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Brot

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 3, Spalte 463–471
Wortart: Substantiv
Genus: Neutrum
Bedeutungen
1
Nahrungsmittel
1a
Brot
°„Während der Woche nach Fronleichnam soll man kein Brot backen, weil dieses sonst schimmlig wird“ Landsberg LL48.0514973, 10.8737728. Beim Einschießen darf man „nicht über die Einschießschüssel steigen, sonst bekommt … das Brot Sprünge“ Haidenaab KEM49.8848672, 11.8215643, Oberpfalz 6 (1912) 158 Die Oberpfalz. Heimatzeitschrift für den ehemaligen Bayerischen Nordgau, 1907ff. ähnlich NEW. Während des Backens „darf man keinen Laib auf den Tisch legen … [sonst wird] das zu backende Brot spindig [klebrig] … auch keinen [unmittelbar vor dem Brot gebackenen] Kuchen“ Haidenaab KEM49.8848672, 11.8215643, Oberpfalz 6 (1912) 158 Die Oberpfalz. Heimatzeitschrift für den ehemaligen Bayerischen Nordgau, 1907ff. , „sonst …trennte sich [vom neuen Brot] die Rinde ab“ Singer Arzbg.Wb. 41 Singer, Friedrich Wilhelm: Allgemeines und gebräuchliches … nützliches Arzberger Wörterböichl, Arzberg 1970f.

*1918 Schacht WUN, †2003 Weiden; Arzt, Heimatforscher
.— Ein Riß od. Loch oben auf dem Brotlaib deutet auf einen Todesfall innerhalb der Familie od. Verwandtschaft hin (°Oberbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt; Oberpfalz Bavaria II,304f. Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern, bearb. von einem Kreise bayerischer Gelehrter, 4 Bde, München 1860-67. ; Böhm Falkenbg 186 Böhm, Anton: Falkenberg in der Oberpfalz, Falkenberg 1999.

*1923 Jagdhaus bei Ramstein/Pfalz, †2017 Rottach-Egern MB; Forstdirektor
); „ein Riß unten … bedeutet eine Hochzeit“ Oberpfalz, Bavaria II,305 Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern, bearb. von einem Kreise bayerischer Gelehrter, 4 Bde, München 1860-67. ;— °wenns Brot aufgrissn is, hat die Bäuerin beim Auswirken den Hintern nöt zuozwickt Dirnberg VIT49.047169, 13.051870.— In eine neue Wohnung soll als erstes Brot hineingetragen werden (WEG; Bayerld 26 (1914/1915) 419 Das Bayerland. Illustrierte Wochenschrift für bayerische Geschichte und Landeskunde, 1890-1990. ), dies durch die Nachbarn Chiemgau47.872903, 12.453183 Hager-Heyn Drudenhax 253 Hager, Franziska und Hans Heyn: Drudenhax und Allelujawasser. Volksbrauchtum im Jahreslauf., Rosenheim 1975.

Hager, F., *1874 Traunstein, †1960 München; Volksschullehrerin. Heyn, H., *1922 Oberndorf WS, †2015 Rosenheim; Journalist
.— Brot wird (heimlich) denen mitgegeben, die in die Fremde ziehen, bes. gegen Heimweh (WEG; Bayerld 26 (1914/1915) 288 Das Bayerland. Illustrierte Wochenschrift für bayerische Geschichte und Landeskunde, 1890-1990. , MM 6.4.1999[,23] Münchner Merkur, 1948ff. ).— Brauch war es, dem Gast Brot abzuschneiden Chiemgau47.872903, 12.453183 Hager-Heyn Drudenhax 253 Hager, Franziska und Hans Heyn: Drudenhax und Allelujawasser. Volksbrauchtum im Jahreslauf., Rosenheim 1975.

Hager, F., *1874 Traunstein, †1960 München; Volksschullehrerin. Heyn, H., *1922 Oberndorf WS, †2015 Rosenheim; Journalist
od. es von ihm selbst abschneiden zu lassen (Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt), ohne Bezahlung auch in Landgasthäusern Leuchtenberg VOH49.5969097, 12.2567811.— „In Südbayern schneidet jeder, der das ländliche Trauerhaus betritt, ein Stückchen Brot vom dargereichten Laibe“ Bayerld 26 (1914/1915) 288 Das Bayerland. Illustrierte Wochenschrift für bayerische Geschichte und Landeskunde, 1890-1990. , siehe auch Wächterbrot;— auch beim Trauergottesdienst war in Oberbayern eine Brotspende üblich: „Noch um 1870 wurde auf die Tumba ein Laib Brot gelegt, auf diesen eine große Schüssel mit Mehl gestellt. In das steckte man eine brennende Kerze mit eingefügten Geldstücken. Das Gespendete gehörte dem Mesner“ Burgrain WS48.189222, 12.048237, siehe auch Kirchtagbrot, Kirch(en)trachtbrot.— „Wenn einem beim Essen das Brot in die Suppe fällt, bekommt man Besuch“ Reisbach DGF48.5686163, 12.6298894.— Brot wird allg. hoch geachtet ( siehe auch Bed.1aα): „wer Brot wegwirft, muß einmal betteln gehen“ Partenkirchen GAP47.492704, 11.094968, ähnlich Oberbayern vereinzelt;— „wer mit Brotkrumen wirft, kommt nicht in den Himmel“ Obernzell WEG48.555228, 13.639357;— Brot, v.a. Brosamen darf man nicht achtlos auf den Boden fallen lassen u. darauf treten, sonst °„muß man sie als arme Seele auf spitzen Nadeln suchen“ Kiefering 48.1944499, 12.6289053, sie „im Fegefeuer mit den Zähnen zusammenklauben“ Truchtlaching TS47.9584444, 12.5004194, vgl. Chiemgau47.872903, 12.453183, Hager-Heyn Drudenhax 254 Hager, Franziska und Hans Heyn: Drudenhax und Allelujawasser. Volksbrauchtum im Jahreslauf., Rosenheim 1975.

Hager, F., *1874 Traunstein, †1960 München; Volksschullehrerin. Heyn, H., *1922 Oberndorf WS, †2015 Rosenheim; Journalist
, od. ma wead damid beim letztn Gricht ongschid Schrobenhausen SOB48.5613407, 11.2654488;— „auf den Boden gefallenes Brot heben die Leute auf und küssen es, gleichsam als Abbitte“ Cham CHA49.223747, 12.662091;— von Brosamen am Boden sagt man: dö ghean dö oama Sejn, und an Teufö koa Brogga Simbach PAN48.267054, 13.025393 od. göltsgod fia dö oama Söln Stadlern OVI49.5073704, 12.6145307; Brosamen auf dem Tisch wirft man (für die armen Seelen) ins Feuer (GAP; PA; SUL; Chiemgau47.872903, 12.453183 Hager-Heyn Drudenhax 254 Hager, Franziska und Hans Heyn: Drudenhax und Allelujawasser. Volksbrauchtum im Jahreslauf., Rosenheim 1975.

Hager, F., *1874 Traunstein, †1960 München; Volksschullehrerin. Heyn, H., *1922 Oberndorf WS, †2015 Rosenheim; Journalist
, TIR Fähnrich Brauchtum Opf. 412 Fähnrich, Harald: Lebendiges Brauchtum der Oberpfalz, Pressath 42007. ).— Gefundenes Brot darf man nicht essen, da steckt der böse Feind drin (; VOH), es macht krank Bayerld 26 (1914/15) 288 Das Bayerland. Illustrierte Wochenschrift für bayerische Geschichte und Landeskunde, 1890-1990. , es wird höchstens dem Vieh gegeben (Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt, Schwaben vereinzelt) od. (für die armen Seelen) ins Feuer geworfen (GAP, WEG); „geht ein Wagenrad über ein Brot, wird man taub“ Obernzell WEG48.555228, 13.639357.— „Vor dem ersten Anschneiden werden mit der Messerspitze oder dem Daumen ein oder drei Kreuze auf die flache, mehlbestäubte Unterseite des Brotlaibes gezeichnet“ Fähnrich Brauchtum Opf. 412 Fähnrich, Harald: Lebendiges Brauchtum der Oberpfalz, Pressath 42007. ähnlich °Oberbayern vielfach, °Niederbayern vielfach, °Oberpfalz vielfach, °Oberfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt. Dadurch soll das Brot lange reichen (°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt), bekömmlich sein (DEG; °NEW), Hungersnot verhindern (°; °AM). °„Man sagt dabei Im Namen des Vaters usw. oder spaßeshalber oa Tag, zwoa, Tag, die ganz Wocha Aidenbach VOF48.568243, 13.084779, ähnlich °Nabburg NAB49.4509736, 12.1790102.— Kreuze drückt man schon in den Sauerteig (°; NEW; REG Bayerwald 81 (1990) H.2/3, 38 Der Bayerwald. Zeitschrift des Bayer. Wald-Vereins für Heimatgeschichte und Volkstum, Naturschutz, Landschaftspflege und Wandern, 1910ff. ) u. in den geformten Laib (°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt).— „Schneidet man den Brodlaib hinten zu weit ab, so schneidet man unserm Herrgott die Fersen ab“ Oberpfalz, Bavaria II,305 Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern, bearb. von einem Kreise bayerischer Gelehrter, 4 Bde, München 1860-67. , od. °„nur das äußerste Stück, der Bäuerin die Fersen“ Schwandorf SAD49.3261854, 12.1092708; „macht man große Ranftln (Anschnitte), kommt man in Schulden“ Weiden WEN49.676727, 12.162220;— „der das Brot nicht ordentlich herabschneidet … lügt heute noch“ Pollinger Landshut 164 Pollinger, Johann: Aus Landshut und Umgebung, München 1908.

*1858 Schamhaupten RID, †1912 Landshut; Hauptlehrer
ähnlich °PA.— Man darf nicht mit dem Messer ins Brot stechen (M), dies würde die armen Seelen verletzen, doch darf es zur Abwehr böser Mächte im aufbewahrten Brotlaib stecken Chiemgau47.872903, 12.453183 Hager-Heyn Drudenhax 254 Hager, Franziska und Hans Heyn: Drudenhax und Allelujawasser. Volksbrauchtum im Jahreslauf., Rosenheim 1975.

Hager, F., *1874 Traunstein, †1960 München; Volksschullehrerin. Heyn, H., *1922 Oberndorf WS, †2015 Rosenheim; Journalist
; andernorts wird dieses eines befürchteten Unglücks wegen vermieden (PAN).— Brot darf allg. nicht auf der Oberseite liegen, sonst leiden die armen Seelen (°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt; AM Schönwerth Opf. I,288 Schönwerth, Fr[anz Xaver v.]: Aus der Oberpfalz. Sitten und Sagen, 3 Bde, Augsburg 1857-59.

*1810 Amberg, †1886 München; Ministerialrat, Volkskundler
), °„kann der Bauer kein Vieh verkaufen“ Wegscheid WEG48.600308, 13.784906, geschieht ein Unglück (°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt; BGD Kriss Sitte 160 Kriß, Rudolf: Sitte und Brauch im Berchtesgadener Land, München 1947. ), °„gibt es Ärger und Verdruß“ Oberappersdorf FS48.497835, 11.800123, vgl. Bayerld 26 (1914/1915) 288 Das Bayerland. Illustrierte Wochenschrift für bayerische Geschichte und Landeskunde, 1890-1990. , Pollinger Landshut 164 Pollinger, Johann: Aus Landshut und Umgebung, München 1908.

*1858 Schamhaupten RID, †1912 Landshut; Hauptlehrer
, °geht s Hauswesn zruck Niederaudorf RO47.66658, 12.1691072, ähnlich Oberbayern vereinzelt, vgl. WÜM, Schönwerth Opf. I,404 Schönwerth, Fr[anz Xaver v.]: Aus der Oberpfalz. Sitten und Sagen, 3 Bde, Augsburg 1857-59.

*1810 Amberg, †1886 München; Ministerialrat, Volkskundler
; siehe auch Bed.1aβ.— Angeschnittenes Brot darf „mit der Schnittfläche weder zur Tür noch zum Fenster hinausweisen … [um den] Wohlstand … des Hauses zu wahren“ Chiemgau47.872903, 12.453183, Hager-Heyn Drudenhax 254 Hager, Franziska und Hans Heyn: Drudenhax und Allelujawasser. Volksbrauchtum im Jahreslauf., Rosenheim 1975.

Hager, F., *1874 Traunstein, †1960 München; Volksschullehrerin. Heyn, H., *1922 Oberndorf WS, †2015 Rosenheim; Journalist
, ähnlich °Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt, sunst geht’s Brot furt … wird … schimmelig“ Kirchdorf REG48.912156, 13.264846, Bayerwald 81 (1990) H.2/3,38 Der Bayerwald. Zeitschrift des Bayer. Wald-Vereins für Heimatgeschichte und Volkstum, Naturschutz, Landschaftspflege und Wandern, 1910ff. ; es soöt mit da Schnittseitn an Heagottswinkö zuwö schaugn Innviertel48.300000, 13.400000;— Brot darf man nicht auf die Schnittfläche stellen, das zeigt Mißachtung“ Innviertel48.300000, 13.400000.— °In Winta san de warma Brodloab in d’Betta einikema zum Bettwarma Moosach EBE48.0317255, 11.8756775, ähnlich °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt.— Man ißt altbackenes Brot zum Zähnereinigen (GAP; KÖZ, PA; NEW), benützt geröstetes zerriebenes Brot zum Zähneputzen (M);— gekautes Brot od. gekaute Brotrinde legt man auf Geschwüre, damit sie ausreifen (Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt, Schwaben vereinzelt), heißes od. gebähtes Brot auf Geschwülste (PA); gegen diese räuchert man auch mit Brot (DEG, WOS);— „Bei Quetschungen und Prellungen … wirkt … die Auflage … von mit Weinessig verknetetem Schwarzbrot Bayerischer Wald49.008003, 13.309785, Friedl Mittel u. Bräuch 122 Friedl, Paul: Gute und bewährte Mittel u. Bräuch aus Großmutters Zeit, Rosenheim 1977.

*1902 Pronfelden GRA, †1989 Zwiesel REG; Redakteur, Schriftsteller
;— Brot(-rinde), gekocht, gilt als Mittel gegen Bauchschmerzen (ED), essiggetränkt über die Stirne gelegt, als Mittel gegen Kopfschmerzen (PAN; WEN); weiterhin: „Gegen Kopfweh … Ein oder drei Rindenstücke Brot mit Dreikönigssalz bestreuen und mit Dreikönigswasser anfeuchten … mit einem Kopftuch festbinden“ Beidl TIR49.805509, 12.263980, Fähnrich Brauchtum Opf. 409 Fähnrich, Harald: Lebendiges Brauchtum der Oberpfalz, Pressath 42007. ;— gegen Zahnschmerzen ißt man fremdes Brot (WM) od. man räuchert mit Brot (DEG); auch wird geraten: „kaue mit … dem wehen Zahn eine schwarze Brotrinde, spucke sie … in den Ameisenhaufen … [od.] drücke Brotrinde nur dagegen … und vergrabe sie … im Ameisenhaufen“ Bayerischer Wald49.008003, 13.309785, Friedl Hausmittel 11f. 461 Haus- und Sympathiemittel, ges. von Paul Friedl, Rosenheim 1976.

*1902 Pronfelden GRA, †1989 Zwiesel REG; Redakteur, Schriftsteller
;— Brot essen soll gegen Schluckauf helfen (DAH), schon verschimmeltes gutes Singen bewirken (PA; VOH Schönwerth Opf. I,406 Schönwerth, Fr[anz Xaver v.]: Aus der Oberpfalz. Sitten und Sagen, 3 Bde, Augsburg 1857-59.

*1810 Amberg, †1886 München; Ministerialrat, Volkskundler
) od. hohes Alter Oberpfalz Bayerld 26 (1914/1915) 288 Das Bayerland. Illustrierte Wochenschrift für bayerische Geschichte und Landeskunde, 1890-1990. ;— als Mittel gegen Verhexen legt einem „Neugeborenen … die Patin ein Stückchen Brot ins Kissen“ Bayerld 26 (1914/1915) 287 Das Bayerland. Illustrierte Wochenschrift für bayerische Geschichte und Landeskunde, 1890-1990. ähnlich WEG.— Wer Brot bei sich hat, ist vor bösen Hunden geschützt (DEG);— Brot, eine Zeit unter die Achselhöhle gelegt und einem Hund gegeben, schützt vor diesem Hund“ Riedenburg RID48.961252, 11.6855725 od. bindet ihn an einen Menschen (Bayerischer Wald49.008003, 13.309785 Friedl Hausmittel 110 461 Haus- und Sympathiemittel, ges. von Paul Friedl, Rosenheim 1976.

*1902 Pronfelden GRA, †1989 Zwiesel REG; Redakteur, Schriftsteller
. Pollinger Landshut 157 Pollinger, Johann: Aus Landshut und Umgebung, München 1908.

*1858 Schamhaupten RID, †1912 Landshut; Hauptlehrer
);— „Reibe des Kranken Stirne mit Brot … und wirf dieses einem Hunde vor. Frißt er es, so bleibt der Kranke am Leben“ Bayerischer Wald49.008003, 13.309785, Friedl Hausmittel 88 461 Haus- und Sympathiemittel, ges. von Paul Friedl, Rosenheim 1976.

*1902 Pronfelden GRA, †1989 Zwiesel REG; Redakteur, Schriftsteller
.— „Um einen Brand zu löschen, wird Brot von der Osterweihe ins Feuer geworfen“ Neukirchen VOH49.709613, 12.427782, vgl. ROD, Schönwerth Opf. II,84 Schönwerth, Fr[anz Xaver v.]: Aus der Oberpfalz. Sitten und Sagen, 3 Bde, Augsburg 1857-59.

*1810 Amberg, †1886 München; Ministerialrat, Volkskundler
; auch der beim Backen zuerst eingeschossene Laib (DEG; PAR; RO, EG Hager-Heyn Drudenhax 258 Hager, Franziska und Hans Heyn: Drudenhax und Allelujawasser. Volksbrauchtum im Jahreslauf., Rosenheim 1975.

Hager, F., *1874 Traunstein, †1960 München; Volksschullehrerin. Heyn, H., *1922 Oberndorf WS, †2015 Rosenheim; Journalist
).— „Stellt man bei einem Gewitter einen Brotkorb ins Freie, schützt es vor Hagelschlag“ Obernzell WEG48.555228, 13.639357, vgl. Wuttke Volksabergl. 303 Wuttke, Adolf: Der deutsche Volksaberglaube der Gegenwart, Leipzig 41925. .— (Geweihtes) Brot wird dem Vieh, v.a. Kühen, gegen Behexung u. Krankheit zu fressen gegeben (Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz, dazu EIH, HIP; FDB), vgl. Schönwerth Opf. I,405 Schönwerth, Fr[anz Xaver v.]: Aus der Oberpfalz. Sitten und Sagen, 3 Bde, Augsburg 1857-59.

*1810 Amberg, †1886 München; Ministerialrat, Volkskundler
, dies in den Rauhnächten (Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz; Oberpfalz Bavaria II,302 Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern, bearb. von einem Kreise bayerischer Gelehrter, 4 Bde, München 1860-67. ; REG Bayerwald 81 (1990) H.2/3,39 Der Bayerwald. Zeitschrift des Bayer. Wald-Vereins für Heimatgeschichte und Volkstum, Naturschutz, Landschaftspflege und Wandern, 1910ff. ), an Ostern (REG Bayerwald 81 (1990) H.2/3,39 Der Bayerwald. Zeitschrift des Bayer. Wald-Vereins für Heimatgeschichte und Volkstum, Naturschutz, Landschaftspflege und Wandern, 1910ff. , KÖZ Fähnrich Brauchtum Opf. 119 Fähnrich, Harald: Lebendiges Brauchtum der Oberpfalz, Pressath 42007. ), in der Walpurgisnacht (TIR, VOH Schönwerth Opf. I,314 Schönwerth, Fr[anz Xaver v.]: Aus der Oberpfalz. Sitten und Sagen, 3 Bde, Augsburg 1857-59.

*1810 Amberg, †1886 München; Ministerialrat, Volkskundler
), den Pferden beim Georgiritt Hausen NM49.352378, 11.762318 Fähnrich Brauchtum Opf. 394 Fähnrich, Harald: Lebendiges Brauchtum der Oberpfalz, Pressath 42007. .— ’n Fröihjoahr mouß ma’ de Henna aa a Brout geem, des schlöißt ’n Oiastogg af! Schwägerl Dalust 190 Schwägerl, Maria: Dalust und daspächt, Nabburg 31980.

*1895 Schwandorf., †1960 Nabburg; Hausfrau
ähnlich R ( Hennenbrot);— „Daß gekaufte Hühner nicht weggehen … Wirf den Hühnern Brotstücke … vor … im Munde benetzt“ Bayerischer Wald49.008003, 13.309785, Friedl Hausmittel 111 461 Haus- und Sympathiemittel, ges. von Paul Friedl, Rosenheim 1976.

*1902 Pronfelden GRA, †1989 Zwiesel REG; Redakteur, Schriftsteller
.— „Wenn man ein Stück Vieh kauft oder verkauft, muß man ihm ein Stück geweihten Brotes geben, dann fehlt ihnen nichts“ Münchnerau LA48.5326327, 12.0874525, Pollinger Landshut 155 Pollinger, Johann: Aus Landshut und Umgebung, München 1908.

*1858 Schamhaupten RID, †1912 Landshut; Hauptlehrer
ähnlich AIC; auch „läßt … [man] sich vom Verkäufer ein Stück Brot mitgeben; wird dieses schimmlig, so ist man mit dem Vieh nicht glücklich“ Bayerld 26 (1914/1915) 420 Das Bayerland. Illustrierte Wochenschrift für bayerische Geschichte und Landeskunde, 1890-1990. .
1aα
Grundnahrungsmittel
°Oberbayern vielfach, °Niederbayern vielfach, °Oberpfalz vielfach, °Oberfranken vielfach, °Mittelfranken vielfach, °Schwaben vielfach
wia ma a Brout wegat wiaft, hat da Teifö Gwaöt drüba Innviertel48.300000, 13.400000
s Bröot schimböd Hartmannsreut WEG48.583299, 13.785908
wenn ma nu a Braot hot, s anda gits se scho vo selwa Neukirchen VOH49.709613, 12.427782
Kejchei and an Luaʼ Brout, des hot er in an Tejchei hoamtrogn KÖZ, BJV 1954,197 Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde, 1950ff.
dʼ láid … habn birn, odə‘ broud, odeʼ nud·ln he‘gébn Eschenlohe GAP47.5984207, 11.185454, Panzer Sagen II,116 Panzer, Friedrich: Bayerische Sagen und Bräuche, 2 Bde, München 1848‑55.

*1794 Eschenfelden SUL, †1854 München; Oberbaurat
panis derpiz prot Regensburg R49.013904, 12.100040, 12.Jh. StSG. I,385,26 Die althochdeutschen Glossen, ges. und bearb. von Elias Steinmeyer und Eduard Sievers, 5 Bde, Berlin 1879-1922 (Nachdr. Dublin/Zürich 1968f.).
swelich peck einen andern pecken in seinem ofen vails prot lat pachen 1365 Stadtr.Mchn (Dirr) 432,1f. Denkmäler des Münchner Stadtrechts, 1.Bd (2 Tle) 1158-1403, bearb. und eingeleitet von Pius Dirr, München 1934-36.
Noth thats i bettlets Brod Sturm Lieder 71 Sturm, Marcelin: Lieder zum Theil in baierischer Mundart, o.O. 1819.

*1760 Rötz WÜM, †1812 Hiltersried WÜM; Augustiner
In festen Fügungen:
Wasser und Brot einfachste Verpflegung

Schwarzes Brot Schwarzbrot Niederbayern mehrfach, Oberbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt, Schwaben vereinzelt:
dea ißt ladda schwoaz Bråud, wa a an soichan Schel afhåt „so gut aussieht“ Iggensbach DEG48.730933, 13.141065

fråu sa um a Stikl schwoatz Bråud Stadlern OVI49.5073704, 12.6145307

Bettlleut … braucha … koa schwarz Broud oschneidʼn Taufkirchen EG48.4356747, 12.6978817, Dt.Gaue 15 (1914) 158 Deutsche Gaue, Zeitschrift für Gesellschaftswissenschaft und Landeskunde, 1899ff.

Weiters hat derselbe an schwarzen Brod … zu genießen 30 Laib Brod Oberviehbach DGF48.581672, 12.375018, 1521 Hartinger Ordnungen III,425 Hartinger, Walter: „... wie von alters herkommen ...“. Dorf-, Hofmarks-, Ehehaft- und andere Ordnungen in Ostbayern, Passau 1998.

im Vergleich bekannt wie das schwarze Brot u.ä. weithin bekannt Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt:
°da Hansgirglbauer is bekannt wia dös schwarze Brot Innernzell GRA48.8513534, 13.2739608

Ra.
schwoaz Broud macht weiße Zen Sulzbach SUL49.496993, 11.750252

Wön ma den net hetn un dös schwarz Brout, nacha müaßtn ma lauter weiß össn [jmd hat auch etwas Gutes an sich] Oberaudorf RO47.6484154, 12.1737799, ähnlich GRI

Reim
schwoatz Bråud måcht Wangan råud Stadlern OVI49.5073704, 12.6145307, ähnlich Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt

erweitert
schwarzes Brot macht Wangen rot, aber Butterbröter machen sie noch röter Ingolstadt IN48.7630165, 11.4250395

Auch:
ə~ speisəds Braəd GAP, Schmeller II,687 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek

Weißes Brot Weißbrot Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt, Schwaben vereinzelt:
s weiß Bråud fuatat nöt „ist nicht ergiebig“ Mittich GRI48.440634, 13.396183
kriagtʼs jedsmal a Mäu voll Kaffee und a weiß Brout dazua Alt-Bayer.Heimat 3 (1950) Nr.6[,4] Alt-Bayerische Heimat. Blätter für Heimatpflege und Unterhaltung (Beil. z. MZ), 1948-78.
„Schneide weisses Brod … wie Suppenschnitteln Huberinn Kochb. 472 Baier’sches Kochbuch für Fleisch- und Fasttäge, hg. von Johanna Maria Huberinn, Stadtamhof 21802 (Neudr. München 1974).
vmb vischs vnd vmb weis prowt 1330 Urk.Raitenhaslach 579 Die Urkunden des Klosters Raitenhaslach. 1034-1350, bearb. von Edgar Krausen, 2 Bde, München 1959f.

Raitenhaslach AÖ

Für weiss brodt Regensburg R49.013904, 12.100040, 1632 Zwiebelturm 8 (1953) 280 Der Zwiebelturm. Monatsschrift für das bayerische Volk und seine Freunde, 1946-71.

Schönes Brot Weißbrot
schöins Bråud Vohenstrauß VOH49.6238348, 12.341436

so schol min husfrv … geben · win · vische · Vnd schoͤn broͤt Birkensee HEB49.441111, 11.396944, 1290 Corp.Urk. II,501,37-40 Corpus der Altdeutschen Originalurkunden bis zum Jahre 1300, begr. von Friedrich Wilhelm, 6 Bde, Lahr 1932-86.

das schön prot, das ein wenig cleyen hat, macht zu stul genn 2.H.15.Jh. ObG 5 (1961) 359 Ostbairische Grenzmarken, 1925-30, 1957ff.

Sprichw.
a schåins Bråud logkt Bedlleid a Cham CHA49.223747, 12.662091

erweitert
Schàyñs Bràud lockt Bédlleut áñ, Hóbarbràud dreibts widar davã́ Neuenhammer VOH49.693447, 12.3867406, Schönwerth Sprichw. 7 Schönwerth, Fr[anz Xaver v.]: Sprichwörter des Volkes der Oberpfalz in der Mundart, in: VHO 29 (1874) I-LX, 1-86.

*1810 Amberg, †1886 München; Ministerialrat, Volkskundler

Gemischtes Brot Mischbrot
gmischts Brout Hengersberg DEG48.7736572, 13.0515083

Auch:
Brot… Das zamtene … zusammengetane … aus weißem und schwarzem Mehl gemischte“ Bayerwald 60 (1968) 142 Der Bayerwald. Zeitschrift des Bayer. Wald-Vereins für Heimatgeschichte und Volkstum, Naturschutz, Landschaftspflege und Wandern, 1910ff.

linds Brout „Brot ohne Rinde“ Wb.Krün 32 Sou red‘ ma bei ins! Boarisches Wörterbiachla aus dem Krüner Sprachgebrauch, vom Gebirgstrachtenverein d‘ Soiernbergler, Krün 2006.

Krün GAP

„Die Rinde ist das hirt Brot, das Innere, das lind Brot Kirchdorf REG48.912156, 13.264846, Bayerwald 81 (1990) H.2/3,38 Der Bayerwald. Zeitschrift des Bayer. Wald-Vereins für Heimatgeschichte und Volkstum, Naturschutz, Landschaftspflege und Wandern, 1910ff.

Ulmer Brot best. Gebäck Oberbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
°a Ulma Broud houd mei Mudda aaf Weihnachtn gmacht Windischeschenbach NEW49.7997, 12.1589
Vlm̄er. brod. zŭ bachen Pickl Kochb.Veitin 126 Pickl, Simon: Das Kochbuch für Maria Annastasia Veitin. Kommentierte Edition einer Kochbuchhandschrift aus dem Jahr 1748, München 2009.

Oberpfalz

A gschenkts Bråud hom „eine unverdient gute Stelle“ Naabdemenreuth NEW49.818131, 12.126801

In Vergleichen:
etwas haben müssen / so notwendig haben wie das Brot u.ä. unbedingt benötigen °Oberpfalz vereinzelt:
„was recht nötig ist, muaß ma hom wijs Broud Sulzbach SUL49.496993, 11.750252

Ra., Sprichw.:
ʼs Broud muaß aufn Ofa woatn, net da Ofa aufs Broud „Teig muß nach dem Kneten noch längere Zeit gären“ Innviertel48.300000, 13.400000

Man bacht kein Brod ohne Mehl … Aus Nichts wird nichts“ Baier.Sprw. II,52 [Mayer, Thomas]: Baiersche Sprichwörter mit Erklärung ihrer Gegenstände zum Unterricht und Vergnügen, 2 Bde, München 1812.

*1757 Freising, †1827 ebd.; Pfarrer

ʼs Brout von Huaf und ʼs Lem vo Good „im Austrag“ Waldsassen TIR50.0053222, 12.3041123

„Zu einer Frau, die das Brotbacken nicht richtig kann … Die tut Brot sieden oder … dürrn Kirchdorf REG48.912156, 13.264846, Bayerwald 81 (1990) H.2/3,37f. Der Bayerwald. Zeitschrift des Bayer. Wald-Vereins für Heimatgeschichte und Volkstum, Naturschutz, Landschaftspflege und Wandern, 1910ff.

A Stückl Brout im Sack is besser als a Birkhahnstouß aaf m Huat Haller Waldlersprüch 66 Haller, Reinhard: Waldlersprüch, Grafenau 1981.

*1937 Bodenmais REG; Dr.phil., Sonderschuldirektor, Kreisheimatpfleger
, ähnlich Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt

°ʼs Braout is a Gab Gottes Weiden WEN49.676727, 12.162220, ähnlich Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt

s Bråud låßt unsa Heagodt wachsn, drum mou ma s in Ehrn håltn Cham CHA49.223747, 12.662091

Brot wegwerfn hoaßt an Herrgott wegwerfn Finsing ED48.2167439, 11.8253553

ʼs Bràud is a léyʼs Goud, ma sól ʼs kóin Hund hiñwerffa Neuenhammer VOH49.693447, 12.3867406, Schönwerth Sprichw. 7 Schönwerth, Fr[anz Xaver v.]: Sprichwörter des Volkes der Oberpfalz in der Mundart, in: VHO 29 (1874) I-LX, 1-86.

*1810 Amberg, †1886 München; Ministerialrat, Volkskundler


wen ma afs Braot tritt, tritt ma afn Herrgott Neukirchen VOH49.709613, 12.427782

°tritt löiwa aaf an Guldn als aaf a Stückl Braoud Weiden WEN49.676727, 12.162220, ähnlich WS

Du trittst as Braud in Bun eiche „wenn jemand in ein Getreidefeld hineintritt“ Vohenstrauß VOH49.6238348, 12.341436

S brǫud ged aimói via huŋa „Brot macht immer satt“ Kollmer II,393 Kollmer, Michael: Die schöne Waldlersprach. Von Wegscheid bis Waldmünchen, von Passau bis Regensburg, 3 Bde, Moosbach 1987-89.

*1917 Auwies KÖZ, †2001; Dr.phil., Gymnasialprof.
, ähnlich CHA

(nicht) wissen, wie das Brot gegen den Hunger geht u.ä. den Wert des Brotes (nicht) zu schätzen wissen Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt:
der woaß selm wias Brout fürn Hunga geht „einer, der sich aus kleinen Verhältnissen emporgearbeitet hat“ Tann PAN48.3158044, 12.889797
A Reicha woaß ned, wài s Brod für Hunga gàid Brunner Heimatb.CHA 161 Brunner, Johann: Heimatbuch des bayerischen Bezirksamtes Cham, München [1922].

s Broudt ghörd âfn Disch [soll stets zur Verfügung stehen] Brunner Heimatb.CHA 161 Brunner, Johann: Heimatbuch des bayerischen Bezirksamtes Cham, München [1922].

A rèhti Baüri schneidt iran Leudnan ʼs Bràud niad für und spird ʼs àñ niad eiñ Neuenhammer VOH49.693447, 12.3867406, Schönwerth Sprichw. 8 Schönwerth, Fr[anz Xaver v.]: Sprichwörter des Volkes der Oberpfalz in der Mundart, in: VHO 29 (1874) I-LX, 1-86.

*1810 Amberg, †1886 München; Ministerialrat, Volkskundler

ʼs Brot muaß ma net altwerdn lassn Schmidkunz Sprüche 8 Schmidkunz, Walter: Nahrhafte Sprüche, München 1940.

*1887 Kiel, †1961 Neuhaus MB; Schriftsteller

Wo viel Kinder sind, wird s Brot net sper „trocken“ Schmidkunz Sprüche 8 Schmidkunz, Walter: Nahrhafte Sprüche, München 1940.

*1887 Kiel, †1961 Neuhaus MB; Schriftsteller

Wer seiñ Bràud gschénkt kréygt, kóñ láhn Neuenhammer VOH49.693447, 12.3867406, Schönwerth Sprichw. 8 Schönwerth, Fr[anz Xaver v.]: Sprichwörter des Volkes der Oberpfalz in der Mundart, in: VHO 29 (1874) I-LX, 1-86.

*1810 Amberg, †1886 München; Ministerialrat, Volkskundler

°S Brot isch so hart zum verdeana Burggen SOG47.7754845, 10.8164397, ähnlich Oberpfalz 80 (1992) 142 Die Oberpfalz. Heimatzeitschrift für den ehemaligen Bayerischen Nordgau, 1907ff.

der woaß wia ma s Brout vodean muaß „verständiger, selbst arbeitsfreudiger Bauer“ Niederbayern

ja mei, Brout eßn is oöwei leichta aös wia Brout vodean Altötting 48.2268085, 12.6757914, ähnlich Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt

Dea vadöint si sei Brout in da Suppn „ist sehr fleißig“ Neukirchen VOH49.709613, 12.427782

Sich nicht das Brot (zu einer Wassersuppe) verdienen u.ä. faul, nachlässig, nichtsnutzig sein Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt:
er vadient si no net amoi as Brot zu a Wassersuppn München M48.139686, 11.578889

Unserem Herrgott / den (armen) Leuten das Brot wegessen u.ä. faul, nachlässig, nichtsnutzig sein Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt:
der is grad da auf da Welt, das a unsan Herrgott und an Leutn ʼs Brout wegatfrißt Pfarrkirchen PAN48.4340737, 12.9397371

Er hülft, daß kein Brod schimmlich wird [jmd hat auch etwas Gutes an sich] Baier.Sprw. II,78 [Mayer, Thomas]: Baiersche Sprichwörter mit Erklärung ihrer Gegenstände zum Unterricht und Vergnügen, 2 Bde, München 1812.

*1757 Freising, †1827 ebd.; Pfarrer

Wenn du und das liebe Brod nicht wären, müßten viele verhungern [jmd hat auch etwas Gutes an sich] Baier.Sprw. II,78 [Mayer, Thomas]: Baiersche Sprichwörter mit Erklärung ihrer Gegenstände zum Unterricht und Vergnügen, 2 Bde, München 1812.

*1757 Freising, †1827 ebd.; Pfarrer

ʼs is leicht Braoud essn, wen ma oans had Etzenricht NEW49.63183, 12.0921077

es ist nicht gut Brot essen, wenn man keines hat Partenkirchen GAP47.492704, 11.094968

üwaroll is guat Broud essʼn „es läßt sich überall leben, wenn man sein Auskommen hat“ Judenmann Opf.Wb. 30 Judenmann, Franz Xaver: Kleines Oberpfälzer Wörterbuch, Regensburg 1994.

*1927 Mintraching R, †1994 Regensburg; Rektor
, ähnlich TIR

erweitert
°wo andaschd is a guad Broud essn, wenn ma oas hod Neufraunhofen VIB48.3919929, 12.2163668, ähnlich Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt

ʼs Bràud èßn is bál vargèßn Neuenhammer VOH49.693447, 12.3867406, Schönwerth Sprichw. 7 Schönwerth, Fr[anz Xaver v.]: Sprichwörter des Volkes der Oberpfalz in der Mundart, in: VHO 29 (1874) I-LX, 1-86.

*1810 Amberg, †1886 München; Ministerialrat, Volkskundler

Ea ißt a guats Bråud, is in a guats Bråud einigsessn „ist vermöglich, hat sich ein Vermögen erheiratet“ Iggensbach DEG48.730933, 13.141065

Vo den möchte i koa Brout essn „er ist ein strenger Bauer“ Oberaudorf RO47.6484154, 12.1737799

Mit dem is ned guad Brout äsn leicht reizbarer Mensch Sengkofen R48.923981, 12.2888257

Sie muß allein ʼs Brot essen Mädchen, das keinen Tänzer findet Wald a.d.Alz 48.127925, 12.595942

auch Brot hüten (müssen) u.ä. Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt:
de miassn Broat hiatn Kirchheim LF48.041056, 12.783659
das Brod hüten muß ein Mädchen, das bei einer Hochzeit keinen Tänzer bekömmt“ Delling I,275 Beiträge zu einem baierischen Idiotikon, ges. von Johann v. Delling, 2 Bde, München 1820.

*1764 München, †1838 ebd.; Jurist, Historiker

Döi zwoa döin s Broud i oi Sackl „sie lieben sich“ Altfalter NAB49.3961856, 12.206858

Reichʼn Leitʼn Kinnan iis ʼs Bråut scho(nʼ båchʼn! Braun Gr.Wb. 62 Braun, Hermann: Großes Wörterbuch der Mundarten des Sechsämter-, Stift- und Egerlandes, Marktredwitz 1981ff.

*1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil., Oberstudienrat

Dean is as Broud bachng „er ist in einer mißlichen Lage“ Selb SEL50.169121, 12.1297769

Fia den is aa scho as letzte Brot bacha „er liegt im Sterben“ München M48.139686, 11.578889

auch
der hat sein letztes Stückl Brot gegessen Winkler Heimatspr. 43 Winkler, Karl: Heimatsprachkunde des Altbayerisch-Oberpfälzischen, Kallmünz 1936.

*1891 Regenstauf R, †1961 Amberg; Rektor

Dör schaug aus wia weenrs Broud sporʼn miasd „abgemagert“ Derching FDB48.408873, 10.963980

Der hat ma s Bråud verbrennt „die Arbeit verleidet“ Tann PAN48.3158044, 12.889797

Wenn da Bee(dʼlmoa(n neks ho(bʼm söll, valöist a-r-aa nu ʼs Stückʼl Bråut Braun Gr.Wb. 62 Braun, Hermann: Großes Wörterbuch der Mundarten des Sechsämter-, Stift- und Egerlandes, Marktredwitz 1981ff.

*1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil., Oberstudienrat
, ähnlich °TIR

Wenn da Baua sei Bråud beim Beggn kafn mous, håt er scho oghaust Cham CHA49.223747, 12.662091, ähnlich VOH, Schönwerth Sprichw. 8 Schönwerth, Fr[anz Xaver v.]: Sprichwörter des Volkes der Oberpfalz in der Mundart, in: VHO 29 (1874) I-LX, 1-86.

*1810 Amberg, †1886 München; Ministerialrat, Volkskundler

Neubachas Bràud … várgàid wài dar Reiffʼ ánʼ Zauñ Neuenhammer VOH49.693447, 12.3867406, Schönwerth Sprichw. 7 Schönwerth, Fr[anz Xaver v.]: Sprichwörter des Volkes der Oberpfalz in der Mundart, in: VHO 29 (1874) I-LX, 1-86.

*1810 Amberg, †1886 München; Ministerialrat, Volkskundler

Neubachas Bràud is a Schaur inʼ Haus Amberg AM49.445718, 11.852457, Schönwerth Sprichw. 7 Schönwerth, Fr[anz Xaver v.]: Sprichwörter des Volkes der Oberpfalz in der Mundart, in: VHO 29 (1874) I-LX, 1-86.

*1810 Amberg, †1886 München; Ministerialrat, Volkskundler


neibachas Braoud und gröins Hulz is a schlechte Wirtschaft Waldsassen TIR50.0053222, 12.3041123

Brot warm und Ofa warm mocht d Bauern arm! Haller Waldlersprüch 26 Haller, Reinhard: Waldlersprüch, Grafenau 1981.

*1937 Bodenmais REG; Dr.phil., Sonderschuldirektor, Kreisheimatpfleger

Kaafts Broud vogibt niad „ißt sich rasch weg“ Sulzbach SUL49.496993, 11.750252, ähnlich Niederbayern vereinzelt

Gstuhlns Bråut schmeckt aa neat schlechta! Braun Gr.Wb. 62 Braun, Hermann: Großes Wörterbuch der Mundarten des Sechsämter-, Stift- und Egerlandes, Marktredwitz 1981ff.

*1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil., Oberstudienrat

A fremds Brod is owai bössa Haidmühle WOS48.8249464, 13.7759515, ähnlich Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt

Frem(d)s Braout essn die Kinna für weiß Singer Arzbg.Wb. 41 Singer, Friedrich Wilhelm: Allgemeines und gebräuchliches … nützliches Arzberger Wörterböichl, Arzberg 1970f.

*1918 Schacht WUN, †2003 Weiden; Arzt, Heimatforscher


a fremds Brout is füan Neid guat „hilft gegen Neid“ Hengersberg DEG48.7736572, 13.0515083, ähnlich Niederbayern vereinzelt

fremdes Brot essen in fremdem Dienst stehen Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt:
iaz muas i a fremds Bråud ößn Mittich GRI48.440634, 13.396183

fremds Bråut is a härbs Bråut „fremder Dienst ist bitter“ Innviertel48.300000, 13.400000

Wer deand, woaß, wai s fremd Brod schmeckt Brunner Heimatb.CHA 161 Brunner, Johann: Heimatbuch des bayerischen Bezirksamtes Cham, München [1922]. , ähnlich Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt

ʼs deanat Brot schmeckt überall gleich sauer Christ Werke 554 (Rumplhanni) Christ, Lena: Gesammelte Werke, München 61981.

*1881 Glonn EBE, †1920 Mchn; Schriftstellerin

„Auf die Frage Was gibt es heute zu essen? … Niks und an Brout dazu Kanz Heimat 84 Die Heimat auf der Zunge tragen. Mundart als Sprachschatz. Beiträge zur internationalen Dialektologentagung anlässlich des 70. Geburtstags von Ludwig Zehetner, Hetzenbach (Oberpfalz), März 2009, hg. von Ulrich Kanz, Nadine Kilgert und Ludwig Schießl, Regensburg 2012.

Scherzh. Deutungen der Türbeschriftung an Dreikönig ( CMB):
Kasperl möcht a Brot Mittenwald GAP47.4429543, 11.2655684
Caspa häif da Maria Brot tragn Aicha PA48.671978, 13.289834
Ortsneckerei
„Sauerlach (Wolfratshausen) Brotei … Zechburschen aßen … angeblich einmal sehr viel Brot, vergaßen dieses aber bei Begleichung der Zeche“ Bronner Schelmenb. 135 Bronner, F[ranz] J[osef]: Bayerisches Schelmen-Büchlein. 165 Schwänke und Schnurren über bayerische Ortsneckereien, Dießen 1911.

*1860 Höchstädt a.d. Donau, †1919 München; Volksschullehrer
1aβ
Brotlaib, -wecken
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt
die Bredder Finsing ED48.2167439, 11.8253553
a kloas Bråud Mittich GRI48.440634, 13.396183
Er nimmt die Fisch und die fünf Brot Ehbauer Weltgschicht III ,130 Ehbauer, Michael: Baierische Weltgschicht. Letztes Trumm, München 1988.

*1949 München
hab ich [den Fuhrleuten] … fur Prot kauft auf ain Wagen zwaj Prot 1484 Frsg.Dom-Custos-Rechnungen I,512 Die Freisinger Dom-Custos-Rechnungen von 1447-1500, hg. von Hans Ramisch, bearb. von Alois Heß. Bd I: Text, München 1998.
Mit siebn Brod thätst viel tausend speisen Bucher Charfreytagsprocession 43 [Bucher, Leonhard Anton Joseph v.:] Entwurf einer ländlichen Charfreytagsprocession sammt einem gar lustigen und geistlichen Vorspiel zur Passionsaction, hg. von einem Ordenspater, [München] 1782.

*1746 München, †1817 ebd.; Jesuit, Pfarrer, Gymnasialrektor
In festen Fügungen:
weißes Brot Weißbrotlaib
ein wizes brot das eines phenninges wert sei Giebing RO47.817720, 12.326947, 1288 Corp.Urk. II,31,31f. Corpus der Altdeutschen Originalurkunden bis zum Jahre 1300, begr. von Friedrich Wilhelm, 6 Bde, Lahr 1932-86.

Schönes Brot Weißbrotlaib
sol man in gebn … zwelf brot, sehs schoͤniv, sehs rokkiniv Pfründe Geisenfd 414 Pfründe-Ordnung des vormaligen Klosters Geisenfeld. Aus dem XIII. Jahrhundert, in: QE I,413-441.

Geisenfeld PAF

„das Paar schönen Brotes zu 10 Lot um 1 Kr. geben“ Freystadt NM49.198795, 11.331702, 1623 Oberpfalz 7 (1913) 146 Die Oberpfalz. Heimatzeitschrift für den ehemaligen Bayerischen Nordgau, 1907ff.

Redensart(en):
Von ander Leut Brot ist leicht runterschneiden Schmidkunz Sprüche 8 Schmidkunz, Walter: Nahrhafte Sprüche, München 1940.

*1887 Kiel, †1961 Neuhaus MB; Schriftsteller

Reime, Verse:
schnaitst as Bråut gleich, wirst du reich Kohlberg NEW49.591455, 12.016971, ähnlich °Oberpfalz vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt

S Bråut deäf mä niät zu däif oschnein, sunst kimt mä-r-e dʼSchuln nain Bruck ROD49.245570, 12.305240

Wer ʼs warm Brot abaschneidt und ʼs neu Heu abakeit [vom Heustock herabwirft] der kimmt it [nicht] weit Kiem Kreuther Tal 119 Kiem Pauli (1882 – 1960). 2. Teil: Leben im Kreuther Tal, hg. vom Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern, München 1992.

eigentlich Kiem, Emanuel, *1882 München, †1960 Kreuth MB; Musiker, Volksliedsammler

Legst as Brot aufn Bauch, geht as Glück auf in Rauch Tölz TÖL47.760208, 11.562798
1aγ
Scheibe, Stück Brot
°Niederbayern mehrfach, °Oberbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
gstrichas Brout Artelshofen HEB49.5735676, 11.4968896
Brotel „Dim. … meist … belegte Scheibe Brot“ Kilgert Gloss.Ratisbonense 49 Kilgert, Nadine: Glossarium Ratisbonense. Zum Wortschatz gebürtiger RegensburgerInnen zu Beginn des 21. Jahrhunderts, Regensburg 2008.

*1978 Amberg; Dr.phil., Germanistin, Studienrätin
„Der Kaplan … hat nur das drucken prot Hirschau AM49.545957, 11.943774, 1580 VHO 86 (1936) 345 Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, 1838ff.
In festen Fügungen:
schwarzes Brot Schwarzbrotscheibe
als Wann ein/ bŭtter aŭff einem schwarzen brodt wehre Pickl Kochb.Veitin 83 Pickl, Simon: Das Kochbuch für Maria Annastasia Veitin. Kommentierte Edition einer Kochbuchhandschrift aus dem Jahr 1748, München 2009.

Oberpfalz

Schmalz / Butter und Brot u.ä. Butterbrot

Schmalz und Brot Griebenschmalzbrot

auch Sauerampfer

Fett und (ein) Brot Fettbrot

Käse und Brot Käsebrot

Redensart(en):
då khånama denna a Bråur åschnain, wen i wui „bin ich selbständig“ Mittich GRI48.440634, 13.396183

Überall ist gut Brotabschneiden, wenn man eins hat Lettl Mühl 129 Lettl, Josef: In d’Mühl fahrn. Von der Aussaat bis zur Brotbacht, Regensburg 1980.

*1927 Moserholz EG, †2008; Rektor

Aufforderung an einen Besucher:
sitz dö eina und schneida a Breod å! Gottsdorf WEG48.532032, 13.730913, ähnlich NEW
scherzh.
°schneid de nieda, setz da a Brout o, nimm an Schtöllfouß, trink amal! Waldsassen TIR50.0053222, 12.3041123
Ortsneckerei
„spottete man den Weidener [wegen der Ausspr. von Brot] aus … Schneidtʼs Enk [euch] a Braud (Brod), wenndʼs a Messer hautʼs … BzAnthr. 6 (1885) 137 Beiträge zur Anthropologie und Urgeschichte Bayerns, 1877-1915.
1b
andere Backware, Backware allg.
Oberbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
°fünf Bröter (Semmeln o.ä.) liegn scha am Tisch Regensburg R49.013904, 12.100040
1c
in religiöser Spr. Eucharistie, Leib Christi, v.a. in Fügungen
das war und lebentig prout, das uns wirt heut fürgelegt Tegerns.Hym. 60 Gillitzer, Berta: Die Tegernseer Hymnen des Cgm. 858, München 1942.

Tegernsee MB, vor 1454
mit dem Brodt der Englen/ nemblich mit dem Hochheiligisten Sacrament Hueber Granat-apfel 114 Hueber, Fortunat: Zeitiger Granat-apfel, München 1671. Mirakelbuch des bayrisch-böhmischen Wallfahrtsortes Neukirchen bei Heilig Blut. Photomechanischer Nachdruck, mit Nachwort und Registern, hg. von Guillaume van Gemert, Amsterdam/Maarssen 1983.

*1639 (?) Neustadt KEH, †1706 München; Ordensgeistlicher, Lektor der Theologie. Neukirchen KÖZ
2
Brotzeit, Brotzeitpause
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, Schwaben vereinzelt
°geh zum Brouthaltn! Kirchdorf AIB47.894942, 11.914838
heint stent t Leit lang nöt fom Bråud af Mittich GRI48.440634, 13.396183
Bis zum Brout han ma leicht firti Altb.Heimatp. 6 (1954) Nr.38,13 Altbayerische Heimatpost. Wochenzeitung für die bayerische Familie, 1948ff.
Das Brôd eßen Schmeller I,348 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
Zum Brot! u.ä. Aufforderung an die bäuerlichen Dienstboten, zur Brotzeit zu kommen Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Schwaben vereinzelt:
rei zum Brot! „ruft die Bäuerin“ Wolnzach PAF48.605186, 11.6233994
„Nun ruft der Oberknecht … allen Ehehalten ‘zon Brot’ Inkofen MAL48.838988, 12.248861, HuV 9 (1931) 289 Heimat und Volkstum. Amtliches Nachrichtenblatt der Wörterbuchkommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München, 1923-39.
„er … trat erst weg, als ‘zum Brot!’ gerufen wurde“ Meier Werke I,304 Meier, Emerenz: Gesammelte Werke, hg. von Hans Göttler, 2 Bde, Grafenau 1991.

*1874 Schiefweg WOS, †1928 Chicago; Schriftstellerin
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Lebensunterhalt, Broterwerb, Beschäftigungsverhältnis
Oberbayern mehrfach, Niederbayern mehrfach, Oberpfalz mehrfach
der Saukerl da misarabög håt mö ums Brout bråcht Altötting 48.2268085, 12.6757914
meine Kinna vadöina allzam ia Braoud Waldsassen TIR50.0053222, 12.3041123
bis sa se selwa ihra „Braout“ gsoucht ho[b ]n Heinrich Gschichtla u. Gedichtla 62 Heinrich, Barbara: Wöi uns da Schnowl gwachsn is. Stiftlanda Gschichtla und Gedichtla, Waldsassen 2002.

*1924 Waldsassen TIR
„mit … noch im elterlichen Brode stehenden Kindern“ Vogel Moral 126