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Kuppelpelz
Geld- od. Sachgeschenk für erfolgreiche Heiratsvermittlung
Verbreitung
Oberbayern vielfach, Niederbayern vielfach, Oberpfalz vereinzelt, Oberfranken vereinzelt, Mittelfranken vielfach
Dialektbelege
daß i fei an guadn Kubbebejz griag! Haimhausen DAH48.315762, 11.554494
wennst mas zuabringst, kriagst an Kuppipelz Triftern PAN48.3953025, 13.0047348
dåu håut sich åina owa amal an Kupplbölletz vedäit Lauterbach REH50.205541, 12.145207
„Der Lohn, den er nach vollzogener Hochzeitfeier erhält, heißt Kuppelpelz, und besteht theils in Geld … theils in Naturalgeschenken“ Oberbayern, Bavaria I,389 Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern, bearb. von einem Kreise bayerischer Gelehrter, 4 Bde, München 1860-67.
Er möcht si halt an Kupp’lpelz vodean’ Thoma Werke VI,355 (Wittiber) Thoma, Ludwig: Gesammelte Werke, 8 Bde, München 1956.
*1867 Oberammergau GAP, †1921 Rottach MB; Rechtsanwalt, Redakteur, Schriftsteller
*1867 Oberammergau GAP, †1921 Rottach MB; Rechtsanwalt, Redakteur, Schriftsteller
Phraseologie
Sprichwort/-wörter:
Sachlich: Örtlich erhielt der Vermittler als Kuppelpelz zusätzlich ein Hemd, an dessen Rücken ein dritter, z.T. reich verzierter Ärmel angebracht war (GAP, RO, TÖL; LAN). In Mitterteich TIR49.9509605, 12.2429771 wurde ihm scherzh. während der Hochzeitsfeier ein Pelz umgelegt Fähnrich M’rteich 273 Fähnrich, Harald: Heimat Mitterteich, ein volkskundliches Lesebuch, Weiden 1986.
Mitterteich TIR .
„Sie ist mannsuͤchtig, mit ihr laͤßt sich ein Kuppelpelz verdienen“ Baier.Sprw. I,213 [Mayer, Thomas]: Baiersche Sprichwörter mit Erklärung ihrer Gegenstände zum Unterricht und Vergnügen, 2 Bde, München 1812.
*1757 Freising, †1827 ebd.; Pfarrer
*1757 Freising, †1827 ebd.; Pfarrer
Mitterteich TIR .
Literatur
- WBÖ II,973f. Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
- DWB V,2778f. Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, 16 Bde, Leipzig 1854-1954 (Nachdr. München 1984).
- Braun Gr.Wb. 348 Braun, Hermann: Großes Wörterbuch der Mundarten des Sechsämter-, Stift- und Egerlandes, Marktredwitz 1981ff.
*1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil, Oberstudienrat - Christl Aichacher Wb. 239 Christl, Karl: Aichacher Mundartlexikon, Aichach 1988.
*1922 Pfaffenberg MAL
- Fragebögen:
- S-7A1h
verfasst von: J.D., H.U.S.
zum SeitenanfangCC-BY-SA
Kuppelpelz
Wörterbuch:
Link zur Arbeitsdatenbank ↗
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Wortart: Substantiv
Genus: Maskulinum
Genus: Maskulinum
Entlohnung für die Vermittelung einer Heirat
Sachgruppen
Hochzeit/Ehestand (z.B. ledig, verheiratet)
Verbreitung
Schwaben vereinzelt
Dialektbelege
„Selbstverständlich erhalten sie für ihre Bemühungen einen Lohn - den Kuppelpelz“, Könghausen MN48.1879487, 10.5675925, Willi 329/330 Willi, Gerhard: Alltag und Brauch in Bayerisch-Schwaben. Die schwäbischen Antworten auf die Umfrage des Bayerischen Vereins für Volkskunst und Volkskunde in München von 1908/09, Augsburg, 1999
„einen Kuppelpelz d.i. ein Geschenk, meist an Geld (oder sonstigen Dingen)“, Hochaltingen NÖ48.964104, 10.500956, Willi 259 Willi, Gerhard: Alltag und Brauch in Bayerisch-Schwaben. Die schwäbischen Antworten auf die Umfrage des Bayerischen Vereins für Volkskunst und Volkskunde in München von 1908/09, Augsburg, 1999
„Dem, der die Heirat vermittelt, wird heimlich ein Fuchsschwanz auf dem Rücken befestigt: Kuppelpelz“, Dorschhausen MN48.0208821, 10.5649942, Willi 183 Willi, Gerhard: Alltag und Brauch in Bayerisch-Schwaben. Die schwäbischen Antworten auf die Umfrage des Bayerischen Vereins für Volkskunst und Volkskunde in München von 1908/09, Augsburg, 1999
Sachkunde
Ursprünglich handelte es sich beim Lohn wohl um einen Pelz. In späterer Zeit erhielt die vermittelnde Person Sachgeschenke oder Geld. Im Jahr 1932 wird in Altusried KE47.8052615, 10.2136981 ein Betrag von 25 - 50 Mark genannt. In Dorschhausen MN48.0208821, 10.5649942 war es Brauch, am Abend beim Tanz dem Kuppler/der Kupplerin heimlich einen Fuchsschwanz an den Rücken zu heften.
Literatur
- Schwäb.Wb. IV 858 Fischer, Hermann: Schwäbisches Wörterbuch. 6 Bände, Tübingen, 1904-1936
- BWB II 227 Kommission für Mundartforschung (Hg.): Bayerisches Wörterbuch, München, 2003ff.
verfasst von: BS
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Hinweis:
Dieser Artikel wurde automatisch auf Basis redaktionell erarbeiteter Daten erstellt. Die vorgestellten Bedeutungen sind vorläufig, nicht hierarchisch geordnet und weitere Bedeutungsangaben können folgen.
Kuppelpelz
Wörterbuch:
Link zur Arbeitsdatenbank ↗
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Wortart: Substantiv
Genus: Maskulinum
Genus: Maskulinum
Belohnung für Heiratsvermittlung
Sachgruppen
Hochzeit/Ehestand (z.B. ledig, verheiratet)
Dialektbelege
der hat an Kupplpölz grehjcht „Vermittlungsgebühr, Geld, Getreide, Holz oder was er eben verlangte“, Buchschwabach FÜ49.406286, 10.856505 ↗
der hat an Kupplpölz kröight „Vermittlungsgebühr, Geld, Getreide, Holz oder was er eben verlangte“, Buchschwabach FÜ49.406286, 10.856505 ↗
der griecht in Kuppelpelz „Geld von Braut od Bräutigam, je nachdem für den er gekuppelt hat“, Heilsbronn AN49.340057, 10.789607 ↗
Kuppelpelz „War früher besonders bei reichen Bauerntöchtern gebräuchlich. Meistens brauchen heutzutage die jungen Leute keinen Kuppler mehr. Dieser mußte immer mehrere Partien "auf Lager haben". Er mußte die finanzielle Seite erkunden, woß glei mitkröigt, ob's mehr Gschwister hout, wöi die Altn senn und wer di amool versorgt. Der bekam einen Kuppelpelz in Geld f. seine Vermittlung u. wurde wenig geachtet.“, Heilsbronn AN49.340057, 10.789607 ↗
Kuppelpelz „War früher besonders bei reichen Bauerntöchtern gebräuchlich. Meistens brauchen heutzutage die jungen Leute keinen Kuppler mehr. Dieser mußte immer mehrere Partien "auf Lager haben". Er mußte die finanzielle Seite erkunden, woß glei mitkröigt, ob's mehr G“, Heilsbronn AN49.340057, 10.789607 ↗
Kuppelpelz „Lohn des Kupplers, wenn die Sache klappt, heißt Kuppelpelz besteht aus Geld!“, Ursheim WUG48.937325, 10.714417 ↗
Kupplpelz „Der Lohn der Eltern war der Kupplpelz, bestand in Geld o. Wertsachen. Als Spott wurde ihm am Hochzeitstag von Mitwissern ein Schwänzlein aus Flachs an den hinteren Joppenzipfel gehängt. Merkte er es nicht, war er der Spott der ganzen Hochzeitsgesellschaft.“, Sammenheim WUG49.052723, 10.748607 ↗
fiktive Auszeichnung (in Redensart)
Sachgruppen
Wert/Maß (wirtschaftl. Bewertung, Verlust, Schaden, Mängel, Fehler)
Dialektbelege
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