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Dieser Artikel wurde automatisch auf Basis redaktionell erarbeiteter Daten erstellt. Die vorgestellten Bedeutungen sind vorläufig, nicht hierarchisch geordnet und weitere Bedeutungsangaben können folgen.

Pauke

Wörterbuch:
Link zur Arbeitsdatenbank ↗
Wortart: Substantiv
Genus: Femininum
Bedeutung
1
stark hervortretender Bauch
physische Eigenheiten d. Körpers (z.B. buckelig, Buckel)
Pauckn „di“, Neu- und Neershof CO50.268109, 11.045237 ↗ Waldsachsen CO50.277824, 11.030636 ↗

Pauke1

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 1, Spalte 1415f.
Wortart: Substantiv
Genus: Femininum
Bedeutung
Pauke, kesselförmiges Schlaginstrument, allg.verbr.
Bauken Wasserburg WS48.0615171, 12.220026
paukn Kuen Bair. 130 Kuen, Otto: Da taat a dar aa stinka oder: Bairisch für Fortgeschrittene, München 1977.

*1910 München, †1994; Dr.phil, Gymnasialprof, Schriftsteller, Komponist
auch hett man etlich mit sackpfeifen und etlich mit pauken bestelt Nürnberg N49.454759, 11.065740, 1449/50 Chron.dt.St. II,248,7 Die Chroniken der deutschen Städte vom 14. bis ins 16. Jahrhundert, Göttingen 1862ff.
mit Pauckhen und Schlegeln Erding ED48.3064441, 11.9076579, 1758 Mitterwieser Weihnachtskrippen I 25 Mitterwieser, Alois: Frühere Weihnachtskrippen in Altbayern, München 21927.
In fester Fügung:
mit Pauken und Trompeten
ä.Spr.

[das Hochamt wurde] mit pauckhen und trompetten, dan andere schönen music mit aller prechtigkheit gehalten Cham CHA49.223747, 12.662091, 1747 Helm Obrigkeit 154 Helm, Winfried: Obrigkeit und Volk. Herrschaft im frühneuzeitlichen Alltag Niederbayerns, untersucht anhand archivalischer Quellen, Passau 1993.

auch übertr.
°mid Paukn und Trompetn is da Priminziant ömpfanga woon „mit festlicher Musik“ Wimm PAN48.505056, 12.333970

°mit Paukn und Trompeten is a durchgflong „durchgefallen“ Essenbach LA48.6129604, 12.217017 ähnlich ugs.

In Vergleichen:
an Leib auftreibn wöi a Paukn Griesbach TIR49.868667, 12.480773

Der haut a par Backn dra wei a Paukn „hat Pausbacken“ Arzberg WUN50.0567356, 12.1859087

Redensart(en):
°hau doch net aso auf Paukn „übertreibe doch nicht so, gib doch nicht so an“ Ismaning M48.2242434, 11.6715263
Mhd. pûke, Herkunft unklar; Kluge-Seebold 618 Kluge, Friedrich: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin/New York 252011 (bearb. von Elmar Seebold). .
  • Schmeller I,381 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • WBÖ II,600-602 Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
  • Schwäb.Wb. I,707 Schwäbisches Wörterbuch, bearb. von Hermann Fischer (Bd 6 von Wilhelm Pfleiderer), 6 Bde, Tübingen 1904-36.
  • Schw.Id. IV,1106 Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache, Frauenfeld 1881ff.
  • Suddt.Wb. II,134 Sudetendeutsches Wörterbuch, hg. von Heinz Engels, München 1988ff.
  • DWB VII,1510 Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, 16 Bde, Leipzig 1854-1954 (Nachdr. München 1984).
  • Frühnhd.Wb. III,247f. Frühneuhochdeutsches Wörterbuch, hg. von Ulrich Goebel und Oskar Reichmann, Berlin/New York 1989ff.
  • Lexer HWb. II,305 Lexer, Matthias [v.]: Mittelhochdeutsches Handwörterbuch, 3 Bde, Leipzig 1872-78 (Neudr. Leipzig 1965).
verfasst von: J.D.

Pauke2, -nk-, Bauge, Backen, Patsche, -bauch, -balg, -pappe, -pappel

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 1, Spalte 1413
Wortart: Substantiv
Genus: Femininum
Bedeutungen
1
Pflaume
1a
Eierpflaume
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
°Baukn „große Pflaumen“ Fischbach ROD49.2353559, 12.2047544
Baunggn „rötliche Pflaume“ Ramsau BGD47.574788, 12.865494, Bergheimat 10 (1930) 39 Bergheimat (Beil. z. Berchtesgadener Anzeiger), 1921-67.
1b
Kriechenpflaume
meist Diminutiv  
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
die Pflam- die kleine Pflaume: das Båckerl Auerbach DEG48.803507, 13.099537
übertr. schlechtes Obst
°Baunkerl „kleines, minderwertiges Obst allgemein“ Malching GRI48.313106, 13.188530
1c
Mirabelle
Diminutiv  
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt
°Baukerl Kammer TS47.9239196, 12.6515191
2
Frucht des Schlehdorns
°Baunkerl „Frucht des Schlehdorns“ Bernau RO47.8116312, 12.3733927
Herkunft unklar. Nach Schmeller II,152 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
zu Pauke1 „weil einem Paar an den Fellen übereinander gelegten Reitereipauken ähnlich“; od. Spielform von Baunke1 ‘kleines rundes Ding’?
Meist pl. gebr. Oberbayern, v.a. Niederbayern, südliche Oberpfalz baukŋ, -kα(n) u.ä., daneben bauŋkŋ u.ä. (, BGD, EBE, LF, RO; BOG, KEH, LAN, SR) u. bauk (, WS; GRA, REG), -ŋk (BGD), baiŋk (DAH; EG).— Mit volksetym. Anschluß an Bauge bauŋ Niederbayern (dazu BGD, LF; BEI, NEW, RID, WÜM), baiŋ u.ä. (DAH, FS, PAF; DGF; BEI), baug (EG), an Backen båkŋ, -kα(n) u.ä. Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz, båk (IN), an Bauch baux, bau (DAH, FS, WM), baix u.ä. Oberbayern (dazu GRI, MAI, PA, PAN; BEI, NEW, RID, ROD; EIH, HIP, SC; FDB, ND), an Balg bǫig, bōlk u.ä. (DAH, ED, FS; LA, MAI, PA; NEN), baig, -k u.ä. Oberbayern, Niederbayern (dazu EIH; FDB), an Pappe bạpm, -å- (?) (TS; GRA, LA, PA, VIT, VOF; CHA), -pnα (VOF), an Pappel2 båpl (WÜM), an Patsche båtʃ̌n (WEG).— Ferner vereinz. bautn (GRA), baiš (ROD), baulαl (LF), blai (RO).— Dim. bau(n)kαl, -ei, bau(n)gαl, bạkαl, -å-, baix(α)l, baigl, -ki usw., vereinz. bạpαl/ -å- (?) (RO).— Genus des Komp. entspr. volksetym. Anschluß auch M.
  • WBÖ II,544 (Pauch II Bed.11) Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
  • Rasp Bgdn.Mda. 23 Rasp, Franz: Berchtesgadener Mundart, Berchtesgaden 1985.

    *1940 Maria Gern BGD, †1988 Watzmann; Landwirt
  • Fragebögen:
  • M-131/1, W-11/29
verfasst von: J.D.

Pauken, Pauke, -aun-, -g-

Wörterbuch:
Wortart: Substantiv
Genus: Maskulinum, 
Femininum
Bedeutungen
1
Beule, Geschwulst
°Niederbayern mehrfach, °Oberpfalz mehrfach, °Oberbayern vereinzelt
°die Kuah hat an Trumm Baukn Gaimersheim IN48.811250, 11.368415
Binkl, Baing Waldhof PAN48.4789804, 12.9890533
°was hast du den für an Paukn am Kopf! Zinzendorf R48.9837224, 12.4716162
„mit geprellten Rippen, Pauken am Kopf“ Schlicht Altbayernld 23 Schlicht, Joseph: Altbayernland und Altbayernvolk, Augsburg 21886.

*1832 Geroldshausen PAF, †1917 Steinach SR; Geistlicher, Journalist, Schriftsteller
Baucken vero sunt Beulen“ Prasch 22 Prasch, Jo[hann] Ludwig: Dissertatio altera, De Origine Germanica Latinae Linguae ... Accedit Glossarium Bavaricum, Regensburg 1689.

*1637 Regensburg, †1690 ebd.; Schriftsteller, Jurist, Bürgermeister, Syndikus
auff einer Seithen an dem Wang ein grossen Baucken Landstreicherord. 18 Description Der übl-beruffenen Landtstreicheren, Dieben und Kirchen-Räuberen, Straubing 1728.
In Vergleichen:
an Baukn wiara Henaroa „Hühnerei“ Ettling LAN48.693620, 12.805221

A Baikal wiara Faust Ettling LAN48.693620, 12.805221
2
übertr.
2a
Ausbeulung, Ausbauchung
°Oberbayern mehrfach, °Niederbayern mehrfach, °Oberpfalz vereinzelt
°am Schuah geaht so a Bauggn raus Walleshausen LL48.1509356, 10.977846
°Paukn „Ausbeulung jeder Art“ Zwiesel REG49.018157, 13.237674
2b
Vertiefung, Delle
°Oberpfalz mehrfach (v.a. NEN, NM), °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt
°der Schuah hat so an damischen Paukn, der frett mi auf „macht mich wund“ Herrnwahlthann KEH48.8452729, 11.9862628
Baiken Schlagspur im Blech Mitteraschau NEN49.369378, 12.383418
Herkunft unklar. Nach WBÖ II,602 Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff. wohl germ. Wort idg. Herkunft; od. Spielform von Baunke1 ‘kleines rundes Ding’?
baukŋ, vereinz. -kα (ROD), -ŋkŋ, -ŋkα (LL; LAN; NM), -ou- (MB), -å̄- (KÖZ), dazu mit hellem (?) bạkŋ (NEN, NM), bạk (MAL); weiterhin bauŋ (PAN; NEN, PAR).— Pl. wie Sg. (MB; KÖZ, ROL; NM, PAR), daneben mit Uml. baikŋ (VIT; NEN), bai(ŋk)ŋ (PAF; KEH, PAN, ROL).— Genusangabe meist M, vereinz. F. (BUL, PAR, SAD).
  • Schmeller I,381 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • WBÖ II,602 Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
  • Schwäb.Wb. I,707 Schwäbisches Wörterbuch, bearb. von Hermann Fischer (Bd 6 von Wilhelm Pfleiderer), 6 Bde, Tübingen 1904-36.
  • Suddt.Wb. II,134 Sudetendeutsches Wörterbuch, hg. von Heinz Engels, München 1988ff.
  • Frühnhd.Wb. III,248 Frühneuhochdeutsches Wörterbuch, hg. von Ulrich Goebel und Oskar Reichmann, Berlin/New York 1989ff.
  • Fragebögen:
  • W-12/36
verfasst von: J.D.
Hinweis:
Dieser Artikel ist ein Platzhalter für dieses Stichwort, da es sich noch in Bearbeitung befindet und künftig in die BDO eingespeist wird.

Pauke3

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 1, Spalte 1414
Bedeutung
Pflaume