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Platte

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 2, Spalte 1102–1105
Wortart: Substantiv
Genus: Femininum
Bedeutungen
1
v.a. flach u. eben gearbeiteter Gegenstand
1a
flacher Teller, Servierplatte
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt, Schwaben vereinzelt
a Plattn großer flacher Holzteller Buchbach 48.3126655, 12.2730641
a blechega Bladdn „darauf wird Kaffee serviert“ Hörmannsberg FDB48.2826059, 11.0225003
richten S’ d’ Teller und d’ Plattl her Christ Werke 650 (Rumplhanni)Christ, Lena: Gesammelte Werke, München 61981.

*1881 Glonn EBE, †1920 Mchn; Schriftstellerin
In der Kuchel … 15 plechen Schissl und Plättl Wildenau NEW49.599389, 12.135248, 1593 Oberpfalz 77 (1989) 231 (Inv.)Die Oberpfalz. Heimatzeitschrift für den ehemaligen Bayerischen Nordgau, 1907ff.
1b
Holzbrett, in der
Redensarten:
°die hat vorm Hirn a Blattl „ein Brett vor dem Kopf“ Scheyern PAF48.5020343, 11.4555839, ähnlich RO
1c
Tischplatte
Blåtn Holzhausen VIB48.435042, 12.284031
sei Pratz’n … Wenn er’s auf’n Tisch hinlegt, Nacha siechst nix von der Platten, Weils de ganze Tafel deckt Eberl Dörferl 30Eberl, Georg: Dörferl und Hütterl. Gedichte in oberbayerischer Mundart, München o.J.

*1851 München, †1929 Vagen AIB; Oberstudienrat
1d
oberer Abschluss eines Ofens
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt
„auf der Plattn wird Obst gedörrt“ Ursulapoppenricht AM49.496590, 11.852203
„Die Oberfläche … des Ofens … In der Oberpfalz … Plattn Bedal Ofen 139Bedal, Konrad: Ofen und Herd im Bauernhaus Nordostbayerns, München 1970.
1e
Herdplatte
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt
stej’s hi af Blåttn Tittling PA48.7278412, 13.3806245
Platten Lengenfeld TIR49.838540, 12.282451, Bedal Ofen 129Bedal, Konrad: Ofen und Herd im Bauernhaus Nordostbayerns, München 1970.
auch Küchenherd
Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt
Platn zäigt haint niat Eschenbach ESB49.530031, 11.490638
1f
Ablage über dem Herd zum Trocknen
Niederbayern vereinzelt
d’Plottn „Platte zum Spänetrocknen“ Drachselsried VIT49.1073441, 13.011453
1g
Dachziegel
Oberbayern mehrfach, Schwaben vereinzelt
Blatn „Dachziegel“ Oberalting STA48.036479, 11.214592
De is grad auf da Loata dromma gstandn und hat an Vata Plattn naufgebn fürs Dach Altb.Heimatp. 6 (1954) Nr.18,7Altbayerische Heimatpost. Wochenzeitung für die bayerische Familie, 1948ff.
„Der Dachzeugmacherin … Platten 102750“ München M48.139686, 11.578889, 1797 Hazzi Aufschl. III,422Hazzi, Joseph: Statistische Aufschlüsse über das Herzogthum Baiern, 4 Bde, Nürnberg 1801-08.
1h
Stirnjoch
°Mittelfranken mehrfach, °Oberpfalz vereinzelt
Plattn Sulzbürg NM49.180119, 11.4130431
a Bladn „Ochsenjoch“ Roth SC49.245142, 11.091015
1i
Brust- od. Rückenplatte der Rüstung
Hennsel dem Plattner meinen Herrn vmb ein platten Ingolstadt IN48.7630165, 11.4250395, 1392 Freyberg Slg II,143Freyberg, M[ax] v.: Sammlung historischer Schriften und Urkunden. Geschöpft aus Handschriften, 5 Bde, Stuttgart/Tübingen 1827-36.
1j
Pflugschar
in heutiger Mda. Diminutiv  
°Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt
s Bladl Seeon TS47.9765682, 12.4598714
Bladl „Pflugschar“ LF, Spr.Rupertiwinkel 13„So wead gredd“. Bairische Sprache, gesammelt im Rupertiwinkel, hg. vom Verein Bairische Sprache und Mundarten Chiemgau e.V., Laufen 32008.
2 Pfluegsöhn samt der Platen Karlstein BGD47.726710, 12.859381, 1674 StA Mchn Rentmeisteramt München, Unterbehörden 8237,fol.52r (Inv.)Staatsarchiv München
1k
Eisenschuh für Kuh u. Ochsen
„Die Klauen der Gespannochsen oder Kühen waren mit Plattln geschützt“ Häring Gäuboden 82[Häring, Georg]: Söizog’n, strangkitzli und stoigrante. Alte Begriffe und Ausdrücke aus dem Sprachgut der Landwirtschaft des Gäubodens, Straubing [2]1980.

*1912 Pankofen DEG, †2016 Plattling; Dr.agr., Landwirtschaftsdirektor
1l
Schmuckplättchen fürs Ohr
Oberpfalz vereinzelt
goldene Plattla „helfen gegen Augenleiden“ Wildenreuth NEW49.800787, 12.076808
1m
Ohrmarke des Rindes
Blattl Staudach (Achental) TS47.778952, 12.486454
1n
Messingscheibe am Pferdegeschirr
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt, Mittelfranken vereinzelt
Blattl Dietelskirchen VIB48.4984505, 12.3453208
1o
Holz- od. Metallplättchen in Spielen
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
°a Plattl „flaches Eisenplättchen zum Plattln München M48.139686, 11.578889
Plattln „Steine im Brettspiel Mühlefahren“ Fronberg BUL49.340892, 12.124457
Feste Fügungen:
siehe Bed.3a
auch flacher Eisstock
°Blattn „großer flacher Eisstock“ Wettstetten IN48.823139, 11.414169
1p
Glasplatte
nit weniger 3 Daußent Pläderl 1678 Poschinger Glashüttengut Frauenau 78Wagner, Hermann: Die Aufschreibungen des Franz Poschinger (1637-1701) vom Glashüttengut Frauenau, Sauerlach 1985.

*1637 Frauenau REG, †1701 ebd.; Glasmeister
1q
Fotoplatte
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt
Plattn Ascholding WOR47.8890821, 11.4974297
1r
Schallplatte
°döi Blåttn is owa vakråtzt Windischeschenbach NEW49.7997, 12.1589
Redensarten:
Jetz leg amoi a andere Plattn auf! „Hinweis an einen Gesprächspartner … endlich das Thema zu wechseln“ Altb.Heimatp. 58 (2006) Nr.22,4Altbayerische Heimatpost. Wochenzeitung für die bayerische Familie, 1948ff.
1s
Tablette, Arzneimittel
Diminutiv  
°Oberbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt
°Blattei Riedering RO47.8394639, 12.2069217
2
hochgelegene, unbewaldete Ebene
Oberbayern mehrfach, Oberpfalz mehrfach, Mittelfranken mehrfach, Niederbayern vereinzelt, Oberfranken vereinzelt, Schwaben vereinzelt
drom auf da Plattn Aufkirchen STA47.9559493, 11.3638256
Als Fln., Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt
3
flacher od. ebener Stein, Steinplatte
3a
flacher od. ebener Stein
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt, Schwaben vereinzelt
Blattn Kochel TÖL47.6531098, 11.3631895
platə „Steinplatte“ nach Moser Staudengeb. 11Moser, Georg: Studien zur Dialektgeographie des Staudengebietes und des anstoßenden Lechrains, Marburg 1936.

*1891 Schwabsoien SOG, †1973 Augsburg; Dr.phil., Gymnasialprof.
Pláttl „flaches Steinchen“ Schmeller I,462Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
wan man darinne ackert, ob ain Plat irret oder enget [hinderlich ist], die mag man wol heraus prechen Polling WM47.8113117, 11.1330907, 1472 MB X,191Monumenta Boica, 46 Bde, München 1763-1846, NF, Bd 47ff., 1902ff.
Spiel:
Platten / Plättlein hupfen / scheren / schmeißen / schutzen / werfen flache Steine über das Wasser hüpfen lassen Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt:
Blattn wärfa Dorfbach PA48.5267988, 13.2378874
Plattl schern Großkonreuth TIR49.8886843, 12.4301093

Plättlein schießen / schmeißen / schutzen / werfen Wurfspiel °Oberbayern mehrfach, °Niederbayern mehrfach:
°Blal schuzzn auf a Daum Dachau DAH48.2592477, 11.4354419
Die Buam habn Plattlgschossn, dös hoaßt, mit Stoaplattl auf Weitn gschmissn Angerer Göll 47Angerer, Hanns: Im Schatten des Hohen Göll, München [1956].

*1912 Salzberg BGD, †1976 Ramsau BGD; Zollbeamter
siehe plätteln.
auch flacher Felsvorsprung
Die Platten „flacher Vorsprung am Felsen“ Schmeller I,462Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
3b
bearbeitete Steinplatte
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt, Schwaben vereinzelt
Kölheimer Blåddn, Solnhofer Blåddn Derching FDB48.408873, 10.963980
Fachsprl. auch aus einem Steinblock herausgeschlagene Platte, aus der Pflastersteine u.ä. hergestellt werden
„Die Blöcke wurden zu Bladl zerlegt, das waren Platten von der Dicke des zu fertigenden Steins“ Schlag 64Schlag. Ein Dorfleben in Bildern und Berichten, hg. von der Direktion für Ländliche Entwicklung, Landau a.d. Isar 1993.

Schlag REG
4
mit Steinplatten gepflasterter Gang meist zw. Stall u. Misthaufen
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
°geh do net nem da Plattn! Endlhausen WOR47.9428042, 11.5760235
„Mit Steinplatten belegter Platz zwischen Wohnhaus und Misthaufen … blǫdn Bärnau TIR49.8109931, 12.4304633, Braun Egerld 142f.Braun, Hermann: Wortgeographie des historischen Egerlandes, Halle 1938.

*1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil., Oberstudienrat
5
flacher Teil eines Werkzeugs, eines Nagels
5a
stumpfe Schlagfläche von Hammer, Beil u.ä.
°Niederbayern mehrfach, °Oberpfalz mehrfach, °Mittelfranken mehrfach, °Oberbayern vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
°Blattn „breiter Teil des Hammerkopfs“ Pittenhart TS47.9767313, 12.3903112
°er hot d’Sau mit der Plattn aufs Hirn ghaut Pertolzhofen OVI49.4258775, 12.3455134
5b
Nagelkopf
„Drahtstift und Nagel haben a Blattn Beratzhausen PAR49.096118, 11.809578
Wao schlagt da Zimmamoan ’n Nogl hin? – Af d’Platt’n Neuenhammer VOH49.693447, 12.3867406, Schönwerth Leseb. 290Das Schönwerth-Lesebuch. Volkskundliches aus der Oberpfalz im 19.Jh., hg. von Roland Röhrich, Regensburg 1981.

Schönwerth, Franz Xaver v., *1810 Amberg, †1886 München; Ministerialrat, Volkskundler
Platte „der Kopf eines Nagels“ Hässlein Nürnbg.Id. 104Häßlein, Johann Heinrich: Versuch eines „Nürnbergischen Idiotikons“, hg. von Gabi Oswald-Müller, Grafenau 1993.

*1737 Nürnberg, †1796 ebd.; Amtsschreiber, Syndikus
5c
wohl Messerklinge
Clagt zue Hannsen Frechmillern Messerschmidt … hab er Jme ennfangs die Blattn verwexlet 1603 Stadtarch. Rosenhm Abt. B/C Nr. 143, 16Stadtarchiv Rosenheim
6
Schädeldecke, Glatze, Stirn
6a
Schädeldecke
°Oberbayern mehrfach, Niederbayern mehrfach, Oberpfalz mehrfach, Oberfranken vereinzelt, Mittelfranken vereinzelt, Schwaben vereinzelt
dem homs Blåtn einghaut Saming PA48.560836, 13.485766
dou is da Vogl afd Blatn drofa woan Altfalter NAB49.3961856, 12.206858
auf ’Platt·n is mə’ gfálln Schmeller I,462Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
Scherzh. Spruch:
a Blåttn håd an irda [jeder], åwa-r-i ho håid no Hår drauf ähnlich M, Häring Gäuboden 198[Häring, Georg]: Söizog’n, strangkitzli und stoigrante. Alte Begriffe und Ausdrücke aus dem Sprachgut der Landwirtschaft des Gäubodens, Straubing [2]1980.

*1912 Pankofen DEG, †2016 Plattling; Dr.agr., Landwirtschaftsdirektor
6b
kahle Kopfstelle, Glatze
°Oberbayern vielfach, °Niederbayern vielfach, °Oberpfalz vielfach, °Oberfranken vielfach, °Mittelfranken vielfach, °Schwaben vielfach
dea hot a schönö Plattn Valley MB47.8945169, 11.7784633
dea håt a Fliagn auf da Blåttn Simbach PAN48.267054, 13.025393
döi a dichds Hoa hom, kröing koa Blådn Beilngries BEI49.035279, 11.4733811
Der Kopf is grad oa Platten Stieler Ged. 371Stieler, Karl: Gesammelte Gedichte in oberbayerischer Mundart, Stuttgart 1907.

*1842 München, †1885 ebd.; Dr.jur., Archivar, Schriftsteller
Do segtma erstens mei Plattn ned Lauerer Wos gibt’s Neis? 31Lauerer, Toni: Wos gibt’s Neis? Regensburg 22001.

*1959 Furth CHA; Standesbeamter, Kabarettist
ein Platten aufm haupt Schönsleder Prompt. r5r Schönsleder, Wolfgang: Promptuarium Germanico-Latinum, Augsburg 1618.

*1570 München, †1651 Hall/Tirol; Jesuit, Gymnasialprof.
In Vergleichen:
der hat a Plattn wia a Mondschei [Mond] „groß und leuchtend“ Landshut LA48.545368, 12.145157, ähnlich Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt

Blatna hams da wia d’Kuchööfa! Waldhof PAN48.4789804, 12.9890533

Redensarten:
da möcht ma a Plattn kriagn! das hängt mir zum Halse heraus Dorfbach PA48.5267988, 13.2378874

Den rengts a boid af Blåttn „er wirtschaftet alles herunter“ Aicha PA48.671978, 13.289834

Woat dir scheiß i af d’Blatn! „Ausdruck der Ablehnung“ Adlersberg R49.046470, 12.010975, ähnlich Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt

Dea lost sö a af Blåtn schaißn ist übermäßig schüchtern Aicha PA48.671978, 13.289834

Scherzh. im Wortspiel mit Bed.1d, 1e :
döm sei Wei kå nix kocha haid, wei ea ’Blåttn bon eam håd Schönau VIT49.0711508, 12.9497955, Niederbayern vereinzelt

°sei Wei braucht koan Ofa kaffa, wei’s auf seina Plattn kocha ka Tittmoning LF48.0621714, 12.7676484, ähnlich DEG

der hat a Plattn daß ma Zwöschn [Zwetschgen] dürn kunt drauf Wasserburg WS48.0615171, 12.220026, ähnlich Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt, Oberfranken vereinzelt

Der brauchat zu seina Plattn grod na a Kachei, dann war der Ofen ferti Willing AIB47.855164, 11.987644

Schnaderhüpfel:
han i koa Hår an Kobf, han i gråuß Bloddn. Span i gråuß Barasoi af, han i gråuß Schoddn Haidmühle WOS48.8249464, 13.7759515
auch Tonsur
Oberbayern mehrfach, Niederbayern mehrfach, Oberpfalz mehrfach, Schwaben vereinzelt
der tragt s Plattei scho Aufkirchen ED48.307499, 11.864908
Plåutn is eam scha ausgschert wåurn Mittich GRI48.440634, 13.396183
Da sach er an der platten, das es der caplan und ain pfaff war Aventin V,73,1f. (Chron)Johann Turmair’s genannt Aventinus sämmtliche Werke, 6 Bde, München 1881-1908.

*1477 Abensberg KEH, †1534 Regensburg; Prinzenerzieher, Geschichtsschreiber
6c
Stirn
Oberpfalz vereinzelt
a houche Blåttn Breitenbrunn PAR49.0827731, 11.6208026
Platte … Stirne gilt um Amberg“ SbMchn 1927,4.AbhandlungSitzungsberichte der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München, Phil.-hist. Klasse, 1860ff.
7
Dreck-, Kotklumpen am Rind
Plattn Dreckkrusten an Rindern Unsernherrn IN48.7272101, 11.4403783
8
abwertend von weiblichen Personen
8a
dumme od. sonderbare Frau
auch als Diminutiv  
teilw. Femininum 
°Oberbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt
°an Huawan sei Dåchdda des wead so a sejtns Blal sei! Dachau DAH48.2592477, 11.4354419
Die Plâttel „dumme Weibsperson“ Reit i.W. TS47.676508, 12.469329, Schmeller I,462Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
8b
dicke Frau
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt
Blattn „sehr dicke Frau“ Berchtesgaden BGD47.630642, 13.001926
9
Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla)
°Plattl Deggendorf DEG48.839582, 12.958749
10
Kuh mit weißem Stirnfleck
Blattl „Kuh mit weißem Stirnfleck“ Valley MB47.8945169, 11.7784633
auch Kuhname, TS
Ahd. platta, mhd. plate, bl-, swf., aus mlat. platta; Kluge-Seebold 707Kluge, Friedrich: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin/New York 221989 (bearb. von Elmar Seebold)..
blåtn, -ǫ-, Niederbayern (dazu ) auch -o-, vereinz. -ǫu- (GRI, PAN, WOS), westliches Oberbayern (dazu FDB) blatə.
  • Hässlein Nürnbg.Id. 104Häßlein, Johann Heinrich: Versuch eines „Nürnbergischen Idiotikons“, hg. von Gabi Oswald-Müller, Grafenau 1993.

    *1737 Nürnberg, †1796 ebd.; Amtsschreiber, Syndikus
  • Schmeller I,462Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • Zaupser Nachl. 32Zaupser, Andreas: Nachlese zum baierischen und oberpfälzischen Idiotikon, München 1789 (Nachdr. Grafenau 1986), selbständig in →ZAUPSER.

    *1748 München, †1795 ebd.; Hofkriegsratssekretär, Prof. für Philosophie
  • WBÖ III,300f.Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
  • Schwäb.Wb. I,1172f.Schwäbisches Wörterbuch, bearb. von Hermann Fischer (Bd 6 von Wilhelm Pfleiderer), 6 Bde, Tübingen 1904-36.
  • Schw.Id. V,189-196Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache, Frauenfeld 1881ff.
  • Suddt.Wb. II,424f.Sudetendeutsches Wörterbuch, hg. von Heinz Engels, München 1988ff.
  • DWB II,76f., VII,1906-1909Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, 16 Bde, Leipzig 1854-1954 (Nachdr. München 1984).
  • Frühnhd.Wb. IV,553-557Frühneuhochdeutsches Wörterbuch, hg. von Ulrich Goebel und Oskar Reichmann, Berlin/New York 1989ff.
  • Lexer HWb. I,299Lexer, Matthias [v.]: Mittelhochdeutsches Handwörterbuch, 3 Bde, Leipzig 1872-78 (Neudr. Leipzig 1965).
  • WMU 268Wörterbuch der mittelhochdeutschen Urkundensprache auf der Grundlage der altdeutschen Originalurkunden bis zum Jahr 1300, Berlin 1986ff.
  • Gl.Wb. 464Starck, Taylor und J. C. Wells: Althochdeutsches Glossenwörterbuch (mit Stellennachweis zu sämtlichen gedruckten althochdeutschen und verwandten Glossen), Heidelberg 1990.
  • Berthold Fürther Wb. 168Berthold, Eugen: Dei hulli alli ô. Ein amüsantes Wörterbuch der Fürther Mundart, Fürth 1975.

    *1897 Fürth, †1976 ebd.; Oberinspektor
  • Kollmer II,61Kollmer, Michael: Die schöne Waldlersprach. Von Wegscheid bis Waldmünchen, von Passau bis Regensburg, 3 Bde, Moosbach 1987-89.

    *1917 Auwies KÖZ, †2001; Dr.phil., Gymnasialprof.
  • Konrad nördl.Opf. 5Konrad, Theresia: Aus der Mundart der nördlichen Oberpfalz. Wörter, Redewendungen und Reime ges. in den Jahren 1976-78, masch. Wiesau 1978.
  • Maas Nürnbg.Wb. 84Maas, Herbert: Wou die Hasen Hoosn und die Hosen Huusn haaßn. Ein Nürnberger Wörterbuch, Nürnberg 51987.

    *1928 Nürnberg, †2014 ebd.; Studiendirektor
  • Singer Arzbg.Wb. 176Singer, Friedrich Wilhelm: Allgemeines und gebräuchliches … nützliches Arzberger Wörterböichl, Arzberg 1970f.

    *1918 Schacht WUN, †2003 Weiden; Arzt, Heimatforscher
  • Fragebögen:
  • S-1C1, 29B23, 65D17f., E48, 84B1, 99C20, 104I15, 108/471, M-71/23, W-31/35, 32/5, 42, 33/5
verfasst von: A.R.R.