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Bub

Wörterbuch:Link zum PDF: Band 3, Spalte 619–622
Wortart: Substantiv
Genus: Maskulinum
Bedeutungen
1
männliches Kind, junger od. unverheirateter Mann
1a
männliches Kind
Verbreitung
°OB vielfach, °NB vielfach, °OP vielfach, °OF vielfach, °MF vielfach, °SCH vielfach
Belege
wia i no a kloana Bua gwen bi Ascholding WOR47.8890821, 11.4974297
hot dös Böibl an Wåssakhobf! Stadlern OVI49.5073704, 12.6145307
Herr Landrichter is do’ koa’ kloans Büawei nimmer, wo ma’ aufpass’n muaß Franz Lustivogelbach 82Franz, Hermann: Lustivogelbach. Heimelige Geschichten in oberbayerischer Mundart, München 1925.

*1877 München, †1953 ebd.; Oberpostrat
schlet [nur] än bue vnd schlet än man Landshut LA48.545368, 12.145157, um 1650 Jb.Schmellerges. 2012, 20,89Jahrbuch der Johann-Andreas-Schmeller-Gesellschaft, 1981ff.
Phraseologie
Phras.:
„Ein z’klobner Bua … ein Mädchen“ Queri Kraftbayr. 63Queri, Georg: Kraftbayrisch. Ein Wörterbuch der erotischen und skatologischen Redensarten der Altbayern, München 1912.

*1879 Frieding STA, †1919 München; Schriftsteller

nǫkαde bǫuαlα „kleine ganze Bratkartoffeln“ nach Kollmer II,210Kollmer, Michael: Die schöne Waldlersprach. Von Wegscheid bis Waldmünchen, von Passau bis Regensburg, 3 Bde, Moosbach 1987-89.

*1917 Auwies KÖZ, †2001; Dr.phil, Gymnasialprof.

Dea schamt sö wia a kloana Bua Mauth WOS48.8866792, 13.5828395, ähnlich OB vereinzelt, NB vereinzelt

De håms mitanand wia Buam d’Voglnesta „sie tuscheln miteinander“ Fürstenfeldbruck FFB48.1813797, 11.2382125

An deàrà is à Buà vàloon-gangà„Ein Mädchen, lebhaft wie ein Junge“ Kaps Welt d.Bauern 92Kaps, Peter: Die Welt des Bauern im Sprichwort, Passau 1987.

*1917 Rabenbrunn EG, †1997 Simbach EG; Steuerberater, Rechtsbeistand

I waəs nét bin I ə~ Mádl odər ə~ Buə’ „ich bin ganz außer mir“ Schmeller I,191Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek

Vier nockerte Buam soachan in oa Haferl „Scherzspruch beim Melken“ Tittmoning LF48.0621714, 12.7676484

Verse:
bal [wenn]’s Korn amal weg is, na baut ma erst d’Ruam, bal’s im Jahr recht viel Nussn geit [gibt], geits aa recht vil Buabn Baiernrain WOR47.902503, 11.6087683, ähnlich BOG

Renga Renga dropfa Buama muas ma schopfa [am Schopf packen], Diandln kriangan Mejd und Wei, Buaman straicht ma an Saudräg ai Rottal48.431054, 12.852333, ähnlich NB vereinzelt

°A lustiga Bou braucht oft a par Schouh, a trauricha Moa braucht söltn a Poar Waldsassen TIR50.0053222, 12.3041123

Bäiwl Bäiwl, geh ma nöt önd Räiwl, d Räiwl san söiß, dö beißnt dö ön d Föiß Herrnthann R49.051179, 12.473811, ähnlich VOF

Auszählreim:
Zwoa, drei Buam, die stehl’n Ruam, kimmt da Baua und haut’s aus und du bist drauß’ Friedl Kinder-Sprüchl 52Friedl, Paul: Bayerische Kinder-Sprüchl, -Versl, -Rätsl, Grafenau 21983.

*1902 Pronfelden GRA, †1989 Zwiesel REG; Redakteur, Schriftsteller

Schnaderhüpfel:
°der Bua, der lusti is, dem is da Himmi gwiß, der allewei trauan tuat, dem geht’s nia guat Lalling DEG48.8451215, 13.1404149

°A lustiga Bua kriegt Madln grod gnua, an trauringa Mo schaut goa koane o Lalling DEG48.8451215, 13.1404149

°Des is af der Welt schon amal so der Brauch, die Buam de san dalkert und de Deandl san schlauch Raigering AM49.4580696, 11.8938357
auch Kosen. für Rinder
Grammatik
Wortform: Als Diminutiv
Verbreitung
OB vereinzelt
1b
Sohn
Verbreitung
°OB vielfach, °NB vielfach, °OP vielfach, °OF vielfach, °MF vielfach, °SCH vielfach
Belege
da Schwestan sei [ihr] Bua Vötting FS48.3967326, 11.7152237
da größa Bua geht scha as zwöift Jåhr östl. NB
Der wölche hot etz da den größern Fuam [Ansehen] … da Voda oda d’ Buam? Dingler bair.Herz 82Dingler, Max: Das bairisch Herz. Gesänge in der Mundart, Erfurt 1940.

*1883 Landshut, †1961 München; Dr.phil, Direktor der Wissenschaftlichen Staatssammlungen
Phraseologie
Phras.:
dös is wås fia main Vaddan sein oanzinga Buam „etwas Angenehmes, Erfreuliches für mich“ Ingolstadt IN48.7630165, 11.4250395, ähnlich Häring Gäuboden 199[Häring, Georg]: Söizog’n, strangkitzli und stoigrante. Alte Begriffe und Ausdrücke aus dem Sprachgut der Landwirtschaft des Gäubodens, Straubing [2]1980.

*1912 Pankofen DEG, †2016 Plattling; Dr.agr, Landwirtschaftsdirektor
1c
Geliebter
Verbreitung
OB vereinzelt
Belege
an Buam habn Berchtesgaden BGD47.630642, 13.001926
’s Midei, die hat an Buben g’habt Stieler Ged. 54Stieler, Karl: Gesammelte Gedichte in oberbayerischer Mundart, Stuttgart 1907.

*1842 München, †1885 ebd.; Dr.jur, Archivar, Schriftsteller
Na, na, mein liebs Bueberl, i geh da holt nit Zaupser 97Zaupser, Andreas: Versuch eines baierischen und oberpfälzischen Idiotikons, München 1789 (Nachdr. Grafenau 1986).

*1748 München, †1795 ebd.; Hofkriegsratssekretär, Prof. für Philosophie
Phraseologie
Vers:
wail i goa so schlecht aussieh, moina dLait, i bin krank, mia-r-is no grad Zeit nao main Bäiwal so lang Bruck ROD49.245570, 12.305240
1d
alter Junggeselle
Phraseologie
auch in Phras.:
alter Bub OB vereinzelt, OP vereinzelt, OF vereinzelt, MF vereinzelt:
dös is fei nu a Bou „mit 40 noch Junggeselle“ Leupoldsdorf WUN50.029097, 11.933553
oaschichdö [alleinstehende] oidö Buam Schlicht Altheimld 59Schlicht, Josef: Altheimland. Ein zweites Bayernbuch, Bamberg 1895.

*1832 Geroldshausen PAF, †1917 Steinach SR; Geistlicher, Journalist, Schriftsteller
2
(jugendlicher) Gehilfe in Handwerk u. Landwirtschaft
2a
Handwerksgehilfe
Verbreitung
°NB vereinzelt, °OP vereinzelt
Belege
ea hat no an Buam auf da Stea ba eam ghat Simbach PAN48.267054, 13.025393
„Hilfsarbeiter oder Buben, auch wenn sie verheirathet sind“ Laufen LF47.9354122, 12.930309, Lentner Bavaria Voralpenld 32Lentner, Joseph Friedrich: Bavaria. Land und Leute im 19. Jahrhundert. Oberbayern: Die Landgerichte im Voralpenland, hg. von Paul Ernst Rattelmüller, München 1988.

*1814 München, †1852 Meran; Buchhändler, Redakteur
Darzuͦ wellent si, daz chein werchman noch puͤb auf die mietstat ge 1310-1312 Stadtr.Mchn (Dirr ) 186,19f.Denkmäler des Münchner Stadtrechts, 1.Bd (2 Tle) 1158-1403, bearb. und eingeleitet von Pius Dirr, München 1934-36.
von … den vmblauffennden ledigen Schneyderkhnechten vnnd Pueben Landshut LA48.545368, 12.145157, 1556 Zils Handwerk 120Zils, W[ilhelm]: Bayerisches Handwerk in seinen alten Zunftordnungen, München o.J.
2b
jugendlicher od. rangniedrigster Bediensteter, Gehilfe des Bauern
Verbreitung
°OB vielfach, °NB vielfach, °OP vielfach, °SCH vielfach, °OF mehrfach, °MF mehrfach
Belege
„Rangfolge der Ehalten Gned, Middagned, Drittla, Bua Dachau DAH48.2592477, 11.4354419
°da Bua is beim Tisch da allerletzt Passau PA48.567378, 13.431710
Mei Bou, der bringt ma a Brout und an Grejs sen Kocha Eggersberg KÖZ49.181134, 13.090917, BJV 1954,205Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde, 1950ff.
einen untauglichen ehehalten oder einen pueben, der … die scharwerk zu verrichten zu schwach wer NB, 1554 Grimm Weisth. III,643Grimm, Jacob: Weisthümer, 7 Bde, Darmstadt 21957.
Phraseologie
Scherzverse:
°is a Bua von Haufa, wenn ma schreit muaß er laufa Fürstenstein PA48.7190844, 13.3309687
2c
Troßknecht
Belege
die schintfezzel [Troßknechte] vnd die puͦben Konrad vM BdN 105,5Konrad von Megenberg: Das Buch der Natur, hg. von Franz Pfeiffer, Stuttgart 1861 (Nachdr. Hildesheim 1962).

*1309 Mäbenberg SC (?), †1374 Regensburg; Theologe, Naturwissenschaftler
mer als 12000 personen, hurn und pueben, mit den haubtleutten und landßknechten gezogen Regensburg R49.013904, 12.100040, 1552 Chron.dt.St. XV,232,5f.Die Chroniken der deutschen Städte vom 14. bis ins 16. Jahrhundert, Göttingen 1862ff.
3
Schelm, Landstreicher, lasterhafter, liederlicher Mann
Belege
die münch, wo sie in den stetten wonen … seins lauter pueben Aventin IV,107,18-20 (Chron.)Johann Turmair’s genannt Aventinus sämmtliche Werke, 6 Bde, München 1881-1908.

*1477 Abensberg KEH, †1534 Regensburg; Prinzenerzieher, Geschichtsschreiber
4
Teufel
Phraseologie
in Phras.:
der blaue Bua Bayerwald 25 (1927) 21f.Der Bayerwald. Zeitschrift des Bayer. Wald-Vereins für Heimatgeschichte und Volkstum, Naturschutz, Landschaftspflege und Wandern, 1910ff.
5
Bube, Ober, Unter im Kartenspiel
5a
Ober u. Unter
Verbreitung
°OB vielfach, °NB vielfach, °OP vielfach, °OF vielfach, °MF vielfach, °SCH vielfach
Belege
°der håd a Solo mit sechs Buam Petershausen DAH48.411761, 11.470202
5b
Ober
Verbreitung
°OB vereinzelt, °NB vereinzelt, °OP vereinzelt
Belege
°blauer Bua „Grasober“ Ingolstadt IN48.7630165, 11.4250395
5c
Unter
Verbreitung
°OB vereinzelt, °NB vereinzelt, °OP vereinzelt, °OF vereinzelt
Belege
°die vier Boum Kallmünz BUL49.160556, 11.958586
die vier Unter, des san de Buam Peschel Schaffkopfen 64Peschel, Wolfgang: Bayerisch Schaffkopfen. Wissenswertes, Humoriges, Weilheim 31992.
5d
Bube
Verbreitung
°OB vereinzelt, °NB vereinzelt, °OP vereinzelt, °OF vereinzelt, °MF vereinzelt, °SCH vereinzelt
Belege
Bua Dingolfing DGF48.6300801, 12.4977434
6
Penis
Belege
da Bubi München M48.139686, 11.578889
7
Saugflasche
Belege
an Kid a Bubi göm einem Kind die Flasche geben Außerrötzing DEG48.7341443, 13.2384919
8
ungepflügter od. unbesäter Streifen im Acker
Verbreitung
°OB vereinzelt, °NB vereinzelt
Belege
°der hot an Buam ogsat „dann, so glaubt man, wird seine Bäuerin einen Sohn gebären“ Autenzell SOB48.5137637, 11.2710622
9
Ausruf der Bekräftigung, Verwunderung
Verbreitung
NB vereinzelt
Belege
Båu, Våda, da Schulära hådn Girgl bädld, dasa d Händ vol Hår khåd håd! Zandt KÖZ49.155458, 12.726891
Bua, da lassen wir’s wieder krachen …! Altb.Heimatp. 6 (1954) Nr.52,6Altbayerische Heimatpost. Wochenzeitung für die bayerische Familie, 1948ff.
Bue! Da schneidens Gsichter Sturm Lieder 10Sturm, Marcelin: Lieder zum Theil in baierischer Mundart, o.O. 1819.

*1760 Rötz WÜM, †1812 Hiltersried WÜM; Augustiner
Etymologie 
Mhd. buobe swm, westgerm. Wort unklarer Herkunft; Kluge-Seebold 157Kluge, Friedrich: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin/New York 221989 (bearb. von Elmar Seebold)..
Lautung-Form 
buα OB, NB, SCH (dazu CHA, R, ROD), bou nw. NB, OP, OF, MF.— Akk./Dat.Sg. buαm, boum, vereinz. wie Nom. (SOG; KÖZ).— Pl. buαm, boum, daneben -mα OB, NB (dazu AM, CHA, SUL, WEN), buαbə u.ä. (GAP, SOG; A), -αx (FFB), biαm (SOG).— Dat.Pl. boumα (REH), -mαn (MB; GRI, KÖZ).— Dim. biαw(α)l(α), beiw-, auch biαwe (WS; PA), -ai (BGD; PA), bölwl (VOH), ferner buαwαl, bou-, dazu bouαl (KÖZ), buαwai (TS). Kosef. buαli (M; VOF), bouwe (R), bubi ugs.
Literatur 
  • Delling I,105Beiträge zu einem baierischen Idiotikon, ges. von Johann v. Delling, 2 Bde, München 1820.

    *1764 München, †1838 ebd.; Jurist, Historiker
  • Schmeller I,190-193Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • Westenrieder Gloss. 61Westenrieder, Lorenz v.: Glossarium Germanico-Latinum vocum obsoletarum primi et medii aevi, inprimis Bavaricarum, München 1816.

    *1748 München, †1829 ebd.; Geistlicher, Schriftsteller, Historiker, Pädagoge
  • Zaupser 19Zaupser, Andreas: Versuch eines baierischen und oberpfälzischen Idiotikons, München 1789 (Nachdr. Grafenau 1986).

    *1748 München, †1795 ebd.; Hofkriegsratssekretär, Prof. für Philosophie
  • Zaupser Nachl. 11Zaupser, Andreas: Nachlese zum baierischen und oberpfälzischen Idiotikon, München 1789 (Nachdr. Grafenau 1986), selbständig in →ZAUPSER.

    *1748 München, †1795 ebd.; Hofkriegsratssekretär, Prof. für Philosophie
  • WBÖ III,1214-1222Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
verfasst von: A.R.R.