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Bosheit, -ö-
Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 2, Spalte 1720f.
Link zum PDF: Band 2, Spalte 1720f.
Wortart: Substantiv
Genus: Femininum
Genus: Femininum
Ableitung von: böse
Bosheit, Bösartigkeit, Schlechtigkeit
Verbreitung
°Oberbayern vielfach, °Niederbayern vielfach, °Oberpfalz vielfach, °Oberfranken vielfach, °Mittelfranken vielfach, °Schwaben vielfach
Dialektbelege
Besheit Moosham WOR47.906878, 11.537832
°der woaß si vor lauta Bousat nimma z heifa Kumreut WOS48.775154, 13.5131257
°dia dreiwe dei Bousat schou as Sulzbach-Rosenberg SUL49.4992468, 11.7470259
Va latta Zorn u Båussat håut a neks mäiha häian låua Braun Gr.Wb. 42 Braun, Hermann: Großes Wörterbuch der Mundarten des Sechsämter-, Stift- und Egerlandes, Marktredwitz 1981ff.
*1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil, Oberstudienrat
*1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil, Oberstudienrat
Båusət Altmühl mittleres 48.8687764, 11.0739673, DMA (Frommann) 7 (1877) 396 Die deutschen Mundarten. Eine Monatsschrift für Dichtung, Forschung und Kritik, hg. von G. Karl Frommann, 1854-77.
daz ieder man seiner fruͤmcheit geniezz und seiner pozheit engelt 1340 Stadtr.Mchn (Dirr) 305,9f. Denkmäler des Münchner Stadtrechts, 1.Bd (2 Tle) 1158-1403, bearb. und eingeleitet von Pius Dirr, München 1934-36.
di greulich teuflisch wucherisch poshait 1507 Urk.Juden Rgbg 266 Urkunden und Aktenstücke zur Geschichte der Juden in Regensburg. 1453-1738, bearb. von Raphael Straus, München 1960.
Phraseologie
Redensart(en):
°håt’n Bosheit ned a d’Häh wachsn lassn „von einer kleingewachsenen, vor allem männlichen Person“ Siglfing ED48.317352, 11.896888, ähnlich DGF
Jmdm bricht / (ge)schwärt / schlägt treibt es die Bosheit aus / kommt die Bosheit ausher u.ä. jmd hat eine Beule, Geschwulst (einen) Pickel am Kopf °Oberbayern vielfach, °Niederbayern vielfach, °Oberpfalz vielfach, °Oberfranken mehrfach, °Mittelfranken mehrfach, °Schwaben mehrfach:
°bei dir moan i kimmt d’Bosheit außer Reischach AÖ48.2933938, 12.72391
den kschwiad Båisad aas Haidmühle WOS48.8249464, 13.7759515
aha, eitz dreibds da di Båusad raus Nürnberg N49.454759, 11.065740
Dou kummd di Bousheid raus „scherzhaft … wenn jemand einen Ausschlag oder Pickel hat“ Maas Nürnbg.Wb. 88 Maas, Herbert: Wou die Hasen Hoosn und die Hosen Huusn haaßn. Ein Nürnberger Wörterbuch, Nürnberg 51987.
*1928 Nürnberg, †2014 ebd.; Studiendirektor
°bei dir moan i kimmt d’Bosheit außer Reischach AÖ48.2933938, 12.72391
den kschwiad Båisad aas Haidmühle WOS48.8249464, 13.7759515
aha, eitz dreibds da di Båusad raus Nürnberg N49.454759, 11.065740
Dou kummd di Bousheid raus „scherzhaft … wenn jemand einen Ausschlag oder Pickel hat“ Maas Nürnbg.Wb. 88 Maas, Herbert: Wou die Hasen Hoosn und die Hosen Huusn haaßn. Ein Nürnberger Wörterbuch, Nürnberg 51987.
*1928 Nürnberg, †2014 ebd.; Studiendirektor
auch
dem waxt Boshait aussn Kōpf München M48.139686, 11.578889, ähnlich Oberbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt
dem waxt Boshait aussn Kōpf München M48.139686, 11.578889, ähnlich Oberbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt
°Da kimmt jetzt d’Bosheit raus „bei plötzlicher Erkrankung“ Autenzell SOB48.5137637, 11.2710622, ähnlich °FS
†übertr. scherzh. Ungehörigkeit
Dialektbelege
Sie Boshait! Sie Boshait, Sie porzellanene! „Ausdruck, womit minder geistreiche Personen des Mittelstandes scherzhafte Galanterien von Personen andern Geschlechtes zu erwidern pflegen“ Schmeller I,294 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).
*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
2
†böses Tun, Untat
Dialektbelege
ich han mich bewollen [unrein gemacht] … mit aller slahte [Art] bosheit 12.Jh. SKD 359,79f. (Benediktbeurer Beichte III) Steinmeyer, Elias v.: Die kleineren althochdeutschen Sprachdenkmäler, Berlin/Zürich 21963.
wenn man im [der Wasserschlange] ain pôshait verpeutt … sô tuot ez vier pôshait für ain Konrad vM BdN 273,29-31 Konrad von Megenberg: Das Buch der Natur, hg. von Franz Pfeiffer, Stuttgart 1861 (Nachdr. Hildesheim 1962).
*1309 Mäbenberg SC (?), †1374 Regensburg; Theologe, Naturwissenschaftler
*1309 Mäbenberg SC (?), †1374 Regensburg; Theologe, Naturwissenschaftler
vnd wolte deßhalben den Ayd boßheit zuͤuermeyden schwoͤren Landr.1616 144 Landrecht, Policey- Gerichts- Malefitz- und andere Ordnungen Der Fürstenthumben Obern und Nidern Bayrn, München 1616.
Zorn, Wut
Verbreitung
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt
Dialektbelege
da Karl hotse vo lauta Bousat net dafanga kinna Traunstein TS47.8701474, 12.6423403
Boussət „Zorn, Haß“ Schmeller I,294 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).
*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
scherzhafter Streich, schelmisches Benehmen
Verbreitung
Niederbayern vereinzelt, Mittelfranken vereinzelt
Dialektbelege
Bosheit ausübn Obereichstätt EIH48.893115, 11.134165
alle mei Bosheit Deckt’s [Hütchen] dengerscht [dennoch] nit zua Stieler Ged. 322 Stieler, Karl: Gesammelte Gedichte in oberbayerischer Mundart, Stuttgart 1907.
*1842 München, †1885 ebd.; Dr.jur, Archivar, Schriftsteller
*1842 München, †1885 ebd.; Dr.jur, Archivar, Schriftsteller
Etymologie
Ahd, mhd. bôsheit, Abl. von böse; WBÖ III,657 Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff. .
Lautungen
bǫusαd, -ʃ- Niederbayern, Oberpfalz (dazu MB, RO, TS; BT; N, SC, WUG), -haid (WS; PA, PAN; FÜ, SC), auch bǫαsad u.ä. (GAP, LF), -haid (AIC, IN, LL), bęαsαd (WEG, WOS), bęisαd (GRI, VIT), bę̄shaid u.ä. (WOR, PA); daneben ugs. bōshaid u.ä., auch -hǫαd (FFB), bōsαd u.ä. (DAH, WOR; LAN, MAL, WOS; AM, NAB; FÜ, HEB, LAU).
Literatur
- Schmeller I,294 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).
*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
- WBÖ III,656f. Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
- Schwäb.Wb. I,1312 Schwäbisches Wörterbuch, bearb. von Hermann Fischer (Bd 6 von Wilhelm Pfleiderer), 6 Bde, Tübingen 1904-36.
- Schw.Id. IV,1726 Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache, Frauenfeld 1881ff.
- Suddt.Wb. II,537 Sudetendeutsches Wörterbuch, hg. von Heinz Engels, München 1988ff.
- DWB II,258f. Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, 16 Bde, Leipzig 1854-1954 (Nachdr. München 1984).
- Frühnhd.Wb. IV,830-833 Frühneuhochdeutsches Wörterbuch, hg. von Ulrich Goebel und Oskar Reichmann, Berlin/New York 1989ff.
- Lexer HWb. I,331 Lexer, Matthias [v.]: Mittelhochdeutsches Handwörterbuch, 3 Bde, Leipzig 1872-78 (Neudr. Leipzig 1965).
- WMU 277 Wörterbuch der mittelhochdeutschen Urkundensprache auf der Grundlage der altdeutschen Originalurkunden bis zum Jahr 1300, Berlin 1986ff.
- Ahd.Wb. I,1269f. Althochdeutsches Wörterbuch, bearb. u. hg. von Elisabeth Karg-Gasterstädt, Theodor Frings u.a, Berlin 1968ff.
- Braun Gr.Wb. 42 Braun, Hermann: Großes Wörterbuch der Mundarten des Sechsämter-, Stift- und Egerlandes, Marktredwitz 1981ff.
*1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil, Oberstudienrat - Maas Nürnbg.Wb. 88 Maas, Herbert: Wou die Hasen Hoosn und die Hosen Huusn haaßn. Ein Nürnberger Wörterbuch, Nürnberg 51987.
*1928 Nürnberg, †2014 ebd.; Studiendirektor
- Fragebögen:
- M-43/8, W-67/46, 114/16
verfasst von: J.D.
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