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Breze, -el, Brezge

Wörterbuch:Link zum PDF: Band 3, Spalte 332–335
Wortart: Substantiv
Genus: Femininum
Bedeutungen
1
Breze, Brezenring
1a
Breze
Verbreitung
°Gesamtgebiet vielfach
Belege
Sööml, Oarwöggli, Brötzga Peiting SOG47.795462, 10.9235088
bon unsanö Böcka weand Brötzln mit da Händ draht Hengersberg DEG48.7736572, 13.0515083
am Palmsunta geng ma afs Beichtn, nacha gits Bretzn Adlersberg R49.046470, 12.010975
dann krejgat i no sechs Brezn und zwoa ganze Essiggurkerln Lauerer I glaub, i spinn 60Lauerer, Toni: I glaub, i spinn. Neue und alte Gschichten, Regensburg 31998.

*1959 Furth CHA; Standesbeamter, Kabarettist
„formt … Bretzeln daraus“ Schandri Rgbg.Kochb. 283Schandri, Marie: Regensburger Kochbuch, Regensburg 1866.
Similam frixam prkcfllxn [pricellun] Tegernsee MB47.7099191, 11.7543337, 10./11.Jh. StSG. I,422,23Die althochdeutschen Glossen, ges. und bearb. von Elias Steinmeyer und Eduard Sievers, 5 Bde, Berlin 1879-1922 (Nachdr. Dublin/Zürich 1968f.).
umb precen an dem antloztag [Gründonnerstag] und an chorfreitag 16 dn. Niederviehbach DGF48.612481, 12.380382, 1386 BJV 1957,71 (Rechnung)Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde, 1950ff.
Mach/ Daraŭs … prezen, las gehen … las bachen Pickl Kochb.Veitin 167Pickl, Simon: Das Kochbuch für Maria Annastasia Veitin. Kommentierte Edition einer Kochbuchhandschrift aus dem Jahr 1748, München 2009.

Oberpfalz
Phraseologie
In festen Fügungen:
ganganö Brözn „Brezel aus Sauerteig“ Mengkofen DGF48.7198958, 12.4406271
kaŋani pretzn „dick und aufgesprungen“ Schweizer Dießner Wb. 154Schweizer, Bruno: Diessner Wörterbuch, masch. 1946.

*1897 Dießen LL, †1958 ebd.; Dr.phil, Germanist, Volkskundler

Gesottene Bretzel „Laugenbrezel“ München M48.139686, 11.578889

In Vergleichen:
da wie eine Breze pünktlich, mit Sicherheit da,
°do bin i do wia a Bretzn München M48.139686, 11.578889
Haout … a Baua a Dschuugl otou [ein Schwein geschlachtet] … er woar daou wöi a Breezn Heinrich Gschichtla u. Gedichtla 14Heinrich, Barbara: Wöi uns da Schnowl gwachsn is. Stiftlanda Gschichtla und Gedichtla, Waldsassen 2002.

*1924 Waldsassen TIR

„Fühlt man sich … wöi a Brez’n … d. h. schlecht, übel“ Oberpfalz 80 (1992) 145Die Oberpfalz. Heimatzeitschrift für den ehemaligen Bayerischen Nordgau, 1907ff.

beinand bin i wia a Brezn aus der Laugn! „schlapp, müde“ Oberstimm IN48.712153, 11.454315

Frau L. ist gut beinand, wie a Brezn MM 20./21.7.2002, 10Münchner Merkur, 1948ff.

auch,
gstellt wia a neibachne Brezn Reisbach DGF48.5686163, 12.6298894

Aufgehen wie eine (neugebachene) Breze in Zorn, Wut geraten, OB vereinzelt, NB vereinzelt, OP vereinzelt:
der geht auf wie a neubachene Bretzn Jesendorf VIB48.5278708, 12.3735314
à:fge:a wia a bre:zn Kilgert Gloss.Ratisbonense 185Kilgert, Nadine: Glossarium Ratisbonense. Zum Wortschatz gebürtiger RegensburgerInnen zu Beginn des 21. Jahrhunderts, Regensburg 2008.

*1978 Amberg; Dr.phil, Germanistin, Studienrätin

°Der geht ausananda wäi a bachene Brezn „geht in die Breite“ Abbach KEH48.938461, 12.041945, ähnlich °R

Saukold is’s. Wöi a Brezn Zöihgt’s di furta [ständig] zamm Schwägerl Dalust 139Schwägerl, Maria: Dalust und daspächt, Nabburg 31980.

*1895 Schwandorf, †1960 Nabburg; Hausfrau

„Der höchste Grad von Direktheit … pfeigrad wiar a Brezn ähnlich DGF, Kuen Bair. 7Kuen, Otto: Da taat a dar aa stinka oder: Bairisch für Fortgeschrittene, München 1977.

*1910 München, †1994; Dr.phil, Gymnasialprof, Schriftsteller, Komponist

°Kaam draa Kaas houch, owa frech wöi a Brezn Waldsassen TIR50.0053222, 12.3041123

Redensarten:
dees gäiht ja wöi ’s Breez’lbåch’n „es geht rasch“ Braun Gr.Wb. 65Braun, Hermann: Großes Wörterbuch der Mundarten des Sechsämter-, Stift- und Egerlandes, Marktredwitz 1981ff.

*1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil, Oberstudienrat

dia heng i no amal um 5 Mark Brezn o „Drohung, einem das Messer durch und durchzustechen“ Judenmann Opf.Wb. 29Judenmann, Franz Xaver: Kleines Oberpfälzer Wörterbuch, Regensburg 1994.

*1927 Mintraching R, †1994 Regensburg; Rektor

Scherzh. Deutungen der Türbeschriftung an Dreikönig (CMB):
19 KMB 29: 19 Kasperl möchtn 29 Brözn Griesbach GRI48.450524, 13.196384, ähnlich NB mehrfach, ähnlich OB vereinzelt, ähnlich OP vereinzelt

Kathl macht Brezn Immenreuth KEM49.9039548, 11.8682136, ähnlich BOG

Katzal mächst a Brözen? Wurmannsquick EG48.3534641, 12.7875267

Spiele:
Brezen angeln / schnappen nach aufgehängten Brezen schnappen, °OB vereinzelt, °NB vereinzelt:
°’s Brezgaangla an Fasnachtsdiaschdag Oberammergau GAP47.5966949, 11.0673611

Sachlich:„Auf einem Ochsenwagen sind drei, vier Bretzgaangla, die an langen Angeln eine Breze über die Köpfe der Kinder hinwegschwenken. Diese schnappen danach und rufen dabei: Mari, mari Brez! Oberammergau GAP47.5966949, 11.0673611 .
Brötzn hagln „zwei ziehen an einer Breze und bekommen den Teil, der in ihrer Hand bleibt“ Simbach PAN48.267054, 13.025393, ähnlich °EBE
Volkskunde 
Brezen bzw. Brezenringe ( Bed.1c) gibt es im Fasching ( Fasching(s)breze, Fas-nachts breze) (°M; DEG, PA, PAN; KEM, NEW, SUL, VOH; FDB), in der Fastenzeit ( Fasten breze) °OB, NB, OP (dazu DON, FDB), an den Beichttagen während dieser Zeit ( Beicht breze) (; DEG, GRI, PAN, WEG), nach der Fastenpredigt (°AIB). Vereinz. werden die am Palmsonntag geweihten Palmen mit Brezen geschmückt (, RO, TS; PAN). siehe auch Brezenbaum, siehe auch Brezentanz.– „Wer beim Brezenhackeln [eines Paars] … das große Stück behielt, hatte … nach alter Meinung künftig das ‘Kreuz’ zu gewärtigen“ Hager-Heyn Drudenhax 103Hager, Franziska und Hans Heyn: Drudenhax und Allelujawasser. Volksbrauchtum im Jahreslauf, Rosenheim 1975.

Hager, F, *1874 Traunstein, †1960 München; Volksschullehrerin. Heyn, H, *1922 Oberndorf WS, †2015 Rosenheim; Journalist
. „Wer von den Eheleuten die größere Hälfte einer Breze abbricht, hat das Regiment“ Neukirchen VOH49.709613, 12.427782 .
1b
Brezel, Knabbergebäck
Belege
bre:zal Kilgert Gloss.Ratisbonense 48Kilgert, Nadine: Glossarium Ratisbonense. Zum Wortschatz gebürtiger RegensburgerInnen zu Beginn des 21. Jahrhunderts, Regensburg 2008.

*1978 Amberg; Dr.phil, Germanistin, Studienrätin
1c
Brezenring
Belege
brēdsn „nur zwischen Dreikönigstag und Fastnacht gebacken … ringförmig“ Denz Windisch-Eschenbach 117Denz, Josef: Die Mundart von Windisch-Eschenbach. Ein Beitrag zum Lautstand und zum Wortschatz des heutigen Nordbairischen, Frankfurt/Bern/Las Vegas 1977.

*1942 Windischeschenbach NEW; Dr.phil, Wörterbuchredaktor
Bauge1
auch: doppelter Brezenring in Form einer Acht
Belege
a Brezn „doppelter Ring in Form einer Acht“ Neukirchen VOH49.709613, 12.427782
2
Frisur, bei der die Haare in Brezenform verschlungen sind
Belege
a Breeds auffimacha „die Haare in Brezenform verschlingen“ Taubenberg MB47.829645, 11.764487
3
Vorrichtung zum Aufladen u. Transportieren von Säcken
Verbreitung
°OB vereinzelt
Belege
°tua ma d Brezn her Rettenbach WS48.026887, 12.092870
Die Bretzen „Art Viereck von ohngefähr 6 Zoll langen Stäben“ Schmeller I,376Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
4
Eisenring, v.a. am Kummet
Verbreitung
°OB vereinzelt, °NB vereinzelt
Belege
brēds „am Reibholz des Baumschlittens“ Achberg TS47.713523, 12.411333
„Am Kleester [Holzrahmen des Kummets] waren die Zügelringe, die Bretz’n … und die Brustkette befestigt“ Häring Gäuboden 86[Häring, Georg]: Söizog’n, strangkitzli und stoigrante. Alte Begriffe und Ausdrücke aus dem Sprachgut der Landwirtschaft des Gäubodens, Straubing [2]1980.

*1912 Pankofen DEG, †2016 Plattling; Dr.agr, Landwirtschaftsdirektor
„die Bretzen … in welche das Leitseil befestigt ist“ Schmeller I,376Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
5
geflochtener Zaunring
Belege
°Bretzn Fischbachau MB47.7195927, 11.9517515
Die Bretzen „Ring zu einer Art Zaun, aus Weiden geflochten“ Schmeller I,376Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
Brezn „Zaunring aus dürren Zweigen für den Stangenzaun (früher)“ Sojer Ruhpoldinger Mda. 7Sojer, Georg u.a.: 1500 Wörter Ruhpoldinger Mundart, Ruhpolding 2008.

*1925 Ruhpolding TS
Phraseologie
Im Wortspiel mit Bed.1a:
Brezen bachen einen solchen Zaunring herstellen,
°Bretznbacha Fischbachau MB47.7195927, 11.9517515
„Scherzh. … Bretzen bachen, Zaunringe am Feuer drehen und flechten“ Schmeller I,376Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
6
Handschellen
Belege
„Außerdem hätte er zween … gefenckhlich angenommen und zusammen in ain brezen geschmidt Eberspoint VIB48.3830804, 12.3062186, um 1610 Helm Obrigkeit 260Helm, Winfried: Obrigkeit und Volk. Herrschaft im frühneuzeitlichen Alltag Niederbayerns, untersucht anhand archivalischer Quellen, Passau 1993.
7
kränkelnde Frau
Belege
°mei, des is a aite Brezn, de ko baid nimma geh „kränkelnde Frau“ Halfing RO47.9500426, 12.2765095
Etymologie 
Ahd. brezza, mhd. bre(t)ze, ahd. brezzila, mhd. brêzel, p-, prêzile swf, über Zwischenformen aus lat. bracchium ‘Arm’; Et.Wb.Ahd. I,330f.Lloyd, Albert L. und Otto Springer: Etymologisches Wörterbuch des Althochdeutschen, Göttingen/Zürich 1988ff..
Lautung-Form 
brēdsn u.ä., auch -dsα u.ä. (LL, STA, WM), brēds u.ä. OB, dazu brętʃkŋ u.ä. (AIC, FFB), -kə u.ä. (GAP, SOG), -tʃk (A, DON).– Daneben vereinz. brēdsl (M, PAF; DEG, EG; NEW, ROD, TIR, VOH).
Literatur 
  • Delling I,96Beiträge zu einem baierischen Idiotikon, ges. von Johann v. Delling, 2 Bde, München 1820.

    *1764 München, †1838 ebd.; Jurist, Historiker
  • Hässlein Nürnbg.Id. 53Häßlein, Johann Heinrich: Versuch eines „Nürnbergischen Idiotikons“, hg. von Gabi Oswald-Müller, Grafenau 1993.

    *1737 Nürnberg, †1796 ebd.; Amtsschreiber, Syndikus
  • Schmeller I,376Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • Zaupser 18Zaupser, Andreas: Versuch eines baierischen und oberpfälzischen Idiotikons, München 1789 (Nachdr. Grafenau 1986).

    *1748 München, †1795 ebd.; Hofkriegsratssekretär, Prof. für Philosophie
  • WBÖ III,924-926Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
  • Schwäb.Wb. I,1411f.Schwäbisches Wörterbuch, bearb. von Hermann Fischer (Bd 6 von Wilhelm Pfleiderer), 6 Bde, Tübingen 1904-36.
  • Schw.Id. V,1039-1041Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache, Frauenfeld 1881ff.
  • Suddt.Wb. II,622f.Sudetendeutsches Wörterbuch, hg. von Heinz Engels, München 1988ff.
  • DWB II,379, VII,2113Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, 16 Bde, Leipzig 1854-1954 (Nachdr. München 1984).
  • Frühnhd.Wb. IV,1100-1102Frühneuhochdeutsches Wörterbuch, hg. von Ulrich Goebel und Oskar Reichmann, Berlin/New York 1989ff.
  • Lexer HWb. II,294Lexer, Matthias [v.]: Mittelhochdeutsches Handwörterbuch, 3 Bde, Leipzig 1872-78 (Neudr. Leipzig 1965).
  • Ahd.Wb. I,1377Althochdeutsches Wörterbuch, bearb. u. hg. von Elisabeth Karg-Gasterstädt, Theodor Frings u.a, Berlin 1968ff.
  • Berthold Fürther Wb. 29Berthold, Eugen: Dei hulli alli ô. Ein amüsantes Wörterbuch der Fürther Mundart, Fürth 1975.

    *1897 Fürth, †1976 ebd.; Oberinspektor
  • Braun Gr.Wb. 65Braun, Hermann: Großes Wörterbuch der Mundarten des Sechsämter-, Stift- und Egerlandes, Marktredwitz 1981ff.

    *1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil, Oberstudienrat
  • Christl Aichacher Wb. 70Christl, Karl: Aichacher Mundartlexikon, Aichach 1988.

    *1922 Pfaffenberg MAL
  • Denz Windisch-Eschenbach 117Denz, Josef: Die Mundart von Windisch-Eschenbach. Ein Beitrag zum Lautstand und zum Wortschatz des heutigen Nordbairischen, Frankfurt/Bern/Las Vegas 1977.

    *1942 Windischeschenbach NEW; Dr.phil, Wörterbuchredaktor
  • Kilgert Gloss.Ratisbonense 48Kilgert, Nadine: Glossarium Ratisbonense. Zum Wortschatz gebürtiger RegensburgerInnen zu Beginn des 21. Jahrhunderts, Regensburg 2008.

    *1978 Amberg; Dr.phil, Germanistin, Studienrätin
  • Maas Nürnbg.Wb. 89Maas, Herbert: Wou die Hasen Hoosn und die Hosen Huusn haaßn. Ein Nürnberger Wörterbuch, Nürnberg 51987.

    *1928 Nürnberg, †2014 ebd.; Studiendirektor
  • Rasp Bgdn.Mda. 34Rasp, Franz: Berchtesgadener Mundart, Berchtesgaden 1985.

    *1940 Maria Gern BGD, †1988 Watzmann; Landwirt
  • Sojer Ruhpoldinger Mda. 7Sojer, Georg u.a.: 1500 Wörter Ruhpoldinger Mundart, Ruhpolding 2008.

    *1925 Ruhpolding TS
  • Fragebögen:
  • S-31B10, 34D7c
  • M-15/18, 122/8
  • W-42/23
Ableitungen 
verfasst von: J.D.