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Datschi, Tatschen, Datsche

Wörterbuch:
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Wortart: Substantiv
Genus: Maskulinum
Wortfamilie: tatschen
Bedeutungen
1
Gebäck
1a
flacher, mit Obst, v.a. Zwetschgen, u.ä., auch mit Zwiebeln belegter Kuchen
fertig zubereitete Speisen, Gerichte (z.B. Dampfnudel)
Schwaben vielfach
Datsche gits mit Apfelmuas! Lauterbach WER48.623431, 10.7434133, Sailer, Wallfahrt 22 Sailer, Alois: Wallfahrt ond Doaraschleah. Mundartgedichte aus dem schwäbischen Donauland (mit Worterläuterungen), Weißenhorn, 1989, Auflage 3
der auszgewirkte D atsche oder Kuchen steht dem gewöhnlichen gegenüber, Augsburg A48.3668041, 10.8986971, Birlinger, Grusz 25 Birlinger, Anton: Die Augsburger Mundart. Grusz an die Germanisten bei der XXI. Versammlung deutscher Philologen zu Augsburg, Augsburg, 1862
[übertragen]: auszgwirkter Datsche „ein erfahrner, raffinirter Mensch“, Augsburg A48.3668041, 10.8986971, Birlinger, Grusz 25 Birlinger, Anton: Die Augsburger Mundart. Grusz an die Germanisten bei der XXI. Versammlung deutscher Philologen zu Augsburg, Augsburg, 1862
Flacher Kuchen meist aus Hefeteig mit Obst belegt (Pflaumen, Äpfel, Kirschen, Rhabarber, Beeren). Im Norden wird nur der mit Pflaumen belegte flache Kuchen so genannt. Eine Augsburger Spezialität.
1b
missratenes, spundiges Backwerk
fertig zubereitete Speisen, Gerichte (z.B. Dampfnudel)
, Augsburg A48.3668041, 10.8986971, Westallgäu
dādše „Küchlein, das nichts geworden ist“, Belzheim 48.9621483, 10.5285316, SBS 10 K 119 König, Werner (Hg.): Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben. Bearbeitet von Edith Funk. Band 10: Wortgeographie III, Heidelberg, 2005
dtatšǝ „nicht aufgegangenes Gebäck“, Westallgäu, Gruber I 202 Gruber, Anton: Die Westallgäuer Mundart, hg. v. Renn, Manfred und Landkreis Lindau, I. Teil Grammatik, Heidelberg, 1987
2
Zusammengedrücktes, Plattgedrücktes
Form
Oberstdorf SF47.4118318, 10.2781005, Simmerberg LI47.586506, 9.945707
tatšǝ „plattgedrückter kleiner Haufen ... zerquetschter Gegenstand, bzw. zerquetschtes Lebewesen“, Oberstdorf SF47.4118318, 10.2781005, Oberst. Wb. 234 Verein Heimatmuseum Oberstdorf e.V. (Hg.): Wörterbuch der Oberstdorfer Mundart. So seit ba bn iis., Oberstdorf., 2003
Daatschǝ Leuterschach MOD47.747957, 10.5742203, Dietlein 29 Ferdinand Dietlein: Von Aftrmikta bis Zibeba. Marktoberdorfer Dialektwörterbuch aus Lutterschach, Kempten, 2019
3
schimmelige Stelle im Heustock
Physikalische, chemische Qualitäten/Vorgänge, Stoffe/Material
Oberstdorf SF47.4118318, 10.2781005
tatšǝ „verdorbene, vergraute Stelle im Heustock“, Oberstdorf SF47.4118318, 10.2781005, Oberst. Wb. 234 Verein Heimatmuseum Oberstdorf e.V. (Hg.): Wörterbuch der Oberstdorfer Mundart. So seit ba bn iis., Oberstdorf., 2003
4
von Menschen
4a
dummer, ungeschickter Mensch
dummer, starrsinniger, leichtsinniger Mensch
Schwaben vereinzelt
Dtatsche „dummblödes Frauenzimmer“, Simmerberg LI47.586506, 9.945707, Baldauf 51 Baldauf., Albert: Westallgäuer Wörterbüchlein, Kempten, 1955
4b
grober, ungehobelter Mensch
Mensch mit ungebührlichem Verhalten
Oberstdorf SF47.4118318, 10.2781005
tatšǝ „unhöfliche, wenig entgegenkommende Frau“, Oberstdorf SF47.4118318, 10.2781005, Oberst. Wb. 234 Verein Heimatmuseum Oberstdorf e.V. (Hg.): Wörterbuch der Oberstdorfer Mundart. So seit ba bn iis., Oberstdorf., 2003
4c
Linkshänder, nur in Phraseologie:
Bez. von Menschen beiderlei Geschlechts nach phys./äußeren Eigenschaften
DON, , Sulzberg KE47.6603638, 10.3498988
linker/glinker Datschi
gleŋgr dādše Kleinsorheim 48.7890171, 10.606299, SBS 2 K 23 König, Werner (Hg.): Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben. Bearbeitet von Christine Feik. Band 2: Wortgeographie I, Heidelberg, 1996

gli̜ŋkα tatšǝ Sulzberg KE47.6603638, 10.3498988, VALTS V V K 51 Gabriel, Eugen (Hg.): Vorarlberger Sprachatlas mit Einschluss des Fürstentums Liechtenstein, Westtirols und des Allgäus. 5.1 Wortgeographie II, 5.2 Morphologie, Bregenz, 2001ff.
4d
Spottname der Bewohner von Augsburg
Spitz- und Spottnamen
Augsburg A48.3668041, 10.8986971, Heroldingen 48.8106001, 10.644274, Kempten KE47.7267063, 10.3168835, Willmatshofen A48.279196, 10.6548358
hoißt man an Datschi oder Schwaub, / nau gstöllt dr Augschburger se taub Willmatshofen A48.279196, 10.6548358, Wörle 19 Wörle, Wilhelm: D' Welt ischt voller Melodeia. Mundartgedichte (mit Worterklärungen S. 322 - 330), Weißenhorn, 1979, Auflage 1
4e
einfältiges Mädchen
dumme, starrsinnige, leichtsinnige Frau
Leuterschach MOD47.747957, 10.5742203
Daatschǝ Leuterschach MOD47.747957, 10.5742203, Dietlein 29 Ferdinand Dietlein: Von Aftrmikta bis Zibeba. Marktoberdorfer Dialektwörterbuch aus Lutterschach, Kempten, 2019
Ableitung von tatschen; BWB III 1311Kommission für Mundartforschung (Hg.): Bayerisches Wörterbuch, München, 2013ff.
Zum Wurzelvokal und zum Endungstyp vgl. SBS 10, K 117
  • Schwäb.Wb. II 95 Fischer, Hermann: Schwäbisches Wörterbuch. 6 Bände, Tübingen, 1904-1936
  • BWB III 1286-1288 Kommission für Mundartforschung (Hg.): Bayerisches Wörterbuch, München, 2013ff.
  • BWB III 1310f. Kommission für Mundartforschung (Hg.): Bayerisches Wörterbuch, München, 2013ff.
  • Schmeller I 555 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch (1827 - 1837). Bearbeitet von Frommann, Georg Karl (1872 - 1877). 2. bearbeitete Ausgabe. 2 Bände, München (Nachdruck), 1985
  • Schmeller I 557 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch (1827 - 1837). Bearbeitet von Frommann, Georg Karl (1872 - 1877). 2. bearbeitete Ausgabe. 2 Bände, München (Nachdruck), 1985
verfasst von: EF