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Ton

Wörterbuch:
Link zur Arbeitsdatenbank ↗
Wortart: Substantiv
Genus: Maskulinum
Bedeutungen
1
Ton (in Redensart)
GehörTat, Motiv, Intention (Forderung, Zwang u.a.)SingenPhysikalische, chemische Qualitäten/Vorgänge, Stoffe/Material
sing in den höchsten Tön [Redensart], Penzenhofen LAU49.379600, 11.304916 ↗
singt die höchsten Tön [Redensart], Penzenhofen LAU49.379600, 11.304916 ↗
ärr gibt haldn Da ouu [Redensart], Ippesheim NEA49.602491, 10.225098 ↗
dia gäit en Ton on [Redensart], Erlach 49.706222, 10.080104 ↗
Hast du Töne Dressendorf BT49.994360, 11.659566 ↗
2
Ton
Boden, Beschaffenheit des BodensMusik und Tanz
Die ko jo net geseng, die muss erst än Spürhond hol, wu die Tön sücht „(Spürhund)“, Mühlfeld NES50.445599, 10.347366 ↗
Ton Rödles NES50.378484, 10.162677 ↗
Ta Gemünda CO50.224173, 10.806048 ↗
3
Ton, Bodenbeschaffenheit
Boden, Beschaffenheit des Bodens
Miͤ liegng auf de Grenz zwischen Gruͤbfåld und leichtn Saadfåld. Gruͤbfåld is Taa und Kallish, Saadfåld is Saad. „(Ton und Kalk); (Sand)“, Gestungshausen CO50.237527, 11.177952 ↗
4
Umgangston
Lautäußerungen (Lachen, Rufen usw.)
er hat an Ton wie a Feldwebel Neudorf HO50.276892, 11.764610 ↗
5
einzelner Schlag einer Glocke
Toan Winn AN49.215456, 10.516068 ↗

Dahen, -ent, Dahel, Ton

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 3, Spalte 1102f.
Wortart: Substantiv
Genus: Maskulinum, 
Femininum 
Bedeutungen
1
Lehm
Daa Bonbruck VIB48.4063569, 12.3951838
Doacha Tirschenreuth TIR49.881642, 12.329440, Oberpfalz 24 (1930) 229Die Oberpfalz. Heimatzeitschrift für den ehemaligen Bayerischen Nordgau, 1907ff.
auch Morast
°Dacha „Morast“ Ingolstadt IN48.7630165, 11.4250395
2
Ton, Töpfererde
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt, Oberfranken vereinzelt, Mittelfranken vereinzelt, Schwaben vereinzelt
Doa Binabiburg VIB48.4386559, 12.4269654
Tōăl „Hafnerton“ Bauernfeind Nordopf. 148Bauernfeind, Wolfgang: Aus dem Volksleben. Sitten, Sagen und Gebräuche der Nordoberpfalz, Regensburg 1910 (Neudr. Windischeschenbach 1979).

*1859 Naabdemenreuth NEW, †1938 ebd.; Landwirt, Schriftsteller
„aus dem aufgeschwemmten, von Thon, Leim und Mergel gemischten Gehügel“ Mering FDB48.265326, 10.984519, Hazzi Aufschl. II,1,243Hazzi, Joseph: Statistische Aufschlüsse über das Herzogthum Baiern, 4 Bde, Nürnberg 1801-08.
daz uaz der dahen Windbg.Ps. II,8Kirchert, Klaus: Der Windberger Psalter, 2 Bde, München 1979.

Windberg BOG, 2.H.12.Jh.
Weine, die mit andern Sachen, als Tahen … Milch, Salz und Eyern temperirt und bereitet worden 1450 Gemeiner Chron. III,188Gemeiner, Carl Theodor: Regensburgische Chronik, 4 Bde, Regensburg 1800-24 (Nachdr. München 1971).
3
Graphit, Graphitmasse zum Eisenschwärzen
°Niederbayern vereinzelt
da Docher „Ofenschwärze“ Passau PA48.567378, 13.431710
„der Graphit (hier Dacher genannt)“ Obernzell WEG48.555228, 13.639357, Bavaria I,1046Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern, bearb. von einem Kreise bayerischer Gelehrter, 4 Bde, München 1860-67.
Ahd. dâha, mhd. dahe, t- swf., germ. Wort idg. Herkunft; Kluge-Seebold 920Kluge, Friedrich: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin/New York 221989 (bearb. von Elmar Seebold)..
dǭxα, -h- u.ä. (IN; PA, WEG, WOS; TIR), dǭxαd (TIR), dǭxl (PA, WEG), dǫ̃uhn (WUN), ferner dǫ̃α, dǫα u.ä. (AIC; GRI, LA, PA, VIB, VOF; WUN; LAU), då̄̃, då̄ u.ä. (EG, VIB), dō̃ u.ä. (WEG; RID), dǫ̃u u.ä. (TIR; WUN), -l (WUN), dǫ̃αl (NEW, TIR; WUN); dǭwα (GRI, LA, VIB).
  • Schmeller I,597Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • WBÖ IV,479-483Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
verfasst von: M.S.

Ton1

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 3, Spalte 1102f.
Wortart: Substantiv
Genus: Maskulinum
Bedeutungen
1
Ton, Tonstufe
1a
Ton, Klang, Laut
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
du lus amoi am Herz, da hörst koan Ton mehr Schönbrunn LA48.549821, 12.184938
°dös hot an Dåu! „von Böllerschüssen“ Stulln NAB49.419671, 12.1407422
Va weidn hea a Gloggn leit, da Wind ’n Dou heawaaht Schwabenländer Woldnoo 128Schwabenländer, Sepp: Wou d’Woldnoo rauscht. Mundartgedichte, Weiden [1984].

*1911 Premenreuth NEW, †1989 Neuhaus NEW; Maurer
Den don oder daz clæppern fuͤrht er Konrad vM BdN 297,24f.Konrad von Megenberg: Das Buch der Natur, hg. von Franz Pfeiffer, Stuttgart 1861 (Nachdr. Hildesheim 1962).

*1309 Mäbenberg SC (?), †1374 Regensburg; Theologe, Naturwissenschaftler
dein nam gibt uns gar suessen don Tegerns.Hym. 15,14Gillitzer, Berta: Die Tegernseer Hymnen des Cgm. 858, München 1942.

Tegernsee MB, vor 1454
Phras.:
einen Ton hören Schmerz spüren °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
wia da Zehn aufghört hat (wehzutun), hab i kan Ton mehr ghört Neustadt KEH48.802075, 11.762287
1b
Tonstufe
den Ton a angebn „auf der Violine“ Passau PA48.567378, 13.431710
Phras.:
den Ton angeben tonangebend, führend sein
an Ton angebn Passau PA48.567378, 13.431710
„Stolz … Er will überall den Ton angeben Baier.Sprw. II,115[Mayer, Thomas]: Baiersche Sprichwörter mit Erklärung ihrer Gegenstände zum Unterricht und Vergnügen, 2 Bde, München 1812.

*1757 Freising, †1827 ebd.; Pfarrer

°Jetzt wird auf einem anderen Ton gepfiffen „geht es strenger zu“ Passau PA48.567378, 13.431710
°jetzt pfeift ein anderer Ton Thanhausen TIR49.802107, 12.4002896
2
Rede-, Sprechweise, Tonfall
ön an åndan Tån iwagen „gröber oder höflicher reden“ Aicha PA48.671978, 13.289834
dean Taou, dean waou die Maich immer oaschlegt Schemm Neie Deas-Gsch. 119Schemm, Otto: Neie Deas-Gschichtn, Hof 1981.

*1920 Brand WUN, †1996 Arzberg WUN; Rektor
Phras.:
der gute Ton „Umgangsregeln in der Gesellschaft“ Passau PA48.567378, 13.431710

Es geht aus / auf / in einem anderen Ton u.ä. auf andere, strengere od. schwungvollere Art u. Weise °Oberfranken vielfach, °Oberpfalz mehrfach, °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt:
°öitz göits bal af an andan Ton Stefling ROD49.2130215, 12.2044804
Üwermorng, Bou, gäihts fei wieder aasaran annern Taou Schemm Stoagaß 159Schemm, Otto: Stoagaß Nummera 17. Erinnerungen an eine Kindheit, Hof 1980.

*1920 Brand WUN, †1996 Arzberg WUN; Rektor

Übertr. in adv. Fügung:
seinen Ton u.ä. in gewohnter Weise
Blaouß d’Hanna haout si im dees ganze Griad nix gschert und haout ihrn Taou zougarwet Schemm Dees u. Sell 221Schemm, Otto: Dees und Sell. Ein nordostbayerisches Hausbuch, Hof 1987.

*1920 Brand WUN, †1996 Arzberg WUN; Rektor
3
Wort, Äußerung
°Oberbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt
°döi sagt koin oinzinga Dou Weiden WEN49.676727, 12.162220
Öitza häiare koin Taou mäiha „nichts mehr davon“ Singer Arzbg.Wb. 234Singer, Friedrich Wilhelm: Allgemeines und gebräuchliches … nützliches Arzberger Wörterböichl, Arzberg 1970f.

*1918 Schacht WUN, †2003 Weiden; Arzt, Heimatforscher
was er grosser sünd ir melt, der sagt sie kain tun in der welt Regensburg R49.013904, 12.100040, um 1500 Fischer Mären 339,43f.Fischer, Hans: Die deutsche Märendichtung des 15. Jahrhunderts, München 1966.
Phras.:
°dicke Töne redn „angeberisch daherreden“ Chiemgau  47.872903, 12.453183

Keinen Ton mehr hören wollen u.ä. keine Widerrede, keine Störung mehr dulden, Drohung °Oberbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
°koan Ton mecht i mehr hörn – schaug, daß d’as Bett eikimmst! „zu Kindern“ Halfing RO47.9500426, 12.2765095

Oan Ton no, dann kriagtz ihr dreckats, langhoorigs Gsindel aa Gscheite in eier Bietels-Fotzn Schwandorf SAD49.3261854, 12.1092708, Opf.Heimatspiegel 26 (2002) 52Oberpfälzer Heimatspiegel, Pressath, 1998ff.

°Der laßt koan Ton mehr hern „gibt keine Nachricht, kein Lebenszeichen von sich“ Polling WM47.8113117, 11.1330907

Keinen Ton von etwas verstehen kein Wissen, keine Kenntnis von etwas haben °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt:
°der versteht vo dem koan Ton Bogen BOG48.909699, 12.692232
4
Geschmack, Schmerz
4a
sinnlich wahrnehmbarer Geschmack
°Oberbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
°an Doa how „unangenehmen Geschmack“ Bernbeuren SOG47.7376437, 10.7769144
°däi Suppn hout doch goar koan Toun Dietfurt RID49.036005, 11.582364
4b
körperlich empfundener Schmerz
°Oberbayern vereinzelt
°koan Ton mirk i mer an mein weher Fuaß Endlhausen WOR47.9428042, 11.5760235
5
gute Beschaffenheit, Schwung, Geschicklichkeit, Wissen, meist in den Fügungen einen / keinen Ton haben u.ä.
5a
gute Beschaffenheit, Nutzen
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
°dös håt an Dua Peiting SOG47.795462, 10.9235088
°des haout koin Dou neat, wennst as Heu umschlagst „nach dem Regen“ Sulzkirchen BEI49.168396, 11.357339
Auch in der Fügung:
keinen Ton machen nichts zustandebringen, beitragen °Oberbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
°der macht koan Ton zu der Arbeit Pemfling CHA49.2653429, 12.61139
5b
innerer Schwung, innere Kraft
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt
°des houd an Doun „geht flott“ Sulzbach-Rosenberg SUL49.4992468, 11.7470259
°er had kan Dou za da Orwed Regelsbach SC49.367825, 10.949572
Dös haout koin Taou „keinen rechten Schwung“ Singer Arzbg.Wb. 234Singer, Friedrich Wilhelm: Allgemeines und gebräuchliches … nützliches Arzberger Wörterböichl, Arzberg 1970f.

*1918 Schacht WUN, †2003 Weiden; Arzt, Heimatforscher
5c
Geschicklichkeit
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
°dea Knecht hot koin Tou zua Arwat Traidendorf BUL49.172291, 11.944055
„Von einem schlechten Arbeiter … Däa haout koin Taou zara Arwet Singer Arzbg.Wb. 234Singer, Friedrich Wilhelm: Allgemeines und gebräuchliches … nützliches Arzberger Wörterböichl, Arzberg 1970f.

*1918 Schacht WUN, †2003 Weiden; Arzt, Heimatforscher
5d
Wissen, Kenntnis
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
°der håt ja koan Ton davon „versteht von einer Sache gar nichts“ Oberhögl BGD47.809341, 12.899356
Mhd. dôn stm., aus lat. tonus; Kluge-Seebold 920Kluge, Friedrich: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin/New York 221989 (bearb. von Elmar Seebold)..
dǫu(n) u.ä. Oberpfalz (dazu TÖL; DEG; WUN; HEB, SC, (n) (HEB, SC, doα(n) u.ä. Oberbayern (dazu MAI, PA; CHA, R; GUN; A, FDB, duα(n) (FFB, LL; NM; FDB, (WEG), daneben ugs. (n), (n) u.ä.
  • Schmeller I,516Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • WBÖ V,150f.Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
verfasst von: A.S.H.

Ton2

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 3, Spalte 1847f.
Bedeutung
Lehm, Ton

Ton3, Tom

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 3, Spalte 1848f.
Wortart: Substantiv
Genus: Maskulinum
Bedeutungen
1
Lippenblütler
1a
Hohlzahn
1aα
Kleiner Hohlzahn (Galeopsis tetrahit)
°Oberbayern mehrfach (v.a. S), °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
°do is a Haufn Doan wida drin Weilheim WM47.839932, 11.140986
°Dam Tirschenreuth TIR49.881642, 12.329440
dãu Brünner Samerbg 63Brünner, Marianne: Mundart und Wortgut des Samerberggebietes, Diss.masch. München 1955.

*1925 Aschaffenburg, †2016; Studiendirektorin
Phras.:
°da steckst an Daun drinna „in einer verwickelten, mißlichen Lage“ Hagnberg MB47.703598, 11.933907

Reim:
°da Doa, dea stäat aloa Peißenberg WM47.7965862, 11.0670713

Bauernregel:
°der Doa macht s Korn kloa Peißenberg WM47.7965862, 11.0670713
1aβ
Ackerhohlzahn (Galeopsis ladanum)
°Oberbayern vereinzelt
°da Dau Oberhaching M48.0261447, 11.5963153
1b
Taubnessel (Lamium)
„der Dau(n ) Leizachtal 56Das Leizachtal. Ein Heimatbuch, o.O. [1913].
2
Kreuzblütler
2a
Ackersenf (Sinapis arvensis)
°Oberbayern vereinzelt
Dau Niklasreuth MB47.7845902, 11.9194704
2b
Hederich (Raphanus raphanistrum)
°Doa Bayersoien SOG47.692616, 10.991532
3
Korbblütler
3a
Gemeine Gänsedistel (Sonchus oleraceus)
Dau Elbach MB47.741133, 11.951870
3b
Ackerdistel (Cirsium arvense)
in der Bauernregel:
Da Toa (die Ackerdistel) macht as Korn kloa Bauer Oldinger Jahr 91Bauer, Therese: Das Oldinger Jahr. Brauch und Sitte im Bauernstand, Erfurt 1944.

*1893 München, †1968 Mittenwald GAP; Schriftstellerin. Mundart von Peißenberg WM
3c
Große Klette (Arctium Lappa)
Doa Kohlgrub GAP47.665818, 11.048838
4
Windenknöterich (Polygonum convolvulus)
°Dau „Wickel im Getreide“ Lam KÖZ49.196618, 13.049079
Zur selben germ. Wz. wie Tod; WBÖ V,150Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff..
Mit Fortsetzung von mhd. ô, z.T. mit volksetym. Anschluß an Tau od. Dorn (Marzell Pfln. II,551Wörterbuch der deutschen Pflanzennamen, bearb. von Heinrich Marzell, 5 Bde, Leipzig (3./4. Bd Stuttgart/Wiesbaden) 1943-79.

*1885 München, †1970 Erlangen; Dr.phil., Oberstudienrat
), dǭ͂ (BGD), dǫu(n) (TS, WOR, FDB), dau(n) u.ä. Oberbayern (dazu KÖZ, VIB, VIT, doα(n), u.ä. (FFB, GAP, SOG, WM, WOR; BOG, DEG, KEH, KÖZ), dǫ̈un (ED), wohl aus Pl. dạ̄m (TIR).
  • Schmeller I,513Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • WBÖ V,150Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
verfasst von: A.S.H.
Hinweis:
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