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Schlat1

Wörterbuch:
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Wortart: Substantiv
Genus: Femininum, 
Maskulinum 
Bedeutungen
1
Grasart, besonders Schilfrohr
Wasserpflanze/Pflanze am Wasser
Belzheim 48.9621483, 10.5285316, Lehmingen 48.9812658, 10.6107737, Marktoffingen 48.9270866, 10.4748818
a Schlād „Schilf, Sumpfgras“, Belzheim 48.9621483, 10.5285316, Ernst, Paul (Ergänzungen) Ernst, Paul: Typisch Belzheimer Ausdrücke mit Ergänzungen (Computerausdruck), 2001
Schlada „Kalmus“, Lehmingen 48.9812658, 10.6107737, Pfundtner (Ergänzungen) Pfundtner, Thomas: 500 Worte Lehmingerisch, Ergänzungen (handschriftlich), 2001
2
verfilztes Gras auf einer längere Zeit ungemähten Wiese
Wiesenpflanze und Waldpflanze/sonstige PflanzeTierhaltung, Wiese, Weide
Oberstdorf SF47.4118318, 10.2781005
šlååt Oberstdorf SF47.4118318, 10.2781005, Oberst. Wb. 204 Verein Heimatmuseum Oberstdorf e.V. (Hg.): Wörterbuch der Oberstdorfer Mundart. So seit ba bn iis, Oberstdorf, 2003
„In Oberstdorf nennt man so ein langes Halmgras, das sich bei höherem Wuchs selbst umlegt. Wenn die Wiese ein Jahr nicht gemäht wird und noch im Frühjahr dürr und braun am Boden liegt, nennt man dies einen 'Schlat', der schwer zu mähen ist, weil dieser in Verbindung mit dem neu sprießenden Gras einen dicken Filz ergeben hat.“ VALTS IV, K 64 (Kommentarband 360)
3
mit Binsen und Wurzeln vermengter Schlamm
Boden, Beschaffenheit des Bodens
Betzigau KE47.7351056, 10.3806231
Schlaut Betzigau KE47.7351056, 10.3806231, Martk. : Allgäuer Mundartkartei, Stadtarchiv Kempten (Allgäu)
mhd. slâte swf, weitere Herkunft unklar; Kluge-Seebold 812 (Schlot)Kluge, Friedrich/Seebold, Elmar: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin/Boston, 2011, Auflage 25
  • Schwäb.Wb. V 900. Fischer, Hermann: Schwäbisches Wörterbuch. 6 Bände, Tübingen, 1904-1936
  • Schwäb.Wb. VI 2975 Fischer, Hermann: Schwäbisches Wörterbuch. 6 Bände, Tübingen, 1904-1936
  • Schmeller II 538 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch (1827 - 1837). Bearbeitet von Frommann, Georg Karl (1872 - 1877). 2. bearbeitete Ausgabe. 2 Bände, München (Nachdruck), 1985
verfasst von: JW

Schlat2, Schlot

Wörterbuch:
Link zur Arbeitsdatenbank ↗
Wortart: Substantiv
Genus: Maskulinum, 
Femininum 
Bedeutungen
1
Schornstein aus mit Lehm verputzten Brettern, der nur bis zum Dachraum führte
Teile des Hauses
Leeder KF47.930865, 10.827414
Schlāt Leeder KF47.930865, 10.827414, Reiser III 731 Reiser, Karl: Sagen, Gebräuche, Sprichwörter des Allgäus. Aus dem Munde des Volkes gesammelt, Kempten, 1902
2
Raum im Dachgeschoss (um den Schornstein)
Teile des Hauses
A vereinzelt
šlaot „Dachbodenanteil um den Kamin ... nur da, wo solcher Platz zur Aufbewahrung von Gegenständen benützt wird“, Ottmarshausen A48.3988114, 10.8040777, Moser 90 Moser, Georg: Studien zur Dialektgeographie des Staudengebietes und des anstoßenden Lechrains, Marburg, 1936
dr Schlod Bonstetten A48.4393183, 10.706508, FM 3, 32 Maurer, Friedrich: Maurerfragebögen
ahd. slât, mhd. slât, slôt stm, wohl zu Schlat1, weitere Herkunft unklar; Kluge-Seebold 812Kluge, Friedrich/Seebold, Elmar: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin/Boston, 2011, Auflage 25
  • Schwäb.Wb. V 899 Fischer, Hermann: Schwäbisches Wörterbuch. 6 Bände, Tübingen, 1904-1936
  • Schwäb.Wb. VI 2975 Fischer, Hermann: Schwäbisches Wörterbuch. 6 Bände, Tübingen, 1904-1936
  • Schmeller II 537 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch (1827 - 1837). Bearbeitet von Frommann, Georg Karl (1872 - 1877). 2. bearbeitete Ausgabe. 2 Bände, München (Nachdruck), 1985
verfasst von: JW