Die Stichwortsuche durchsucht die gesamte Datenbank nach Lemmata, Bedeutungen und Belegen.
Voreingestellt sucht das Programm in allen Beständen. Sollten Sie ausschließlich in einem Wörterbuch bzw. Projekt suchen wollen, wählen Sie es bitte oben aus bei Suche in.

Für feinere Suchabfragen können Sie die nachfolgende erweiterte Suche verwenden sowie die Optionen rechts.
Eine exakte Suche liefert Ergebnisse, in denen die exakte Reihenfolge der gesuchten Buchstaben oder Wörter zu finden ist. Voreingestellt ist eine unscharfe Suche, die in die Ergebnisse auch leichte Abweichungen der gesuchten Zeichenkette einbezieht. Der Fachbegriff Lemma steht für das laiensprachliche Stichwort.
Es ist das Wort, das die größere Einheit in einem Wörterbuch darstellt und alle dazu gehörigen Informationen auflistet. Wörterbücher sind i.d.R. nach Lemmata sortiert.
Durchsucht die Bedeutungsangaben nach einer eingegebenen Zeichenfolge, z. B. Korb. Durchsucht Belegtexte und liefert Ergebnisse aus den Äußerungen von Gewährspersonen und aus literarischen Mundartquellen.
Da Belege unterschiedlich verschriftlicht sind, liefert die Suche hier u. U. nicht die erwarteten Ergebnisse. So ist z. B. das Wort Himmelsbraut als Himösbraut belegt und eine etwaige Suche nach Himmelsbraut im Belegfeld ergäbe hier kein Ergebnis.
Wörter, die sich auf einen gemeinsamen Stamm oder ein gemeinsames Wort zurückführen lassen.
So sind z. B. abends, abendlich, Sylvesterabend und Abendbrot der Wortfamilie Abend zugeordnet.
Wählen Sie hier bei Bedarf eine oder mehrere Grammatikangaben aus. Wählen Sie hier bei Bedarf bitte Untersuchungsgebiete und/oder Regierungsbezirke aus.
Wählen Sie hier bei Bedarf bitte einen oder mehrere Landkreis(e) aus. Es handelt sich dabei jedoch mit Ausnahme derer des Fränkischen Wörterbuchs um Altlandkreise vor der Gebietsreform der 1970er Jahre. Dies ist ein Ordnungsschema des Wortschatzes nach der Bedeutung. Es basiert auf dem System, das Post (1998) auf der Grundlage von Hallig/v. Wartburg (1952) erweitert und entwickelt hat. Mittels vierstelliger Nummern werden themen- bzw. sachverwandte Wörter einander zugeordnet. Herkunft und Geschichte eines Wortes. Über diese Liste können Sie auswählen, aus welchen Herkunftssprachen die gesuchten Einträge stammen sollen.
Wenn Sie also z. B. Arabisch angeben, erhalten Sie alle Artikel, die in der Wortgeschichte einen Hinweis auf einen arabischen Ursprung enthalten.
Bei der Wahl mehrerer Sprachen muss mindestens eine von ihnen vorhanden sein.
Über diese Liste können Sie auswählen, ob ein besonderer Sprachgebrauch gegeben sein soll.
So finden Sie z. B. über ältere Sprache Einträge, die das Wort zumindest zum Teil in alten Ausdrücken verwendet.
Die Suche bezieht sich auf (kommentierte) Lautungen, d.h. auf die Aussprache von Mundartformen.
Dieses Feld berücksichtigt die Suchoptionen bez. Groß-/Kleinschreibung sowie exakter Suche nicht.
Das Symbol rechts öffnet eine Karte, in der automatisch Ortsmarkierungen der Belege dargestellt werden. belegt nach 1958 bedeutet, dass dieser Beleg (bzw. dieses Stichwort oder diese Bedeutung) nach 1958 belegt ist und somit xzy Hiermit können Sie innerhalb der Lemmaliste suchen, auch - jedoch nicht zwingend - mit regulären Ausdrücken.
Beachten Sie dabei allerdings bitte die hierfür üblichen Beschränkungen hinsichtlich des deutschen Alphabets:
in den einfachen Klassen (z. B. \w oder \b) sind üblicherweise Umlaute und ß nicht enthalten.
Diese Suche ist dauerhaft in der Datenbank gespeichert.
Sie können sie daher in Publikationen verwenden und sich verlässlich auf die unveränderlichen Suchergebnisse beziehen.
Auch das Ausblenden bzw. Löschen von Stichwörtern auf dieser Seite hat keine Auswirkungen auf die Speicherung.

Die zugehörigen Suchparameter sind in der Suchmaske eingetragen, sodass Sie die gleiche Suche schnell erneut ausführen können, um zu sehen, ob sich ggfs. durch neue Datensätze etwas am Suchergebnis geändert hat.
Außerdem haben Sie so die Möglichkeit, das gesamte Suchergebnis anzuzeigen, sollte es sich beim persistierten nur um ein Teilergebnis handeln.
Womöglich sind das zu viele Suchergebnisse für eine flüssige Darstellung in Ihrem Browser.
Schränken Sie zur Verbesserung des Nutzung ggfs. die Suche weiter ein oder entfernen Sie (ohnehin) nicht benötigte/interessante Suchergebnisse.
Dies ist die Lizenz des Artikels. Weitere Informationen finden Sie hier. Dieses Stichwort ist noch nicht erarbeitet.
Nähere Informationen zum Projektverlauf finden Sie hier.
Die automatisch erstellten Artikel im WBF werden auf Basis der Belegdatenbank angefertigt.
Nähere Informationen dazu finden Sie hier.
Sie können hier an einer Umfrage über BDO teilnehmen.
Wir würden uns sehr darüber freuen, von Ihren Eindrücken über BDO zu erfahren.
 
Daten werden geladen...bitte warten Sie einen Moment. Ihre Suche wird ausgeführt - in wenigen Sekunden erscheint hier Ihr Suchergebnis.
Bei sehr großen Ergebnissen, z. B. bei häufig vorkommenden Stichwörtern sowie bei Artikeln, Affixen oder Präpositionen, kann es jedoch auch bis zu ca. einer Minute dauern oder sogar zum Absturz kommen.

Sollte Ihr Browser Probleme mit der Darstellung vieler Ergebnisse haben, wird eine Einschränkung durch zusätzliche Sucheingaben/-optionen helfen.
 
Lade Ortsliste... Ihre Suche wird ausgeführt - in wenigen Sekunden erscheint hier Ihr Suchergebnis.
Bei sehr großen Ergebnissen, z. B. bei häufig vorkommenden Stichwörtern sowie bei Artikeln, Affixen oder Präpositionen, kann es jedoch auch bis zu ca. einer Minute dauern oder sogar zum Absturz kommen.

Sollte Ihr Browser Probleme mit der Darstellung vieler Ergebnisse haben, wird eine Einschränkung durch zusätzliche Sucheingaben/-optionen helfen.
Hinweis:
Sie scheinen Internet Explorer als Browser zu verwenden. Dieser Browser ist veraltet, erhält keine Sicherheitsupdates mehr und unterstützt zudem moderne Webseiten nicht in vollem Maße.
Die Nutzung von Bayerns Dialekte Online kann daher stark beeinträchtigt sein. Größere Suchergebnisse könnten den Browser z. B. einfrieren.
Insbesondere das Laden der Suchergebnisse wird deutlich länger benötigen, als bei einem modernen Browser.

Unter über BDO finden Sie weitere Informationen dazu sowie Links, um einen aktuellen Browser zu installieren.
Ihre Suche ergab 1 Ergebnis:
Vermissen Sie hier Ergebnisse? Die BDO wird kontinuierlich um Artikel erweitert.
Vielleicht ist Ihr Stichwort schon bald verfügbar. Siehe hierzu auch diese Seite.
 (davon sind 0 ausgeblendet )

Buckel2, -ü-

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 3, Spalte 666–669
Wortart: Substantiv
Genus: Maskulinum
Bedeutungen
1
Rücken, Verkrümmung dess.
1a
Rücken
°Oberbayern vielfach, °Niederbayern vielfach, °Oberpfalz vielfach, °Oberfranken vielfach, °Mittelfranken vielfach, °Schwaben vielfach
um an Buckl rum messn „tut der Schneider“ Wasserburg WS48.0615171, 12.220026
d’Oam am Bugl, su schtaigt a umanåna „vor Überheblichkeit“ Vohenstrauß VOH49.6238348, 12.341436
°am Bugl trong „ein Kind huckepack tragen“ Raitenbuch WUG49.0137942, 11.1245656
So is ihm Peitsch’n oder Stock Gschwind über n’ Buckel ’pfiffa Kobell Ged. 43Kobell, Franz v.: Gedichte in oberbayerischer Mundart, Stuttgart 81877.

*1803 München, †1882 ebd.; Dr.phil., Prof. für Mineralogie, Schriftsteller
„kam … mit dem Besenstil über sie, daß ihr der Buckel gestaubt Bayer.Barockpr. 189 (Andreas Strobl)Bayerische Barockprediger, hg. von Georg Lohmeier, München 1961.
Phras.:
Der rat … tet haimlich hinter dem puchel [ohne daß die Betroffenen davon erfuhren] sprechen Regensburg R49.013904, 12.100040, um 1490 Liliencron hist.Volksl. II,191Die historischen Volkslieder der Deutschen vom 13. bis 16. Jahrhundert, ges. und erl. von Rochus von Liliencron, 5 Bde, Leipzig 1865-69.

Einen breiten Buckel haben u.ä. viel ertragen, aushalten, Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt:
mei Buckl is broat Haag WS48.161165, 12.162987

Der håut an bråit’n Buug’l Braun Gr.Wb. 72Braun, Hermann: Großes Wörterbuch der Mundarten des Sechsämter-, Stift- und Egerlandes, Marktredwitz 1981ff.

*1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil., Oberstudienrat


erweitert,
wer den größtn Buckl hat, der tragt am wenigstn Naabdemenreuth NEW49.818131, 12.126801

Wer a graouß Maal haout, mou an broitn Bugl hom Schemm Dees u. Sell 247Schemm, Otto: Dees und Sell. Ein nordostbayerisches Hausbuch, Hof 1987.

*1920 Brand WUN, †1996 Arzberg WUN; Rektor

Dös nimö afn Bugl auf die leichte Schulter Aicha VOF48.672298, 13.290121

Auf dem Buckel haben (v.a. Zeit) hinter sich gebracht haben, Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt:
dea hot o scho bald an Siebazga aufn Buckl Hohenpeißenberg SOG47.7941442, 11.0057418

Da Goif II vo da Bäuerin hot scho 250000 Kilometer aufm Buckl Altb.Heimatp. 64 (2012) Nr.50,10Altbayerische Heimatpost. Wochenzeitung für die bayerische Familie, 1948ff.

dann kann’s schon sein, daß sie ihre achtzehn Jahr auf den Buckel kriegt [alt wird] Queri Rochus Mang 24Queri, Georg: Die Schnurren des Rochus Mang, Baders, Meßners und Leichenbeschauers zu Fröttmannsau, München 1912.

*1879 Frieding STA, †1919 München; Schriftsteller

Jmdm den Buckel aufhinsteigen / abhinrutschen (können) u.ä. Ausdruck der Abweisung, °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt:
°der ka me zum Bugl oirutschn Weiden WEN49.676727, 12.162220

De-an-del?!! jetzt steigst mir am Buckel! – i geh! Stieler Ged. 80Stieler, Karl: Gesammelte Gedichte in oberbayerischer Mundart, Stuttgart 1907.

*1842 München, †1885 ebd.; Dr.jur., Archivar, Schriftsteller


erweitert,
steig mer’n Buckl nauf und blos mer zu di Ohrn nei Oberpfalz

staich mär am Bukl afi und hau maini diän Est owä! Bruck ROD49.245570, 12.305240

Schtaich mər in Bûk·l naf und këiər rô’warts aĩ Altmühl48.8687764, 11.0739673, DMA (Frommann ) 7 (1877) 409Die deutschen Mundarten. Eine Monatsschrift für Dichtung, Forschung und Kritik, hg. von G. Karl Frommann, 1854-77.

du kannst ma am Buckl naufsteign und vorn ro rutschn, dann bist Wallfahrtn gwen Manching IN48.716970, 11.493930

Jmdm den Buckel kratzen können dass., °Oberbayern vereinzelt:
°du kast ma an Buggl kratz’n Garching 48.132957, 12.5780213

si n Bukl krazn lassn von einer Sache nichts wissen wollen“ Schliersee MB47.7345915, 11.8620286

°Mia schauts am Bugl! „ich will mit der Sache nichts zu tun haben“ Langdorf REG49.011597, 13.146942

„A. Gi’ mə á éppəs! B. Jà wart, am Buck·l hint [Ablehnung] Schmeller I,206Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek

Du kãsd mà-r-à Bussl gem, dǫ wo dà Bugl a Loo … hǫd! Kaps Welt d.Bauern 133Kaps, Peter: Die Welt des Bauern im Sprichwort, Passau 1987.

*1917 Rabenbrunn EG, †1997 Simbach EG; Steuerberater, Rechtsbeistand

Jmdm den Buckel abmessen u.ä. verprügeln, °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt:
°dem ghörat da Bucke amoi gscheit ogmessn Wackersberg TÖL47.734136, 11.540953

°dia werö glei a boa iwan Bugl åwamössn Grafenau GRA48.8576397, 13.3938284

°den hab i den Stäcka g’scheit übern Buckl umögmessn Winklsaß MAL48.735538, 12.170611

Jmdm den Buckel blau / schwarz anstreichen / anschmieren / färben u.ä. dass., °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt:
°wenn du koi Rouh gist, nou wir a da ’n Bugl blau ostreicha! Nabburg NAB49.4509736, 12.1790102

nachha streich i dir dein Buckel blau an Stemplinger Obb.Märchen II,31Stemplinger, Eduard: Oberbayerische Märchen, 2 Bde, Altötting 1924-26 (Nachdr. Rosenheim 1979).

*1870 Plattling DEG, †1964 Elbach MB; Dr.phil., Oberstudiendirektor


da muß ich dir halt zwegen deine Mannsbilder den Buckel schmieren! Queri Von kl.Leuten 110Queri, Georg: Von kleinen Leuten und hohen Obrigkeiten, München 21914.

*1879 Frieding STA, †1919 München; Schriftsteller

Den Buckel versalzen dass., °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt:
°den hab i an Buckl vasalzn Niederbergkirchen 48.312232, 12.5075581

se … thoan uns an ettli am Buckl nauf klaub’n (einige Schläge auf den Rücken versetzen)“ STA, 1861 OA 121 (1997) 110Oberbayerisches Archiv, 1839ff.

Vom Buckel abherhauen u.ä. einfordern,
°de 5 Mork schlog i dir vom Buckl oba Allach M48.200395, 11.457835
eppan epps vom bu:gl o:wahaua „eine Wiedergutmachung od. Entschädigung vehement einfordern“ Kilgert Gloss.Ratisbonense 186Kilgert, Nadine: Glossarium Ratisbonense. Zum Wortschatz gebürtiger RegensburgerInnen zu Beginn des 21. Jahrhunderts, Regensburg 2008.

*1978 Amberg; Dr.phil., Germanistin, Studienrätin

Sich den Buckel voll anlachen u.ä. (vor Schadenfreude) heftig lachen, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
°i lach mir an Bugl Vilshofen VOF48.625161, 13.182905
D’ Falenza lacha se an Bugl voll o Oberpfalz 19 (1925) 237Die Oberpfalz. Heimatzeitschrift für den ehemaligen Bayerischen Nordgau, 1907ff.
ich aber lachte mir heimblich den Buckhel voll an Straubing SR48.877718, 12.579576, 1707 Huber Franziskanerkl.Straubing 25Huber, Alfons: Geschichte des Franziskanerklosters Straubing (1702-1802), Straubing 2006.

Die Füße auf / über den Buckel nehmen schnell laufen, Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
°nimm dei Föiß aafn Bugl und schau, dasd bal wieda hamkummst Weiden WEN49.676727, 12.162220
Wann er d’ Füaß a bißl über’n Buckl nimmt, na’ derlafft er eahm no’ Franz Lustivogelbach 47Franz, Hermann: Lustivogelbach. Heimelige Geschichten in oberbayerischer Mundart, München 1925.

*1877 München, †1953 ebd.; Oberpostrat

Jmdm läuft / geht es (heiß u.) kalt (über) den Buckel abhin u.ä. jmd erschaudert, °Oberbayern vielfach, Oberpfalz vielfach, Mittelfranken vielfach, Schwaben vielfach, Niederbayern mehrfach, Oberfranken mehrfach:
mia is aiskoid iwan Bukl åwegruna Hallbergmoos FS48.3182064, 11.7445128
mia lafts eiskolt üwan Bugl oi Hessenreuth KEM49.810618, 11.976568
Manche Leit is’s eiskolt üwan Buckl abigrennt Lohberg KÖZ49.175960, 13.102845, Friedl Geister 156Friedl, Paul: Geister im Waldgebirg, Rosenheim 1975.

*1902 Pronfelden GRA, †1989 Zwiesel REG; Redakteur, Schriftsteller

Tragen, daß einem der Buckel kracht / raucht u.ä. schwere Lasten tragen, °Oberbayern mehrfach, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt, Oberfranken vereinzelt, Mittelfranken vereinzelt, Schwaben vereinzelt:
tragn, daß oan da Buckl kracht Pipinsried DAH48.4052204, 11.2896592

Bevoà dà Bauà zwoà-mǫi gęęd, schlębbd-à, dààs ẽàm dà Bugl węę duàd (rauchd) Kaps Welt d.Bauern 24Kaps, Peter: Die Welt des Bauern im Sprichwort, Passau 1987.

*1917 Rabenbrunn EG, †1997 Simbach EG; Steuerberater, Rechtsbeistand


schintn kusde, daß da da Buggl gracht! „hart arbeiten müssen“ Fraunberg ED48.368408, 11.992072, ähnlich Schlappinger Niederbayer II,43Schlappinger, Hans: Der Niederbayer im Spiegel seiner Sprache, 2 H., Straubing 1959-80.

*1882 Reisbach DGF, †1951 Straubing; Dr.phil., Studienprof., Heimatforscher

Der hot d’Schneid am Buckl åm „ist feige“ Paunzhausen FS48.474503, 11.563734

„Wenn etwas ganz selbstverständlich ist …: dös tregt se aam Bugl naou Singer Arzbg.Wb. 45Singer, Friedrich Wilhelm: Allgemeines und gebräuchliches … nützliches Arzberger Wörterböichl, Arzberg 1970f.

*1918 Schacht WUN, †2003 Weiden; Arzt, Heimatforscher

°Ma Bugl is ka Gmoifleg [öffentlicher Platz]! „ich will nicht für alles verantwortlich sein“ Kirchenthumbach ESB49.7497693, 11.7239291

auch,
°„sagt man, um unangenehmes Schulterklopfen abzuwehren“ Kirchenthumbach ESB49.7497693, 11.7239291

Jukt mi da Bukl, baist mi da Bauch „Spruch, wenn es einen am Rücken juckt“ Bruck ROD49.245570, 12.305240

Wenn ma-r-oan ön Bugl aufföscheißt, håd a-r-a Graxn a! Reisbach DGF48.5686163, 12.6298894
auch euph. Gesäß
nur in Phras.:
No konn der alte Schindersknecht In Buckl mir brav lecka Müller Lieder 17Gedichte, Aufsätze und Lieder im Geiste Marc. Sturms, ges. von D.C. Müller, Stuttgart 1834.

Müller, Carl Theodor, *1796 Berching BEI, †1873 Deggendorf; Amtsphysikus

Schau, daß mir ös im Buckl hustts … in den Buckel hustet, am Arsch leckt“ Mayer Raindinger Hs. 120Mayer, Wolfgang: Die Raindlinger Handschrift. Eine „Lieder Sammlung“ aus Niederbayern (1845-50), München 1999.

Rainding GRI
1b
höckerartige Verkrümmung der Wirbelsäule
°Oberbayern mehrfach, °Oberfranken mehrfach, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
balst ma an solchan Buckl aussa machst, kann i net messn „beim Maßnehmen“ Wasserburg WS48.0615171, 12.220026
°dee håut an Buckl! Schnaittenbach AM49.542650, 11.997632
der Buckl sollt halt auch Bauch sein! Queri Von kl.Leuten 14Queri, Georg: Von kleinen Leuten und hohen Obrigkeiten, München 21914.

*1879 Frieding STA, †1919 München; Schriftsteller
Gibber … pukkel Indersdorf DAH48.359493, 11.373580, 1419 Voc.ex quo 1147‘Vocabularius ex quo’. Überlieferungsgeschichtliche Ausgabe, hg. von Klaus Grubmüller u.a., 6 Bde, Tübingen 1988ff.
Bugkel/ höger Schönsleder Prompt. I5rSchönsleder, Wolfgang: Promptuarium Germanico-Latinum, Augsburg 1618.

*1570 München, †1651 Hall/Tirol; Jesuit, Gymnasialprof.
Phras.:
den Buckel aufscheiben / -schieben / -pelzen / -machen einen Buckel machen, haben, Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt:
der scheibt an Bugl auf Weferting PA48.680753, 13.3285824
àn Bugl auf-bejzzn Kaps Welt d.Bauern 63Kaps, Peter: Die Welt des Bauern im Sprichwort, Passau 1987.

*1917 Rabenbrunn EG, †1997 Simbach EG; Steuerberater, Rechtsbeistand

Dea mǫcht se … an bugl å̃ „zeigt buckelige Körperhaltung“ nach Kollmer II,373Kollmer, Michael: Die schöne Waldlersprach. Von Wegscheid bis Waldmünchen, von Passau bis Regensburg, 3 Bde, Moosbach 1987-89.

*1917 Auwies KÖZ, †2001; Dr.phil., Gymnasialprof.

D’Bugl san niat gout zoudeka, sans hint oda voan „keine Kleidung hilft gegen einen Höcker oder einen Schmerbauch“ Naabdemenreuth NEW49.818131, 12.126801

Liaba vom Essen an Bauch, als von der Arbat an Buckel Häring Gäuboden 198[Häring, Georg]: Söizog’n, strangkitzli und stoigrante. Alte Begriffe und Ausdrücke aus dem Sprachgut der Landwirtschaft des Gäubodens, Straubing [2]1980.

*1912 Pankofen DEG, †2016 Plattling; Dr.agr., Landwirtschaftsdirektor
2
von Menschen
2a
Mensch mit höckerartiger Verkrümmung der Wirbelsäule
meist Diminutiv
Oberpfalz mehrfach, Mittelfranken mehrfach, Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberfranken vereinzelt, Schwaben vereinzelt
Bückala Buckliger Pavelsbach NM49.2657315, 11.3457232
Buggai „Person, die gebückt geht“ Spr.Rupertiwinkel 16„So wead gredd“. Bairische Sprache, gesammelt im Rupertiwinkel, hg. vom Verein Bairische Sprache und Mundarten Chiemgau e.V., Laufen 32008.
auch mit PN
„mit Namen verbunden, z. B. der Leinberger Buckl Volkersgau SC49.312900, 10.943429
„Der Fischer-Buckel statt: der bucklichte Fischer Schmeller I,206Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
2b
Schimpfw.
Des is a rächta bugl an oita! „negativ zu bezeichnende, meist weibliche … Person“ Kollmer II,413Kollmer, Michael: Die schöne Waldlersprach. Von Wegscheid bis Waldmünchen, von Passau bis Regensburg, 3 Bde, Moosbach 1987-89.

*1917 Auwies KÖZ, †2001; Dr.phil., Gymnasialprof.
3
Verbeugung
°Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
an schen Bugl måcha Passau PA48.567378, 13.431710
Der Adam … macht a Buckerl bis auf’n Bod’n abi Stemplinger Obb.Märchen II,65Stemplinger, Eduard: Oberbayerische Märchen, 2 Bde, Altötting 1924-26 (Nachdr. Rosenheim 1979).

*1870 Plattling DEG, †1964 Elbach MB; Dr.phil., Oberstudiendirektor
Frau Göttin Cybele nebst Machung eines tiefen Buckerls: In Ewigkeit Bucher Charfreytagsprocession 125[Bucher, Leonhard Anton Joseph v.:] Entwurf einer ländlichen Charfreytagsprocession sammt einem gar lustigen und geistlichen Vorspiel zur Passionsaction, hg. von einem Ordenspater, [München] 1782.

*1746 München, †1817 ebd.; Jesuit, Pfarrer, Gymnasialrektor
in Phras.:
einen Buckel machen u.ä. sich unterwürfig zeigen, °Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
°da moußt halt an Bukl macha, nacha kröigst as schon Dietfurt RID49.036005, 11.582364
i muaß dabei hock’n und Buckerl macha und muaß s’ bewundern Thoma Werke II,550 (Waldfrieden)Thoma, Ludwig: Gesammelte Werke, 8 Bde, München 1956.

*1867 Oberammergau GAP, †1921 Rottach MB; Rechtsanwalt, Redakteur, Schriftsteller
4
Rückenteil eines Kleidungsstücks
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt, Schwaben vereinzelt
bei einem Buckltn muß ma ’n Buckl ausfuatra Hohenpeißenberg SOG47.7941442, 11.0057418
5
Polsterunterlage zum Tragen von Lasten auf dem Rücken
°Buuchal „Säcklein mit weicher Füllung, beim Lastentragen über die Schulter gelegt“ Neuhaus NEW49.800989, 12.169603
6
(im) Gelände
6a
Hügel, kleiner Berg
°Oberbayern vielfach, °Niederbayern vielfach, °Oberpfalz vielfach, °Oberfranken vielfach, °Mittelfranken vielfach, °Schwaben vielfach
°du muaschd auf den Bigl auffigeh, na sixt an Moa sein Hof Dachau DAH48.2592477, 11.4354419
°n Wastlbauern seine Felder san richtige Buckl Wiefelsdorf BUL49.279512, 12.0765902
As geit aa Berg’ und Buckel gnua Franz Hutzelweck’n 81Franz, Hermann: Der Hutzelweck’n. Oberbayerische Geschichten und Gedichte, München 1928.

*1877 München, †1953 ebd.; Oberpostrat
Phras.:
Dà gêts Buck·l au’, Buck·l à’ Schmeller I,206Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
Als Fln.
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt, Mittelfranken vereinzelt
6b
Abhang
°Oberbayern mehrfach, °Niederbayern mehrfach, °Oberpfalz vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
°übern Buckl abi „steil hinab“ Oberneukirchen 48.173534, 12.5225471
„steiler Grashang … bugl Kaufering LL48.0871324, 10.8605317, nach SBS XII,12f.Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben, hg. von Werner König, 14 Bde, Heidelberg 1996-2009.
6c
Erdhaufen
do sein Biggl din „Maulwurfs- und Ameisenhaufen“ Derching FDB48.408873, 10.963980
7
unebene od. beschädigte Stelle, Verletzung
7a
Ausbuchtung, Wölbung
°Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt, Schwaben vereinzelt
dös Fuada Heu hat an Bugl Hengersberg DEG48.7736572, 13.0515083
Phras.:
°o Wält, haoust du an Bugl! „bist unvollkommen“ Weiden WEN49.676727, 12.162220
7b
Schlagspur, Delle
°Oberfranken mehrfach, °Oberbayern vereinzelt
°Buckl „beim Blechgeschirr“ Arzberg WUN50.0567356, 12.1859087
„Beule an der Gießkanne … bukl Hohenpeißenberg SOG47.7941442, 11.0057418, nach SBS VIII,402f.Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben, hg. von Werner König, 14 Bde, Heidelberg 1996-2009.
7c
Beule, Geschwulst
wos hot den dea fia an Bukl in Ksicht „Schwellung, Beule“ München M48.139686, 11.578889
bugl Großmuß KEH48.8369506, 11.9586376, nach SNiB II,36Sprachatlas von Niederbayern, hg. von Hans-Werner Eroms, 7 Bde, Heidelberg 2003-2010.
colaphis tuber est totum caput ‘voller peul, pückel’ Aventin I,480,21 (Gramm.)Johann Turmair’s genannt Aventinus sämmtliche Werke, 6 Bde, München 1881-1908.

*1477 Abensberg KEH, †1534 Regensburg; Prinzenerzieher, Geschichtsschreiber
7d
Biegung, Krümmung
°Oberbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt
°de macht an Buckl „krumme Naht“ Wildenroth FFB48.126925, 11.161826
„Wegbiegung … bugl Ehekirchen ND48.638436, 11.103673, nach SBS XII,3Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben, hg. von Werner König, 14 Bde, Heidelberg 1996-2009.
8
halbrunder, erhobener Metallbeschlag
I grozz gerait [Rüstung des Mannes u. des Pferdes] mit puchel vnd I fuͤrweg [Brustriemen] darzuͤ Piendl Hab und Gut 210Piendl, Max: Hab und Gut eines bayerischen Ritters im 14. Jahrhundert, in: Fs. für Max Spindler zum 75. Geburtstag, hg. von Dieter Albrecht u.a., München 1969, 193-213.

Schambach SR
9
Karpfenart, in heutiger Mda. nur in Komp.
Der Buckel „geringe Art … durch einen besonders hoch aufgeworfenen Buckel von den übrigen Species des Cyprinus unterschieden“ Schmeller I,206Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
10
Schellenober
°Oberbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
°der Bugl Vilseck AM49.610004, 11.803558
Buugl Stangl Neis Wörterböijchl 37Stangl, Martin: Neis Wörterböijchl. Oberpfälzisch-Deutsch ; Deutsch-Oberpfälzisch, 2. Auflage, Weiden 2006.
Ahd. buckula swf., mhd. buckel st/swf., aus afrz. boucle ‘Schildknauf’; Kluge-Seebold 159Kluge, Friedrich: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin/New York 221989 (bearb. von Elmar Seebold)..
  • Schmeller I,206Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • Zaupser 19Zaupser, Andreas: Versuch eines baierischen und oberpfälzischen Idiotikons, München 1789 (Nachdr. Grafenau 1986).

    *1748 München, †1795 ebd.; Hofkriegsratssekretär, Prof. für Philosophie
  • Zaupser Nachl. 14, 45Zaupser, Andreas: Nachlese zum baierischen und oberpfälzischen Idiotikon, München 1789 (Nachdr. Grafenau 1986), selbständig in →ZAUPSER.

    *1748 München, †1795 ebd.; Hofkriegsratssekretär, Prof. für Philosophie
  • WBÖ III,1285-1289Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
verfasst von: E.F.
Bayerns Dialekte Online.
Bayern, Bairisch, Bayerisch, Schwäbisch, Schwaben, Franken, Fränkisch, Dialekt, Mundart, Mundartforschung, Dialektologie, Lexikographie, BDO, WBF, BWB, DIBS.
Bayerische Akademie der Wissenschaften.
Bavaria's Dialects Online.
Bavarian, Bavaria, Franconian, Swabian, Swabia, Dialect, Dialectology, German, Dictionary, Lexicography.
Bavaria's Dialects Online provides information about the dialectal vocabulary in Bavaria and presents the research results of the Bavarian Dictionary (BWB), the Franconian Dictionary (WBF) and the Dialectological Information System of Bavarian Swabia (DIBS).
Bavarian Academy of Sciences and Humanities.