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Beiße1

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 2, Spalte 165f.
Wortart: Substantiv
Genus: Femininum
Bedeutungen
1
Kiefer
°Oberbayern vereinzelt
d’Beiß Prien RO47.8541669, 12.3455493
auch Gebiß
°Oberbayern vereinzelt
°i muaß ma allös guat kloa schnei’n, wei mei Beiß nix mehr wert is Stephanskirchen RO47.855505, 12.181220
2
Beißzange
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
°gib ma d’Beissn her! Holzkirchen VOF48.577126, 13.235017
°Beisserl „scherzhaft“ Hausen NM49.352378, 11.762318
3
böse, streitsüchtige Frau
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
oidi Beiß „alte Zänkerin“ Rottbach FFB48.2515338, 11.244731
Mei liawa, du werst aa so aa oide Beißn dahoamhobm! Binder Saggradi 22Binder, Brigitte: Saggradi! Die originellsten bayerischen Schimpfwörter von A-Z, München 1993.

*1960 Tegernsee MB; Redakteurin, Lektorin
4
heftiger Juckreiz, Ausschlag, Rauschbrand
4a
heftiger Juckreiz
°Oberbayern mehrfach, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
°a so a Beiss koh di narisch måcha! Ebersberg EBE48.077749, 11.966843
der hat die Beiß Pemfling CHA49.2653429, 12.61139
Beiß Zehetner Bair.Dt. 59Zehetner, Ludwig G.: Bairisches Deutsch. Lexikon der deutschen Sprache in Altbayern, München 1997.

*1939 Freising; Dr.phil., Studiendirektor
4b
(juckender) Hautausschlag
°Oberbayern mehrfach
dea hot a grouße Beiß! Oberaudorf RO47.6484154, 12.1737799
Beiß, die „Grätze, juckende Hautkrankheit“ Rasp Bgdn.Mda. 25Rasp, Franz: Berchtesgadener Mundart, Berchtesgaden 1985.

*1940 Maria Gern BGD, †1988 Watzmann; Landwirt
In fester Fügung:
d’Menzinga Beiss „mit Menzing [ON] in Verbindung gebrachter Ausschlag“ München M48.139686, 11.578889
4c
Rauschbrand
Beißen „Rauschbrand, Krankheit beim Vieh“ Grainau GAP47.4753212, 11.0259498
5
Imbiß, Mahlzeit
auf den Abend die Paiß versorgt und ausgerichtet Wunsiedel WUN50.0373241, 12.0027278, 1544 Zils Handwerk 23Zils, W[ilhelm]: Bayerisches Handwerk in seinen alten Zunftordnungen, München o.J.
  • Schmeller I,291Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • WBÖ II,909f.Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
  • Rasp Bgdn.Mda. 25Rasp, Franz: Berchtesgadener Mundart, Berchtesgaden 1985.

    *1940 Maria Gern BGD, †1988 Watzmann; Landwirt
  • Fragebögen:
  • S-25N66, 68, W-15/50f., 17/3
Agabeiße  Ameise , Steinbeiße
verfasst von: J.D.

Beiße2

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 2, Spalte 166
Wortart: Substantiv
Genus: Femininum
Bedeutung
Mangold (Beta vulgaris var. Cicla)
Beta beiz remisch chol 15.Jh. Clm 5877,fol.103v (Glossar)Codex latinus Monacensis, lateinische Handschrift in der Handschriftenabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek München
  • Schmeller I,291Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • DWB I,1399Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, 16 Bde, Leipzig 1854-1954 (Nachdr. München 1984).
  • Fragebögen:
  • W-26/33
verfasst von: J.D.

Beize, Beiße

Wörterbuch:
Wortart: Substantiv
Genus: Femininum
Bedeutungen
1
Beizmittel, Lauge
1a
Holzbeize, allg.verbr.
°d’Boaz asetzn Oberammergau GAP47.5966949, 11.0673611
1b
Beize zum Haltbarmachen von Farbe auf Textilien
Baiz „Farbenbeize, die die Farbe der Textilien haltbar macht“ Ingolstadt IN48.7630165, 11.4250395
1c
Lauge, Beizflüssigkeit des Gerbers
„1. weiße Beize: ein Gemenge aus Gerstenschrot und Wasser, dazu etwas Sauerteig oder Bierhefen 2. rote Beize: Brühe von Eichenrinde“ Hegner Gerber 17Hegner, Erika: Zu Fachsprache und Handwerk des Gerbers in Bayern, Diss. München 1960.

*1931 Straubing
Die hawt dem kürßner in die beiß Sachs Werke XVII,397,14Sachs, Hans: Werke, hg. von Adalbert von Keller und Eduard Götze, 26 Bde, Tübingen 1870-1908 (Nachdr. Hildesheim 1964).

*1494 Nürnberg, †1576 ebd.; Schuhmachermeister, Dichter, Meistersinger
1d
Mittel, um Krankheitserreger im Saatgut abzutöten
n Woatz muas ma mit Baitzn boatzn Mittich GRI48.440634, 13.396183
de Boaddsn Christl Aichacher Wb. 224Christl, Karl: Aichacher Mundartlexikon, Aichach 1988.

*1922 Pfaffenberg MAL
1e
übertr. Saft in der Pfeife
°Oberbayern mehrfach, °Niederbayern mehrfach, °Oberpfalz vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
°aha, da is zvui Boaz drin Indersdorf DAH48.359493, 11.373580
°putz dei Pfeiffal und sutzl [schlürfe] niat allawal döi Boitz mit eini! Nabburg NAB49.4509736, 12.1790102
2
Lab
„Der Milch wird [bei der Käsezubereitung] eine Beize = bǫαts, zugesetzt … dass sie zusammengeht“ Brünner Samerbg 129Brünner, Marianne: Mundart und Wortgut des Samerberggebietes, Diss.masch. München 1955.

*1925 Aschaffenburg, †2016; Studiendirektorin
3
Marinade, saure Soße zum Einlegen von Fleisch od. Fisch
°Oberbayern vielfach, °Niederbayern vielfach, °Oberpfalz vielfach, °Oberfranken vielfach, °Mittelfranken vielfach, °Schwaben vielfach
°dö Boass wegschüttn Schleching TS47.7209304, 12.395497
°s Fleisch honi scho drei Wocha in da Boaz Walkertshofen MAI48.6749205, 11.8760096
°mia hama de Wiltantn in d’Boiz to Cham CHA49.223747, 12.662091
°a Beiz machn Meckenhausen HIP49.1718269, 11.2890778
As Fleisch ham ma seit gesting in ara ganz scharfen Boaz g’habt Pestenhofer Drahtverhau 156Pestenhofer, Josef: Der Drahtverhau, München 101940.
Nimm ein grosse/ rinderne Brust … lege sie ein paar Tag in die Paitz Hagger Kochb. III,1,30Hagger, Conrad: Neues Saltzburgisches Koch-Buch, 2 Bde, Augspurg 1719.

*1666 Marbach/Schweiz, †1747 Salzburg; Koch in fürstlichen Diensten
Redensarten:
In der Baiz seyn „in äußerster Verlegenheit“ Schmeller I,288Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek

In der Beize haben / in od. auf die Beize nehmen u.ä. zusetzen, scharf anfassen, sich vorknöpfen °Niederbayern mehrfach, °Oberbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
°den nehma uns auf Boaz Schweinersdorf FS48.5072645, 11.8683684

°den ho i i Beiz gnumma (Ef.) Pleystein VOH49.6459255, 12.4099793

Einen in der Beize = beim … Schlafittchen … haben Schlappinger Niederbayer II,42Schlappinger, Hans: Der Niederbayer im Spiegel seiner Sprache, 2 H., Straubing 1959-80.

*1882 Reisbach DGF, †1951 Straubing; Dr.phil., Studienprof., Heimatforscher


Einen in die Baiz nemen „in die Enge treiben“ Schmeller I,288Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek

°den laß ma amoi richti in da Boaz surn „besorgen wir es richtig“ Schrobenhausen SOB48.5613407, 11.2654488
auch im Schwitzkasten haben, in den Schwitzkasten nehmen
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt
°den hab I richti in da Boaz ghabt Taching LF47.9613232, 12.7261058
Über jmdn schlecht, gehässig reden
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt
°den habts aber richtig in d Boaz gnumma Frontenhausen VIB48.544613, 12.526446

den hams iaz richdig durch d Boaz zong Reit i.W. TS47.676508, 12.469329

In / auf die Beize legen warten lassen °Niederbayern vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt:
°den ho i af Beiz glegt Dollnstein EIH48.8687764, 11.0739673

Auf der Beize haben nicht leiden können °Oberbayern mehrfach, °Niederbayern mehrfach:
°den hon i auf da Boiz! Rimbach KÖZ49.2282346, 12.8844649

Auf jmdn. eine Beize haben jmdn nicht leiden können °Oberbayern mehrfach (RO):
°auf de hob i an Boaß Prutting RO47.8919195, 12.1979014

°Den hats scho ganz auf da Boiz „er ist schon ganz heruntergekommen“ Böbrach VIT49.055330, 13.034749

°A Boaz machn „mit der Zeche durchbrennen“ Stephanskirchen RO47.855505, 12.181220

Eine Beize(zusammen)machen / zusammenreden schwätzen, unnützes Zeug reden °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt:
da machans allwei a Boatz Traunstein TS47.8701474, 12.6423403

Sprichwörter:
°wöm da Brådn gschmöckt håd, dön derf aa dö Boaz nöd vadriasn! „man muß auch die Folgen in Kauf nehmen“ Wimm PAN48.505056, 12.333970
auch scherzh. scharfe Flüssigkeit
°Boaz „spaßhaft für scharfe Flüssigkeiten“ Pauluszell VIB48.3649831, 12.3065756
4
Salzlecke, jägersprl.
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
°heut muß i die Boaza alle nachschaun Hohenpeißenberg SOG47.7941442, 11.0057418
Die Baiß, Baiz „die Lockspeise, Salzlecke, Sulze für das Wild“ Schmeller I,287Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
auch Mischung von Salz u. Viehmehl als Viehfutter
°dö Boaz „Mischung von Salz und Viehmehl für das Vieh auf der Alm“ Stephanskirchen RO47.855505, 12.181220
5
Wasser, in dem Flachs geröstet bzw. Holz gelagert od. biegsam u. geschmeidig gemacht wird
°Oberbayern mehrfach, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
°„früher wurden die Wasserleitungen aus Holz in die Boass gelegt, damit sie nicht rissig wurden“ Reichersbeuern TÖL47.7668618, 11.6325725
in Boaz legn den Flachs einweichen Fischerdorf DEG48.822144, 12.948783
°i ho ’s Holz en d’Baiz glegt, das es leichta buign ko (Ef.) Brennberg R49.0699652, 12.3969462
„die verkleinerten Scheite [für die Späne zum Einheizen] waren schon viele Wochen lang vorher in der Boatz (Wasser) gelegen“ Elbach MB47.741133, 11.951870, HuV 13 (1935) 88Heimat und Volkstum. Amtliches Nachrichtenblatt der Wörterbuchkommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München, 1923-39.
6
Vorgang, Ergebnis des Beizens
°der Flachs kummt in d’Boiz ins Zanklweiherl Eslarn VOH49.5828502, 12.5214393
a Körndl z’ weni, na hat er [der Rettich] scho nimmer de richtige Boaz Kreis Münchner 12Kreis, Julius: Wir Münchner. Geschichten, hg. von Heidi Krischke, München 1992.

*1891 München, †1933 ebd.; Lehrer, Schriftsteller
7
Jagd, jägersprl.
°Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt
a Båiz gön Mengkofen DGF48.7198958, 12.4406271
Zwen hellden an der paiß vnns hewt pekumen [begegnen] Füetrer Poytislier 231,5Füetrer, Ulrich: Poytislier aus dem ‘Buch der Abenteuer’ von Ulrich Füetrer, hg. von Friederike Weber, Tübingen 1960.

*vor 1450 Landshut, †um 1495 München; Maler, Geschichtsschreiber, Hofdichter
sein auch mit dem Herrn Vatter 3 mal ausgezogen an die pais und heitz München M48.139686, 11.578889, 1585 Schmidt Erziehung 260Schmidt, Friedrich: Geschichte der Erziehung der Bayerischen Wittelsbacher von den frühesten Zeiten bis 1750, Berlin 1892.
8
übertr. Freude, Verlangen
8a
laute Freude, ausgelassenes Vergnügen
°Niederbayern mehrfach (GRA, REG)
°mit dem hob i mei Boiz ghabt Frauenau REG48.9896233, 13.3009875
do konnst da denke, wos dös oft für a Boöz gwen is Klautzenbach REG49.0326062507915, 13.2204941014878, Friedl Geister 30Friedl, Paul: Geister im Waldgebirg, Rosenheim 1975.

*1902 Pronfelden GRA, †1989 Zwiesel REG; Redakteur, Schriftsteller
auch Erfüllung eines Wunsches
Dés is ə~ Baəz für di’ „das kommt dir erwünscht, gelegen“ Schmeller I,288Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
8b
Verlangen, Lust
°Oberbayern vereinzelt
°da hab i scho lang a Boaz drauf Siegsdorf TS47.8233812, 12.6428177
ə~ Baiz auf eine Person oder Sache haben „Lust, Begierde haben, darauf loszugehen, darauf erpicht, erbittert seyn“ Schmeller I,288Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
9
Astwerk im Wasser, das zum Ködern von Fischen dient
°Oberbayern mehrfach (STA)
Beiz „von den Fischern in den Seegrund eingerammter Baum, in dessen Ästen und Gezweig die kleinen Fische, die hier wiederum große Raubfische anziehen, gern spielen“ Starnberg STA48.0001038, 11.3508972
Ahd. beiza, mhd. beize stf., Abl. von beizen od. beißen1; Et.Wb.Ahd. I,524Lloyd, Albert L. und Otto Springer: Etymologisches Wörterbuch des Althochdeutschen, Göttingen/Zürich 1988ff.. Zu den Doppelformen mit Affrikata u. Spirans siehe beizen.
bǫαtʃ Oberbayern, Niederbayern,-ǫi- Niederbayern, Oberpfalz (dazu A, DON), in Anlehnung an Schriftspr.-ai- Niederbayern, Oberpfalz, Oberfranken (dazu IN, LL, SOB; HIP, LAU, SC), ferner bǫαtʃn Oberbayern (dazu GRI, MAL; R), -ai- (KEH, VIB; R); danebenbǫαʃ Oberbayern (dazu GRI, LA; R), -ǫi- (BUL),-ai- (NAB, NM).— M. (RO) in Ra. Bed.3 mit Genusübertr. aus Zorn o.ä.
  • Schmeller I,287f.Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • WBÖ II,945-947Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
  • Schwäb.Wb. I,820f.Schwäbisches Wörterbuch, bearb. von Hermann Fischer (Bd 6 von Wilhelm Pfleiderer), 6 Bde, Tübingen 1904-36.
  • Suddt.Wb. II,188Sudetendeutsches Wörterbuch, hg. von Heinz Engels, München 1988ff.
  • DWB I,1398f., 1410Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, 16 Bde, Leipzig 1854-1954 (Nachdr. München 1984).
  • Frühnhd.Wb. III,1009-1911, 1057Frühneuhochdeutsches Wörterbuch, hg. von Ulrich Goebel und Oskar Reichmann, Berlin/New York 1989ff.
  • Lexer HWb. I,161Lexer, Matthias [v.]: Mittelhochdeutsches Handwörterbuch, 3 Bde, Leipzig 1872-78 (Neudr. Leipzig 1965).
  • Ahd.Wb. I,858f.Althochdeutsches Wörterbuch, bearb. u. hg. von Elisabeth Karg-Gasterstädt, Theodor Frings u.a., Berlin 1968ff.
  • Kollmer II,315Kollmer, Michael: Die schöne Waldlersprach. Von Wegscheid bis Waldmünchen, von Passau bis Regensburg, 3 Bde, Moosbach 1987-89.

    *1917 Auwies KÖZ, †2001; Dr.phil., Gymnasialprof.
  • Fragebögen:
  • S-96E28, W-16/44-50, 52, 19/36, 28/40
verfasst von: J.D.