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Tennen, Tenne

Wörterbuch:
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Wortart: Substantiv
Genus: Maskulinum, 
Femininum, 
Neutrum 
Bedeutungen
1
Raum im Wohnhaus
1a
Hausgang, Flur
Teile des Hauses
DON, , A vereinzelt, DLG vereinzelt
d Küche ond da Tenna nausputza Ries, Schupp-Schied, Bd. VI 16Schupp-Schied, Gerda: Zwetschgagreat ond Biramichel. Ausschnitte aus dem Rieser Dorfleben VI, Nördlingen, 2001
dr ōbr denǝ „der obere Hausgang“, Schopflohe 48.9803891, 10.4840973, SBS 8 K 3König, Werner (Hg.): Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben. Bearbeitet von Manfred Renn. Band 8: Wortgeographie II, Heidelberg, 2000
1b
Raum neben dem Hausgang, Flur
Teile des Hauses
Kronburg MM47.9042266, 10.1564211
denǝ Kronburg MM47.9042266, 10.1564211, SBS 8 K 2König, Werner (Hg.): Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben. Bearbeitet von Manfred Renn. Band 8: Wortgeographie II, Heidelberg, 2000
2
Scheune, Raum darin
2a
Scheune
Bauernhof und seine Gebäude
Allgäu vielfach
's löschte Gruamad isch iieds gmäht, / alls in Tenne grommed Pfronten FÜS47.5813782, 10.5579673, Lotter 42Lotter, Pius: Pfrontar Spinnar und Originale, Kempten, 1985
Ear seall schliecht gnot in Denne usse Weiler LI47.583409, 9.915440, Holzer, Schnäddrbäs 49Holzer, Fridolin: D' Schnäddrbäs vu Wilar, Weiler, 1931, Auflage 2
2b
Heuboden, Dachboden
Bauernhof und seine Gebäude
Hohenfurch SOG47.8488238, 10.8984969, Allgäu mehrfach
tǝ ōbrǝ tenǝ Boden unter dem Dach, Leuterschach MOD47.747957, 10.5742203, SBS 8 K 12König, Werner (Hg.): Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben. Bearbeitet von Manfred Renn. Band 8: Wortgeographie II, Heidelberg, 2000
3
Tenne, Scheuneneinfahrt
Bauernhof und seine Gebäude
Allgäu vereinzelt, Mittelschwaben mehrfach
Faar en dǝ Denǝ nẽi! Ettringen MN48.1040879, 10.6535987, Schwarz 132Schwarz, Brigitte: Muaters Moul ond Vaters Riasl, Edelstetten, 1995
Boden bzw. Raum (Bedeutung 2a) nicht klar zu unterscheiden; vgl. Kommentar zu Karte 113, VALTS IV, S. 661f.
Ahd. tenni stn., mhd. tenne st/swf./m./stn., wohl germ. Wort idg. Herkunft; vgl. Pfeifer 1424Pfeifer, Wolfgang: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, München, 2000, Auflage 5
  • Schwäb.Wb. II 150f.Fischer, Hermann: Schwäbisches Wörterbuch. 6 Bände, Tübingen, 1904-1936
  • Schwäb.Wb. VI 1735Fischer, Hermann: Schwäbisches Wörterbuch. 6 Bände, Tübingen, 1904-1936
  • BWB III 1555-1557Kommission für Mundartforschung (Hg.): Bayerisches Wörterbuch, München, 2013ff.
  • Schmeller I 608Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch (1827 - 1837). Bearbeitet von Frommann, Georg Karl (1872 - 1877). 2. bearbeitete Ausgabe. 2 Bände, München (Nachdruck), 1985
verfasst von: EF

Tenn(en), Tent, Tenne

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 3, Spalte 1555–1557
Wortart: Substantiv
Genus: Maskulinum, 
Femininum, 
Neutrum 
Bedeutungen
1
befestigter Boden, Grundfläche
1a
Tenne, Scheuneneinfahrt, Dreschplatz
°Oberbayern vielfach, °Niederbayern vielfach, °Oberpfalz vielfach, °Schwaben vielfach, °Oberfranken mehrfach, °Mittelfranken mehrfach
°Deen „Überfahrt aus Brettern und Balken“ Walpertskirchen ED48.2589192, 11.972518
°da heegisö Dänd „Obertenne“ Krinning WEG48.666401, 13.690933
°er is auf d’Denna obegfalln Pertolzhofen OVI49.4258775, 12.3455134
Da Deena is öitz dichdi g’froan, drum is as best, mia dräschan’s Koan Schwabenländer Woldnoo 28Schwabenländer, Sepp: Wou d’Woldnoo rauscht. Mundartgedichte, Weiden [1984].

*1911 Premenreuth NEW, †1989 Neuhaus NEW; Maurer
Aestiuę areę sumarlihes tennes Tegernsee MB47.7099191, 11.7543337, 10./11.Jh. StSG. I,659,59Die althochdeutschen Glossen, ges. und bearb. von Elias Steinmeyer und Eduard Sievers, 5 Bde, Berlin 1879-1922 (Nachdr. Dublin/Zürich 1968f.).
das Malz … liegen lassen auf der Tenne drei Wochen Landshut LA48.545368, 12.145157, 1486 Zils Handwerk 15Zils, W[ilhelm]: Bayerisches Handwerk in seinen alten Zunftordnungen, München o.J.
ein 4. jähriges Kind … von dem obersten bis unteristen Thennen herab … hätte todt fallen müssen Gnadenblum 61Wunderbare Gnadenblum auf der Wies. Das Mirakelbuch der Wieswallfahrt, Augsburg 1746 (Nachdr. Weißenhorn 1999).

Wies SOG
Phras.:
hart wie ein(e)Tenne(n) sehr hart Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
°s is hoat wöi a Denna „die Kruste“ Nabburg NAB49.4509736, 12.1790102

°en andan Tog is ’s Howanfejd dagleng, glatt wia da Tennd Seiboldsried REG48.89569490431175, 13.106837761368284, Friedl Geister 48Friedl, Paul: Geister im Waldgebirg, Rosenheim 1975.

*1902 Pronfelden GRA, †1989 Zwiesel REG; Redakteur, Schriftsteller

A Mai wia r a Dehna so gråuß „großes Maul“ Glonn EBE47.9878929, 11.8656334

Auf seinem / seiner Tenne(n) dreschen u.ä. sich um die eigenen Angelegenheiten kümmern °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt:
°drisch auf dein Tenn und net allawei bei andere Leit Pittenhart TS47.9767313, 12.3903112

°der drischt auf meim Denn „mischt sich in meine Angelegenheiten“ Irlbach SR48.8417044, 12.751772

°mach no zerscht dein Denna sauwa, dann konnscht die für ander Leit Sachan kümmern Wettstetten IN48.823139, 11.414169

Auf jmds Tenne(n) dreschen jmdn ausnutzen °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
°dea drischt auf dein Tenna Fronau ROD49.2678745, 12.4356655

°Des hoscht woi auf dein Tenna droschn „hast du dir ausgedacht“ Wildenroth FFB48.126925, 11.161826

°Do konn er wieder auf seiner Tenna dreschn „das ist von Vorteil für ihn“ Hohenpeißenberg SOG47.7941442, 11.0057418

das paßt / ist (etwas) auf / für jmds Tenne(n) kommt jmdm gelegen °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt:
°dös is ebbs au dein Tennd Metten DEG48.855117, 12.913475

°des is was für dei Tenna „du meisterst das“ Polling WM47.8113117, 11.1330907

Auf jmds Tenne(n) dreschen über jmdn reden, schimpfen °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
°gestern hams wieda auf dein Den droschn „über dich hergezogen“ Vilzing CHA49.1770286, 12.6770617

Jmdm auf den / die / seine(r)Tenne(n) dreschen u.ä. die Meinung sagen, zurechtweisen °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt:
°oam auf seina Denna dreschn „stark kritisieren“ Dachau DAH48.2592477, 11.4354419

Jmdm auf seine(n)/ seiner Tenne(n) dreschen verprügeln °Niederbayern vereinzelt:
°oan af sein Dön dreschn „einem den Schädel herschlagen“ Neukirchen KÖZ49.254479, 12.968590

Af ama Leit eahna Denn is guat dreschn „arme Leute können sich nicht wehren“ Staudach (Achental) TS47.778952, 12.486454
1b
Fußboden im Wohnhaus
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt
a gschloga Dend „Lehm mit Rindsblut gemischt und festgeschlagen“ Gottsdorf WEG48.532032, 13.730913
„Der Boden … gleichzeitig die Decke für die darunterliegende Stube … war gekneteter Lehm, mit Strohgräten vermischt … geschlagene Tenne Weiss Bauernjahr Kirchdf.Ld 8Das Bauernjahr im Spiegel von Arbeit und Brauchtum im Kirchdorfer Land. Aufzeichnungen von Johann Matthias Weiß, Bauer auf dem Weißhof in Trametsried von 1943-1985, Landau a.d. Isar 1992.

*1912 Trametsried REG
2
Gebäude, Raum darin
2a
Scheune, Raum darin
2aα
Scheune
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
°schiama an Wång vom Tennt außa! Dingolfing DGF48.6300801, 12.4977434
schleich i zuawi, hintern Tenna, kimmt da Hund und i muaß renna Altb.Heimatp. 7 (1955) Nr.7,11Altbayerische Heimatpost. Wochenzeitung für die bayerische Familie, 1948ff.
aufm Thennen, .2. zuegerichte Wängl .4. rechen Reichenhall REI47.729564, 12.881491, 1672 StA Mchn RMA München Unterbehörden 8237, fol.7v (Inv.)Staatsarchiv München
2aβ
Heuboden, Dachboden
°südliches Oberbayern mehrfach, °Niederbayern vereinzelt
°an Tenn om Halfing RO47.9500426, 12.2765095
du kunnt’st in d’ Tenn aufi steig’n und Heu oba schmeiß’n Thoma Werke VI,458 (Wittiber)Thoma, Ludwig: Gesammelte Werke, 8 Bde, München 1956.

*1867 Oberammergau GAP, †1921 Rottach MB; Rechtsanwalt, Redakteur, Schriftsteller
weil man drunt im Hauß/ im Stall/ im Stadl/ und auf den Thenen herum schilt Selhamer Tuba Rustica I,393Selhamer, Christoph: Tuba Rustica. Das ist: Neue Gei-Predigen, 2 Bde, Augsburg 1701.

*um 1640 Burghausen AÖ, †1708 Salzburg; Dr.theol., Geistlicher
Auch in Phras.:
obere(r)/ höhige(r)Tenne(n) °Niederbayern vereinzelt:
°da hegi Dent „oberster Boden in der Scheune“ Nottau WEG48.576310, 13.618486
„Ein … Knecht hatte die … Strohbauschen … in den Stock, auf den oberen Dent … zu heben“ Sauer Arbeiten Bayer.Wd 28Sauer, Horst: Arbeiten im Bayerischen Wald in alten Ansichten, Zaltbommel/NL 1982.
2b
Hausgang, Flur, auch Boden darin
°Mittelfranken mehrfach, °Oberbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
°putz n Dena Dietfurt RID49.036005, 11.582364
„Der mit Natur- oder Backsteinen belegte Tenner … welcher meist auch als Zugang zum Stall diente“ Regler Opf.Dorf 77Regler, Karl: Bevor der Bulldog kam – vom Leben in einem Oberpfälzer Dorf. Amberg 2005.

*1931 Edelsfeld SUL; Landwirt, Posthalter
Die gar alten … sezten sich unden an die tennen auf helfenpainen sessel Aventin IV,321,23-27 (Chron.)Johann Turmair’s genannt Aventinus sämmtliche Werke, 6 Bde, München 1881-1908.

*1477 Abensberg KEH, †1534 Regensburg; Prinzenerzieher, Geschichtsschreiber
„In die Kunstkammer gehet man durch dopplete Thürn und ein kleines Dännelein Ertl Atlas I,253Ertl, Anton Wilhelm: Chur-Bayerischer Atlas, Bd I: Eine … Abbildung/ aller in dem hochberühmten Chur-Hertzogthum Ober- und Nieder-Bayern/ auch in der Obern Pfaltz ligenden vortrefflichen Städten/ Märkt/ und theils Schlösser …, Bd II: Eine … Abbildung/ aller … Thomb- und Collegiat-Stifften / Abteyen / Probsteyen / und Clöstern …, Nürnberg 1687-90 (Nachdr. Donauwörth [1995-99]).

*1654 München, †nach 1715; Jurist, Geograph
3
(mit Baumstämmen u.ä.) eingefaßte Flußsohle am Wehr, um Flöße sicher zu leiten
Oberbayern vereinzelt
Dehna „Schleußentenne“ Lenggries TÖL47.6831625, 11.5763967
„Für die Floßdurchfahrt … wurde eine sogenannte Tenne oder Floßgasse eingebaut“ Beer Chron.Wolfratshsn 144Beer, Quirin: Chronik der Stadt Wolfratshausen, Dachau 1986.
Ahd. tenni stn., mhd. tenne st/swf./m./stn., wohl germ. Wort idg. Herkunft; vgl. Pfeifer Et.Wb. 1424Pfeifer, Wolfgang: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, 3 Bde, Berlin 1989..
denα, -ē- u.ä., auch den, -ē- Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz, dent Niederbayern (dazu ED, ; R), vereinz. dē͂d (DEG), dē͂α (RO; REH), (KÖZ).
  • Hässlein Nürnbg.Id. 132Häßlein, Johann Heinrich: Versuch eines „Nürnbergischen Idiotikons“, hg. von Gabi Oswald-Müller, Grafenau 1993.

    *1737 Nürnberg, †1796 ebd.; Amtsschreiber, Syndikus
  • Schmeller I,608Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • Westenrieder Gloss. 579Westenrieder, Lorenz v.: Glossarium Germanico-Latinum vocum obsoletarum primi et medii aevi, inprimis Bavaricarum, München 1816.

    *1748 München, †1829 ebd.; Geistlicher, Schriftsteller, Historiker, Pädagoge
  • WBÖ IV,1521-1525Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
verfasst von: E.F.