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(Ge)Schweinaß, -es, -is

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 1, Spalte 639
Wortart: Substantiv
Genus: Neutrum
Kompositum zu: 2
Bedeutungen
1
Getreideabfall, Spreu
°Oberbayern mehrfach, Schwaben mehrfach
Schweinis Weizenspreu Schwabhausen LL48.108038, 10.980884
°G’schweinas Steingaden SOG47.7031648, 10.8624962
Schweiniß Merching FDB48.2449006, 10.9863758
(s) Schwainis „Abfall beim Getreideputzen“ Thaining LL47.9738378, 10.9575899, Lech-Isar-Ld 12 (1936) 58 Lech-Isar-Land, 1927-36, 1956ff.
so soll das Stro und Schweinaß bey dem Mayrhof beleiben Rottenbuch SOG47.7330172, 10.9654353, 1435 Lori Lechrain 141 [Lori, Johann Georg [v.]]: Der Geschichte des Lechrains zweyter Band, Urkunden enthaltend, [München] o.J.
2
Häcksel
Schweinas Häcksel, Gesott Eberfing WM47.796409, 11.2011532
Wohl urspr. für als Schweinefutter verwendetes Abfallgetreide.
šwainαs, auch -ęi- (SOG, WM), -is, -es (FFB, LL, WM), šwainα (GAP, SOG); z.T. mit volksetym. Anschluß an Adj. schweinern.
  • Schwäb.Wb. V,1265 Schwäbisches Wörterbuch, bearb. von Hermann Fischer (Bd 6 von Wilhelm Pfleiderer), 6 Bde, Tübingen 1904-36.
  • Schw.Id. I,499 Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache, Frauenfeld 1881ff.
  • DWB IX,2441 Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, 16 Bde, Leipzig 1854-1954 (Nachdr. München 1984).
  • Lexer HWb. II,1375 Lexer, Matthias [v.]: Mittelhochdeutsches Handwörterbuch, 3 Bde, Leipzig 1872-78 (Neudr. Leipzig 1965).
verfasst von: B.D.I.

Uräß, Uras, -es

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 1, Spalte 641f.
Wortart: Substantiv
Genus: Neutrum, 
Numerus: z.T. Plural
Maskulinum,  KEM
Femininum 
Kompositum zu: -äß1
Bedeutungen
1
Speise- od. Futterreste
°Oberbayern mehrfach, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt, Mittelfranken vereinzelt
°Liachtmeßtag trüb, mogst d’Urößn hiwerfa wost willst „dann braucht man nicht mit dem Futter zu geizen, da es bald frisches gibt“ Niederaudorf RO47.66658, 12.1691072
Uras „Überbleibsel der Mahlzeit“ Rottal48.431054, 12.852333
„In einem großen Gebiet Bayerns bezeichnet der Viehhalter die Futterreste, die das Vieh im Barren liegen läßt, mit Uräß’n Lüers Stammeskde 20 Bayrische Stammeskunde, ges. und bearb. von Friedrich Lüers, Jena o.J.
In fester Fügung:
Uräß machen nicht sauber auffressen Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt:
die Kia ham Uaries gmacht Kirchdorf PAN48.246761, 12.983918
lautα ūreʃn håms gmåxt nach Brünner Samerbg 77 Brünner, Marianne: Mundart und Wortgut des Samerberggebietes, Diss.masch. München 1955.

*1925 Aschaffenburg, †2016; Studiendirektorin
Hierher wohl auch Suppe für Arme bei der Hochzeit
Ursch, Urtsch „Suppe, welche den Armen bei einer Hochzeit verabreicht wird“ Chiemgau47.872903, 12.453183
2
Kehricht
Uris Kehricht Siegsdorf TS47.8233812, 12.6428177
3
Ungenutztsein
Femininum 
in der Fügung:
in der Uräß ungenutzt
Də’ Laəm leit [der Lehm liegt] i~ dər Uərəß dà, ‘Buəbm machə~ Kugln draus Bayerischer Wald49.008003, 13.309785, Schmeller I,134 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
Ahd. *urâzi stn, germ. Bildung zur Wz. von essen; DWB XI,3,2371 Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, 16 Bde, Leipzig 1854-1954 (Nachdr. München 1984). .
ūrαs, uα- u.ä., auch -ęs, -es, -is (, MB, TS; EG, PAN), -eds (AIB, TÖL, WOR).— Als M. ūresd (KEM) mit volksetym. Anlehnung an Rest?
  • Schmeller I,134f. Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • WBÖ I,402 Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
  • Schwäb.Wb. VI,289f. Schwäbisches Wörterbuch, bearb. von Hermann Fischer (Bd 6 von Wilhelm Pfleiderer), 6 Bde, Tübingen 1904-36.
  • Schw.Id. I,468f. (Ursi), 499 Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache, Frauenfeld 1881ff.
  • DWB XI,3,2372 Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, 16 Bde, Leipzig 1854-1954 (Nachdr. München 1984).
  • Fragebögen:
  • S-64E28, M-11/20
verfasst von: B.D.I.

uräß, uras, -es

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 1, Spalte 642
Wortart: Adjektiv
Kompositum zu: -äß2
Bedeutungen
1
einer Speise überdrüssig
°Oberpfalz mehrfach, °Oberfranken mehrfach, °Mittelfranken vereinzelt
°a’m Dotsch kannt a mi nie uras ess’n Weiden WEN49.676727, 12.162220
uraß „überdrüssig vom Essen“ Selb SEL50.169121, 12.1297769
daaßami oa dean söißsaierlichn Kürbisnan niat ures essn kannt Schemm Stoagaß 112 Schemm, Otto: Stoagaß Nummera 17. Erinnerungen an eine Kindheit, Hof 1980.

*1920 Brand WUN, †1996 Arzberg WUN; Rektor
auch einer Speise überdrüssig
in adv. Fügung:
in uräß
°i hab mi aam Fleisch an ures gässn Sulzbach SUL49.496993, 11.750252
2
überdrüssig
ures Alletsried NEN49.3099277, 12.4809199
„ich bin … uərəss meines Lebens“ TIR, Schmeller I,135 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
die landleut, so nun der Römer geitz, schinden und schaben urüz warn Aventin IV,501,18f. (Chron.) Johann Turmair’s genannt Aventinus sämmtliche Werke, 6 Bde, München 1881-1908.

*1477 Abensberg KEH, †1534 Regensburg; Prinzenerzieher, Geschichtsschreiber
Abl. von Uräß, od. Bildung auf germ. Grundlage (ahd. *urâzzi ‘nicht essen könnend’; zur Bildungsweise vgl. Fabian Kompositum 286f. Fabian, Erich: Das exozentrische Kompositum im Deutschen, Leipzig 1931. ).— Vgl. mhd. urez.
  • Schmeller I,135, 180 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • WBÖ I,403 Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
  • Schwäb.Wb. VI,290 Schwäbisches Wörterbuch, bearb. von Hermann Fischer (Bd 6 von Wilhelm Pfleiderer), 6 Bde, Tübingen 1904-36.
  • DWB XI,3,2372 Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, 16 Bde, Leipzig 1854-1954 (Nachdr. München 1984).
  • Lexer HWb. II,2003 Lexer, Matthias [v.]: Mittelhochdeutsches Handwörterbuch, 3 Bde, Leipzig 1872-78 (Neudr. Leipzig 1965).
  • Denz Windisch-Eschenbach 275 Denz, Josef: Die Mundart von Windisch-Eschenbach. Ein Beitrag zum Lautstand und zum Wortschatz des heutigen Nordbairischen, Frankfurt/Bern/Las Vegas 1977.

    *1942 Windischeschenbach NEW; Dr.phil, Wörterbuchredaktor
  • Konrad nördl.Opf. 43 Konrad, Theresia: Aus der Mundart der nördlichen Oberpfalz. Wörter, Redewendungen und Reime ges. in den Jahren 1976-78, masch. Wiesau 1978.
  • Singer Arzbg.Wb. 248 Singer, Friedrich Wilhelm: Arzberger Wörterböichl. Ein sechsämterischer Sprachführer, Arzberg 21994.

    *1918 Schacht WUN, †2003 Weiden; Arzt, Heimatforscher
  • Fragebögen:
  • M-57/5
verfasst von: B.D.I.