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Pflaster, -ä-

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 2, Spalte 603–605
Wortart: Substantiv
Genus: Neutrum
Bedeutungen
1
Bodenbelag, gepflasterter Weg, Teil des Pflasters
1a
Pflaster, Bodenbelag
°Oberfranken vielfach, °Mittelfranken vielfach, °Oberbayern mehrfach, °Niederbayern mehrfach, °Oberpfalz mehrfach, °Schwaben vereinzelt
voun Bachofn is a Pflaschta aus Ziaglplattn oder Bedon Valley MB47.8945169, 11.7784633
°bei dem krumma Pflasta kann ma Hennaaugn kriagn Regensburg R49.013904, 12.100040
Pfleschter Steinpflaster im Hofraum Reuth a.Wald WUG49.006086, 11.156775
In München reißns s’ Pflaster auf, man kann’s tag täglich sehg’n Welsch Mchn.Volks-Leben III,30Welsch, A[ndreas]: Münchener Volks-Leben in Lied und Wort. Sammlung komischer Ensemble-Solo-Scenen und Couplets, 18 Bde, München 1886-97.
Bal [wenn] mr dar Haafa nochn Kocha a Schduckara zejcha Minudda auf a kalds Pflaschdr naschdölld Wölzmüller Lechrainer 89Wölzmüller, Martin: Der Lechrainer und seine Sprache, Landsberg am Lech 1987.

*1956 Prittriching LL
Ad pauimentum … phlaster Windberg BOG48.9412587, 12.7458649, 12.Jh. StSG. I,662,45-47Die althochdeutschen Glossen, ges. und bearb. von Elias Steinmeyer und Eduard Sievers, 5 Bde, Berlin 1879-1922 (Nachdr. Dublin/Zürich 1968f.).
Seint aber mercklich ist, das dem pflaster von dhainerlai [keinerlei] sachen alz vil schadens beschehen mag, alz von den wägen 1394 Stadtr.Mchn (Dirr ) 570,14-16Denkmäler des Münchner Stadtrechts, 1.Bd (2 Tle) 1158-1403, bearb. und eingeleitet von Pius Dirr, München 1934-36.
ein pflaster in ein camern gelegt 1512 Urk.Juden Rgbg 276Urkunden und Aktenstücke zur Geschichte der Juden in Regensburg. 1453-1738, bearb. von Raphael Straus, München 1960.
In fester Fügung:
Pflasdtadröhn „bis zur Ermüdung durch die Straßen der Stadt laufen“ Hengersberg DEG48.7736572, 13.0515083

Redensarten:
°seit zwoa Joah liegt a scho da Gmoa aufn Pflosta „lebt er schon auf Kosten der Gemeinde“ Wimm PAN48.505056, 12.333970

Dös is a schwars Pflasta eine schwer zu entscheidende Sache Kraiburg 48.1849199, 12.4331324
übertr. Ort
°des is koa Pflaster für di „anrüchiger Ort“ Regensburg R49.013904, 12.100040
teueres Pflaster Ort, an dem das Leben teuer ist °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
°a deias Pflasta Nabburg NAB49.4509736, 12.1790102
Des is â dei:jas Bflasch:dâ Christl Aichacher Wb. 264Christl, Karl: Aichacher Mundartlexikon, Aichach 1988.

*1922 Pfaffenberg MAL
1b
Bürgersteig
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
gehma aafs Pflåsta aaffi, a Auto kummt Altenstadt NEW49.715301, 12.155797
1c
Teil des Pflasters
1cα
Pflasterstein, fachsprl.
°a grouß Pflasta, a kloans Pflasta „15 x 17 cm bzw. 10 x 12 cm“ Lembach GRA48.772373, 13.392782
„Gefertigt haben wir Pflaster, Baggerl [kleine Pflastersteine], Grenzsteine“ Schlag 66Schlag. Ein Dorfleben in Bildern und Berichten, hg. von der Direktion für Ländliche Entwicklung, Landau a.d. Isar 1993.

Schlag REG
1cß
Platte
Pflastal Platte Aicha PA48.671978, 13.289834
2
das Pflastern
[der Pflastermeister] schol auch mit sein selbs leib pey allen pflaster hie sein und selber arbeiten 1404 Runtingerb. II,34Bastian, Franz: Das Runtingerbuch 1383-1407 und verwandtes Material zum Regensburger-Südostdeutschen Handel und Münzwesen, 3 Bde, Regensburg 1935-44.
3
Mörtel
Cementum phlaster Regensburg R49.013904, 12.100040, 11.Jh. StSG. II,458,3Die althochdeutschen Glossen, ges. und bearb. von Elias Steinmeyer und Eduard Sievers, 5 Bde, Berlin 1879-1922 (Nachdr. Dublin/Zürich 1968f.).
4
Wund- od. Heilpflaster
°Oberbayern mehrfach, °Niederbayern mehrfach, °Oberpfalz vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
Pflaschda „gegen Hühneraugen“ Hohenpeißenberg SOG47.7941442, 11.0057418
fiara so a kloas Schramall bråhd ma koa Pflåsta Zandt KÖZ49.155458, 12.726891
D’ Muadda hat ihr a Pflasterl drauf Haller Dismas 93Haller, Hanns: Der Knecht Dismas. Das Leben eines minderen Menschen aus dem unteren Baiern, Grafenau 1981.

*1902 Schwimmbach SR, †1984 München; Oberschulrat
nim frischen leim, [Lehm] mach ihm mit Esig zu einen bflaster Höfler Sindelsdf.Hausmittelb. 20Höfler, Max: Ein Sindelsdorfer Hausmittelbuch für Tierkrankheiten, Harlem 1910.

Sindelsdorf WM, um 1800, *1848 Tölz, †1914 ebd.; Arzt
Malagma … phlast[er ] Windberg BOG48.9412587, 12.7458649, 12.Jh. StSG. I,558,15-19Die althochdeutschen Glossen, ges. und bearb. von Elias Steinmeyer und Eduard Sievers, 5 Bde, Berlin 1879-1922 (Nachdr. Dublin/Zürich 1968f.).
Zuo zeiten felt er in schaeden oder in kot, dafür er artzeney nemen oder pflaster brawchen … muoes BertholdvCh Theologey 491Berthold von Chiemsee: tewtsche theologey, München 1528.

Pürstinger, Berthold, *1465 Salzburg (?), †1543 Saalfelden bei Salzburg; Fürstbischof von Chiemsee
mach ein pflasster leg es dem vich auf Bihler tierärztliche Rezepte Straubing 31Bihler, Reinhold: Tierseuchenbekämpfung und tierärztliche Rezepte in der Handschrift des Christoph Sigmund Huber aus Straubing (1. Hälfte des 18. Jh.), Diss.masch. München 1972.
Redensarten:
°di hat ihra Pflaster „ist schwanger“ Ensdorf AM49.341178, 11.935929

Sein Pflaster kriegen eine Rüge bekommen
°der krejgt scha nu sei Pflaster „Anpfiff, auch Schicksalsschlag“ Neustadt NEW49.732301, 12.178398
„Wer ausgeschimpft wird, kröigt saa Pflasta Singer Arzbg.Wb. 174Singer, Friedrich Wilhelm: Allgemeines und gebräuchliches … nützliches Arzberger Wörterböichl, Arzberg 1970f.

*1918 Schacht WUN, †2003 Weiden; Arzt, Heimatforscher

Ein Pflaster geben / brauchen Schläge, Prügel geben / brauchen °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
a Pflostar afs Lo göm Aicha PA48.671978, 13.289834
°der braucht mal wieda a richtigs Pflasta Amberg AM49.445718, 11.852457
übertr. Trostpflaster
Diminutiv  
°Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt
°Pfläschterl „z.B. Zuckerl für weinende Kinder“ Steingaden SOG47.7031648, 10.8624962
5
Schönheitspflästerchen
Pflasta München M48.139686, 11.578889
6
Flicken, Fleck
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt
hat da d Muada a Pflosta auffö gmacht auf dei Hosn Simbach PAN48.267054, 13.025393
7
Schmutzfleck
Pflasta Schmutzfleck Elbach MB47.741133, 11.951870
8
meist abwertend von Menschen, v.a. von weiblichen Personen
8a
allg. abwertend od. Schimpfw.
°Oberbayern mehrfach, °Niederbayern mehrfach, °Oberpfalz vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
°dö is a saubers Pflaster Endlhausen WOR47.9428042, 11.5760235
°mit dem Pflasta hot ma sei Kreiz Neukirchen BUL49.316665, 12.034297
Pflaster „Schimpfwort für Mädchen“ Schmeller I,451Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
an altz Pflaschtar Schweizer Dießner Wb. 147Schweizer, Bruno: Diessner Wörterbuch, masch. 1946.

*1897 Dießen LL, †1958 ebd.; Dr.phil., Germanist, Volkskundler
8b
leichtfertige, liederliche weibliche Person
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
°dös Madl is a Pflaster, a ganz a liaderlichs Straubing SR48.877718, 12.579576
8c
dicke, schwerfällige Person
°Oberfranken mehrfach, °Oberbayern vereinzelt
°dös is sura alts Pflaster Arzberg WUN50.0567356, 12.1859087
8d
eine zänkische Frau
a-n-ålt’s Pflåsta „eine zänkische Frau“ Braun Gr.Wb. 460Braun, Hermann: Großes Wörterbuch der Mundarten des Sechsämter-, Stift- und Egerlandes, Marktredwitz 1981ff.

*1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil., Oberstudienrat
8e
übermütige, lustige weibliche Person
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt
°des is da vielleicht so a Pflasta! Taching LF47.9613232, 12.7261058
auch macht überall mit
°dös Dirndl is a richtigs Pflaster „macht überall mit“ °Haarbach GRI48.502107, 13.148804, ähnlich °MAL
Ahd. pflastar, mhd. pflaster, aus mlat. plastrum, gr. Herkunft; Pfeifer Et.Wb. 997f.Pfeifer, Wolfgang: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, 3 Bde, Berlin 1989.
bvlåʃtα u.ä., -o- Niederbayern (dazu BGD, ED, M, , TS; CHA, NEN), -ǫu- (GRI, WEG), -ę- (AIC), ferner bvlåʃ̌tα westliches Oberbayern (dazu BEI; SC; ND), -αn (MB), -tr u.ä. (FFB, GAP, LL, SOG; WUG; FDB), bvlęʃ̌tα (WUG).— Dim. bvlạʃtαl, -ʃ̌t-, vereinz. bvlęʃ̌tαl (SOG), -αlα (LAU, SC).
  • Schmeller I,451Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • WBÖ III,70f.Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
  • Schwäb.Wb. I,1056Schwäbisches Wörterbuch, bearb. von Hermann Fischer (Bd 6 von Wilhelm Pfleiderer), 6 Bde, Tübingen 1904-36.
  • Schw.Id. V,1258-1261Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache, Frauenfeld 1881ff.
  • Suddt.Wb. II,314f.Sudetendeutsches Wörterbuch, hg. von Heinz Engels, München 1988ff.
  • DWB VII,1723-1726Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, 16 Bde, Leipzig 1854-1954 (Nachdr. München 1984).
  • Frühnhd.Wb. IV,181-184Frühneuhochdeutsches Wörterbuch, hg. von Ulrich Goebel und Oskar Reichmann, Berlin/New York 1989ff.
  • Lexer HWb. II,250f.Lexer, Matthias [v.]: Mittelhochdeutsches Handwörterbuch, 3 Bde, Leipzig 1872-78 (Neudr. Leipzig 1965).
  • Gl.Wb. 462Starck, Taylor und J. C. Wells: Althochdeutsches Glossenwörterbuch (mit Stellennachweis zu sämtlichen gedruckten althochdeutschen und verwandten Glossen), Heidelberg 1990.
  • Braun Gr.Wb. 460Braun, Hermann: Großes Wörterbuch der Mundarten des Sechsämter-, Stift- und Egerlandes, Marktredwitz 1981ff.

    *1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil., Oberstudienrat
  • Christl Aichacher Wb. 264Christl, Karl: Aichacher Mundartlexikon, Aichach 1988.

    *1922 Pfaffenberg MAL
  • Fragebögen:
  • S-6N33e, 28A3, W-23/24
verfasst von: J.D.