091015
Reim:
°wenn da Zaustecka hot an Huat, hand d’Hoizepfi guat Galgweis VOF48.612335, 13.004390
3
Pferdekot (wie Pferdeapfel)
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt
Hoizapfi Untermenzing M48.1768839, 11.4760583
4
Augapfel (wie Apfel, Bed.2d)
Oberpfalz vereinzelt
draht da dea seine Holzöbfl assa Beratzhausen PAR49.096118, 11.809578
  • WBÖ I,280 Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
  • Schwäb.Wb. III,1784 Schwäbisches Wörterbuch, bearb. von Hermann Fischer (Bd 6 von Wilhelm Pfleiderer), 6 Bde, Tübingen 1904-36.
  • Schw.Id. I,370 Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache, Frauenfeld 1881ff.
  • DWB IV,2,1766f. Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, 16 Bde, Leipzig 1854-1954 (Nachdr. München 1984).
  • Lexer HWb. I,1329 Lexer, Matthias [v.]: Mittelhochdeutsches Handwörterbuch, 3 Bde, Leipzig 1872-78 (Neudr. Leipzig 1965).
  • Fragebögen:
  • S-59C203
verfasst von: J.D.

Holzapfel

Wörterbuch:
Link zur Arbeitsdatenbank ↗
Wortart: Substantiv
Genus: Maskulinum
Wortfamilie: HolzApfel
Bedeutungen
1
wilde, unveredelte Apfelsorte
Obstbaum, Fruchtbaum
Höchstädt DLG48.6114313, 10.5670984, Lauterbach WER48.623431, 10.7434133, Obenhausen ILL48.234626, 10.318070, Oberstdorf SF47.4118318, 10.2781005, Oberthürheim WER48.5939421, 10.6958428, Ries
„Die hōltsepfl̥ ... mundeten grẽǝsau̜r̥“, Höchstädt DLG48.6114313, 10.5670984, Stirnweiß 277 Stirnweiß, Werner R.: Sprache, Sitte und Brauch einer schwäbischen Ackerbürgerstadt des mittleren Donaugebietes um die Jahrhundertwende (Inaugural-Dissertation), Höchstädt, 1975
Wegen ihres harten Fruchtfleischs und ihres sauren Geschmacks gelten die Holzäpfel als minderwertig. Sie werden zum Mosten verwendet.
2
Apfelsorte, die durch Lagerung genießbar wird
Obstbaum, Fruchtbaum
Ries
Vom Liega guat weara wia d Holzäpfel Ries, Schupp-Schied, Bd. VI 212 Schupp-Schied, Gerda: Zwetschgagreat ond Biramichel. Ausschnitte aus dem Rieser Dorfleben VI, Nördlingen, 2001
  • Schwäb.Wb. III 1784 Fischer, Hermann: Schwäbisches Wörterbuch. 6 Bände, Tübingen, 1904-1936
  • Schwäb.Wb. VI 2203f. Fischer, Hermann: Schwäbisches Wörterbuch. 6 Bände, Tübingen, 1904-1936
  • BWB I 468 Kommission für Mundartforschung (Hg.): Bayerisches Wörterbuch, München, 1995ff.
verfasst von: BS
Hinweis:
Dieser Artikel wurde automatisch auf Basis redaktionell erarbeiteter Daten erstellt. Die vorgestellten Bedeutungen sind vorläufig, nicht hierarchisch geordnet und weitere Bedeutungsangaben können folgen.

Holzapfel

Wörterbuch:
Link zur Arbeitsdatenbank ↗
Wortart: Substantiv
Genus: Maskulinum
Wortfamilie: ApfelHolz
Bedeutungen
1
Apfelsorte, minderwertig
Obstbaum, Fruchtbaum
Die mit ihr Katzn ang, die rollt die Ang wie a, Hulzapfl. „Weiblich:“, Eggolsheim FO49.770304, 11.055809 ↗ Pautzfeld FO49.764920, 11.029263 ↗ Schlammersdorf FO49.768679, 11.017062 ↗
Holzäpfl „keine Artunterscheidung in der MA“, Illesheim NEA49.475336, 10.384905 ↗ Schwebheim NEA49.485109, 10.351603 ↗ Wiebelsheim NEA49.500107, 10.370568 ↗
2
Wildapfel
Obstbaum, Fruchtbaum
frißd no Holzäpfl Heufurt NES50.505954, 10.167974 ↗
3
hervortretende Augen
physische Eigenheiten d. Körpers (z.B. buckelig, Buckel)
Hulzepfl „für hervortretende Glotzaugen“, Kammerstein RH49.292567, 10.971218 ↗
4
Apfel, minderwertig
Obstbaum, Fruchtbaum
Holzäpfl „keine Artunterscheidung in der MA“, Illesheim NEA49.475336, 10.384905 ↗ Schwebheim NEA49.485109, 10.351603 ↗ Wiebelsheim NEA49.500107, 10.370568 ↗
5
minderwertiger Apfel
Obstbaum, Fruchtbaum
Holzöpfel Ochsenthal KG50.114369, 9.811950 ↗