Bayerns Dialekte Online. Bayerische Dialekte. Dialekte in Bayern. Bayerische Mundarten. Bayerisches Wörterbuch. Bairisches Wörterbuch. Baierisches Wörterbuch. Fränkisches Wörterbuch. Schwäbisches Wörterbuch. Dialektologisches Informationssystem von Bayerisch-Schwaben. BDO, WBF, BWB, DIBS. Bayern, Bairisch, Bayerisch, Bayrisch, Bayerische Sprache, bayerischer Dialekt, bairischer Dialekt, bairische Sprache. Schwäbisch, Schwaben, Bayerisch-Schwaben, Schwäbische Sprache. Franken, Fränkisch, Fränkische Sprache, Ostfränkisch. Dialekt, Mundart, Mundartforschung, Dialektologie, Dialektwortschatz, Variationslinguistik, Sprachvarianten. Lexikografie, Lexikographie, elektronische Lexikographie, elektronische Lexikografie. Dynamisches Sprachinformationssystem, Wortschatz, Online-Wörterbücher, Onlinewörterbücher, Wörterbuch, Dialektwörterbuch, Wörterbuchportal. Bayerische Akademie der Wissenschaften.
Bavaria's Dialects Online. Bavarian Dialects. Dialects in Bavaria. Bavarian Dictionary. Franconian Dictionary. Swabian Dictionary. Dictionary of Swabia in Bavaria. Dictionary of Bavarian Swabia. Dialectological Information System of Bavarian Swabia. Dialectological Information System of Swabia in Bavaria. Bavaria, Bavarian, Bavarian Language, Bavarian Dialekt. Franconia, Franconian Language, Franconian Dialect Swabian, Swabia, Bavarian Swabia, Swabia in Bavaria, Swabian in Bavaria, Swabian Language, Swabian Dialect. Dialect, Dialectology, Variation, Vocabulary, Dialectal Vocabulary, Variational Linguistics, Language Variety. Lexicography, electronic Lexicography. Dynamic Language Information System, Online Dictionary, Dictionary, Dialect Dictionary. Bavaria's Dialects Online provides information about the dialectal vocabulary in Bavaria and presents the research results of the Bavarian Dictionary (BWB), the Franconian Dictionary (WBF) and the Dialectological Information System of Bavarian Swabia (DIBS). Bavarian Academy of Sciences and Humanities.
Die Stichwortsuche durchsucht die gesamte Datenbank nach Lemmata, Bedeutungen und Belegen.
Voreingestellt sucht das Programm in allen Beständen. Sollten Sie ausschließlich in einem Wörterbuch bzw. Projekt suchen wollen, wählen Sie es bitte oben aus bei Suche in.

Für feinere Suchabfragen können Sie die nachfolgende erweiterte Suche verwenden sowie die Optionen rechts.
Eine exakte Suche liefert Ergebnisse, in denen die exakte Reihenfolge der gesuchten Buchstaben oder Wörter zu finden ist.
Voreingestellt ist eine unscharfe Suche, die in die Ergebnisse auch leichte Abweichungen der gesuchten Zeichenkette einbezieht.
Die nachfolgenden Suchoptionen wirken sich beide auf die Suchfelder Stichwort, Lemma und Wortfamilie aus.

In anderen Feldern, z. B. in der Bedeutung, hat die exakte Suche keine Auswirkung, da dies erfahrungsgemäß praktikabler ist. Die Groß-/Kleinschreibung wird jedoch auch hier beachtet.

Sucheingaben aus Listen (z. B. Themengebiet oder Landkreis) werden zudem ohnehin immer exakt gesucht.
Der Fachbegriff Lemma steht für das laiensprachliche Stichwort.
Es ist das Wort, das die größere Einheit in einem Wörterbuch darstellt und alle dazu gehörigen Informationen auflistet. Wörterbücher sind i.d.R. nach Lemmata sortiert.
Durchsucht die Bedeutungsangaben nach einer eingegebenen Zeichenfolge, z. B. Korb. Durchsucht Belegtexte und liefert Ergebnisse aus den Äußerungen von Gewährspersonen und aus literarischen Mundartquellen.

Da Belege unterschiedlich verschriftlicht sind, liefert die Suche hier u. U. nicht die erwarteten Ergebnisse. So ist z. B. das Wort Himmelsbraut als Himösbraut belegt und eine etwaige Suche nach Himmelsbraut im Belegfeld ergäbe hier kein Ergebnis.
Wörter, die sich auf einen gemeinsamen Stamm oder ein gemeinsames Wort zurückführen lassen.
So sind z. B. abends, abendlich, Sylvesterabend und Abendbrot der Wortfamilie Abend zugeordnet.
Wählen Sie hier bei Bedarf eine oder mehrere Grammatikangaben aus. Wählen Sie hier bei Bedarf bitte einen oder mehrere Regierungsbezirke aus.
Wählen Sie hier bei Bedarf bitte einen oder mehrere Landkreis(e) aus. Es handelt sich dabei jedoch mit Ausnahme derer des Fränkischen Wörterbuchs um Altlandkreise vor der Gebietsreform der 1970er Jahre. Dies ist ein Ordnungsschema des Wortschatzes nach der Bedeutung. Es basiert auf dem System, das Post (1998) auf der Grundlage von Hallig/v. Wartburg (1952) erweitert und entwickelt hat. Mittels vierstelliger Nummern werden themen- bzw. sachverwandte Wörter einander zugeordnet.
Herkunft und Geschichte eines Wortes. Über diese Liste können Sie auswählen, aus welchen Herkunftssprachen die gesuchten Einträge stammen sollen.

Wenn Sie also z. B. Arabisch angeben, erhalten Sie alle Artikel, die in der Wortgeschichte einen Hinweis auf einen arabischen Ursprung enthalten.
Bei der Wahl mehrerer Sprachen muss mindestens eine von ihnen vorhanden sein.
Über diese Liste können Sie auswählen, ob ein besonderer Sprachgebrauch gegeben sein soll.
So finden Sie z. B. über ältere Sprache Einträge, die das Wort zumindest zum Teil in alten Ausdrücken verwendet (z. B. Pfründe), oder über Kindersprache Einträge, die in denen das Wort (ebenfalls zumindest teilweise) kindersprachliche Verwendung findet, z. B. Bibi.
Die Suche bezieht sich auf (kommentierte) Lautungen, d.h. auf die Aussprache von Mundartformen.
Dieses Feld berücksichtigt die Suchoptionen bez. Groß-/Kleinschreibung sowie exakter Suche nicht.
Das Symbol rechts öffnet eine Karte, in der automatisch Ortsmarkierungen der Belege dargestellt werden. belegt nach 1958 bedeutet, dass dieser Beleg (bzw. dieses Stichwort oder diese Bedeutung) nach 1958 belegt ist und somit xzy Hiermit können Sie innerhalb der Lemmaliste suchen, auch - jedoch nicht zwingend - mit regulären Ausdrücken.
Beachten Sie dabei allerdings bitte die hierfür üblichen Beschränkungen hinsichtlich des deutschen Alphabets:
in den einfachen Klassen (z. B. \w oder \b) sind üblicherweise Umlaute und ß nicht enthalten.
Mit einem Klick auf eine Sigle können Sie die Stichwortliste auf das jeweilige Wörterbuch einschränken.

Wählen Sie z. B. das Bayerische Wörterbuch über dessen Sigle aus, so werden in der Liste nur Stichwörter dieses Projekts angezeigt.

Eine aktivierte Sigle wird durch Unterstreichung markiert. Ein erneuter Klick auf sie setzt die Auswahl wieder zurück.
Diese Suche ist dauerhaft in der Datenbank gespeichert.
Sie können sie daher in Publikationen verwenden und sich verlässlich auf die unveränderlichen Suchergebnisse beziehen.
Auch das Ausblenden bzw. Löschen von Stichwörtern auf dieser Seite hat keine Auswirkungen auf die Speicherung.

Die zugehörigen Suchparameter sind in der Suchmaske eingetragen, sodass Sie die gleiche Suche schnell erneut ausführen können, um zu sehen, ob sich ggf. durch neue Datensätze etwas am Suchergebnis geändert hat.
Außerdem haben Sie so die Möglichkeit, das gesamte Suchergebnis anzuzeigen, sollte es sich beim persistierten nur um ein Teilergebnis handeln.
Womöglich sind das zu viele Suchergebnisse für eine flüssige Darstellung in Ihrem Browser.
Schränken Sie zur Verbesserung des Nutzung ggf. die Suche weiter ein oder entfernen Sie (ohnehin) nicht benötigte/interessante Suchergebnisse.
Dies ist die Lizenz des Artikels. Weitere Informationen finden Sie hier. Dieses Stichwort ist noch nicht erarbeitet.
Nähere Informationen zum Projektverlauf finden Sie hier.
Die automatisch erstellten Artikel im WBF werden auf Basis der Belegdatenbank angefertigt.
Nähere Informationen dazu finden Sie hier.
Sie können hier an einer Umfrage über BDO teilnehmen.
Wir würden uns sehr darüber freuen, von Ihren Eindrücken über BDO zu erfahren.
Dieser Eintrag stammt aus dem Fränkischen Wörterbuch (WBF) Dieser Eintrag stammt aus dem Bayerischen Wörterbuch (BWB) Dieser Eintrag stammt aus dem Dialektologischen Informationssystem von Bayerisch-Schwaben (DIBS)
 
Daten werden geladen...bitte warten Sie einen Moment. Ihre Suche wird ausgeführt - in wenigen Sekunden erscheint hier Ihr Suchergebnis.
Bei sehr großen Ergebnissen, z. B. bei häufig vorkommenden Stichwörtern sowie bei Artikeln, Affixen oder Präpositionen, kann es jedoch auch bis zu ca. einer Minute dauern oder sogar zum Absturz kommen.

Sollte Ihr Browser Probleme mit der Darstellung vieler Ergebnisse haben, wird eine Einschränkung durch zusätzliche Sucheingaben/-optionen helfen.

Ihr Download wird vorbereitet und in wenigen Augenblicken gestartet.
Sie können diesen Hinweis schließen. Er wird sich in wenigen Augenblicken auch von selbst schließen.

Hinweis:
Sie scheinen Internet Explorer als Browser zu verwenden. Dieser Browser ist veraltet, erhält keine Sicherheitsupdates mehr und unterstützt zudem moderne Webseiten nicht in vollem Maße.
Die Nutzung von Bayerns Dialekte Online kann daher stark beeinträchtigt sein. Größere Suchergebnisse könnten den Browser z. B. einfrieren.
Insbesondere das Laden der Suchergebnisse wird deutlich länger benötigen, als bei einem modernen Browser.

Unter über BDO finden Sie weitere Informationen dazu sowie Links, um einen aktuellen Browser zu installieren.
Ihre Suche ergab 1 Ergebnis:
Vermissen Sie hier Ergebnisse? Die BDO wird kontinuierlich um Artikel erweitert.
Vielleicht ist Ihr Stichwort schon bald verfügbar. Siehe hierzu auch diese Seite.
 (davon sind 0 ausgeblendet )

Bock1

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 2, Spalte 1488–1500
Wortart: Substantiv
Genus: Maskulinum
Bedeutungen
1
Tier
1a
Bock, männliches Tier mit Hörnern od. Geweih
°Oberbayern vielfach, °Niederbayern vielfach, °Oberpfalz vielfach, °Oberfranken vielfach, °Mittelfranken vielfach, °Schwaben vielfach
iaz hot er gor den Bock gfait, is eam schiar auf der Büxn gsessn Wasserburg WS48.0615171, 12.220026
aufn Bog aussögen „zur Bockjagd“ Aicha PA48.671978, 13.289834
si muß zum Buuk „ist brünstig“ Etzelwang SUL49.5279464, 11.5851235
28 Schneida, a Goaß und a Buck ... is grod a halbet’s Schuck SUL, Bronner Schelmenb. 240 Bronner, F[ranz] J[osef]: Bayerisches Schelmen-Büchlein. 165 Schwänke und Schnurren über bayerische Ortsneckereien, Dießen 1911.

*1860 Höchstädt a.d. Donau, †1919 München; Volksschullehrer
Jetz’ rennt ihm ’s Böckei zuawi, Jetz’ Alter schieß’ Kobell Ged. 78 Kobell, Franz v.: Gedichte in oberbayerischer Mundart, Stuttgart 81877.

*1803 München, †1882 ebd.; Dr.phil., Prof. für Mineralogie, Schriftsteller
Hircelli ... bokelī Aldersbach VOF48.590609, 13.088972, 12.Jh. StSG. III,76,49 Die althochdeutschen Glossen, ges. und bearb. von Elias Steinmeyer und Eduard Sievers, 5 Bde, Berlin 1879-1922 (Nachdr. Dublin/Zürich 1968f.).
daz die pök oft verplinden des tages Konrad vM BdN 128,14f. Konrad von Megenberg: Das Buch der Natur, hg. von Franz Pfeiffer, Stuttgart 1861 (Nachdr. Hildesheim 1962).

*1309 Mäbenberg SC (?), †1374 Regensburg; Theologe, Naturwissenschaftler
Ain ganzer Pockh hat außgezogner in allem nur 25 Pfund Wilthpreth gehabt 1693 Poschinger Glashüttengut Frauenau 21 Wagner, Hermann: Die Aufschreibungen des Franz Poschinger (1637-1701) vom Glashüttengut Frauenau, Sauerlach 1985.

*1637 Frauenau REG, †1701 ebd.; Glasmeister
In festen Fügungen:
Bock stehen einen Kopf- od. Handstand machen °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
°ko der lang Boog stöh! Eschlkam KÖZ49.2993168, 12.9161876

Ra. da kannst du Bock stehen deine Bemühungen sind zwecklos °Niederbayern vereinzelt:
°da kost Bock steh, draus wird nix sag i Mallersdorf MAL48.7743081, 12.2377855

jmdn schlagen, daß er Bock steht u.ä. heftig verprügeln °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
°den hab i a so eineghaut, daß er Bock g’standn is Hofendorf ROL48.730258, 12.1475973

°meinetwegn schreist so lang, bis daß d bockstehst! „so lange du willst“ Mintraching R48.9516342, 12.240373

Ausruf der Verwunderung °Niederbayern vereinzelt (LA):
°da kannst ja glei Bock stöh! Essenbach LA48.6129604, 12.217017

Bock stehen umgestürzt sein, auf dem Kopf stehen °Niederbayern vereinzelt:
°des Auto is Bock gstandn Laberweinting MAL48.7965192, 12.3169072

°Bein Stockschlågn [Kinderspiel] mua oana Bock steh (gebückt stehen), di andan ham an hint eighaut Halfing RO47.9500426, 12.2765095

°Bock stehn „in der Schule zur Strafe im Eck stehen“ Vilsbiburg VIB48.448482, 12.355795

°Bock stehen „sich nicht vom Fleck rühren“ Regensburg R49.013904, 12.100040

„Der springende Bock... erscheint ... vom 15. bis 20. August, in Felle gekleidet mit 2 Kuh- und 2 Ziegenfüßen, Ziegenhörnern und Kuhschwanz. Er schlägt allen nach dem Gebetläuten herumlaufenden Kindern den Schädel ein“ Grafenwiesen KÖZ49.202128, 12.882784, HuV 17 (1939) 189 Heimat und Volkstum. Amtliches Nachrichtenblatt der Wörterbuchkommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München, 1923-39.

In Vergleichen:
steif wie ein Bock sehr steif
Dös Leda is steif wöi Buak Singer Arzbg.Wb. 44 Singer, Friedrich Wilhelm: Allgemeines und gebräuchliches … nützliches Arzberger Wörterböichl, Arzberg 1970f.

*1918 Schacht WUN, †2003 Weiden; Arzt, Heimatforscher


auch starrköpfig
Steif wia a Bock Wagner Zuwanderung 8 Wagner, Ludwig: Wie wirkt sich die starke Zuwanderung auf die Münchner Volkssprache aus? München 1939.

Schauen wie ein (gestochener) Bock u.ä. starr, verdutzt blicken °Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Mittelfranken vereinzelt:
dreischaung wia-r-a gstochana Bog Fürstenfeldbruck FFB48.1813797, 11.2382125
da geht der Springginkerl [unruhiger Mensch] aa vorbei, schaugt wiar a Bock Lutz Zwischenfall 40 Lutz, Joseph Maria: Der Zwischenfall. Ein Kleinstadtroman, München [1942].

*1893 Pfaffenhofen, †1972 München; Schriftsteller

Stinken wie ein Bock u.ä. °Oberpfalz mehrfach, °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt:
°dea stinkt wie a Buack Neualbenreuth TIR49.9792926, 12.4424368
schmeck nur gleich zum Rock, Er stinkt als wie a Bock Sturm Lieder 43 Sturm, Marcelin: Lieder zum Theil in baierischer Mundart, o.O. 1819.

*1760 Rötz WÜM, †1812 Hiltersried WÜM; Augustiner

Stoßen wie ein Bock Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt:
schdesn wia a Bog München M48.139686, 11.578889

Sich schämen wie ein Bock sich sehr schämen westliches Oberbayern vereinzelt, Schwaben vereinzelt:
dia schamb’ si’ wia a Bauk Derching FDB48.408873, 10.963980

auch
schamt si wia a Bock „gar nicht“ Wollomoos AIC48.402448, 11.198194

Redensart(en):
einen Bock schießen einen Fehler machen °Oberbayern mehrfach, °Niederbayern mehrfach, Mittelfranken mehrfach, °Oberpfalz vereinzelt:
°do host jetza an Boock gschossn Hirnsberg RO47.8807706, 12.2750108
Iatz hodaran Boog gschossn Höfer Bair.gredt I,178 Höfer, Johann: Bairisch gredt, 2 Bde (2. Bd hg. von Armin Höfer), München 1995-2001.

*1925 Derndorf AIB, †1999 Salzburg; Prof. für moderne Sprachen, Autor

Er hat einen Bock geschossen Baier.Sprw. II,156 [Mayer, Thomas]: Baiersche Sprichwörter mit Erklärung ihrer Gegenstände zum Unterricht und Vergnügen, 2 Bde, München 1812.

*1757 Freising, †1827 ebd.; Pfarrer

Jmdn stößt der Bock jmd hat Gicht(schmerzen) °Oberbayern vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt:
°den stoast dr Bok Kohlgrub GAP47.665818, 11.048838

°den stößt der Bock „er ist übermütig“ Nürnberg N49.454759, 11.065740

jmd hat Schluckauf
schtaußt de da Buak? Waldsassen TIR50.0053222, 12.3041123

Da Buak staßt mi Braun Gr.Wb. 71 Braun, Hermann: Großes Wörterbuch der Mundarten des Sechsämter-, Stift- und Egerlandes, Marktredwitz 1981ff.

*1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil., Oberstudienrat


jmd bebt vor Schluchzen Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt:
woana, daß ’s da Bogg stosst „daß der Körper des Kindes bebt“ Fürstenfeldbruck FFB48.1813797, 11.2382125

däan stäißt d Buak „das Schluchzen der Kinder nach dem Weinen“ Singer Arzbg.Wb. 44 Singer, Friedrich Wilhelm: Allgemeines und gebräuchliches … nützliches Arzberger Wörterböichl, Arzberg 1970f.

*1918 Schacht WUN, †2003 Weiden; Arzt, Heimatforscher


daß di fei der Bock nöt steßt „sagt man beim Essen von Bockfleisch“ Triftern PAN48.3953025, 13.0047348

im Wortspiel mit Bock2 jmd hat einen Rausch °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
°da Bock steßt di, wennst z’vui gsuffa håst Pillkofen ED48.3565259382865, 11.9728430659085
„zu total Betrunkenen … Dean hout da Bock g’stoußn Altb.Heimatp. 44 (1992) Nr.14,10 Altbayerische Heimatpost. Wochenzeitung für die bayerische Familie, 1948ff.

°Wenns z’vui Märzn dawischt, wird s Böckerl springat „Märzenbier macht übermütig“ Pilsting LAN48.699248, 12.651853

Den Bock melken / zeideln etwas Unmögliches od. Unsinniges tun (wollen) Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Schwaben vereinzelt:
an Bog zailn Aicha PA48.671978, 13.289834

Dea gibt wia da Bog d Mil „gibt schlecht beim Kartenspiel“ Aicha PA48.671978, 13.289834

„Von einem schwer Begreifenden hieß es: Jetzt kimmts eahm, wia an Bock b’Milli! Rottal  48.431054, 12.852333, Zwiebelturm 4 (1949) 37 Der Zwiebelturm. Monatsschrift für das bayerische Volk und seine Freunde, 1946-71.

°Der war recht zum Bockfangen „hat X-Beine“ Edelshausen SOB48.607177, 11.2777977

Angeboren sein wie dem Bock das Stinken u.ä. °Oberbayern vereinzelt:
°dös is eam scho ogeborn wia an Bok s Stinka Siegharting RO47.835715, 12.233693

dös håd ar los, wia dar Bog s Schdinga Reisbach DGF48.5686163, 12.6298894

Den Bock zwischen den Hörnern kussen / busseln können u.ä. mager, eingefallen sein Oberbayern vereinzelt, Schwaben vereinzelt:
dear håd a Khöbfla, dear kunnt an Bock zwischa de Hoara kussa Oberammergau GAP47.5966949, 11.0673611
Der kunnt an Bock zwischn de Hoarn kußn Schlehdorf WM47.655300, 11.315227, HuV 15 (1937) 299 Heimat und Volkstum. Amtliches Nachrichtenblatt der Wörterbuchkommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München, 1923-39.

Den Bock zum Gärtner machen u.ä. jmdn mit einer Aufgabe betrauen, für die er nicht geeignet ist Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt:
n Bog zum Gartna måucha Mittich GRI48.440634, 13.396183
Er hat den Bock zum Gaͤrtner bestellt Baier.Sprw. II,227 [Mayer, Thomas]: Baiersche Sprichwörter mit Erklärung ihrer Gegenstände zum Unterricht und Vergnügen, 2 Bde, München 1812.

*1757 Freising, †1827 ebd.; Pfarrer

An Buak zan Gärtna måch’n Braun Gr.Wb. 71 Braun, Hermann: Großes Wörterbuch der Mundarten des Sechsämter-, Stift- und Egerlandes, Marktredwitz 1981ff.

*1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil., Oberstudienrat

Da host den Bock in d’Hodn gstrieglt „etwas Zweckloses getan“ Obermiethnach R48.973624, 12.522298

An oidn Bok, wenn man net siacht, schmeckt man „sagt man, wenn einer stinkt“ Wasserburg WS48.0615171, 12.220026

Håt da Teufö an Bock ghoöt, soöt a dö Goas a håm „wenn man alles auf eine Karte setzt“ Burghausen 48.1689863, 12.8304816, ähnlich Singer Arzbg.Wb. 72 Singer, Friedrich Wilhelm: Allgemeines und gebräuchliches … nützliches Arzberger Wörterböichl, Arzberg 1970f.

*1918 Schacht WUN, †2003 Weiden; Arzt, Heimatforscher

Sprichwortwörter:
°a alta Buack laoud s Meckern niat „im Alter legt man seine Gewohnheiten nicht ab“ Weiden WEN49.676727, 12.162220

Is an Bok wohl, na stoßt er „wenn es einem zu gut geht, wird man übermütig“ Wasserburg WS48.0615171, 12.220026

Kitzelt ma an Bok, so meckert er „bedenke die Folgen“ Wasserburg WS48.0615171, 12.220026

An’ Bock muaß ma’ schern, wenn ar bo der Woll is „Man muß die Gelegenheit nutzen“ Bayerischer Wald49.008003, 13.309785, Bekh Spruchweish. 157, 234 Bekh, Wolfgang Johannes: Nur da Not koan Schwung lassn. Bairische Spruchweisheit für jede Gelegenheit, Pfaffenhofen 1987.

*1925 München, †2010 Rappoltskirchen ED; Schriftsteller, Rundfunkredakteur

°Wos a gscheita Buak wern wll, kröigt bazeit an Boart „um erfolgreich zu sein, muß man sich frühzeitig bemühen“ Waldsassen TIR50.0053222, 12.3041123, ähnlich Braun Gr.Wb. 71 Braun, Hermann: Großes Wörterbuch der Mundarten des Sechsämter-, Stift- und Egerlandes, Marktredwitz 1981ff.

*1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil., Oberstudienrat

Spruch beim Dreschen mit vier Personen:
Rupf glei den Bock, spinn schnell sei Hoor Häring Gäuboden 38 [Häring, Georg]: Söizog’n, strangkitzli und stoigrante. Alte Begriffe und Ausdrücke aus dem Sprachgut der Landwirtschaft des Gäubodens, Straubing [2]1980.

*1912 Pankofen DEG, †2016 Plattling; Dr.agr., Landwirtschaftsdirektor

Scherzh. Deutung der Türbeschriftung an Dreikönig ( CMB):
Kathl melk ’n Bock Bruck ROD49.245570, 12.305240, ähnlich Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt

Kaspar möcht an Bock Nandlstadt FS48.5370361, 11.8043442

Ortsneckerei für die Einwohner von Elsendf MAI:
°Eisndarfara Beck, san d’Hena vareggt, ham d’Fedan in Huat aufögsteggt Appersdorf MAI48.704450, 11.798123

Spiele:
meist Dim. Spiel, bei dem man die Köpfe leicht zusammenstößt , auch Bock mäh / tusch , u.ä. °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Schwaben vereinzelt:
°mach ma a Boggal Degerndorf RO47.7341139, 12.1135202

°Bockala mäh spieln Hütting ND48.7977697, 11.1114482

„Wie wir klein waren, hat die Oma mit uns oft bockedusch gemacht“ 3Zehetner Bair.Dt. 76 Zehetner, Ludwig G.: Bairisches Deutsch. Lexikon der deutschen Sprache in Altbayern, Regensburg 32005.

*1939 Freising; Dr.phil., Studiendirektor


Ausrufe dabei , u.a.
°Bocka Bocka stess! Loitersdorf EBE47.9940776, 11.952332
°Böcki, Böcki buff Reut PAN48.310752, 12.942397
°hutz Bockel Maxhütte-Haidhof BUL49.1985682, 12.0935676
Bǫkal ... duss! Kollmer II,412 Kollmer, Michael: Die schöne Waldlersprach. Von Wegscheid bis Waldmünchen, von Passau bis Regensburg, 3 Bde, Moosbach 1987-89.

*1917 Auwies KÖZ, †2001; Dr.phil., Gymnasialprof.

Bockə-tusch! rufen die Kinder, wenn sie im Scherz mit den Köpfen zusammenstoßen“ Schmeller I,204 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek

Bock stechen Spiel, bei dem man mit verbundenen Augen auf eine Zielscheibe wirft, auf der ein Bock abgebildet ist °westliches Oberbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
°„beim Seefest gibts bei uns alljährlich Wurstschnappen, Sackhüpfen, Bockstechen Uffing WM47.713198, 11.149683
Als Tiern. auch bei weiblichen Ziegen
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
Als Lockruf für Ziegen, in Wiederholung
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt
°Bogi-Bogi Erding ED48.3064441, 11.9076579
übertr. Lust, inneres Bedürfnis, etwas zu tun, in der
Fügung:
keinen Bock haben keine Lust haben
„junge Menschen, auch wenn sie koan Bock auf nix hätten, zu sinnvoller Freizeitgestaltung anzuhalten“ SZ 55 (1999) Nr.155,3 Süddeutsche Zeitung, 1945ff.
1b
Kuh, die keine Milch gibt
galta Bog „Kuh, die keine Milch gibt“ Alletsried NEN49.3099277, 12.4809199
1c
abwertend (kleines) Pferd
Niederbayern vereinzelt, Mittelfranken vereinzelt
a derra Bock alte Schindmähre Altdorf HIP48.986776, 11.279850
1d
Kater
Bockerl Gebenbach AM49.537969, 11.871011
1e
Rammler, männliches Kaninchen
Bock „männliches Kaninchen“ Ingolstadt IN48.7630165, 11.4250395
1f
Hausbock (Hylotrupes bajulus)
°Bock Oberammergau GAP47.5966949, 11.0673611
Bogg „Holzschädling“ Christl Aichacher Wb. 52 Christl, Karl: Aichacher Mundartlexikon, Aichach 1988.

*1922 Pfaffenberg MAL
1g
Hirschkäfer (Lucanus cervus)
°Bock Mammendorf FFB48.2102514, 11.1656988
1h
Weberknecht (Opiliones)
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
°Bock Amberg AM49.445718, 11.852457
d’ Hobargoaß oder der Bock Winkler Heimatspr. 96 Winkler, Karl: Heimatsprachkunde des Altbayerisch-Oberpfälzischen, Kallmünz 1936.

*1891 Regenstauf R, †1961 Amberg; Rektor
1i
Sumpfschnepfe (Gallinago)
Bockerl „kleine Sumpfschnepfe“ Metten DEG48.855117, 12.913475
2
von Menschen
2a
allg. abwertend Mann
Oberbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, Mittelfranken vereinzelt
oida Bog „scheltend zum Ehemann“ Haimhausen DAH48.315762, 11.554494
2b
unreinlicher, übelriechender Mensch
°Oberbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
°gstingada Book Hirnsberg RO47.8807706, 12.2750108
2c
lüsterner Mann, Schürzenjäger
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
so an aldr Bōk mecht’ Kellnarin aa no in Båcka zwicka! Deisenhofen M48.0188961, 11.5915687
ziahget dös G’schoß gar de alt’n Böck eina, weil da Moasta net dahoam is! Thoma Werke VII,149 (Altaich) Thoma, Ludwig: Gesammelte Werke, 8 Bde, München 1956.

*1867 Oberammergau GAP, †1921 Rottach MB; Rechtsanwalt, Redakteur, Schriftsteller
alle Dirn-Kaͤmmer/ solt ihr Bauren ... mit Riglen versehen ... damit kein Ehrendieb/ kein Geiler Bock hinein mag Selhamer Tuba Rustica I,356 Selhamer, Christoph: Tuba Rustica. Das ist: Neue Gei-Predigen, 2 Bde, Augsburg 1701.

*um 1640 Burghausen AÖ, †1708 Salzburg; Dr.theol., Geistlicher
2d
trotziger, störrischer Mensch
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
°is des a Buk! Eckersmühlen SC49.215897, 11.142759
Du štuara Bog, du štuara! Aman Schimpfwb. 38 Aman, Reinhold: Bayrisch-österreichisches Schimpfwörterbuch, München 21975.

*1936 Fürstenzell PA, †2019 Santa Rosa (USA); Prof. für Germanistik
2e
schnell beleidigter Mensch
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt
der Bock sitzt an Eck drin „im Schmollwinkel“ Dünzing IN48.780624, 11.640503
Scherzh. zu schmollendem Kind im Wortspiel mit Bed.1a :
Bockelein, Bockelein mäh °Oberbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
°Boggerl mäh! Rottendorf NAB49.456120, 12.061714

Bock, magst du (k)ein Heu u.ä. °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
°Bockerl magst koa Hei Winklsaß LA48.734505888246, 12.1701456600054

erweitert
°Becke, Becke mågst a Heu? Wart a wengerl, nachert kriagst as glei! Perach 48.265513, 12.765895, ähnlich PAF

°Bocki, Bocki mogst koa Hei, bist zum Fressn a no z’fei Oberornau WS48.2151334, 12.2437738

°Bockal bist siri [störrisch], gehst a weng firi, bleibst a weng vorn, vageht da der Zorn Herrnwahlthann KEH48.8452729, 11.9862628
2f
wohl unempfindlicher Mensch
tua do’ net so eberlich [empfindlich], bist ja sunst aa a Bock, wia ma’ koan’ zweit’n net find’t Meier Werke I,499 (Natternkrone) Meier, Emerenz: Gesammelte Werke, hg. von Hans Göttler, 2 Bde, Grafenau 1991.

*1874 Schiefweg WOS, †1928 Chicago; Schriftstellerin
2g
halbwüchsiges Mädchen
°Böckerl „halbwüchsiges Mädchen“ Rosenheim RO47.857172, 12.116561
2h
Teilnehmer an einem Spiel
2hα
Kind, über das die anderen springen
°„der Bock steht gebückt und mit Grätsche da“ Schwandorf SAD49.3261854, 12.1092708
„Wer durch ist, stellt sich am Ende der Reihe ebenfalls als Bock auf“ Schemm Dees u. Sell 22 Schemm, Otto: Dees und Sell. Ein nordostbayerisches Hausbuch, Hof 1987.

*1920 Brand WUN, †1996 Arzberg WUN; Rektor
In fester Fügung:
°jetzt mußt du Bock stehn Lengenfeld TIR49.838540, 12.282451

Spiel:
Bock springen / hüpfen über ein anderes Kind springen °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt:
°Bockspringa Regelsbach SC49.367825, 10.949572
Buackspringa Schemm Dees u. Sell 22 Schemm, Otto: Dees und Sell. Ein nordostbayerisches Hausbuch, Hof 1987.

*1920 Brand WUN, †1996 Arzberg WUN; Rektor
2hβ
Kind, das beim Bockschlagen ( siehe Bed.11a) auf den Hintern geschlagen wird
°„der Bock hat seinen Kopf zwischen die Schenkel des anderen legen müssen“ Polling WM47.8113117, 11.1330907
2i
Knecht beim Salzzug
Bock (Seiltrager)“ Hefner Chron.Rosenhm 77 Hefner, Otto Titan v.: Die Chronik von Rosenheim, Rosenheim 1860.
3
schmollendes, bockiges Gesicht
°Oberbayern vereinzelt, Schwaben vereinzelt
i will dr dein Bouckch scho austreiwa! Mering FDB48.265326, 10.984519
In festen Fügungen:
einen Bock (hin)machen u.ä. ein bockiges Gesicht machen, schmollen °Oberbayern vielfach, °Mittelfranken mehrfach, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
°warum machst denn scho wieder an Bock hi? Gündlkofen LA48.5340846, 12.0290368
°der macht ma fia sunst wieda nix an Bock a Weiden WEN49.676727, 12.162220
àn Boog ã-mǫchà Kaps Welt d.Bauern 74 Kaps, Peter: Die Welt des Bauern im Sprichwort, Passau 1987.

*1917 Rabenbrunn EG, †1997 Simbach EG; Steuerberater, Rechtsbeistand

°Er is ma Book „ist mir feind“ Günzlhofen FFB48.2431245, 11.1437824
4
X-Beine
Plural 
°Oberbayern vereinzelt
°dea hot Böck! Allach M48.200395, 11.457835
5
schlecht ausgeführte Kniebeuge
°Bockerl „eine schlecht durchgeführte Kniebeuge“ Laaber PAR49.067975, 11.882288
6
Gicht, Beule
6a
(Fuß-)Gicht
°Oberbayern vereinzelt
°der hat en Bok „Fußgicht“ Kohlgrub GAP47.665818, 11.048838
6b
Beule
°Niederbayern vereinzelt
°Bockerl Beule am Kopf Wiesenfelden BOG49.0387516, 12.5412499
7
Fahrzeug, Teil davon
7a
Schlitten
7aα
Kinderschlitten
meist Diminutiv  
°Oberbayern vielfach, °Niederbayern vielfach, °Oberpfalz vielfach, °Oberfranken vielfach, °Mittelfranken vielfach, °Schwaben vielfach
°„auf dem Bockerl stehend haben sich die Buben mit einem Stachel vorwärts geschoben“ Wettstetten IN48.823139, 11.414169
°Bockerl „hoher, kurzer Schlitten mit Lehne“ Oberhausen LAN48.5877791, 12.6625181
der hot a eiserns Bockerl Riedenburg RID48.961252, 11.6855725
Bockerlgfahrn is ma aufm Bauch und mit de Schuahspitzln hat ma gloat Dittrich Kinder 101 Dittrich, Paula: Kinder, Nachbarn und andere Leut, Regensburg 1992.

*1911 Kötzting
7aβ
Schlitten zum Transport von Personen
°Oberpfalz vereinzelt
°Bockerl „Einspännerschlitten“ Scharmassing R48.966820, 12.119517
7aγ
kurzer Transportschlitten, bei zwei Schlitten auch vorderer u./od. hinterer Schlitten
°Oberbayern vielfach, °Niederbayern mehrfach, °Oberpfalz mehrfach, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
°da vorda und da hinta Bock Schönbichl FS48.4305387, 11.6381856
°Bock „der vordere des zweiteiligen Lastschlittens“ Kumreut WOS48.775154, 13.5131257
°Bock „kurzer, kräftiger Langholzschlitten“ Oberwildenau NEW49.5996702, 12.1234046
bōgx „Vorderteil“ Weilheim WM47.839932, 11.140986, nach SBS XIII,371 Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben, hg. von Werner König, 14 Bde, Heidelberg 1996-2009.
7aδ
Schleife, Kufen mit Querbalken
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
°Boog „zum Ziehen von schweren Stämmen“ Weildorf LF47.8621034, 12.8704606
7aε
Schlittenaufbau, Teil davon
7aεi
Schlittenaufbau
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
°Bock „Gestell ohne die Kufen“ Dingolfing DGF48.6300801, 12.4977434
7aεii
Stütze auf der Schlittenkufe
„Stützen auf den Schlittenkufen … beiglαn Ehekirchen ND48.638436, 11.103673, nach SBS XIII,378 Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben, hg. von Werner König, 14 Bde, Heidelberg 1996-2009.
7aεiii
Querstrebe oben am Schlitten
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
°„ein landwirtschaftlicher Pferdeschlitten hatte drei Böckln Fronau ROD49.2678745, 12.4356655
7aεiv
bewegliches Querholz zum Lenken des Schlittens
°s Böckl „bewegliches Querholz oben am Schlitten, man braucht es zum Kurvenfahren“ Scharmassing R48.966820, 12.119517
7aζ
(Untergestell mit) Kufe(n) für den Bauernwagen
°Oberbayern mehrfach, °Niederbayern mehrfach, °Oberpfalz mehrfach, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
°„das Wagengestell wurde mit den Rädern auf den Bock, die Kufen, gestellt“ Hirnsberg RO47.8807706, 12.2750108
°„von einem gewöhnlichen Wagen wurden die Räder abgenommen und der Oberteil auf den Bock gesetzt“ Mittich GRI48.440634, 13.396183
Bock Mittenwald GAP47.4429543, 11.2655684, Schmeller I,204 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
7aη
Schlittenhörner
°Oberbayern mehrfach, °Niederbayern mehrfach, °Oberpfalz vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt
°da Boog „gebogener Teil der Kufen“ Altenbuch LAN48.7830015, 12.7525503
7b
Schubkarren
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt
°Bock Bogen BOG48.909699, 12.692232
7c
kleine Lokomotive, Lokalbahn
Diminutiv  
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt
°s Neufahrner Bockerl Hofendorf ROL48.730258, 12.1475973
Mit’n Gustl sein Boggal und sein Eisenbahnwagn san ma mit’n Schuilehra bis nach Großlappn gfahrn Biller Garchinger Gsch. 10 Biller, Sepp: Garchinger G’schichtn. Mundartgedichte, Garching 1996.

Biller, Josef, *1924 Garching M, †2009 ebd.; technischer Angesteller
Spiel:
°Boggerl fahrn „Eisenbahn spielen“ Regensburg R49.013904, 12.100040
auch Förderwagen für Grubenholz, bergmannssprl.
Bōggāl „Holztransportwagen und kleine Lokomotive“ Penzberg WM47.7518502, 11.3763014, HuV 16 (1938) 267 Heimat und Volkstum. Amtliches Nachrichtenblatt der Wörterbuchkommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München, 1923-39.
7d
scherzh. Fahrzeug allg.
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt
°Bockerl „spottweise für die ersten Motorräder“ Bruckmühl AIB47.8828325, 11.914614
°Bogal „kleines Auto“ Ruhstorf GRI48.440547, 13.334989
7e
Platz des Lenkers eines Wagens od. Schlittens
°Oberbayern vielfach, °Niederbayern vielfach, °Oberpfalz vielfach, °Oberfranken vielfach, °Mittelfranken vielfach, °Schwaben vielfach
°i setz mi vorn an Bock nauf Wettstetten IN48.823139, 11.414169
°Böckl „das einfache Sitzbänklein, das man quer über den Leiterwagen legt“ Passau PA48.567378, 13.431710
°hock di am Buag auffi, follst niat glei oi [hinunter] Neustadt NEW49.732301, 12.178398
daß i no auf ’n Bock sitz und kutschier Thoma Werke VI,402 (Wittiber) Thoma, Ludwig: Gesammelte Werke, 8 Bde, München 1956.

*1867 Oberammergau GAP, †1921 Rottach MB; Rechtsanwalt, Redakteur, Schriftsteller
auch Sitz im hohen Kinderschlitten
°Bockerl „Sitz im hohen Kinderschlitten“ Schrobenhausen SOB48.5613407, 11.2654488
Lehne am Sitz des Fahrzeuglenkers
°Böckl „Lehne am Sitz des Lenkers“ Fischbachau MB47.7195927, 11.9517515
7f
erhöhter Teil über dem Rad des Schubkarrens
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Schwaben vereinzelt