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Dieser Artikel wurde automatisch auf Basis redaktionell erarbeiteter Daten erstellt. Die vorgestellten Bedeutungen sind vorläufig, nicht hierarchisch geordnet und weitere Bedeutungsangaben können folgen.

drillen

Wörterbuch:
Link zur Arbeitsdatenbank ↗
Wortart: Verb (schwach)
Wortfamilie: Drill
Bedeutungen
1
mit Gewalt beibringen, lehren
Tat, Motiv, Intention (Forderung, Zwang u.a.)Schule, Unterricht, Lesen, Schreiben, Rechnen
trill'n Gößweinstein FO49.769162, 11.338382 ↗
2
den Schnurrbart an den seitlichen Enden nach oben drehen
Toilette (Waschen, Kämmen, Haartracht) und Gegenteil
drillt na Schnarrbort Rehau HO50.248393, 12.035160 ↗
3
quälen
Empfindung: negativ (Schmerz, Verdruss)
drillen Albertshofen KT49.767956, 10.163554 ↗ Mainstockheim KT49.771527, 10.147974 ↗ Repperndorf KT49.750336, 10.121243 ↗

drillen1

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 4, Spalte 501f.
Wortart: Verb
Bedeutungen
1
streng schulen, plagen, bedrängen, necken
1a
streng schulen, einem harten Training unterziehen
°Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Mittelfranken vereinzelt
°drillen „Soldaten schleifen“ Altomünster AIC48.388251, 11.253830
Trillen „proprie milites in armis exercere“ Heumann Opuscula 688 Heumann, Johannes: Opuscula quibus varia iuris Germanici itemque historica et philologica argumenta explicantur, Nürnberg 1747.

*1711 Muggendorf/Oberfranken, †1760 Altdorf LAU; Prof. für Römisches Recht
1b
plagen, schikanieren
Oberbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt, Mittelfranken vereinzelt
der drillt ihn ordentli! Luitpoldhöhe AM49.4650817, 11.8310399
trı̣lln Schmeller I,660 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
weil Er dem Trillen und … Schinden … der armen Tropffen … nicht mehr zuschauen kunte Selhamer Tuba Rustica II,15 Selhamer, Christoph: Tuba Rustica. Das ist: Neue Gei-Predigen, 2 Bde, Augsburg 1701.

*um 1640 Burghausen AÖ, †1708 Salzburg; Dr.theol, Geistlicher
1c
bedrängen, hartnäckig um etwas bitten
Mei, hob i meinen Großvatern drüllt, das ma dös Christkindl doch so an Gaal bringa soll Oberpfälzer Heimatspiegel 37 (2013) 185
erzwingen wollen
drün „erzwingen wollen“ unterer Bayerischer Wald48.651862, 13.625426, Kollmer II,325 Kollmer, Michael: Die schöne Waldlersprach. Von Wegscheid bis Waldmünchen, von Passau bis Regensburg, 3 Bde, Moosbach 1987-89.

*1917 Auwies KÖZ, †2001; Dr.phil, Gymnasialprof.
1d
necken, foppen
drilln „veräppeln, necken“ Kilgert Gloss.Ratisbonense 165 Kilgert, Nadine: Glossarium Ratisbonense. Zum Wortschatz gebürtiger RegensburgerInnen zu Beginn des 21. Jahrhunderts, Regensburg 2008.

*1978 Amberg; Dr.phil, Germanistin, Studienrätin
2
einen Fisch an der Angel durch wiederholtes Freigeben u. Einholen der Angelschnur ermüden
drijn Ingolstadt IN48.7630165, 11.4250395
Mhd. drillen ‘drechseln, drehen’ stv, germ. Wort idg. Herkunft; Kluge-Seebold 216 Kluge, Friedrich: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin/New York 252011 (bearb. von Elmar Seebold). .
  • Delling I,135 Beiträge zu einem baierischen Idiotikon, ges. von Johann v. Delling, 2 Bde, München 1820.

    *1764 München, †1838 ebd.; Jurist, Historiker
  • Hässlein Nürnbg.Id. 57 Häßlein, Johann Heinrich: Versuch eines „Nürnbergischen Idiotikons“, hg. von Gabi Oswald-Müller, Grafenau 1993.

    *1737 Nürnberg, †1796 ebd.; Amtsschreiber, Syndikus
  • Prasch 24 Prasch, Jo[hann] Ludwig: Dissertatio altera, De Origine Germanica Latinae Linguae ... Accedit Glossarium Bavaricum, Regensburg 1689.

    *1637 Regensburg, †1690 ebd.; Schriftsteller, Jurist, Bürgermeister, Syndikus
  • Schmeller I,566, 660 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • WBÖ V,512f. Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
verfasst von: M.S.

drillen2

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 4, Spalte 502
Wortart: Verb
Bedeutung
Unkraut zum Austreiben bringen u. vernichten
°das Drilln Windischeschenbach NEW49.7997, 12.1589
Abl. von Drill, Nebenf. von Dill1.
verfasst von: M.S.

drillern1, drillen

Wörterbuch:
Wortart: Adjektiv
Bedeutung
aus Drillich
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt
°a druiana Fetzn Burghausen 48.1689863, 12.8304816
drilen Schmeller I,566 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • Schmeller I,566 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
verfasst von: M.S.
Hinweis:
Dieser Artikel ist ein Platzhalter für dieses Stichwort, da es sich noch in Bearbeitung befindet und künftig in die BDO eingespeist wird.

drillen

Wörterbuch:
Link zur Arbeitsdatenbank ↗