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Pfenni(n)g

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 2, Spalte 543–546
Wortart: Substantiv
Genus: Maskulinum
Bedeutungen
1
Pfennig, Münze u. Währungseinheit
1a
Pfennig
°der Pfönnö Fischbachau MB47.7195927, 11.9517515
°koan Pfenöng heagöm Simbach PAN48.267054, 13.025393
schöne Weißtannen, s’ Sträussal dreiss’g Pfenning und a Zwanzgerl SZ 6 (1950) Nr.292,4 Süddeutsche Zeitung, 1945ff.
Und iaz îs ’s jà schò~ so liacht, Dáß ma jeden Pfèning siacht Giesing M48.106708750337, 11.5894551687346, Hartmann Volksl. 205 Volkslieder. In Bayern, Tirol und Land Salzburg, ges. von August Hartmann, Bd 1: Volksthümliche Weihnachtlieder, Leipzig 1884.

*1846 München, †1917 ebd.; Dr.phil., Gymnasiallehrer, Oberbibliothekar
phendico dri indi zuueinzuc 8./9.Jh. StSG. I,113,34f. Die althochdeutschen Glossen, ges. und bearb. von Elias Steinmeyer und Eduard Sievers, 5 Bde, Berlin 1879-1922 (Nachdr. Dublin/Zürich 1968f.).
Dâ von sullen si dem herren puezzen mit zwain und dreizzich phunt pfenning Frsg.Rechtsb. 4 Freisinger Rechtsbuch, bearb. von Hans-Kurt Claußen, Weimar 1941.

1328
Pfenning sollen gehen auf die rauhe Mark 705. Stuck, auf die feine aber 3760. Stuck Regensburg R49.013904, 12.100040, 1669 Lori Münzr. III,59 [Lori, Johann Georg [v.]]: Sammlung des baierischen Münzrechts, 3 Bde, o.O. o.J.
In festen Fügungen:
Schwarzer Pfenni(n)g Schwarzpfennig, Münze aus Silber u. Kupfer
das allermaniglich hie in der stat … fuͤr ye VII½ swartzer pfenning fur ein Behemischen grossen [Groschen] geben und nemen sol 1432 Stadtr.Ambg 163 Denkmäler des Amberger Stadtrechts, erster Band 1034-1450, bearb. von Johannes Laschinger, München 1994.
Zoll von Salz fuͤr die Scheibe 2 schwarze Pf. Friedberg FDB48.3549199, 10.9838928, 1796 Hazzi Aufschl. II,1,273 Hazzi, Joseph: Statistische Aufschlüsse über das Herzogthum Baiern, 4 Bde, Nürnberg 1801-08.

Weißer Pfenni(n)g Weißpfennig, Münze mit hohem Silbergehalt
34 weis pfennig 1400 Runtingerb. II,143 Bastian, Franz: Das Runtingerbuch 1383-1407 und verwandtes Material zum Regensburger-Südostdeutschen Handel und Münzwesen, 3 Bde, Regensburg 1935-44.

Auf Heller und Pfenni(n)g

Durch Mark u. Pfennig gehen

Amberger / Augsburger / Ingolstädter / Landshuter / Münchner / Nürnberger / Passauer / Regensburger ( Pfenni(n)g ) u.ä. in Ambg usw. geprägte Münze
drizzich pfenning Regenspurgær Raitenhaslach 48.128628, 12.786590, 1292 Corp.Urk. II,756,27 Corpus der Altdeutschen Originalurkunden bis zum Jahre 1300, begr. von Friedrich Wilhelm, 6 Bde, Lahr 1932-86.
daz sy doselbs slahen mogen … Amberger pfening Amberg AM49.445718, 11.852457, 1373 Runtingerb. III,86 Bastian, Franz: Das Runtingerbuch 1383-1407 und verwandtes Material zum Regensburger-Südostdeutschen Handel und Münzwesen, 3 Bde, Regensburg 1935-44.
nit mehr … dann ein Pfund Münchn. Pfennig München M48.139686, 11.578889, 1535 Zils Handwerk 10 Zils, W[ilhelm]: Bayerisches Handwerk in seinen alten Zunftordnungen, München o.J.

Um keinen Pfenni(n)g nicht im geringsten, gar kein Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt:
um koan Pfenön koa Kraft Hengersberg DEG48.7736572, 13.0515083

dea hat net um an Pfenning an Anstand Stadtamhof R49.025223, 12.094861

nicht für drei / fünf Pfenni(n)g u.ä. nicht im geringsten, gar kein
für daa Haushaltn schindami o … und naou kröigt ma niat für drei Pfeng Unterstützing! Schemm Neie Deas-Gsch. 60 Schemm, Otto: Neie Deas-Gschichtn, Hof 1981.

*1920 Brand WUN, †1996 Arzberg WUN; Rektor

Um einen Pfenni(n)g aus geringfügigem Anlaß °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt:
der haut oan um an Pfenning ’s Mössa ei Osterhofen VOF48.701699, 13.012130

Aus Geiz od. Gedgier in Ra.:
um einen Pfenni(n)g weit laufen / gehen u.ä. °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
°der geht um an Pfenning a Togroas „ist geldgierig“ Endlhausen WOR47.9428042, 11.5760235

°der laufet um an Pfenning bis auf Minga Pleinting VOF48.659487, 13.119986

auch sich um einen Pfenni(n)g umbringen / schlagen lassen u.ä. °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt:
°der lia eam um an Pfenning a Lo ins Dnia beon Breitenberg WEG48.703449, 13.792904

°der lasst sich wegen an Pfenning daschlog’n Wernberg NAB49.537, 12.1509189

um einen Pfenni(n)g vom Hausdach abherfallen u.ä. °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
°der springt um an Pfening vom Turm owa Nabburg NAB49.4509736, 12.1790102
Deà fǫid um àn Pfenen … von … Haus-dǫch ǫwà Kaps Welt d.Bauern 34 Kaps, Peter: Die Welt des Bauern im Sprichwort, Passau 1987.

*1917 Rabenbrunn EG, †1997 Simbach EG; Steuerberater, Rechtsbeistand

Im Vergleich:
bekannt wia an abgwetzter Pfennig „überall im schlechten Ruf“ Landsberg LL48.0514973, 10.8737728

Redensart(en):
für den gab i koan Pfenni mehr „er wird wohl bald sterben“ Partenkirchen GAP47.492704, 11.094968

oan koan Pfenning auf sei Hemd gem „mit seinem baldigen Tod rechnen“ München M48.139686, 11.578889

Deà is auf-n … Pfeneng … aus wià dà Dàife auf à oàme … Sej „Das ist ein Geizkragen“ Kaps Welt d.Bauern 34 Kaps, Peter: Die Welt des Bauern im Sprichwort, Passau 1987.

*1917 Rabenbrunn EG, †1997 Simbach EG; Steuerberater, Rechtsbeistand
, ähnlich °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt

auch
aam Pfenning wöi da Hacht [Habicht] Kraus lusti 90 Kraus, Wolf: A weng lusti – A weng b’sinnli. Gsaangla und G’schicht’n aas’m Stawold, 3Pressath o.J.

*1920 Boxdorf NEW, †2005 Pullenreuth KEM; Polier


°er kunnt an Pfenning kliab’n Fischbachau MB47.7195927, 11.9517515, ähnlich °Oberbayern vereinzelt

°de duat an Pfenne an da Mitt vunand Garmisch-Partenkirchen GAP47.4938359, 11.103992, ähnlich °RO

°den konst koin Pfeni aus n Arsch rauszwika Vilsbiburg VIB48.448482, 12.355795

°dou näit ma ea an doutn Fuxn an Schoaß o, bevor ma den an Pfenning außanäit Deusmauer PAR49.252919, 11.622579
Da bringst leichta aus an Toutn an Schoaß raus, als von dem an Pfenning! Kiem Kreuther Tal 140 Kiem Pauli (1882 – 1960). 2. Teil: Leben im Kreuther Tal, hg. vom Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern, München 1992.

eigentlich Kiem, Emanuel, *1882 München, †1960 Kreuth MB; Musiker, Volksliedsammler

Jeden Pfenni(n)g umdrehen u.ä. sparsam sein °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt:
°der draht an Pfennig zwoamal um Ohu LA48.595767, 12.236116

Den wenn i siech, nacha fehl’n mir allaweil neinaneinzg Pfenning auf ara Markl! Pestenhofer Drahtverhau 30 Pestenhofer, Josef: Der Drahtverhau, München 101940.

°der is an Pfeng wert, wennst zwoa Drittl draafzohlst Waldsassen TIR50.0053222, 12.3041123

Bevor / bis man Pfenni(n)g sagen kann u.ä. sofort °Oberbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
°bist Pfenning sagst, is’s scho gschegn Nandlstadt FS48.5370361, 11.8043442
und da koͤnnte man nicht Pfenning sagen, so springt auf den goͤttlichen Pfiff schon Luzifer aus der Erden heraus Bucher Charfreytagsprocession 114 [Bucher, Leonhard Anton Joseph v.:] Entwurf einer ländlichen Charfreytagsprocession sammt einem gar lustigen und geistlichen Vorspiel zur Passionsaction, hg. von einem Ordenspater, [München] 1782.

*1746 München, †1817 ebd.; Jesuit, Pfarrer, Gymnasialrektor

Sprichwortwörter:
°a Pfenning is aa a Geld Sulzbach-Rosenberg SUL49.4992468, 11.7470259

°Wo der Pfenning gschlagn worn is, gilt er nix München M48.139686, 11.578889, ähnlich Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt

Wèr áf·m Pfenning g·schlô’ng is – – (etwa: der wird nie ein Batzen)“ Altmühl mittleres 48.8687764, 11.0739673, DMA (Frommann) VII,409 Die deutschen Mundarten. Eine Monatsschrift für Dichtung, Forschung und Kritik, hg. von G. Karl Frommann, 1854-77.

Mancher sucht einen Pfenning und verbrennt dabey um drey Kreuzer Kerzen Baier.Sprw. II,52 [Mayer, Thomas]: Baiersche Sprichwörter mit Erklärung ihrer Gegenstände zum Unterricht und Vergnügen, 2 Bde, München 1812.

*1757 Freising, †1827 ebd.; Pfarrer

Bessar a rascha Pfenning wiara langsama Zwoaring „besser ein kleiner als ein langsamer großer Verdienst“ Fürstenfeldbruck FFB48.1813797, 11.2382125

Schnaderhüpfel:
wer zu neunaneunzg Pfenning auf d’Welt kema is, der bringt’s zu koan Markl, dös sell is ganz gwiß Lalling DEG48.8451215, 13.1404149

Spiele:
Pfenni(n)g schmeißen / schutzen / werfen Spiel mit Kopf u. Zahl °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Schwaben vereinzelt:
°Pfennenschmeißn Lembach GRA48.772373, 13.392782

Sachlich: °„Ein Kind sammelt von jedem Mitspieler einen Pfennig ein und schüttelt das Geld. In bestimmter Reihenfolge darf eins nach dem andern an Oansa oder s Bejdl sagen. Die Pfennige werden auf den Boden geworfen und das erste Kind hat alle mit Einser oder Bild nach oben gewonnen. Die anderen Münzen kommen wieder in die hohlen Hände, es wird von jedem wieder ein Pfennig dazugegeben. Nun ist das nächste Kind an der Reihe usw.“ Lembach GRA48.772373, 13.392782
Pfenni(n)g plätteln / schmeißen / schutzen / stöckeln (Pfennig-)Münzen von einem Holzblock stoßen °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Schwaben vereinzelt:
°Pfennigstöckla „von einem stehenden Holzscheit mit Stecken einen Pfennig herunterwerfen und gewinnen“ Burggen SOG47.7754845, 10.8164397

v.a. bei mehreren Spielern geht es zusätzlich um Kopf u. Zahl , (°GAP, °RO, °MAL; °PAR)

Pfenni(n)g latschen / schmeißen / schutzen / spannen (Pfennig-)Münzen gegen eine Wand werfen °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Schwaben vereinzelt:
°Pfening lotschn „konnte man sie nach dem Abprallen auf dem Boden mit der Handspanne messen, hatte der zweite Werfer gewonnen, andernfalls der erste“ Altomünster AIC48.388251, 11.253830
vgl. Christl Aichacher Wb. 153 Christl, Karl: Aichacher Mundartlexikon, Aichach 1988.

*1922 Pfaffenberg MAL
°„man vereinbart, ob Zahl oder Kopf gewinnt, und teilt bei mehreren Spielern entsprechend auf“ Ergolding LA48.5763412, 12.1714786

Pfenni(n)g fuchsen / schmeißen / schutzen (Pfennig-)Münzen an ein Ziel werfen °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
°as Pfenischutzn „wessen Pfennig am nächsten an die Mauer kommt, hat alle anderen Pfennige gewonnen“ Oberbiberg WOR47.9815529, 11.5706516

daneben wird das Spiel vom ersten Gewinner über den zweiten usw. mit dem Werfen von Kopf od. Zahl weitergeführt , (°FS, °M; °EG; °NEW)

Pfenni(n)g hauen / schmeißen / schutzen (Pfennig-)Münzen in ein Osterei werfen, Osterbrauch °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
°Pfenningschutzn „mit einem Pfennig auf ein hingehaltenes Osterei werfen; bleibt dieser stecken, gehört dem Werfer das Ei, fällt er, verliert er den Pfennig“ Pittenhart TS47.9767313, 12.3903112

„Die großen Burschen tean Pfenning schmeißn … Mit Wucht hat der Kreuzlmacherhiasl statt dem Ei vom Unterschusterknecht dessen Hand getroffen“ Bauer Oldinger Jahr 79 Bauer, Therese: Das Oldinger Jahr. Brauch und Sitte im Bauernstand, Erfurt 1944.

*1893 München, †1968 Mittenwald GAP; Schriftstellerin. Mundart von Peißenberg WM


auch
°Pfennischmeißn „Pfennig über ein schräggestelltes Brett rollen lassen mit Anschlagen an eines der unten liegenden Eier“ Wassermungenau SC49.217744, 10.883702

Pfeneng fangá(ln) „eine Gruppe zählt aus, wobei einer der Fänger wird … der Fänger hat dabei einen abzuklatschen“ Angrüner Abbach 62 Angrüner, Fritz: Weî heußt’n des? 1300 Mundartwörter aus Bad Abbach und Umgebung, Bad Abbach 1985.

*1928 Abbach KEH, †2015 Abensberg KEH; Rektor, Heimatforscher


°„beim Anschlagen wird Pfenning gerufen“ Gögging KEH48.823340, 11.781927, ähnlich °EG

„Pfänderspiele … I schenk dar an Pfenning Rötz WÜM49.341854, 12.5319894, Schönwerth Leseb. 245 Das Schönwerth-Lesebuch. Volkskundliches aus der Oberpfalz im 19.Jh., hg. von Roland Röhrich, Regensburg 1981.

Schönwerth, Franz Xaver v., *1810 Amberg, †1886 München; Ministerialrat, Volkskundler


Sachlich: vgl. Schönwerth Leseb. 245f. Das Schönwerth-Lesebuch. Volkskundliches aus der Oberpfalz im 19.Jh., hg. von Roland Röhrich, Regensburg 1981.

Schönwerth, Franz Xaver v., *1810 Amberg, †1886 München; Ministerialrat, Volkskundler
Pfenni(n)g gampern [hüpfen lassen]
„Mit Ruß oder Wasser … mußten die Neulinge beim Pfenniggampern … Bekanntschaft machen“ Lettl Brauch 28 Lettl, Josef: Nach altem Brauch. Hoagarteng’schichten von Sebastiani bis Silvester, Regensburg 1981.

*1927 Moserholz EG, †2008; Rektor


vgl. Gerauer Bauerntisch 54f. Gerauer, Josef: Rund um den Bauerntisch, Passau [1955].

*1904 Mittich GRI, †1992 Karpfham GRI; Pfarrer

„Pfennigspiel … Ein Kind hatte ein Pfennigstück, das es an seinen Mitspieler weiterreichte oder nur so tat … Dabei wurde der Vers aufgesagt: Pfennig, Pfennig, du mußt wandern, von der einen Hand in’d andern. Der im Kreis Stehende mußte erraten, wer das Geldstück letztlich wirklich besaß“ Christl Aichacher Wb. 153 Christl, Karl: Aichacher Mundartlexikon, Aichach 1988.

*1922 Pfaffenberg MAL
vgl. Schmeller I,428-430 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
.
Als Gewicht
ain silberne Bairische allte münz … wigt 5 allte Bairische Pfenning AbhMchn 125 (2004) 108 (Inv.) Abhandlungen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München, Phil.-hist. Klasse, 1763ff.
1b
pfennigartiges Amulett
„als Amudedl werden allerlei heilige Pfennige, Bonifaziuspfennig und dgl. getragen“ Passau PA48.567378, 13.431710
2
Münze allg.
überschrift auf der alten römischen kaiserlichen münz … Der erst pfenning Aventin IV,736,2-7 (Chron.) Johann Turmair’s genannt Aventinus sämmtliche Werke, 6 Bde, München 1881-1908.

*1477 Abensberg KEH, †1534 Regensburg; Prinzenerzieher, Geschichtsschreiber
auch Gedenkmünze
Pfenning, eine Denkmünze, ein goldener Pfenning, eine goldene Denk- oder Schaumünze“ Westenrieder Gloss. 428 Westenrieder, Lorenz v.: Glossarium Germanico-Latinum vocum obsoletarum primi et medii aevi, inprimis Bavaricarum, München 1816.

*1748 München, †1829 ebd.; Geistlicher, Schriftsteller, Historiker, Pädagoge
3
Geld, Bezahlung, Geldabgabe
wie vnser Jägermaister vnd sein diener, vnd ander die vnsern zu In Chomen sein, vnd habend an si geuodert pfening, vnd andre vngewondliche ding Altenhohenau WS48.008401, 12.177910, 1401 MB XVII,62 Monumenta Boica, 46 Bde, München 1763-1846, NF, Bd 47ff., 1902ff.
Eherstoffers Schwester ist bewilligt, Abschrifft Jres brueders aufgerichtn Testaments vnd Inuentarj, Auf Jren Pfennig Zegeben 1559 JberHVS 96 (1994) 290 Jahresbericht des Historischen Vereins für Straubing und Umgebung, 1899ff.
In festen Fügungen:
Blutiger Pfenning „ein Straf-, Versöhnungs- und Friedegeld wegen eines begangenen Todschlags“ Westenrieder Gloss. 53 Westenrieder, Lorenz v.: Glossarium Germanico-Latinum vocum obsoletarum primi et medii aevi, inprimis Bavaricarum, München 1816.

*1748 München, †1829 ebd.; Geistlicher, Schriftsteller, Historiker, Pädagoge

Mit Pfand und / oder mit Pfenni(n)g
4
Roßpappel (Malon silvestris)
Pfennig Ingolstadt IN48.7630165, 11.4250395, Marzell Pfln. III,47 Wörterbuch der deutschen Pflanzennamen, bearb. von Heinrich Marzell, 5 Bde, Leipzig (3./4. Bd Stuttgart/Wiesbaden) 1943-79.

*1885 München, †1970 Erlangen; Dr.phil., Oberstudienrat
Ahd. pfendi(n)g, pfenning, mhd. pfenni(n)c, westgerm. Wort unklarer Herkunft; Pfeifer Et.Wb. 996 Pfeifer, Wolfgang: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, 3 Bde, Berlin 1989. .
  • Delling I,71 Beiträge zu einem baierischen Idiotikon, ges. von Johann v. Delling, 2 Bde, München 1820.

    *1764 München, †1838 ebd.; Jurist, Historiker
  • Schmeller I,428-433 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • Westenrieder Gloss. 53, 424-428 Westenrieder, Lorenz v.: Glossarium Germanico-Latinum vocum obsoletarum primi et medii aevi, inprimis Bavaricarum, München 1816.

    *1748 München, †1829 ebd.; Geistlicher, Schriftsteller, Historiker, Pädagoge
  • WBÖ III,48f. Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
  • Schwäb.Wb. I,1032-1034 Schwäbisches Wörterbuch, bearb. von Hermann Fischer (Bd 6 von Wilhelm Pfleiderer), 6 Bde, Tübingen 1904-36.
  • Schw.Id. V,1108-1120 Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache, Frauenfeld 1881ff.
  • Suddt.Wb. II,293f. Sudetendeutsches Wörterbuch, hg. von Heinz Engels, München 1988ff.
  • DWB VII,1665-1668 Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, 16 Bde, Leipzig 1854-1954 (Nachdr. München 1984).
  • Frühnhd.Wb. IV,114-124 Frühneuhochdeutsches Wörterbuch, hg. von Ulrich Goebel und Oskar Reichmann, Berlin/New York 1989ff.
  • Lexer HWb. II,238f. Lexer, Matthias [v.]: Mittelhochdeutsches Handwörterbuch, 3 Bde, Leipzig 1872-78 (Neudr. Leipzig 1965).
  • WMU 1382f. Wörterbuch der mittelhochdeutschen Urkundensprache auf der Grundlage der altdeutschen Originalurkunden bis zum Jahr 1300, Berlin 1986ff.
  • Gl.Wb. 461 Starck, Taylor und J. C. Wells: Althochdeutsches Glossenwörterbuch (mit Stellennachweis zu sämtlichen gedruckten althochdeutschen und verwandten Glossen), Heidelberg 1990.
  • Angrüner Abbach 62 Angrüner, Fritz: Weî heußt’n des? 1300 Mundartwörter aus Bad Abbach und Umgebung, Bad Abbach 1985.

    *1928 Abbach KEH, †2015 Abensberg KEH; Rektor, Heimatforscher
  • Braun Gr.Wb. 456 Braun, Hermann: Großes Wörterbuch der Mundarten des Sechsämter-, Stift- und Egerlandes, Marktredwitz 1981ff.

    *1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil., Oberstudienrat
  • Christl Aichacher Wb. 152f. Christl, Karl: Aichacher Mundartlexikon, Aichach 1988.

    *1922 Pfaffenberg MAL
  • Denz Windisch-Eschenbach 216 Denz, Josef: Die Mundart von Windisch-Eschenbach. Ein Beitrag zum Lautstand und zum Wortschatz des heutigen Nordbairischen, Frankfurt/Bern/Las Vegas 1977.

    *1942 Windischeschenbach NEW; Dr.phil., Wörterbuchredaktor
  • Fragebögen:
  • S-103A5, W-22/20-22
verfasst von: B.D.I.