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Brand

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 3, Spalte 46–52
Wortart: Substantiv
Genus: Maskulinum
Bedeutungen
1
Feuersbrunst, das Brennen
1a
Feuersbrunst, Schadenfeuer
°Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt, Schwaben vereinzelt
Brend Kochel TÖL47.6531098, 11.3631895
haind jahrt sö da gråußö Brand Mittich GRI48.440634, 13.396183
Dåu håut’s an Brånd Braun Gr.Wb. 60Braun, Hermann: Großes Wörterbuch der Mundarten des Sechsämter-, Stift- und Egerlandes, Marktredwitz 1981ff.

*1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil., Oberstudienrat
den grozzen schaden, den diu stat genomen hat von dem fewr und von prant 1365 Stadtr.Mchn (Dirr ) 478,7f.Denkmäler des Münchner Stadtrechts, 1.Bd (2 Tle) 1158-1403, bearb. und eingeleitet von Pius Dirr, München 1934-36.
wurden sie gleichfals vom Fewr angesteckt, und waren nun alle drey ein lautterer [heller] Brandt Moser-Rath Predigtmärlein 181Predigtmärlein der Barockzeit, hg. von Elfriede Moser-Rath, Berlin 1964.
In festen Fügungen:
Brand betteln / bitten nach einem Brand um Nachbarschaftshilfe bitten, °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Schwaben vereinzelt:
°der muaß brandbettln gehn Tengling LF47.9942924, 12.7272459

Redensarten:
einen Brand schüren / anzetteln u.ä. Streit entfachen, Unfrieden stiften, °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt:
°da hat ma wieda a schöns Brandl agricht mit dera Ratscherei Inzell TS47.7633488, 12.7492369

°d’Mare hod wieda sauba ’s Brandl gschiat Mittich GRI48.440634, 13.396183

°an Brand derf ma niat schian, dean mou ma löschn „Streit schlichten ist besser als Streit stiften“ Tirschenreuth TIR49.881642, 12.329440

°Eam an Brand schürn „ihn heiß machen, aufstacheln“ Ramsau WS48.172524, 12.230507

A Brand geht auf! es gibt Streit Neubeuern RO47.7734832, 12.1389535

Jmdm einen Brand schüren / anhängen u.ä. jmdm Verdruß bereiten, Schaden zufügen, °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
°dem schür i a Brandl Schwandorf SAD49.3261854, 12.1092708
einem ein … Brántl … schüren Schmeller I,360Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek

Vnd pedencht jm gemüet wie er sich möcht rechen · oder jm ein präntel schüren wohl Attel WS48.026041, 12.176982, 1459 Cgm 632,fol.35raCodex germanicus monacensis, deutschsprachige Handschrift in der Handschriftenabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek München

°Dem homa a Brandl gschürt „ihn richtig verprügelt“ Nagel WUN49.9790889, 11.9197818

Sprichwörter:
„trösten: A jeds håut sa(n’ Brand’l; brennt’s neat, sua raucht’s doch! Braun Nordbair. 59Braun, Hermann: Nordbairisch, eine sprachliche Heimatkunde des Sechsämter-, Stift- und Egerlandes, Marktredwitz 1962.

*1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil., Oberstudienrat
übertr.: Streit
°Brand kriagn „Streit“ Gangkofen EG48.4370323, 12.5630767
Abreibung, Zurechtweisung durch Prügel od. Worte
°Dem grobn Bruader kennt a Brandl net schadn „eine Abreibung“ Schönbrunn LA48.549821, 12.184938
Unruhestifter
er solt im nit fürchten vor disen zwaien pränten Aventin IV,256,30f. (Chron.)Johann Turmair’s genannt Aventinus sämmtliche Werke, 6 Bde, München 1881-1908.

*1477 Abensberg KEH, †1534 Regensburg; Prinzenerzieher, Geschichtsschreiber
1b
das Brennen, In-Flammen-Stehen
Oberpfalz vereinzelt, Mittelfranken vereinzelt
nach Brand schmecka Hauzenstein R49.100236, 12.177725
In fester Fügung:
in Brand stecken in zerstörerischer Absicht anzünden,
daß si oan ’s Haus übern Kopf in Brand stecka Schubaur Vermächtniß 182Schubaur, Sohnland: Mein Vermächtniß an Bayern, Leipzig 1831.
inn Brandt stecken … anZünden Schönsleder Prompt. H2rSchönsleder, Wolfgang: Promptuarium Germanico-Latinum, Augsburg 1618.

*1570 München, †1651 Hall/Tirol; Jesuit, Gymnasialprof.

Redensarten:
der steigt daher, als wenn er an Brand schmeckat kommt eingebildet daher Obersöchering WM47.7381272, 11.219643
2
Brandstiftung, Brandschatzung
Ih pin sculdic … in branta, in rouba 12.Jh. SKD 145,29-34 (Wessobrunner Glauben I)Steinmeyer, Elias v.: Die kleineren althochdeutschen Sprachdenkmäler, Berlin/Zürich 21963.
dardurch sie den Hals verwirkht hetten, es wäre durch Mord, Brandt, Dieberey Berngau NM49.2527464, 11.4001925, um 1450 Hartinger Ordnungen II,477Hartinger, Walter: „... wie von alters herkommen ...“. Dorf-, Hofmarks-, Ehehaft- und andere Ordnungen in Ostbayern, Passau 1998.
den Brandt mit seinem Sohn vollbracht Friedenfels TIR49.8828522, 12.1015965, 1702 Wir am Steinwald 3 (1995) 40Wir am Steinwald. Hg. Gesellschaft Steinwaldia Pullenreuth e.V., 1993ff.
Auch in fester Fügung:
Raub und Brand
3
Todesstrafe durch Verbrennen
Den 10. januarii … ist ein bürger … zu recht gestelt worden und zum brant verurtailt Regensburg R49.013904, 12.100040, 1525 Chron.dt.St. XV,60,15f.Die Chroniken der deutschen Städte vom 14. bis ins 16. Jahrhundert, Göttingen 1862ff.
4
Brandrodung
4a
Brandroden
das niemantz in dem vorst oder löhern reuten sol, weder mit prant oder waffen Gaimersheim IN48.811250, 11.368415, 15./16.Jh. Grimm Weisth. VI,196Grimm, Jacob: Weisthümer, 7 Bde, Darmstadt 21957.
4b
durch Brand gerodetes Stück Land
°Oberbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt, Oberfranken vereinzelt, Schwaben vereinzelt
Brand „Brandacker“ Cham CHA49.223747, 12.662091
Brånd „ein durch Abbrennen (Roden) gewonnenes Stück Neuland“ Braun Gr.Wb. 60Braun, Hermann: Großes Wörterbuch der Mundarten des Sechsämter-, Stift- und Egerlandes, Marktredwitz 1981ff.

*1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil., Oberstudienrat
im Brand drin scherz’n a’ die Reh Halbreiter Gebirgsl. II,11Sammlung auserlesener Gebirgslieder, hg. von Ulr[ich] Halbreiter, 3 H., München 1839.

*1812 Rosenheim, †1877 München; Maler, Komponist
Ûf einem brande hôrt ich die hunde erleschen [mit Bellen aufhören] HadamarvL 32,130Hadamar’s von Laber Jagd und drei andere Minnegedichte seiner Zeit und Weise, hg. von J[ohann] A[ndreas] Schmeller, Stuttgart 1850 (Nachdr. Amsterdam 1968).

Hadamar III (?) von Laaber PAR, *um 1300, †nach 1354
„Er … habe etliche kleine Prändln (Rodungen) … gemacht“ Gleißenberg WÜM49.3164528, 12.7408064, 1766 Wdmünchn.Heimatbote 30 (1996) 11Waldmünchner Heimatbote, 1981ff.
Häufig in Fln
5
Dürreschaden, wenig fruchtbares Feld
5a
Dürreschaden, Trockenheit
Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
°af den druggan Fläckn haouts heia n Brand Kirchenthumbach ESB49.7497693, 11.7239291
Carbunculosus ager, erde dem … brand vnderworffen Schönsleder Prompt. H2vSchönsleder, Wolfgang: Promptuarium Germanico-Latinum, Augsburg 1618.

*1570 München, †1651 Hall/Tirol; Jesuit, Gymnasialprof.
5b
wenig fruchtbares, schwer zu bearbeitendes Feld
°Oberbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt
der Brand Beratzhausen PAR49.096118, 11.809578
Brand, Brántlé „auf hohem Bergrücken liegender Wiesplatz, nur einmädig“ Mittenwald GAP47.4429543, 11.2655684, Schmeller I,360Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
Brand „ein Feld auf steilen Höhen, das seiner Lage halber … mit der Haue gehakt werden muß“ Hässlein Nürnbg.Id. 52Häßlein, Johann Heinrich: Versuch eines „Nürnbergischen Idiotikons“, hg. von Gabi Oswald-Müller, Grafenau 1993.

*1737 Nürnberg, †1796 ebd.; Amtsschreiber, Syndikus
6
brennendes od. angebranntes Stück Holz, Brennholz
6a
brennendes Holz, Fackel
der Brand Passau PA48.567378, 13.431710
Vorm Hof draußt habm daweil d’ Burschn und Leut Kirzn und Brand (Fackeln) anzündt Miesbach MB47.790025, 11.8335417, HuV 13 (1935) 310Heimat und Volkstum. Amtliches Nachrichtenblatt der Wörterbuchkommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München, 1923-39.
Torris prant Tegernsee MB47.7099191, 11.7543337, 10./11.Jh. StSG. I,672,61Die althochdeutschen Glossen, ges. und bearb. von Elias Steinmeyer und Eduard Sievers, 5 Bde, Berlin 1879-1922 (Nachdr. Dublin/Zürich 1968f.).
der piderb man … nam ainen brant vnd besenget di chatze gar wol Schmid Bair.Pred. 78Schmid, Hans Ulrich: Eine bairische Predigtsammlung des späten 13. Jahrhunderts, in: Die deutsche Predigt im Mittelalter, hg. von Volker Mertens und Hans Jochen Schiewer, Tübingen 1991, 59-106.
khein Feür weeder mit Spän noch Prändten vnnd Kollen … aus dennen Heüsern mit sich vf den Weeg zenemmen 1709 Breit Verbrechen u.Strafe 94Breit, Stefan: Verbrechen und Strafe. Strafgerichtsbarkeit in der Herrschaft Hohenaschau, Aschau 2000.

Hohenaschau RO
6b
im Oster- od. Sonnwendfeuer angebranntes Holzstück
°Niederbayern mehrfach, °Oberbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, Mittelfranken vereinzelt, Schwaben vereinzelt
wer bam Woazmah mit da Sas (Sense) in’n Brand neihaut, muaß dös Jahr sterm Hallertau48.640589, 11.7820705
an Brand weiha lossn Gergweis VOF48.618149, 12.984410
an Brand, Baimkezlan und an Waichbrunna aufs Föd nausdrang Friedberg FDB48.3549199, 10.9838928
„Bei besonders heftigen Gewittern verbrennt die Bäuerin im Ofen etwas geweihtes Holz vom Brandl Bauernfeind Nordopf. 34Bauernfeind, Wolfgang: Aus dem Volksleben. Sitten, Sagen und Gebräuche der Nordoberpfalz, Regensburg 1910 (Neudr. Windischeschenbach 1979).

*1859 Naabdemenreuth NEW, †1938 ebd.; Landwirt, Schriftsteller
Jei längar da Brand, jei längar da Floas [Flachs] Bärnau TIR49.8109931, 12.4304633, Schönwerth Leseb. 143Das Schönwerth-Lesebuch. Volkskundliches aus der Oberpfalz im 19.Jh., hg. von Roland Röhrich, Regensburg 1981.

Schönwerth, Franz Xaver v., *1810 Amberg, †1886 München; Ministerialrat, Volkskundler
Spruch gegen Getreidebrand (Bed.12a-c):
°schdegge an Brånd ei (in den Acker) mid meina Hånd, daß da Woats wågsd one Brånd Tollbach KEH48.742373, 11.889555
6c
Brennholz
den benachbarten vnnd außländern … brandt … vnnd almuesen zusamblen, nicht kan verwehrt werden München M48.139686, 11.578889, 1627 Wüst Policey 583Wüst, Wolfgang: Die „gute“ Policey im Bayerischen Reichskreis und in der Oberpfalz, Berlin 2004.
7
Brandeisen, Brandmarkierung
7a
Brandeisen
Cauterem … polz prant Regensburg R49.013904, 12.100040, 11.Jh. StSG. II,428,58f.Die althochdeutschen Glossen, ges. und bearb. von Elias Steinmeyer und Eduard Sievers, 5 Bde, Berlin 1879-1922 (Nachdr. Dublin/Zürich 1968f.).
einen Pranndt, hierauf des Marckhts Rosenhaimb Puechstaben gemacht worden 1642 Stadtarch. Rosenhm Abt. B/A Nr.63, fol.31v-32rStadtarchiv Rosenheim
7b
Eichmarke
der stat 1 pfunt pfenning von dem prant 1365 Stadtr.Mchn (Dirr ) 411,24f.Denkmäler des Münchner Stadtrechts, 1.Bd (2 Tle) 1158-1403, bearb. und eingeleitet von Pius Dirr, München 1934-36.
Einnam umb Zaichen, Gewicht und Pranndt Regensburg R49.013904, 12.100040, 1588 VHO 49 (1897) 158Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, 1838ff.
7c
Brandmarkung von Verbrechern
swer sehtzig pfenning oder ir wert oder tiurer verstilet … den sol man merkchen mit dem prant um 1310 Stadtr.Mchn (Dirr ) 271,9-12Denkmäler des Münchner Stadtrechts, 1.Bd (2 Tle) 1158-1403, bearb. und eingeleitet von Pius Dirr, München 1934-36.
daß der oder dieselbs … mit dem Prant … gestrafft sollten werden 1457 Lori Münzr. I,43[Lori, Johann Georg [v.]]: Sammlung des baierischen Münzrechts, 3 Bde, o.O. o.J.
8
Herstellung durch Brennen
8a
Brennen von Tonwaren
„Bei jedem Brand wurden 6 Ster benötigt“ Bödldorf VIB48.543978, 12.369146, 1985 Grasmann Hafner Kröning 128Grasmann, Lambert: Die Hafner auf dem Kröning und an der Bina, Straubing 2010.

Kirchberg VIB und Gangkofen EG
8b
Schnapsbrennen
°„nach dem ersten Brand, dem Brennen der Maische, kommt der zweite, das sogenannte Läutern Großholzhausen RO47.765473, 12.078806
9
Läutern von Silber durch Schmelzen
daz man alles silber, daz man prennet hie in der stat, zehant nach dem prant zaichen sol 1365 Stadtr.Mchn (Dirr ) 458,23-25Denkmäler des Münchner Stadtrechts, 1.Bd (2 Tle) 1158-1403, bearb. und eingeleitet von Pius Dirr, München 1934-36.
10
Krankheit von Mensch u. Tier
10a
Gewebebrand, v.a. Wundbrand
°Oberbayern mehrfach, °Niederbayern mehrfach, °Oberpfalz vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
°döi Frau håtn Brand ghått, wal se a Bruch eizwickt hot Nabburg NAB49.4509736, 12.1790102
zua döra Wundn is dr Brånd keema Derching FDB48.408873, 10.963980
Der söll si operiern laoua, sinst kröigt er nu an Brand Schemm Stoagaß 140Schemm, Otto: Stoagaß Nummera 17. Erinnerungen an eine Kindheit, Hof 1980.

*1920 Brand WUN, †1996 Arzberg WUN; Rektor
„Den ersten Verband einer complicirten Wunde mit Knochenfraß, Brand etc.“ München M48.139686, 11.578889, 1836 Vogel Moral 106Vogel, Hans-Jochen: Von tief gesunkener Moral. Königlich bayerische Rechtsvorschriften, Rosenheim 1998.
schmir das pferd darmit auf den brandt, so heilet er Roßarznei (Brunnbauer ) 103Brunnbauer, Marianne: Ein anonymes Roßarzneibuch aus dem Jahre 1589, Diss. masch. München 1972.
In festen Fügungen:
der schwarze Brand „Krankheit, die schwarze Flecken zeigt“ Wasserburg WS48.0615171, 12.220026

Kalter Brand trockener Brand, °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
°da käude Brand an seim groußn Zehan war schuid, daß a eahm amputiert worn is Pfeffenhausen ROL48.6645827, 11.9639032
gangræna, der kalte brant Schönsleder Prompt. H2vSchönsleder, Wolfgang: Promptuarium Germanico-Latinum, Augsburg 1618.

*1570 München, †1651 Hall/Tirol; Jesuit, Gymnasialprof.

Für den kalten Brand. Sied Salpeter in deinem Urin, und schlage es warm über Schreger Haus-Apotheke 91Schreger, Odilo: Kleine Haus-Apotheke, Augsburg 1744 (Nachdruck [Schwandorf] 1987).

*1697 Schwandorf, †1774 Ensdorf AM; Prior, Schriftsteller

Heißer / warmer Brand Wundbrand, Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt:
dem hoaßn Brand ist mit Umschlägen von Sauermilch und Schießpulver eher beizukommen als dem käötn Brand Pfarrkirchen PAN48.4340737, 12.9397371
Spruch dagegen,
Weich aus Brand und ja nicht ein, du seyest kalt [trocken] oder Warm, so laß das brännen seyn … alle Aederlein sie sein groß oder klein, die sollen in Gottes Nahmen für den kalt und warmen Brand unverlezet und bewahret sein Ernst Heilzauber u. Aberglaube Opf. 47Ernst, Wolfgang: Heilzauber und Aberglaube in der Oberpfalz, Weiden 1991.

Hs. von Johann Scharnagl, *1865 Sauernlohe NEW, †1938 ebd.; Landwirt, Bauernheiler
auch: Zustand eines Leichnams, der Flüssigkeit absondert
Deαr is šå̃ en brå̃nd iwα-gå̃ŋα gwen „Der tote Mann gab schon Leichenflüssigkeit von sich“ nach Kollmer II,413Kollmer, Michael: Die schöne Waldlersprach. Von Wegscheid bis Waldmünchen, von Passau bis Regensburg, 3 Bde, Moosbach 1987-89.

*1917 Auwies KÖZ, †2001; Dr.phil., Gymnasialprof.
10b
Knochenfraß
Brand Hohenhard TIR49.9321296, 12.0613167
10c
veralt.
brǭnd „Krebs“ Denz Windisch-Eschenbach 116Denz, Josef: Die Mundart von Windisch-Eschenbach. Ein Beitrag zum Lautstand und zum Wortschatz des heutigen Nordbairischen, Frankfurt/Bern/Las Vegas 1977.

*1942 Windischeschenbach NEW; Dr.phil., Wörterbuchredaktor
10d
Blinddarmentzündung
Brand Blinddarmentzündung Neubeuern RO47.7734832, 12.1389535
10e
wohl Gelbsucht, nur
in fester Fügung:
„die Todesart des Kindes wird, wenn kurz zuvor gelb aussehende Ausleerungen erfolgt waren, als gelber Brand bezeichnet“ Brenner-Schaeffer Opf.Volksmed. 14Brenner-Schaeffer, Wilhelm: Zur oberpfälzischen Volksmedizin, Amberg 1861.
10f
Schüttelfrost, nur
in fester Fügung:
kalter Brand, Oberbayern vereinzelt:
da koitö Brand Oberaudorf RO47.6484154, 12.1737799
10g
lebensbedrohliche Krankheit allg. u. deren Symptome
„Eine Unmaße chronischer Krankheiten … faßt der Landmann unter … Brand zusammen“ Brenner-Schaeffer Opf.Volksmed. 28Brenner-Schaeffer, Wilhelm: Zur oberpfälzischen Volksmedizin, Amberg 1861.
Brand „ungenauer Begriff, der … auch Krankheitsnamen bezeichnet“ Ernst Heilzauber u. Aberglaube Opf. 110Ernst, Wolfgang: Heilzauber und Aberglaube in der Oberpfalz, Weiden 1991.

Hs. von Johann Scharnagl, *1865 Sauernlohe NEW, †1938 ebd.; Landwirt, Bauernheiler
10h
Milz- od. Rauschbrand
wo es [das Vieh] der brand getrofen hat so bleet sich die Haut ein wenig auf Höfler Sindelsdf.Hausmittelb. 19Höfler, Max: Ein Sindelsdorfer Hausmittelbuch für Tierkrankheiten, Harlem 1910.

Sindelsdorf WM, um 1800, *1848 Tölz, †1914 ebd.; Arzt
Auch in festen Fügungen:
Wan ein vieh den kalten Brand hat … die ohren und das maul seint ihnen kalt Höfler Sindelsdf.Hausmittelb. 20Höfler, Max: Ein Sindelsdorfer Hausmittelbuch für Tierkrankheiten, Harlem 1910.

Sindelsdorf WM, um 1800, *1848 Tölz, †1914 ebd.; Arzt

Wann ein Vieh den Fliegenden Brand hat, so … geschwillt ihm der Kopf Ernst Heilzauber u. Aberglaube Opf. 21Ernst, Wolfgang: Heilzauber und Aberglaube in der Oberpfalz, Weiden 1991.

Hs. von Johann Scharnagl, *1865 Sauernlohe NEW, †1938 ebd.; Landwirt, Bauernheiler
10i
Veränderung am Zahn
10iα
Zahnstein
an Brand „Zahnstein“ Schöllnstein DEG48.7010839, 13.1653272
10iβ
Einkerbung an den Eckzähnen der Pferde
°Brand Einkerbung an den Eckzähnen der Pferde Wiesenfelden BOG49.0387516, 12.5412499
11
Brandwunde, Heilmittel
11a
Brandwunde
Brand am menschen/ ambusta Schönsleder Prompt. H2vSchönsleder, Wolfgang: Promptuarium Germanico-Latinum, Augsburg 1618.

*1570 München, †1651 Hall/Tirol; Jesuit, Gymnasialprof.
11b
durch Hitze wirkendes Heilmittel
darvmb machet man prend da mit an den painn oder anderswa Konrad vM BdN 354,26Konrad von Megenberg: Das Buch der Natur, hg. von Franz Pfeiffer, Stuttgart 1861 (Nachdr. Hildesheim 1962).

*1309 Mäbenberg SC (?), †1374 Regensburg; Theologe, Naturwissenschaftler
12
Pilzkrankheit von Pflanzen
12a
Getreiderost
Oberbayern vielfach, Niederbayern mehrfach, °Oberpfalz mehrfach, Mittelfranken vereinzelt
da Brand Rimsting RO47.880122, 12.338851
°da Woiz hat an Brand Kallmünz BUL49.160556, 11.958586
Brand … Robigo Schönsleder Prompt. H2r-vSchönsleder, Wolfgang: Promptuarium Germanico-Latinum, Augsburg 1618.

*1570 München, †1651 Hall/Tirol; Jesuit, Gymnasialprof.
Auch in fester Fügung:
der rote Brand „Rost“ Fürnried SUL49.4565315, 11.5969824
12b
Mutterkorn
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt
Brand Haselbach BOG49.001420, 12.691281
12c
Flug- od. Steinbrand
°Oberbayern mehrfach, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
°da Woazn hot an Brand Uffing WM47.713198, 11.149683
s Troad hat n Brand „dagegen hilft das Beizen des Saatguts“ Naabdemenreuth NEW49.818131, 12.126801
Bråand „Schmierbrand, Faulbrand (Tilletia Caries, Tul.) … Flugbrand (Ustilago carbo, Tul.)“ Braun Gr.Wb. 60Braun, Hermann: Großes Wörterbuch der Mundarten des Sechsämter-, Stift- und Egerlandes, Marktredwitz 1981ff.

*1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil., Oberstudienrat
„In … Gaden [ED] … muß man um 14 Tage eher erndten, um den Brand der Aehren … zu verhindern“ Hazzi Aufschl. IV,3,643f.Hazzi, Joseph: Statistische Aufschlüsse über das Herzogthum Baiern, 4 Bde, Nürnberg 1801-08.
Auch gleich diser zeit ist am ersten in unserm land der prant in dem waitz gesehen worden Aventin V,593,1f. (Chron.)Johann Turmair’s genannt Aventinus sämmtliche Werke, 6 Bde, München 1881-1908.

*1477 Abensberg KEH, †1534 Regensburg; Prinzenerzieher, Geschichtsschreiber
„Ustilago … Brand … In den Aehren der Gerste, der Weizenarten, Haberarten, des Mayses, Hirsen, einiger Gräser“ Schrank Flora II,631Schrank, Franz v. Paula: Baiersche Flora, 2 Bde, München 1789.

*1747 Vornbach PA, †1835 München; Dr.phil., Dr.theol., Prof. für Ökonomie, Direktor des Botanischen Gartens
Auch in festen Fügungen:
schwarzer Brand °Oberpfalz vereinzelt:
°schwarzer Brand Weizenpilz Amberg AM49.445718, 11.852457

Kalter Brand (s. Vkde)
Als Mittel gegen den Brand soll man am Weihnachtstag (DGF) od. am Ostersonntag abends kein Licht anzünden (LAN; vgl. Marzell Volksbot. 23f.Marzell, Heinrich: Bayerische Volksbotanik, Nürnberg [1925].

*1885 München, †1970 Erlangen; Dr.phil., Oberstudienrat
), ferner beim Einackern der Weizen- u. Kartoffelsaat keine frisch gedengelte Pflugschar verwenden (Gumpen TIR49.868835, 12.234722 19.Jh. Böhm Falkenbg 180Böhm, Anton: Falkenberg in der Oberpfalz, Falkenberg 1999.

*1923 Jagdhaus bei Ramstein/Pfalz, †2017 Rottach-Egern MB; Forstdirektor
).– Sprüche bei der Aussaat: Dao wirf I mei Woiz af das Land, das I an Woiz baua-r u koin brand Pressath ESB49.7698203, 11.9343043, 19.Jh. Ernst Opf. Heilzauber 261Ernst, Wolfgang: Oberpfälzischer Heilzauber. Spruch und Ritus in der volkskundlichen Verbaltherapie der Sammlung Schönwerth im 19. Jahrhundert. Coburg 22011.

Hs. von Johann Scharnagl, *1865 Sauernlohe NEW, †1938 ebd.; Landwirt, Bauernheiler
; „Den Weizen säe ich in den Acker, den Brand in das Wasser“ Gumpen TIR49.868835, 12.234722, 19.Jh. Ernst Opf. Heilzauber 261Ernst, Wolfgang: Oberpfälzischer Heilzauber. Spruch und Ritus in der volkskundlichen Verbaltherapie der Sammlung Schönwerth im 19. Jahrhundert. Coburg 22011.

Hs. von Johann Scharnagl, *1865 Sauernlohe NEW, †1938 ebd.; Landwirt, Bauernheiler
; Kalter Brand brenn nicht kalter Brand schwöyr nicht hat U.L. Frau auch nicht geschwurn is aus ihr Gottes Sohn geburen Eschenbach ESB49.530031, 11.490638, 19.Jh. Ernst Opf. Heilzauber 261Ernst, Wolfgang: Oberpfälzischer Heilzauber. Spruch und Ritus in der volkskundlichen Verbaltherapie der Sammlung Schönwerth im 19. Jahrhundert. Coburg 22011.

Hs. von Johann Scharnagl, *1865 Sauernlohe NEW, †1938 ebd.; Landwirt, Bauernheiler
; siehe auch Bed.6b.
12d
Rußtau, Pilzkrankheit des Hopfens
in fester Fügung:
schwarzer Brand, in heutiger Mda. nur im Komp.
„Das Russigwerden oder der schwarze Brand überfällt nur den jungen Hopfen“ Zs.landwirthsch.Verein 53 (1863) 442Zeitschrift des landwirthschaftlichen Vereins in Bayern, 1853-95.
13
Pfln.
Diminutiv
13a
Brandknabenkraut (Orchis ustulata)
°Oberbayern vereinzelt
°Brandl Peißenberg WM47.7965862, 11.0670713
13b
Kleine Braunelle (Prunella vulgaris)
°Oberbayern vereinzelt
°Braanderl Rosenheim RO47.857172, 12.116561
14
starker Durst
°an Brand hom Gauting STA48.0676689, 11.3796987
I hob vielleicht an Brand! Binder Bayr. 32Binder, Brigitte und Dieter Binder: Bayrisch von A~Z, München 1994.

Binder, B., *1960 Tegernsee MB; Redakteurin, Lektorin. Binder D., *1958 Augsburg; Medienmanager
15
Rausch
°Oberbayern mehrfach, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
°dem hama am Blasldog a schens Brandl oghengt Halfing RO47.9500426, 12.2765095
Und kemma oft hoam mit an Brandl Huber-Simbeck Ndb.Liederb. 37Huber, Kurt und Ludwig Simbeck: Niederbairisches Liederbuch, hg. von Clara Huber, München [1951].

Huber, K., *1893 Chur, †1943 München; Prof. für Philosophie. Simbeck, L., *1896 Abensberg KEH, †1976 Deggendorf; Rektor
Wenn nachha d’ Buab’n … sauffan … Bis Jeda hat sein’n Fetz’nbrand Lautenbacher Ged. 87Lautenbacher, Karl: Humoristische Gedichte in altbairischer Mundart, Landshut 1883.

*1808 Orsenhausen/Württ., †1897 München; Arzt
16
Verrücktheit, Eigenheit
dea hat an Brand „ist verrückt“ Frauenau REG48.9896233, 13.3009875
Dane … brạ̃nt … drę̄wαdα … šå̃ nå̃ ås „Deine Launen (Eigenheiten) gewöhne ich dir schon noch ab“ nach Kollmer II,379Kollmer, Michael: Die schöne Waldlersprach. Von Wegscheid bis Waldmünchen, von Passau bis Regensburg, 3 Bde, Moosbach 1987-89.

*1917 Auwies KÖZ, †2001; Dr.phil., Gymnasialprof.
17
Kraft, mit der ein Geschoß in etwas eindringt
die Kugl hot an Brand „reißt eine große Einschußstelle auf“ Oberaudorf RO47.6484154, 12.1737799
18
im Spiel
18a
im Kartenspiel
18aα
Solo allg.
°Oberpfalz mehrfach, °Niederbayern vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
°a Brandl spiel i Laaber PAR49.067975, 11.882288
°i ho a Brandl Schönwald REH50.199638, 12.087804
Spruch:
°da is a Brand um a Wei „wenn ein Solo beim Schafkopf gespielt wird“ Obernried CHA49.3119894, 12.6667792
auch: Solo, bei dem Herz Trumpf ist
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
°i hab an Brand Ampfing 48.2550234, 12.4190555
Solo, bei dem Eichel, Gras od. Schellen Trumpf ist
Diminutiv
°Oberpfalz vereinzelt
°Brandl Stamsried ROD49.2672703, 12.5310568
Sicheres Solo
°Oberbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
°Brand „bei Schafkopf, Tarock“ Wernberg NAB49.537, 12.1509189
unsicheres Solo
Diminutiv
°Oberpfalz vereinzelt
°Brandl Ammerthal AM49.440607, 11.761609
18aβ
Solo beim Wallachen u.ä., bei dem der Spieler über die Hälfte der Stiche machen muß
°Oberbayern mehrfach, °Niederbayern mehrfach, °Oberpfalz vereinzelt
°„beim Brand muß der Spieler mindestens sechs von zehn möglichen Stichen machen, beim Bedl keinen, beim Mord alle“ Marktl 48.2537608, 12.8417327
Der Brand „eine bestimmte Anzahl Stiche … zu denen man sich anheischig macht“ Schmeller I,360Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
„Es ist zu beachten, dass Mord vor Beddl kommt und Beddl vor Brand Sirch Kartenspiele 61Sirch, Walter: Vom Alten zum Zwanzger. Bayrische Kartenspiele für Kinder und Erwachsene – neu entdeckt, hg. von Bayerischer Trachtenverband e.V., Traunstein 2008.
°s Brandl „kündigt ein Spieler an, wenn er mindestens drei von sieben Stichen machen will“ Essing KEH48.9336819, 11.7903524
18aγ
Solo, bei dem der Spieler alle Stiche machen muß
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
°i hab an Brand und da muaßi alle Stiche macha Zustorf ED48.4154435, 11.938913
18aδ
Blatt mit den drei höchsten Spielkarten od. hoher Punktzahl
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt
°Brand „beim Handeln, wenn ein Spieler Aß, Zehner und König einer Farbe hat, das Spiel ist sofort beendet“ Großberghofen DAH48.3203866, 11.315348
auch: Blatt beim Tarock, das alle Unter enthält
°Brand „wenn man beim Tarocken alle Bauern [Unter] hat“ Cham CHA49.223747, 12.662091
18aε
Spiel, in dem der Spieler keinen Stich macht
°Brand „wenn ein Spieler keinen Stich macht“ Tegernheim R49.025099, 12.171955
18b
Hindernis im Wurfspiel Stöcklein (Stock) bremsen
„ein Brandl zu setzen, ein Hindernis“ KEM, Dt.Gaue 12 (1911) 201Deutsche Gaue, Zeitschrift für Gesellschaftswissenschaft und Landeskunde, 1899ff.
Ahd., mhd. brant, Abl. zur Wz. von brinnen; Pfeifer Et.Wb. 164Pfeifer, Wolfgang: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, 3 Bde, Berlin 1989..
  • Hässlein Nürnbg.Id. 52Häßlein, Johann Heinrich: Versuch eines „Nürnbergischen Idiotikons“, hg. von Gabi Oswald-Müller, Grafenau 1993.

    *1737 Nürnberg, †1796 ebd.; Amtsschreiber, Syndikus
  • Schmeller I,360Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • WBÖ III,723-728Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
  • Schwäb.Wb. I,1345-1347Schwäbisches Wörterbuch, bearb. von Hermann Fischer (Bd 6 von Wilhelm Pfleiderer), 6 Bde, Tübingen 1904-36.
  • Schw.Id. V,673-679, 683f.Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache, Frauenfeld 1881ff.
  • Suddt.Wb. II,562f.Sudetendeutsches Wörterbuch, hg. von Heinz Engels, München 1988ff.
  • DWB II,294-296, 298Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, 16 Bde, Leipzig 1854-1954 (Nachdr. München 1984).
  • Frühnhd.Wb. IV,918-922Frühneuhochdeutsches Wörterbuch, hg. von Ulrich Goebel und Oskar Reichmann, Berlin/New York 1989ff.
  • Mhd.Wb. I,967-970Mittelhochdeutsches Wörterbuch, hg. von Kurt Gärtner u.a., Stuttgart 2006ff.
  • WMU 282f.Wörterbuch der mittelhochdeutschen Urkundensprache auf der Grundlage der altdeutschen Originalurkunden bis zum Jahr 1300, Berlin 1986ff.
  • Ahd.Wb. I,1318-1320, 1362f.Althochdeutsches Wörterbuch, bearb. u. hg. von Elisabeth Karg-Gasterstädt, Theodor Frings u.a., Berlin 1968ff.
  • Berthold Fürther Wb. 27Berthold, Eugen: Dei hulli alli ô. Ein amüsantes Wörterbuch der Fürther Mundart, Fürth 1975.

    *1897 Fürth, †1976 ebd.; Oberinspektor
  • Braun Gr.Wb. 60Braun, Hermann: Großes Wörterbuch der Mundarten des Sechsämter-, Stift- und Egerlandes, Marktredwitz 1981ff.

    *1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil., Oberstudienrat
  • Denz Windisch-Eschenbach 116Denz, Josef: Die Mundart von Windisch-Eschenbach. Ein Beitrag zum Lautstand und zum Wortschatz des heutigen Nordbairischen, Frankfurt/Bern/Las Vegas 1977.

    *1942 Windischeschenbach NEW; Dr.phil., Wörterbuchredaktor
  • Kilgert Gloss.Ratisbonense 47Kilgert, Nadine: Glossarium Ratisbonense. Zum Wortschatz gebürtiger RegensburgerInnen zu Beginn des 21. Jahrhunderts, Regensburg 2008.

    *1978 Amberg; Dr.phil., Germanistin, Studienrätin
  • Kollmer II,71Kollmer, Michael: Die schöne Waldlersprach. Von Wegscheid bis Waldmünchen, von Passau bis Regensburg, 3 Bde, Moosbach 1987-89.

    *1917 Auwies KÖZ, †2001; Dr.phil., Gymnasialprof.
  • Konrad nördl.Opf. 72Konrad, Theresia: Aus der Mundart der nördlichen Oberpfalz. Wörter, Redewendungen und Reime ges. in den Jahren 1976-78, masch. Wiesau 1978.
  • Fragebögen:
  • S-16A19a, 27R7, 94B1, 97D3, 100C10
  • M-109/20
  • W-40/42, 44, 41/2f., 165/24
verfasst von: A.S.H.

Braue, Bram, -n, -bräue, -brand

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 3, Spalte 128f.
Wortart: Substantiv
Genus: Femininum, Maskulinum, Neutrum
Bedeutungen
1
Augenbraue
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt, Oberfranken vereinzelt, Mittelfranken vereinzelt, Schwaben vereinzelt
Brom Elsenbach 48.392291, 12.494715
Brā̃m Federholzner Wb.ndb.Mda. 40Federholzner, Max: Wörterbuch der altbayerischen speziell: niederbayerischen Mundart, hs. München 1944.

*1855 Arnstorf EG, †1937 Dorfen ED; Notariatsoberinspektor
„die Brám … auch zuweilen im Singular das Brám Schmeller I,335Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
Supercilia oparun prâ Regensburg R49.013904, 12.100040, 11./12.Jh. StSG. III,437,24Die althochdeutschen Glossen, ges. und bearb. von Elias Steinmeyer und Eduard Sievers, 5 Bde, Berlin 1879-1922 (Nachdr. Dublin/Zürich 1968f.).
2
Augenlid
prauua Tegernsee MB47.7099191, 11.7543337, 9.Jh. StSG. I,707,4Die althochdeutschen Glossen, ges. und bearb. von Elias Steinmeyer und Eduard Sievers, 5 Bde, Berlin 1879-1922 (Nachdr. Dublin/Zürich 1968f.).
Dem div ovgen ser [wund] sin ander bra Ende 13.Jh. MHStA KL Benediktbeuern 32,fol.18rHauptstaatsarchiv München
Ahd. brâuua stf., mhd. brâ(we) st./swf., germ. Bildung idg. Herkunft; Kluge-Seebold 147f.Kluge, Friedrich: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin/New York 221989 (bearb. von Elmar Seebold).
Sg. u. Pl. oft nicht zu unterscheiden. 1. Mit Diphth. brau, -ãu, brauα(n), auch braun, vereinz. (DEG), ferner -nα(n) Oberbayern, Oberpfalz, Mittelfranken, Schwaben (dazu LAN, PA, PAN; PEG), braum Oberbayern, Niederbayern (dazu NAB, R; ), -mα (RO; KEM, TIR, VOH; WUN; SC, WUG).– 2. Mit Monophth. od. daraus entstandenem Diphth. brạ̄̃ Oberbayern (dazu GRI, KEH, KÖZ, PA, REG; OVI, WÜM; HEB), brạ̄n u.ä. Oberbayern, Niederbayern (dazu WÜM; HEB; ND), -nα (IN; AM; HIP, N), brạ̄m u.ä. Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz (dazu EIH, HEB), -mα(n) Oberbayern, Oberpfalz (dazu VIB, VIT; WUN; , GUN), -m(b)αrα (KEM, VOH), brǭ (MB; SR; CHA, NAB, R; ND), brǫα (DON), brǭn (VIT), -nα (SOG), brǭm(α) Oberfranken (dazu NEW, TIR), -oα- (WUN), ferner brõu(n) u.ä. Oberbayern, Schwaben (dazu RID; EIH, SC), -nα (FFB, LL, WM; AM, BEI, NM; HEB), brōm (, PAF), broumα (DAH).– 3. Mit Uml. brai u.ä. (PAF, RO, WOR; RID; EIH, GUN, WUG; ND), -n Oberbayern (dazu DEG, DGF, PAN, VOF; HIP, WUG; ND), -nα (LL, SOG; , GUN, SC, WUG), -m (TS, WM, WS; HIP), braiα (TS; WUG), brēn u.ä. (FS, LF, LL; VOF; FDB), -nα (ED, LL), brę̄m, -ē- u.ä. (EBE, FFB, GAP, SOG; LA; CHA, ESB, RID; FDB), -mα u.ä. (FFB, LL, SOG; ESB, NEW, SUL, TIR; FO; HEB, LAU, SC; FDB), brēmαrα (ESB; LAU), dazu brei (HIP), brạmsαn ().– 4. Mit -l erweitert od. als Dim. brạml, -me (FFB, GAP, RO, TÖL; DEG; NEW), -mαlα (GAP), brạmbαl (IN), brạndl (TS; VOF), braindl (SOG), brauαln (HIP).– 5. Mit volksetym. Anschluß an Brand brạnt Niederbayern (dazu WOR), brạntn (), mit Anschluß an Bratsche3 brạ̄dšn (TS), -au- (RO), -ạʃ̌n (TS), mit Anschluß an Beranft brạ̄̃v(d)(LF, RO, TS, WS).– Genus F., daneben N. (IN; BOG, KÖZ; RID), M. (AIC; DEG, KÖZ, LA, WEG, WOS; CHA, NEW, R, TIR, VOH).
  • Schmeller I,335, 355Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • WBÖ III,780f.Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
  • Schwäb.Wb. I,1366Schwäbisches Wörterbuch, bearb. von Hermann Fischer (Bd 6 von Wilhelm Pfleiderer), 6 Bde, Tübingen 1904-36.
  • Schw.Id. V,1027-1030Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache, Frauenfeld 1881ff.
  • Suddt.Wb. II,576Sudetendeutsches Wörterbuch, hg. von Heinz Engels, München 1988ff.
  • DWB II,321Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, 16 Bde, Leipzig 1854-1954 (Nachdr. München 1984).
  • Frühnhd.Wb. IV,978f.Frühneuhochdeutsches Wörterbuch, hg. von Ulrich Goebel und Oskar Reichmann, Berlin/New York 1989ff.
  • Mhd.Wb. I,960f.Mittelhochdeutsches Wörterbuch, hg. von Kurt Gärtner u.a., Stuttgart 2006ff.
  • Ahd.Wb. I,1327Althochdeutsches Wörterbuch, bearb. u. hg. von Elisabeth Karg-Gasterstädt, Theodor Frings u.a., Berlin 1968ff.
  • Braun Gr.Wb. 60Braun, Hermann: Großes Wörterbuch der Mundarten des Sechsämter-, Stift- und Egerlandes, Marktredwitz 1981ff.

    *1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil., Oberstudienrat
verfasst von: A.R.R.
Bayerns Dialekte Online.
Bayern, Bairisch, Bayerisch, Schwäbisch, Schwaben, Franken, Fränkisch, Dialekt, Mundart, Mundartforschung, Dialektologie, Lexikographie, BDO, WBF, BWB, DIBS.
Bayerische Akademie der Wissenschaften.
Bavaria's Dialects Online.
Bavarian, Bavaria, Franconian, Swabian, Swabia, Dialect, Dialectology, German, Dictionary, Lexicography.
Bavaria's Dialects Online provides information about the dialectal vocabulary in Bavaria and presents the research results of the Bavarian Dictionary (BWB), the Franconian Dictionary (WBF) and the Dialectological Information System of Bavarian Swabia (DIBS).
Bavarian Academy of Sciences and Humanities.