Die Stichwortsuche durchsucht die gesamte Datenbank nach Lemmata, Bedeutungen und Belegen.
Voreingestellt sucht das Programm in allen Beständen. Sollten Sie ausschließlich in einem Wörterbuch bzw. Projekt suchen wollen, wählen Sie es bitte oben aus bei Suche in.

Für feinere Suchabfragen können Sie die nachfolgende erweiterte Suche verwenden sowie die Optionen rechts.
Eine exakte Suche liefert Ergebnisse, in denen die exakte Reihenfolge der gesuchten Buchstaben oder Wörter zu finden ist. Voreingestellt ist eine unscharfe Suche, die in die Ergebnisse auch leichte Abweichungen der gesuchten Zeichenkette einbezieht. Der Fachbegriff Lemma steht für das laiensprachliche Stichwort.
Es ist das Wort, das die größere Einheit in einem Wörterbuch darstellt und alle dazu gehörigen Informationen auflistet. Wörterbücher sind i.d.R. nach Lemmata sortiert.
Durchsucht die Bedeutungsangaben nach einer eingegebenen Zeichenfolge, z. B. Korb. Durchsucht Belegtexte und liefert Ergebnisse aus den Äußerungen von Gewährspersonen und aus literarischen Mundartquellen.
Da Belege unterschiedlich verschriftlicht sind, liefert die Suche hier u. U. nicht die erwarteten Ergebnisse. So ist z. B. das Wort Himmelsbraut als Himösbraut belegt und eine etwaige Suche nach Himmelsbraut im Belegfeld ergäbe hier kein Ergebnis.
Wörter, die sich auf einen gemeinsamen Stamm oder ein gemeinsames Wort zurückführen lassen.
So sind z. B. abends, abendlich, Sylvesterabend und Abendbrot der Wortfamilie Abend zugeordnet.
Wählen Sie hier bei Bedarf eine oder mehrere Grammatikangaben aus. Wählen Sie hier bei Bedarf bitte Untersuchungsgebiete und/oder Regierungsbezirke aus.
Wählen Sie hier bei Bedarf bitte einen oder mehrere Landkreis(e) aus. Es handelt sich dabei jedoch mit Ausnahme derer des Fränkischen Wörterbuchs um Altlandkreise vor der Gebietsreform der 1970er Jahre. Dies ist ein Ordnungsschema des Wortschatzes nach der Bedeutung. Es basiert auf dem System, das Post (1998) auf der Grundlage von Hallig/v. Wartburg (1952) erweitert und entwickelt hat. Mittels vierstelliger Nummern werden themen- bzw. sachverwandte Wörter einander zugeordnet. Herkunft und Geschichte eines Wortes. Über diese Liste können Sie auswählen, aus welchen Herkunftssprachen die gesuchten Einträge stammen sollen.
Wenn Sie also z. B. Arabisch angeben, erhalten Sie alle Artikel, die in der Wortgeschichte einen Hinweis auf einen arabischen Ursprung enthalten.
Bei der Wahl mehrerer Sprachen muss mindestens eine von ihnen vorhanden sein.
Über diese Liste können Sie auswählen, ob ein besonderer Sprachgebrauch gegeben sein soll.
So finden Sie z. B. über ältere Sprache Einträge, die das Wort zumindest zum Teil in alten Ausdrücken verwendet.
Die Suche bezieht sich auf (kommentierte) Lautungen, d.h. auf die Aussprache von Mundartformen.
Dieses Feld berücksichtigt die Suchoptionen bez. Groß-/Kleinschreibung sowie exakter Suche nicht.
Das Symbol rechts öffnet eine Karte, in der automatisch Ortsmarkierungen der Belege dargestellt werden. belegt nach 1958 bedeutet, dass dieser Beleg (bzw. dieses Stichwort oder diese Bedeutung) nach 1958 belegt ist und somit xzy Hiermit können Sie innerhalb der Lemmaliste suchen, auch - jedoch nicht zwingend - mit regulären Ausdrücken.
Beachten Sie dabei allerdings bitte die hierfür üblichen Beschränkungen hinsichtlich des deutschen Alphabets:
in den einfachen Klassen (z. B. \w oder \b) sind üblicherweise Umlaute und ß nicht enthalten.
Diese Suche ist dauerhaft in der Datenbank gespeichert.
Sie können sie daher in Publikationen verwenden und sich verlässlich auf die unveränderlichen Suchergebnisse beziehen.
Auch das Ausblenden bzw. Löschen von Stichwörtern auf dieser Seite hat keine Auswirkungen auf die Speicherung.

Die zugehörigen Suchparameter sind in der Suchmaske eingetragen, sodass Sie die gleiche Suche schnell erneut ausführen können, um zu sehen, ob sich ggfs. durch neue Datensätze etwas am Suchergebnis geändert hat.
Außerdem haben Sie so die Möglichkeit, das gesamte Suchergebnis anzuzeigen, sollte es sich beim persistierten nur um ein Teilergebnis handeln.
Womöglich sind das zu viele Suchergebnisse für eine flüssige Darstellung in Ihrem Browser.
Schränken Sie zur Verbesserung des Nutzung ggfs. die Suche weiter ein oder entfernen Sie (ohnehin) nicht benötigte/interessante Suchergebnisse.
Dies ist die Lizenz des Artikels. Weitere Informationen finden Sie hier. Dieses Stichwort ist noch nicht erarbeitet.
Nähere Informationen zum Projektverlauf finden Sie hier.
Die automatisch erstellten Artikel im WBF werden auf Basis der Belegdatenbank angefertigt.
Nähere Informationen dazu finden Sie hier.
Sie können hier an einer Umfrage über BDO teilnehmen.
Wir würden uns sehr darüber freuen, von Ihren Eindrücken über BDO zu erfahren.
 
Daten werden geladen...bitte warten Sie einen Moment. Ihre Suche wird ausgeführt - in wenigen Sekunden erscheint hier Ihr Suchergebnis.
Bei sehr großen Ergebnissen, z. B. bei häufig vorkommenden Stichwörtern sowie bei Artikeln, Affixen oder Präpositionen, kann es jedoch auch bis zu ca. einer Minute dauern oder sogar zum Absturz kommen.

Sollte Ihr Browser Probleme mit der Darstellung vieler Ergebnisse haben, wird eine Einschränkung durch zusätzliche Sucheingaben/-optionen helfen.
 
Lade Ortsliste... Ihre Suche wird ausgeführt - in wenigen Sekunden erscheint hier Ihr Suchergebnis.
Bei sehr großen Ergebnissen, z. B. bei häufig vorkommenden Stichwörtern sowie bei Artikeln, Affixen oder Präpositionen, kann es jedoch auch bis zu ca. einer Minute dauern oder sogar zum Absturz kommen.

Sollte Ihr Browser Probleme mit der Darstellung vieler Ergebnisse haben, wird eine Einschränkung durch zusätzliche Sucheingaben/-optionen helfen.
Hinweis:
Sie scheinen Internet Explorer als Browser zu verwenden. Dieser Browser ist veraltet, erhält keine Sicherheitsupdates mehr und unterstützt zudem moderne Webseiten nicht in vollem Maße.
Die Nutzung von Bayerns Dialekte Online kann daher stark beeinträchtigt sein. Größere Suchergebnisse könnten den Browser z. B. einfrieren.
Insbesondere das Laden der Suchergebnisse wird deutlich länger benötigen, als bei einem modernen Browser.

Unter über BDO finden Sie weitere Informationen dazu sowie Links, um einen aktuellen Browser zu installieren.
Ihre Suche ergab 5 Ergebnisse:
Vermissen Sie hier Ergebnisse? Die BDO wird kontinuierlich um Artikel erweitert.
Vielleicht ist Ihr Stichwort schon bald verfügbar. Siehe hierzu auch diese Seite.
 (davon sind 0 ausgeblendet )

Bräm(e), -e-

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 3, Spalte 39f.
Wortart: Substantiv
Genus: Maskulinum, Femininum, Neutrum
Bedeutungen
1
Rand, Einfassung allg.
°Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt
°Bram Ruhmannsdorf VIT49.115366, 12.850103
Bram … der „Ueberhaupt eine Einfassung“ Delling I,92Beiträge zu einem baierischen Idiotikon, ges. von Johann v. Delling, 2 Bde, München 1820.

*1764 München, †1838 ebd.; Jurist, Historiker
brãm Wittmann Mchn 71Wittmann, Stephan: Die Mundart von München und Umgebung, Diss.masch. München 1943.

*1919 Pusztavam/Ungarn
2
Besatz, Saum, Stulpe
2a
Besatz, Borte
°Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
a Dischdåu mit an Bram Zandt KÖZ49.155458, 12.726891
ist lauter flandrischer Zeug in dem selbigen Sack, scharlachen Tuch mit einem Bram von schwarzen Zobel Hofmiller Helmbrecht 46Der Meier Helmbrecht. Wernher dem Gartenaere nacherzählt von Josef Hofmiller, München 1925.

*1872 Kranzegg/Allgäu, †1933 Rosenheim; Dr.phil., Gymnasiallehrer, Schriftsteller
Brám „haarige Einfassung, Sammet- oder Pelzstreifen am Rande eines Kleidungsstückes“ Schmeller I,355Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
zu irer Weiber vnd Töchter Prämb oben vmb vnd an den Schälckln [Miedern] nach 1553 Breit Verbrechen u.Strafe 88Breit, Stefan: Verbrechen und Strafe. Strafgerichtsbarkeit in der Herrschaft Hohenaschau, Aschau 2000.

Hohenaschau RO
die Spitz am Chorrock, die Prämb und anderes mit feinem Gold vergüldt Eggenfelden EG48.4031909, 12.7626208, 1731 ObG 12 (1970) 182Ostbairische Grenzmarken, 1925-30, 1957ff.
auch Teil einer best. Tracht (Bramfilze)
„In der Gegend von Hecherstalt, Reittern, Tettenweis und Fürstenzell umgibt den Rok [für Frauen] noch eine schwarze Glanzleinwand mit vielen Falten, woran ein schwarzes feines Tuch, das Bram genannt, hängt“ GRI, Hazzi Aufschl. III,1134Hazzi, Joseph: Statistische Aufschlüsse über das Herzogthum Baiern, 4 Bde, Nürnberg 1801-08.
2b
Saum
°Niederbayern vereinzelt
°Bram Rattenberg BOG49.0833039, 12.7499957
2c
Handkrause, Handstulpe
an Bram „Handkrause, Handstulpe“ Haidmühle WOS48.8249464, 13.7759515
3
Pelzhaube für Frauen
°Oberbayern vereinzelt
°Bramal „weibliche Kopfbedeckung aus Pelz und Stoff“ Starnberg STA48.0001038, 11.3508972
„Der Bram ist eine niedere Pelzhaube … Der gewölbte Teil … meist aus Goldbrokat … der Rand herum … aus Fischotterpelz“ GAP, SHmt 42 (1953) 93Schönere Heimat, 1937ff.
Der Brám „Kopfbedeckung der Weiber aus Fischotterfell“ Mittenwald GAP47.4429543, 11.2655684, Schmeller I,355Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
auch: Pelzhaube für Männer
’s Brámlé „desgleichen der Männer“ Mittenwald GAP47.4429543, 11.2655684, Schmeller I,355Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
4
Wolkenrand am Horizont
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
°wenn der Himml im Wedawinkl a Brem gröigt, wiad a anas Weda Kirchenthumbach ESB49.7497693, 11.7239291
Bram „Streifen am Firmament“ Miller Lkr.WEG II,22Der Landkreis Wegscheid. Ein Heimatbuch, hg. von Richard Miller, 2 Tle, Wegscheid [1957].

*1880 Haldenwang/Lkr. Günzburg, †1963 Hauzenberg PA; Oberstudienrat, Heimatpfleger
Mhd. bræm stn., germ. Wort unklarer Herkunft; Kluge-Seebold 950 (verbrämen)Kluge, Friedrich: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin/New York 221989 (bearb. von Elmar Seebold)..
  • Delling I,92Beiträge zu einem baierischen Idiotikon, ges. von Johann v. Delling, 2 Bde, München 1820.

    *1764 München, †1838 ebd.; Jurist, Historiker
  • Schmeller I,355Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • Zaupser 17Zaupser, Andreas: Versuch eines baierischen und oberpfälzischen Idiotikons, München 1789 (Nachdr. Grafenau 1986).

    *1748 München, †1795 ebd.; Hofkriegsratssekretär, Prof. für Philosophie
  • WBÖ III,720f.Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
  • Schwäb.Wb. I,1344Schwäbisches Wörterbuch, bearb. von Hermann Fischer (Bd 6 von Wilhelm Pfleiderer), 6 Bde, Tübingen 1904-36.
  • Schw.Id. V,597-599Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache, Frauenfeld 1881ff.
  • Suddt.Wb. II,561Sudetendeutsches Wörterbuch, hg. von Heinz Engels, München 1988ff.
  • DWB II,292f., 363Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, 16 Bde, Leipzig 1854-1954 (Nachdr. München 1984).
  • Frühnhd.Wb. IV,916Frühneuhochdeutsches Wörterbuch, hg. von Ulrich Goebel und Oskar Reichmann, Berlin/New York 1989ff.
  • Mhd.Wb. I,965Mittelhochdeutsches Wörterbuch, hg. von Kurt Gärtner u.a., Stuttgart 2006ff.
  • Braun Gr.Wb. 60Braun, Hermann: Großes Wörterbuch der Mundarten des Sechsämter-, Stift- und Egerlandes, Marktredwitz 1981ff.

    *1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil., Oberstudienrat
  • Kollmer II,71Kollmer, Michael: Die schöne Waldlersprach. Von Wegscheid bis Waldmünchen, von Passau bis Regensburg, 3 Bde, Moosbach 1987-89.

    *1917 Auwies KÖZ, †2001; Dr.phil., Gymnasialprof.
verfasst von: A.S.H.

Breme, -en, -ä-, -a-

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 3, Spalte 233f.
Wortart: Substantiv
Genus: Maskulinum, Femininum
Bedeutungen
1
Bremse, Stechfliege
°Oberbayern vielfach, °Niederbayern mehrfach, °Oberpfalz vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
°a Bröma hot mi gschtocha Peiting SOG47.795462, 10.9235088
haind kimt nå a Wöda, wai Brem so bes hand Aicha PA48.671978, 13.289834
letz war’n die Brema Gumppenberg Loder 11Gumppenberg, Carl v.: Beim damisch’n Loder. Dichtungen im oberbayerischen Dialekt, Stuttgart 1888.

*1833 Wallenburg MB, †1893 Bamberg; Oberpostmeister
Wemma nämle nu a paar Wochn wartn, naou kumma de Broama Schmidt Säimal 114Schmidt, Elsa: „Säimal“. Gschichtn aas unnerer Hoimat, Selb 1998.

*1931 Oberweißenbach REH
Asylo premo Tegernsee MB47.7099191, 11.7543337, 11.Jh. StSG. II,637,39Die althochdeutschen Glossen, ges. und bearb. von Elias Steinmeyer und Eduard Sievers, 5 Bde, Berlin 1879-1922 (Nachdr. Dublin/Zürich 1968f.).
Ysidorus spricht, daz der prem daz lieht liep hab Konrad vM BdN 328,16Konrad von Megenberg: Das Buch der Natur, hg. von Franz Pfeiffer, Stuttgart 1861 (Nachdr. Hildesheim 1962).

*1309 Mäbenberg SC (?), †1374 Regensburg; Theologe, Naturwissenschaftler
Das es die bremen … stochen hetten Roßarznei (Brunnbauer ) Roßarznei (Brunnbauer) 139Brunnbauer, Marianne: Ein anonymes Roßarzneibuch aus dem Jahre 1589, Diss. masch. München 1972.
In fester Fügung:
blinde(r) Breme (kleine) Bremse, v.a. Regenbremse, °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt:
°dej blindn Bremer stechn und ploung Menschn und Vejcher Nennslingen WUG49.045781, 11.128506

Die blinde Brem, die Regenbremse, tabanus pluvialis L.“ Schmeller I,356Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek


„Solange die feuchte Brunnensäule … schwarz vor lauter … blinde Brem war“ Silbernagl Almsommer 23Silbernagl, Helmut: Almsommer. Geschichten über Almen, Sennerinnen und Senner, Almviecha und bäuerliche Kultur, Miesbach 2002.

*1927 Hausham MB, †2002 Tölz; Schul- und Amtsleiter


im Vergleich, wie ein blinder Breme / eine blinde Breme kopflos, unbedacht, °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt:
°de laaft rum wia a blinde Brema „läuft gegen alle Hindernisse und findet nichts“ Peißenberg WM47.7965862, 11.0670713

Deà gęęd drauf lous wià-r-à blindà Brem „handelt blindlings, unüberlegt“ Kaps Welt d.Bauern 92Kaps, Peter: Die Welt des Bauern im Sprichwort, Passau 1987.

*1917 Rabenbrunn EG, †1997 Simbach EG; Steuerberater, Rechtsbeistand


wie ein blinder Breme / eine blinde Breme draufgängerisch, ungestüm, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt, Mittelfranken vereinzelt:
draaf gei wei a blinda Bräma Fürnried SUL49.4565315, 11.5969824

Einen anlâuffen, anrennen wiə ə~ blindé Brem „keck, ohne Scheu, blindlings“ Schmeller I,356Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek


Däa gäiht oa wöi a blinda Bräama „geht an wie ein blutgieriges Insekt“ Singer Arzbg.Wb. 41Singer, Friedrich Wilhelm: Allgemeines und gebräuchliches … nützliches Arzberger Wörterböichl, Arzberg 1970f.

*1918 Schacht WUN, †2003 Weiden; Arzt, Heimatforscher


der is wia a blinda Brem leicht reizbarer Mensch Drachselsried VIT49.1073441, 13.011453

übertr., kopfloser, unbedachter Mensch, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
°blinda Brem „einer, der nicht Obacht gibt“ Neufraunhofen VIB48.3919929, 12.2163668
Du bist a blinde Brema und findst wieda nixn Heimat Beil.Kemnather Ztg 7.2.1959, Bl.475[,2]Heimat. Beilage der Kemnather Zeitung, des Heimatblattes für den Landkreis Kemnath und Umgebung, Kemnath 1949-1960.

Sprichwörter:
a Hand voll Brema is bessa als a Metzn voll Haber „bringt ein Roß schneller zum Laufen“ ND

Wenn mar an Brem daschlogt kemmand neuni zo da Leich! Haller Waldlersprüch 21Haller, Reinhard: Waldlersprüch, Grafenau 1981.

*1937 Bodenmais REG; Dr.phil., Sonderschuldirektor, Kreisheimatpfleger

Spruch:
Wenn die Gmunder mit dem Kreuz kemma [nach Ellbach wallfahren] , bringa s’ die Brema Tegernsee MB47.7099191, 11.7543337, Altb.Heimatp. 6 (1954) Nr.21,3Altbayerische Heimatpost. Wochenzeitung für die bayerische Familie, 1948ff.
2
Dasselfliege
°Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt
°Breöma Erling STA47.9671746, 11.184498
brẽma … (Pferde)-Bremse“ White Eisenhfn 51f.White, Donald V.: Die Mundart der Pfarrei Eisenhofen/Hirtlbach (Oberbayern), Diss.masch. Southampton 1966.

Eisenhofen, Hirtlbach DAH
Von den … Bremen … wann sie auß faulen Ochsenfleisch heraußwachsen Hueber Granat-apfel 306Hueber, Fortunat: Zeitiger Granat-apfel, München 1671. Mirakelbuch des bayrisch-böhmischen Wallfahrtsortes Neukirchen bei Heilig Blut. Photomechanischer Nachdruck, mit Nachwort und Registern, hg. von Guillaume van Gemert, Amsterdam/Maarssen 1983.

*1639 (?) Neustadt KEH, †1706 München; Ordensgeistlicher, Lektor der Theologie. Neukirchen KÖZ
3
Hornisse
Oberbayern vereinzelt
Brem Hornisse Wasserburg WS48.0615171, 12.220026
ein Horneißel … Die Breme gab aber nicht nach“ Schönwerth Opf. Sagen 252Schönwerth, Fr[anz Xaver v.]: Aus der Oberpfalz. Sitten und Sagen, 3 Bde, Augsburg 1857-59.

*1810 Amberg, †1886 München; Ministerialrat, Volkskundler
4
wohl Stechmücke
Oberpfalz vereinzelt, Mittelfranken vereinzelt
mi hod a Brem gstocha Altdorf HIP48.986776, 11.279850
Brem „Staunze“ Judenmann Opf.Wb. 29Judenmann, Franz Xaver: Kleines Oberpfälzer Wörterbuch, Regensburg 1994.

*1927 Mintraching R, †1994 Regensburg; Rektor
5
Stubenfliege
süd-westliches Oberpfalz vielfach, südliches Mittelfranken vielfach
di Brema Zimmerfliege Burggriesbach BEI49.127821, 11.360344
Brem EIH, HIP, WUG, DWA I[,K.19]Deutscher Wortatlas, hg. von Walther Mitzka u.a., 21 Bde, Gießen 1951-87.
Ahd. brëma swf., brëmo swm., mhd. brëme swm., germ. Bildung idg. Herkunft; Kluge-Seebold 150Kluge, Friedrich: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin/New York 221989 (bearb. von Elmar Seebold)..
brēm(α), -ę̄- u.ä., auch -e-, -ę-, ferner -eα- (AIC; NEW, TIR; REH, WUN; GUN, WUG), -oα- (REH, SEL), -ạ̄- (TÖL; WOS), vgl. Lg. § 2g6Kranzmayer, Eberhard: Historische Lautgeographie des gesamtbairischen Dialektraumes, Wien/Graz/Köln 1956.. M. Formen mit meist nicht von Bremer ( Bremer(er)) zu trennen.– Pl. gleichl., vereinz. (n), ferner -ax (FFB).
  • Schmeller I,356Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • WBÖ III,858-860Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
  • Schwäb.Wb. I,1394Schwäbisches Wörterbuch, bearb. von Hermann Fischer (Bd 6 von Wilhelm Pfleiderer), 6 Bde, Tübingen 1904-36.
  • Schw.Id. V,603-605Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache, Frauenfeld 1881ff.
  • Suddt.Wb. II,605f.Sudetendeutsches Wörterbuch, hg. von Heinz Engels, München 1988ff.
  • DWB II,362Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, 16 Bde, Leipzig 1854-1954 (Nachdr. München 1984).
  • Frühnhd.Wb. IV,1070f.Frühneuhochdeutsches Wörterbuch, hg. von Ulrich Goebel und Oskar Reichmann, Berlin/New York 1989ff.
  • Mhd.Wb. I,988f.Mittelhochdeutsches Wörterbuch, hg. von Kurt Gärtner u.a., Stuttgart 2006ff.
  • WMU 2563Wörterbuch der mittelhochdeutschen Urkundensprache auf der Grundlage der altdeutschen Originalurkunden bis zum Jahr 1300, Berlin 1986ff.
  • Ahd.Wb. I,1351-1353Althochdeutsches Wörterbuch, bearb. u. hg. von Elisabeth Karg-Gasterstädt, Theodor Frings u.a., Berlin 1968ff.
  • Angrüner Abbach 15Angrüner, Fritz: Weî heußt’n des? 1300 Mundartwörter aus Bad Abbach und Umgebung, Bad Abbach 1985.

    *1928 Abbach KEH, †2015 Abensberg KEH; Rektor, Heimatforscher
  • Berthold Fürther Wb. 29Berthold, Eugen: Dei hulli alli ô. Ein amüsantes Wörterbuch der Fürther Mundart, Fürth 1975.

    *1897 Fürth, †1976 ebd.; Oberinspektor
  • Braun Gr.Wb. 60, 64Braun, Hermann: Großes Wörterbuch der Mundarten des Sechsämter-, Stift- und Egerlandes, Marktredwitz 1981ff.

    *1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil., Oberstudienrat
  • Christl Aichacher Wb. 138Christl, Karl: Aichacher Mundartlexikon, Aichach 1988.

    *1922 Pfaffenberg MAL
  • Göttler Dachauerisch 18Dachauerisch, ges. von Norbert Göttler, Dachau 2004.

    *1959 Dachau; Dr.phil., Bezirksheimatpfleger, Schriftsteller, Publizist
  • Kilgert Gloss.Ratisbonense 47Kilgert, Nadine: Glossarium Ratisbonense. Zum Wortschatz gebürtiger RegensburgerInnen zu Beginn des 21. Jahrhunderts, Regensburg 2008.

    *1978 Amberg; Dr.phil., Germanistin, Studienrätin
  • Koller östl.Jura 15Koller, Josef: Dialektwörterbuch aus dem östlichen Jura, Kallmünz 2005.

    *1938 Regensburg
  • Konrad nördl.Opf. 53Konrad, Theresia: Aus der Mundart der nördlichen Oberpfalz. Wörter, Redewendungen und Reime ges. in den Jahren 1976-78, masch. Wiesau 1978.
  • Maas Nürnbg.Wb. 89Maas, Herbert: Wou die Hasen Hoosn und die Hosen Huusn haaßn. Ein Nürnberger Wörterbuch, Nürnberg 51987.

    *1928 Nürnberg, †2014 ebd.; Studiendirektor
  • Poelt-Peuker Wb.Pöcking 9Poelt, Leonhard und Christine Peuker: Apfibliά und Zuάwiziάgâ. Ein bayrisches Wörterbuch, Pöcking 2010.

    Poelt, L., *1929 Pöcking STA; Heimatforscher. Peuker, Ch., *1964 Starnberg; Archivarin. Mundart von Pöcking STA
  • Rasp Bgdn.Mda. 34Rasp, Franz: Berchtesgadener Mundart, Berchtesgaden 1985.

    *1940 Maria Gern BGD, †1988 Watzmann; Landwirt
  • Schilling Paargauer Wb. 12Schilling, Jakob: Paargauer Altbairisches Erzähl-Wörterbuch aus den Tagen unserer Kindheit, Aindling 1988.

    *1939 Sattelberg SOB
  • Singer Arzbg.Wb. 41Singer, Friedrich Wilhelm: Allgemeines und gebräuchliches … nützliches Arzberger Wörterböichl, Arzberg 1970f.

    *1918 Schacht WUN, †2003 Weiden; Arzt, Heimatforscher
  • Spr.Rupertiwinkel 13„So wead gredd“. Bairische Sprache, gesammelt im Rupertiwinkel, hg. vom Verein Bairische Sprache und Mundarten Chiemgau e.V., Laufen 32008.
  • Wb.Krün 7Sou red‘ ma bei ins! Boarisches Wörterbiachla aus dem Krüner Sprachgebrauch, vom Gebirgstrachtenverein d‘ Soiernbergler, Krün 2006.

    Krün GAP
  • Fragebögen:
  • S-62H22
verfasst von: E.F.

Hinweis: Dieser Artikel ist ein Platzhalter für dieses Stichwort, da es sich noch in Bearbeitung befindet und künftig in die BDO eingespeist wird.

Bräme1

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 3, Spalte 41
Bedeutung
Dornbusch

Hinweis: Dieser Artikel ist ein Platzhalter für dieses Stichwort, da es sich noch in Bearbeitung befindet und künftig in die BDO eingespeist wird.

Bräme2

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 2, Spalte 55f.
Bedeutung
Brombeere

Hinweis: Dieser Artikel ist ein Platzhalter für dieses Stichwort, da es sich noch in Bearbeitung befindet und künftig in die BDO eingespeist wird.

Bräme3

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 3, Spalte 233f.
Bedeutung
Viehbremse
Bayerns Dialekte Online.
Bayern, Bairisch, Bayerisch, Schwäbisch, Schwaben, Franken, Fränkisch, Dialekt, Mundart, Mundartforschung, Dialektologie, Lexikographie, BDO, WBF, BWB, DIBS.
Bayerische Akademie der Wissenschaften.
Bavaria's Dialects Online.
Bavarian, Bavaria, Franconian, Swabian, Swabia, Dialect, Dialectology, German, Dictionary, Lexicography.
Bavaria's Dialects Online provides information about the dialectal vocabulary in Bavaria and presents the research results of the Bavarian Dictionary (BWB), the Franconian Dictionary (WBF) and the Dialectological Information System of Bavarian Swabia (DIBS).
Bavarian Academy of Sciences and Humanities.