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anbletzen

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 2, Spalte 1296f.
Wortart: Verb
Bedeutungen
1
anschneiden, anhauen
å̄̃blętʃn „z.B. von Rüben“ nach Kollmer II,36 Kollmer, Michael: Die schöne Waldlersprach. Von Wegscheid bis Waldmünchen, von Passau bis Regensburg, 3 Bde, Moosbach 1987-89.

*1917 Auwies KÖZ, †2001; Dr.phil., Gymnasialprof.
„einen Rettig anpletzen, ein plattes Stück davon weg schneiden, hauen“ Schmeller I,465 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
2
Rinde entfernen, ankerben
2a
durch Entfernen von Rinde kennzeichnen
°Oberbayern vielfach, °Niederbayern vielfach, °Oberpfalz vielfach, °Oberfranken vielfach, °Mittelfranken vielfach, °Schwaben vielfach
a Marchbam werd oplätzt und a Kreuz eineghaut Hundham MB47.757882, 11.941530
°dö Bam wo ablezt hand, wean umgschnin Neukirchen a.Inn PA48.517592, 13.370333
°da Mayabaua hot sei halbats Holz für sein Neubau oblätzt Wiefelsdorf BUL49.279512, 12.0765902
„läßt der Waldbesitzer ... die zu fällenden hiebreifen Stämme anplätzen Siebzehnriebl Grenzwaldheimat 16 Siebzehnriebl, Franz Xaver: Grenzwaldheimat, Grafenau 1991.

*1891 Neukirchen KÖZ, †1981 ebd.; Lehrer, Heimatforscher
Redensart(en):
davoa scho s Bäuml onbläzn „eine junge Frau schon vor der Ehe schwängern“ Altfalter NAB49.3961856, 12.206858
2b
°Oberpfalz vereinzelt
°oplätzn „teilweise schälen“ Wiesau TIR49.9107433, 12.1845209
2c
ankerben
Oberbayern vielfach, Niederbayern mehrfach, Oberpfalz mehrfach, Mittelfranken mehrfach, Schwaben mehrfach
oplätzn „früher zur Pechgewinnung“ Haidlfing LAN48.736963, 12.713763
„indem sie die pechhaltigen Nadelbäume … anpletzten, die Rinde ... entfernten oder die Stämme anbohrten“ Altb.Heimatp. 60 (2008) Nr.1,7 Altbayerische Heimatpost. Wochenzeitung für die bayerische Familie, 1948ff.
3
verletzen, beschädigen
3a
(leicht) verletzen
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
°den host grod a weng oblätzt „das Wild bleibt nicht liegen“ Fronau ROD49.2678745, 12.4356655
3b
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt
°wenn ma an Baam net richti schmeißt, tuat a den andern, den stehadn obletzn Halfing RO47.9500426, 12.2765095
Döi oiagfallna Epfl sän allawaal ganz oablätzt Singer Arzbg.Wb. 37 Singer, Friedrich Wilhelm: Allgemeines und gebräuchliches … nützliches Arzberger Wörterböichl, Arzberg 1970f.

*1918 Schacht WUN, †2003 Weiden; Arzt, Heimatforscher
4
übertr. verspotten
°oplätzn „einen verspotten“ Weilheim WM47.839932, 11.140986
  • Schmeller I,465 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • WBÖ III,396 Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
  • Schwäb.Wb. I,178 Schwäbisches Wörterbuch, bearb. von Hermann Fischer (Bd 6 von Wilhelm Pfleiderer), 6 Bde, Tübingen 1904-36.
  • Schw.Id. V,288 Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache, Frauenfeld 1881ff.
  • Suddt.Wb. I,321 Sudetendeutsches Wörterbuch, hg. von Heinz Engels, München 1988ff.
  • 2DWB II,775 Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm. Neubearbeitung, Leipzig 1965ff.
  • Braun Gr.Wb. 52 Braun, Hermann: Großes Wörterbuch der Mundarten des Sechsämter-, Stift- und Egerlandes, Marktredwitz 1981ff.

    *1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil., Oberstudienrat
  • Kollmer II,36 Kollmer, Michael: Die schöne Waldlersprach. Von Wegscheid bis Waldmünchen, von Passau bis Regensburg, 3 Bde, Moosbach 1987-89.

    *1917 Auwies KÖZ, †2001; Dr.phil., Gymnasialprof.
  • Rasp Bgdn.Mda. 161 Rasp, Franz: Berchtesgadener Mundart, Berchtesgaden 1985.

    *1940 Maria Gern BGD, †1988 Watzmann; Landwirt
  • Fragebögen:
  • S-15F7, 60F8, M-283/12, W-36/50
verfasst von: E.F.
Hinweis:
Dieser Artikel wurde automatisch auf Basis redaktionell erarbeiteter Daten erstellt. Die vorgestellten Bedeutungen sind vorläufig, nicht hierarchisch geordnet und weitere Bedeutungsangaben können folgen.

anbletzen

Wörterbuch:
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Wortart: Verb (schwach)
Wortfamilie: anbletzen
Bedeutung
1
jemandem ins Gesicht rauchen
Rauchen
Dar hoet mi aͦgeplätzt „ins Gesicht rauchen“, Eußenheim MSP49.985612, 9.809134 ↗