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bleuen

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 2, Spalte 1302f.
Wortart: Verb
Bedeutungen
1
(weich) klopfen, schlagen
Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt, Mittelfranken vereinzelt
ploia Fleisch weich klopfen Metten DEG48.855117, 12.913475
pluin Häring Gäuboden 163[Häring, Georg]: Söizog’n, strangkitzli und stoigrante. Alte Begriffe und Ausdrücke aus dem Sprachgut der Landwirtschaft des Gäubodens, Straubing [2]1980.

*1912 Pankofen DEG, †2016 Plattling; Dr.agr., Landwirtschaftsdirektor
vom Bleia und Boazen Wiad da Stockfisch sel woach Pangkofer Ged.altb.Mda. 297Pangkofer, Jos[eph] Ans[elm]: Gedichte in altbayerischer Mundart, Bd I, Nürnberg 31854.

*1804 Riedenburg, †1854 München; Dr.phil., Gutsverwalter, Schriftsteller
unz [bis] ih di muoter vant riwege, an die brust bliwende Kaiserchr. 151,3830f.Kaiserchronik eines Regensburger Geistlichen, hg. von Edward Schröder, Berlin 1964.

Regensburg. (?), 12.Jh.
nos pulsabamus ‘wir ployeten gleich’ Aventin I,381,33f. (Gramm.)Johann Turmair’s genannt Aventinus sämmtliche Werke, 6 Bde, München 1881-1908.

*1477 Abensberg KEH, †1534 Regensburg; Prinzenerzieher, Geschichtsschreiber
Schlags zsam die Hund, wie man den Stockfisch bluit, wenns nit lernen wolln Bucher Kinderlehre 44[Bucher, Leonhard Anton Joseph v.:] Eine Kinderlehre auf dem Lande von einem Dorfpfarrer, o.O. 21781.

*1746 München, †1817 ebd.; Jesuit, Pfarrer, Gymnasialrektor
In fester Fügung:
um die Ohren bleuen wiederholt sagen
Einem etwas um die Ôren bleuen Schmeller I,321Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek

Dergleichen pleut hübschlich umb die oren dem jungen kaiser Valentiniano ... obgenanter Symmachus Aventin IV,1092,9-11 (Chron.)Johann Turmair’s genannt Aventinus sämmtliche Werke, 6 Bde, München 1881-1908.

*1477 Abensberg KEH, †1534 Regensburg; Prinzenerzieher, Geschichtsschreiber
2
(Wäsche) bleuen
2a
mit dem Bleuel schlagen
°Oberpfalz mehrfach, Mittelfranken mehrfach, °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt
d’Wösch bloja Deggendorf DEG48.839582, 12.958749
°„früher hat man die Wäsche am fließenden Wasser bluit Schwandorf SAD49.3261854, 12.1092708
„kaum hat die Stasl die dampfende Lauge über die Wäsche geschüttet, zieht sie auch schon das erstbeste Trumm heraus und bloit (schlägt) tüchtig drauf los“ Elbach MB47.741133, 11.951870, HuV 14 (1936) 92Heimat und Volkstum. Amtliches Nachrichtenblatt der Wörterbuchkommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München, 1923-39.
Die Wasch ... bleuen Schmeller I,320Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
daz man fürpaz chain gewant pleuen sol 1347 Stadtr.Mchn (Auer ) 123Das Stadtrecht von München, hg. von Franz Auer, München 1840 (Neudr. Aalen 1969).
2b
mit dem Mangbleu schlagen
s Pfuad bluia „das Hemd nach dem Trocknen klopfen, damit es weich wird“ Zandt KÖZ49.155458, 12.726891
bloin „Wäsche mit einem Bloiholz schlagen, anstelle des Bügelns“ Rasp Bgdn.Mda. 30Rasp, Franz: Berchtesgadener Mundart, Berchtesgaden 1985.

*1940 Maria Gern BGD, †1988 Watzmann; Landwirt
3
(Flachs) schwingen
Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
°n Floas blaia Fürnried SUL49.4565315, 11.5969824
bluin „bleuen“ Kollmer II,64Kollmer, Michael: Die schöne Waldlersprach. Von Wegscheid bis Waldmünchen, von Passau bis Regensburg, 3 Bde, Moosbach 1987-89.

*1917 Auwies KÖZ, †2001; Dr.phil., Gymnasialprof.
Swer in der stat flachs derret oder pleut 1347 Stadtr.Mchn (Auer ) 140Das Stadtrecht von München, hg. von Franz Auer, München 1840 (Neudr. Aalen 1969).
„Flachs bläuen... mit hölzenen Schlägeln“ Hässlein Nürnbg.Id. 51Häßlein, Johann Heinrich: Versuch eines „Nürnbergischen Idiotikons“, hg. von Gabi Oswald-Müller, Grafenau 1993.

*1737 Nürnberg, †1796 ebd.; Amtsschreiber, Syndikus
4
schlagen, verprügeln
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt
bluin, daß eam da rote Saft obarinnt Finsing ED48.2167439, 11.8253553
wenn da Mo s’Wei nöt ploid, Is wia wenn s’Kraut nöt soid [siedet] Greising DEG48.871115, 13.028627, Huber-Simbeck Ndb.Liederb. 107Huber, Kurt und Ludwig Simbeck: Niederbairisches Liederbuch, hg. von Clara Huber, München [1951].

Huber, K., *1893 Chur, †1943 München; Prof. für Philosophie. Simbeck, L., *1896 Abensberg KEH, †1976 Deggendorf; Rektor
Und pluits den̄ im Dreiviertltagkt, A ganze halbe Stund Mayer Raindinger Hs. 124Mayer, Wolfgang: Die Raindlinger Handschrift. Eine „Lieder Sammlung“ aus Niederbayern (1845-50), München 1999.

Rainding GRI
(Percutere) pliuuuan Tegernsee MB47.7099191, 11.7543337, 9.Jh. StSG. II,219,29Die althochdeutschen Glossen, ges. und bearb. von Elias Steinmeyer und Eduard Sievers, 5 Bde, Berlin 1879-1922 (Nachdr. Dublin/Zürich 1968f.).
daz er hat ain Frawen pleut 1403 Stadtarch. Rgbg Cam. 6, fol.58r Stadtarchiv Regensburg
„einen bleien, statt schlagen“ Westenrieder Mchn 324Westenrieder, Lorenz v.: Beschreibung der Haupt- und Residenzstadt München, München 1782.

*1748 München, †1829 ebd.; Geistlicher, Schriftsteller, Historiker, Pädagoge
5
intensiv, angestrengt lernen
bleuen „büffeln, intensiv lernen“ München M48.139686, 11.578889
6
eine Fährte aufnehmen u. ihr folgen, wohl
in fester Fügung:
nâch der ferte bliuwen HadamarvL 31,126Hadamar’s von Laber Jagd und drei andere Minnegedichte seiner Zeit und Weise, hg. von J[ohann] A[ndreas] Schmeller, Stuttgart 1850 (Nachdr. Amsterdam 1968).

Hadamar III (?) von Laaber PAR, *um 1300, †nach 1354
Ahd. bliuwan, mhd. bliuwen stv., germ. Wort unklarer Herkunft; Pfeifer Et.Wb. 149Pfeifer, Wolfgang: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, 3 Bde, Berlin 1989..
bloin Oberbayern, Niederbayern (dazu FDB), bloiα Niederbayern, Oberpfalz (dazu WUG; FDB), bluin Oberbayern (dazu BOG, LA; NEN, SUL, WÜM), bluiα Oberpfalz (dazu LL, SOG, WM; BOG, KÖZ, MAL, VIT; EIH; A, DON), blain Oberbayern, Niederbayern (dazu AM, ESB, VOH; WUN; HEB, LAU, N), blaiα Oberpfalz, Oberfranken, Mittelfranken (dazu GRI, SR), bloi (BGD, ; PA), bluinα (RO), bloim (LF), -ai- (LAU, N), blẽo (LF), blẽα (LF, TS), bluα (NAB, NEN). In Bed.4 durch Kontamination mit bleichen bloiχα Oberbayern (dazu KÖZ, MAL, VIB, VIT, WEG), -ui- (DAH), -ai- Oberbayern, Niederbayern (dazu CHA, KEM, R, ROD; WUN; DON, FDB), -n (RO; DEG; KEM).
  • Delling I,84Beiträge zu einem baierischen Idiotikon, ges. von Johann v. Delling, 2 Bde, München 1820.

    *1764 München, †1838 ebd.; Jurist, Historiker
  • Hässlein Nürnbg.Id. 51Häßlein, Johann Heinrich: Versuch eines „Nürnbergischen Idiotikons“, hg. von Gabi Oswald-Müller, Grafenau 1993.

    *1737 Nürnberg, †1796 ebd.; Amtsschreiber, Syndikus
  • Schmeller I,320f.Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • Zaupser Nachl. 13Zaupser, Andreas: Nachlese zum baierischen und oberpfälzischen Idiotikon, München 1789 (Nachdr. Grafenau 1986), selbständig in →ZAUPSER.

    *1748 München, †1795 ebd.; Hofkriegsratssekretär, Prof. für Philosophie
  • WBÖ III,401-403Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
  • Schwäb.Wb. I,1200, VI,1665Schwäbisches Wörterbuch, bearb. von Hermann Fischer (Bd 6 von Wilhelm Pfleiderer), 6 Bde, Tübingen 1904-36.
  • Schw.Id. V,250f.Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache, Frauenfeld 1881ff.
  • Suddt.Wb. II,451Sudetendeutsches Wörterbuch, hg. von Heinz Engels, München 1988ff.
  • DWB II,111-113Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, 16 Bde, Leipzig 1854-1954 (Nachdr. München 1984).
  • Frühnhd.Wb. IV,610f.Frühneuhochdeutsches Wörterbuch, hg. von Ulrich Goebel und Oskar Reichmann, Berlin/New York 1989ff.
  • Lexer HWb. I,310Lexer, Matthias [v.]: Mittelhochdeutsches Handwörterbuch, 3 Bde, Leipzig 1872-78 (Neudr. Leipzig 1965).
  • WMU 270Wörterbuch der mittelhochdeutschen Urkundensprache auf der Grundlage der altdeutschen Originalurkunden bis zum Jahr 1300, Berlin 1986ff.
  • Ahd.Wb. I,1219f.Althochdeutsches Wörterbuch, bearb. u. hg. von Elisabeth Karg-Gasterstädt, Theodor Frings u.a., Berlin 1968ff.
  • Berthold Fürther Wb. 24Berthold, Eugen: Dei hulli alli ô. Ein amüsantes Wörterbuch der Fürther Mundart, Fürth 1975.

    *1897 Fürth, †1976 ebd.; Oberinspektor
  • Braun Gr.Wb. 52f., 466Braun, Hermann: Großes Wörterbuch der Mundarten des Sechsämter-, Stift- und Egerlandes, Marktredwitz 1981ff.

    *1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil., Oberstudienrat
  • Kollmer II,64, 318Kollmer, Michael: Die schöne Waldlersprach. Von Wegscheid bis Waldmünchen, von Passau bis Regensburg, 3 Bde, Moosbach 1987-89.

    *1917 Auwies KÖZ, †2001; Dr.phil., Gymnasialprof.
  • Rasp Bgdn.Mda. 30Rasp, Franz: Berchtesgadener Mundart, Berchtesgaden 1985.

    *1940 Maria Gern BGD, †1988 Watzmann; Landwirt
  • Singer Arzbg.Wb. 38Singer, Friedrich Wilhelm: Allgemeines und gebräuchliches … nützliches Arzberger Wörterböichl, Arzberg 1970f.

    *1918 Schacht WUN, †2003 Weiden; Arzt, Heimatforscher
  • Fragebögen:
  • S-52L24, 102C35, M-103/3
verfasst von: E.F.
Hinweis:
Dieser Artikel wurde automatisch auf Basis redaktionell erarbeiteter Daten erstellt. Die vorgestellten Bedeutungen sind vorläufig, nicht hierarchisch geordnet und weitere Bedeutungsangaben können folgen.

bleuen

Wörterbuch:
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Wortart: Verb (schwach)
Bedeutungen
1
verjagen, Beine machen
geblaut „gebleut?“, Scherneck CO50.199234, 10.952776 ↗
gebleud Dörfles CO50.282751, 10.997756 ↗
gebleut Bad Rodach CO50.341294, 10.778534 ↗
gebleut Weitramsdorf CO50.256223, 10.879630 ↗
gebläut [Umlaut], Weitramsdorf CO50.256223, 10.879630 ↗
2
Fußball schießen
Sport
bleuer Kronach KC50.235990, 11.331048 ↗
bleun Windheim KC50.427057, 11.336836 ↗
pleun Knellendorf KC50.266600, 11.304263 ↗
3
verhauen, verprügeln
den hob i gscheit gebleut Neuses a.d.Regnitz FO49.772396, 11.032219 ↗
gebleut „nein; bei uns“, Etzelskirchen ERH49.715870, 10.819357 ↗
bläua Kösten LIF50.149202, 11.040313 ↗
4
verprügeln
hauen, verprügeln
bleia Edlendorf HO50.251600, 11.755243 ↗ Zell HO50.134653, 11.819697 ↗
bleua „bleua, (= wenige, aber starke Schläge)“, Unterleiterbach BA50.038537, 10.946561 ↗
5
schlagen
hauen, verprügeln
och Gott hom sa mein Hann gebleut [Redensart], Neuengrün KC50.300309, 11.507433 ↗
då it die Kåtz gebläut Stadelschwarzach KT49.836404, 10.329925 ↗
6
werfen
Schnäabålln blöi Unterspiesheim SW49.954387, 10.262411 ↗
Schneâbôln bleui Kürnach 49.845476, 10.041345 ↗
7
Schlagen der nassen Wäsche
der Schlaf/Erschöpfung/Erholung
die Wäsche wird gebleut Oberweißenbach WUN50.165547, 12.085493 ↗
8
schlagen, hacken, zerkleinern
Bewegungen und Tätigkeiten der Hände
bleua Frensdorf BA49.815856, 10.866075 ↗
9
schneeballwerfen
blöün Garstadt SW49.974690, 10.172324 ↗
10
stark rauchen, Zigaretten
Rauchen
bleuen Hergolshausen SW49.964410, 10.156720 ↗
Hinweis:
Dieser Artikel ist ein Platzhalter für dieses Stichwort, da es sich noch in Bearbeitung befindet und künftig in die BDO eingespeist wird.

bleuen

Wörterbuch:
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