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Dieser Artikel wurde automatisch auf Basis redaktionell erarbeiteter Daten erstellt. Die vorgestellten Bedeutungen sind vorläufig, nicht hierarchisch geordnet und weitere Bedeutungsangaben können folgen.

Säutreiben

Wörterbuch:
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Wortart: Substantiv
Wortfamilie: Sau, treiben
Bedeutungen
1
das Treiben von Schweinen in den Auslauf, wo sie sich frei bewegen und fressen können
Schwein; Tierhaltung, Wiese, Weide
Seitreiwä Metzlesberg AN49.156289, 10.364913 ↗
Saitreim Bindlach BT49.977537, 11.616498 ↗ Marktschorgast KU50.093813, 11.657457 ↗ Obergräfenthal BT50.006064, 11.553479 ↗
2
Kinderspiel
Kinderspiele
Säutreiben Pottenstein BT49.773641, 11.407715 ↗
Seitreibe Eichelsbach MIL49.847873, 9.237556 ↗
Säutreibm „nicht mehr bekannt, nur der Ausdruck "Säutreibm“ [außersprachlich], Streitberg FO49.811207, 11.219214 ↗
3
Kinderspiel, bei dem die Spieler einen Holzklotz oder etwas ähnliches mit einem Stock in ein ca. 20cm tiefes Loch befördern
Kinderspiele
es Säudreim „PEG; siehe Beilage; es Säudreim. Im Abstand von ca. 1,50 m sind rings um ein in den Boden eingelassenes Loch mit einem Durchmesser von ca. 20 cm (der Schdåll) weitere ca. 5 - 10 cm große Löcher angeordnet. Die Anzahl der Gesamtlöcher richtet sich nach der Anzahl der Mitspieler. Jeder Mitspieler ist mit einem Stock (der Schdeggn) bewaffnet. Einer der Spieler wird zum "Säudreiber" ausgezählt. Er hat die Aufgabe die "Sau" (einen ca. 10 cm langen Rundholzabschnitt oder "Knibbferla") durch Schlagen mit dem Stock in den Stall zu treiben. Bei Beginn des Spiels stecken die Mitspieler ihren Stock in das ihnen zugeteilte kleine Loch. Sie haben das Recht die "Sau" vom Stall fernzuhalten. Gelingt es dem "Säudreiber" die "Sau" in den "Schdall" zu bringen, hat er gewonnen und das Spiel beginnt von vorn. Kann der "Säudreiber" mit seinem Stock das Loch eines der Mitspieler besetzen, so ist dieser verpflichtet den "Säudreiber" zu spielen.“ [außersprachlich], Volsbach BT49.866271, 11.419530 ↗
es Säutreim „siehe Anlage!; "Das Säutreiben"; Angenommen 7 Spieler; Man brauchte: Eine "Sau", d. i. ein nicht zu kleiner abgerundeter Stein, den man aus dem Flußbett holte, und 7 gleiche Stecken (Holzleisten je ca 1m lang u. 5cm breit); Ausführung: Zuerst stampften ein paar Buben mit ihren Schuhabsätzen das große "Säuloch" (Ø ca 20cm) in den Boden. Außenherum brauchte es noch 6 kleinere Löcher, vom Säuloch im Radiusabstand von ca 2m. Das Spiel kann beginnen: Die Sau' liegt im Säuloch. Alle 7 Spieler gehen 3x um dieses Loch herum (dabei hat jeder seinen Stecken, in der Hand haltend, im Loch) und rufen: "3x um das Loch herum, wer keins hat, der schaut sich um!" Beim letzten "um" sucht jeder Spieler eines der 6 Außenlöcher in Besitz zu nehmen. (Als Zeichen des Besitzergreifens muß er seinen Stecken ins Loch halten) Einer von den 7 bekommt also kein Loch; er muß den "Säutreiber" machen. (Kommt es vor, daß zwei gleichzeitig ein Loch in Besitz nehmen, so wird "geschuckt", d.h. sie schucken (=werfen), im gleichen Abstand vom Säuloch entfernt, ihre Stecken auf dasselbe zu. Derjenige, dessen Stecken sich dem Mittelpunkt des Säuloches am wenigsten genähert hat, muß den Säutreiber machen) Der Säutreiber wirft die Sau, die ja im Säuloch liegt, hoch. Bereits jetzt versucht jeder der 6 Gegenspieler die Sau in der Luft wegzuschlagen (mit Stecken) Die Treiberei geht los, aber nur mit Stecken, einen (Säutreiber) gegen 6. Der Säutreiber will seine Sau heim ins große Mittelloch treiben. Die andern 6 suchen das zu verhindern, hauen also die Sau nach auswärts. Dabei muß jeder seinen Platz (Loch) wohl im Auge behalten, denn wenn der Säutreiber das freie Loch eines anderen erwischt (mit dem Stecken in Besitz nimmt) muß dieser andere den Säutreiber machen. So geht das Spiel weiter bis es einem Säutreiber wirklich einmal gelingt, die Sau heimzutreiben. Dann beginnt das Spiel von neuem mit "3x um das Loch herum"; B: Das Spiel wurde früher beim Hüten (Kühe, Ziegen, Gänse) auf der Wiese gespielt. Ich konnte einen Nachbarn (der es mir schilderte) dafür begeistern, daß er es mit einigen Buben wieder aufleben läßt (Mädchen spielten früher natürlich auch mit.)“ [außersprachlich], Zeyern KC50.264454, 11.408618 ↗
Säutreiben „es werden mehrere kleine Löcher in den Erdboden gemacht, jeder muß ein Loch verteidigen. Ein Faßspund gilt als Sau und einer versucht mit einem Besenstiel diesen Spund in ein Loch zu bringen. Auch die Gegner haben Besenstiele die sie in ihr Erdloch steken wenn der Spund in die Nähe kommt“ [außersprachlich], Obertrubach FO49.695125, 11.346242 ↗ Weidenhüll BT49.711046, 11.386491 ↗
4
Kinderspiel, Ballspiel, bei dem man einen Ball oder eine Kugel mithilfe von anderen Bällen einem Ziel zutreibt
Kinderspiele
Saitreim „Schweinetreiben/ Dieses Spiel haben die Buben in der verkehrsarmen Zeit zwischen 1920 und 1930 gespielt. Spielfeld war eine kurze Straße. Anfang und Ende der Straße galten als Tore. Gespielt wurde mit einem kleinen Ball/Fleckchenball. Die Spielregeln waren die gleichen wie bei Grenzball.“ [außersprachlich], Laineck BT49.959166, 11.615373 ↗
5
Kinderspiel, bei dem die Spieler ein Rad oder etwas ähnliches mit einem Stock einem Ziel zutreiben
Kinderspiele
Säutreim „Rad mit Stift in der Nabe mit Stecken angeschoben“ [außersprachlich; Bild, Zeichnung], Hellmitzheim KT49.668965, 10.325463 ↗