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maustot

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 4, Spalte 35
Wortart: Adjektiv
Kompositum zu: tot
Bedeutung
ganz u. gar tot (wie mausbröckleintot)
Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt, Schwaben vereinzelt
heut hamms oan dafoan, ganz maustout übafoan Hengersberg DEG48.7736572, 13.0515083
„Kinder steigern das Wort gern: doad, mausdoad, mausdräggerldoad Ilmberger Fibel 46 Ilmberger, Josef: Die bairische Fibel. Über 2000 Begriffe aus dem bairischen Sprachschatz, München/Bern/Wien 1977.

*1899 Hohenwart SOB, †1982 München; Lehrer
Da Hirsch … wa schoo maustaoudt Schuegraf Wäldler 14 Schuegraf, Jos[ef] Max[imilian]: Der Wäldler. Gedichte in der Mundart des bayerischen Waldes, Würzburg 1858.

*1804 Cham, †nach 1864; Zollbeamter
Phras.:
maustot darf ich umfallen! u.ä. Ausdruck der Bekräftigung, Beteuerung Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
°dou deaffade mausdoud iwerdiwerfalln! Rottendorf NAB49.456120, 12.061714

Der hat mi uma Fünferl maustout gschmazt „vollgelabert“ Kirchheim LF48.041056, 12.783659
Bestimmungsw. wohl volksetym. aus nd. murs ‘gänzlich’; Kluge-Seebold 610 Kluge, Friedrich: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin/New York 252011 (bearb. von Elmar Seebold). .
  • WBÖ V,207 Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
verfasst von: F.M.E.

maustot

Wörterbuch:
Link zur Arbeitsdatenbank ↗
Wortart: Adjektiv
Wortfamilie: tot
Bedeutung
maustot
Tod
Schwaben vereinzelt
Maustdoat schla' i dean Baula [Kater] no Türkheim MN48.0601151, 10.6394156, Schuhwerk, denkt 107 Schuhwerk, Luitpold: Des hau mer denkt. Gedichte in schwäbischer Mundart, Weißenhorn, 1986
tot. Bestimmungswort wohl volksetymologisch aus nd. murs 'gänzlich'; Kluge-Seebold 610Kluge, Friedrich/Seebold, Elmar: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin/Boston, 2011, Auflage 25
  • Schwäb.Wb. IV 1569 Fischer, Hermann: Schwäbisches Wörterbuch. 6 Bände, Tübingen, 1904-1936
  • BWB IV 35 Beirat für Mundartforschung (Hg.): Bayerisches Wörterbuch, Berlin/Boston, 2020ff.
verfasst von: EF