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So sind z. B. abends, abendlich, Sylvesterabend und Abendbrot der Wortfamilie Abend zugeordnet.
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Wählen Sie hier bei Bedarf bitte einen oder mehrere Landkreis(e) aus. Es handelt sich dabei jedoch mit Ausnahme derer des Fränkischen Wörterbuchs um Altlandkreise vor der Gebietsreform der 1970er Jahre. Dies ist ein Ordnungsschema des Wortschatzes nach der Bedeutung. Es basiert auf dem System, das Post (1998) auf der Grundlage von Hallig/v. Wartburg (1952) erweitert und entwickelt hat. Mittels vierstelliger Nummern werden themen- bzw. sachverwandte Wörter einander zugeordnet.
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bellen1

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 2, Spalte 217f.
Wortart: Verb
Bedeutungen
1
bellen
°Oberbayern vielfach, °Niederbayern vielfach, °südliches Oberpfalz vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
°es muas was los sein ums Haus, wei dö Hund so arg bejn Stephanskirchen RO47.855505, 12.181220
°d’Hund habn dö ganze Nacht boin Hunding DEG48.8420511, 13.1772555
Herr Richter, a jeds bei uns im Haus werd Eahna bestätign kenna, daß weda der Hund no mei Vogl in da Nacht belln Tochtermann Oiß wos Recht is 20Tochtermann, Erwin: Oiß wos Recht is! 63 heitere Geschichten aus dem weißblauen Amtsgericht, München 1982.

*1930 München
die merhund pellent niht, si hûchent neur mit den mäulern Konrad vM BdN 234,22f.Konrad von Megenberg: Das Buch der Natur, hg. von Franz Pfeiffer, Stuttgart 1861 (Nachdr. Hildesheim 1962).

*1309 Mäbenberg SC (?), †1374 Regensburg; Theologe, Naturwissenschaftler
um Mitternacht. Als S’Bauerns Bummerl g’wacht. Und der hat bolln, hat bolln Sturm Lieder 112Sturm, Marcelin: Lieder zum Theil in baierischer Mundart, o.O. 1819.

*1760 Rötz WÜM, †1812 Hiltersried WÜM; Augustiner
Ra:
°an dera ihrm grobn Gsicht ham si scho neun Hund z’Toud bellt Tittmoning LF48.0621714, 12.7676484

Wann … õà Hund bejd, bejd bǫid s ganzze Doàf „Wenn einer ein Gerücht verbreitet, weiß es im Nu das ganze Dorf“ Kaps Welt d.Bauern 117Kaps, Peter: Die Welt des Bauern im Sprichwort, Passau 1987.

*1917 Rabenbrunn EG, †1997 Simbach EG; Steuerberater, Rechtsbeistand
auch knurren
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt
der Hund beït Altenbuch LAN48.7830015, 12.7525503
Heulen
Niederbayern vereinzelt
beïn Klinglbach BOG49.0239422, 12.7984132
2
übertr.
2a
brüllen (vom Stier)
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt
der Stier böüt Untermenzing M48.1768839, 11.4760583
auch muhen
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt
böin Lauterbach RO47.812147, 12.192601
2b
lärmen
°Oberbayern vereinzelt
°beala Walleshausen LL48.1509356, 10.977846
auch dröhnen, ächzen (von einer Eisdecke)
°wenn’s Eis wåchst, bejt da See Prien RO47.8541669, 12.3455493
2c
heftig weinen
Oberbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt
böin Staudach (Achental) TS47.778952, 12.486454
2d
husten
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt
gråd bēin tuad a Aicha PA48.671978, 13.289834
2e
kurz angebunden sein
bēin Aicha PA48.671978, 13.289834
Ahd. bëllan, mhd. bëllen stv., germ. Wort idg. Herkunft; Kluge-Seebold 108Kluge, Friedrich: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin/New York 221989 (bearb. von Elmar Seebold)..
bęln u.ä., im Vokalisierungsgeb. ‑ęi‑, ‑ǫi- u.ä., vgl. Lg. § 3j3Kranzmayer, Eberhard: Historische Lautgeographie des gesamtbairischen Dialektraumes, Wien/Graz/Köln 1956., vereinz. -eα- (LL).— Part.Prät. in heutiger Mda. meist wie swv., daneben boin (DEG, VIT).
  • Delling I,63Beiträge zu einem baierischen Idiotikon, ges. von Johann v. Delling, 2 Bde, München 1820.

    *1764 München, †1838 ebd.; Jurist, Historiker
  • Schmeller I,228Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • WBÖ II,963f.Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
  • Schwäb.Wb. I,836f.Schwäbisches Wörterbuch, bearb. von Hermann Fischer (Bd 6 von Wilhelm Pfleiderer), 6 Bde, Tübingen 1904-36.
  • Schw.Id. IV,1158Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache, Frauenfeld 1881ff.
  • Suddt.Wb. II,196f.Sudetendeutsches Wörterbuch, hg. von Heinz Engels, München 1988ff.
  • DWB I,1451-1453Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, 16 Bde, Leipzig 1854-1954 (Nachdr. München 1984).
  • Frühnhd.Wb. III,1228f.Frühneuhochdeutsches Wörterbuch, hg. von Ulrich Goebel und Oskar Reichmann, Berlin/New York 1989ff.
  • Lexer HWb. I,174Lexer, Matthias [v.]: Mittelhochdeutsches Handwörterbuch, 3 Bde, Leipzig 1872-78 (Neudr. Leipzig 1965).
  • Ahd.Wb. I,872-874Althochdeutsches Wörterbuch, bearb. u. hg. von Elisabeth Karg-Gasterstädt, Theodor Frings u.a., Berlin 1968ff.
  • Fragebögen:
  • S-58J33, 74C1, 77A22, M-265/4, W-10/50
abbellen  abbenügen, anbellen, verbellen, herbellen1, widerbellen
verfasst von: H.U.S.J.D.