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bloß
Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 2, Spalte 1352–1354
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Wortart: Adjektiv
Wortart: Adverb
Wortart: Partikel
Adj.
Grammatik
Adjektiv
nackt, unbedeckt
Verbreitung
°Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt
Dialektbelege
an blåussn Khōbf Kirchberg PAN48.285957, 13.016266
blaous „blos, nackt“ Schuegraf Wäldler 114 Schuegraf, Jos[ef] Max[imilian]: Der Wäldler. Gedichte in der Mundart des bayerischen Waldes, Würzburg 1858.
*1804 Cham, †nach 1864; Zollbeamter
*1804 Cham, †nach 1864; Zollbeamter
wi arm und wi plous an dem kreicz Tegerns.Hym. 25,56f. Gillitzer, Berta: Die Tegernseer Hymnen des Cgm. 858, München 1942.
Tegernsee MB, vor 1454
Tegernsee MB, vor 1454
Creutz-weiß vnd paarfuͤssig/ auch dreymahl vmb den Altar auff blossen Knyen zu gehen Wunderwerck (Benno) 190 Leben Und Wunderwerck Deß heiligen Bischoffs und Beichtigers Benno, München 1697.
nacktes Gesäß
Grammatik
Als Substantiv, Als Maskulinum
Dialektbelege
°hodan awa aso gwachäd [geschlagen] aufan Bloussn, da Bap Grafing EBE48.044733, 11.965002
wund, aufgerieben
Verbreitung
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt
Dialektbelege
°laßts dös Kind nöt so lang liegn, dös werd ja blåß Inzell TS47.7633488, 12.7492369
ohne eig. Dazugehörendes
ohne Haut, Haar, Fell od. Federn
Dialektbelege
°schauds bloße Fleisch raus Regensburg R49.013904, 12.100040
den plozzen hasen umb fuͤnf pfenninge nach 1320 Rgbg.Urkb. I,717 Regensburger Urkundenbuch, Bd 1 [hg. von Josef Widemann], Bd 2 hg. von Franz Bastian und Josef Widemann, München 1912-56.
Ploßer unhariger … der nit har hat Voc.Teutonico-Latinus z.iiiv Vocabularius Teutonico-Latinus, Nürnbg 1482. (Nachdruck Hildesheim/New York 1976).
ohne Eisenbeschlag
Dialektbelege
°des Radl is blos „Holzrad ohne Eisenbeschlag“ Kreuth MB47.6410174, 11.7442455
†ungeschützt, offen
Dialektbelege
soll keiner mit keinem bloßen oder rohen Feur … uber die Gassen gehen Kirchenreinbach SUL49.543514, 11.591842, 1543 Hartinger Ordnungen II,645 Hartinger, Walter: „... wie von alters herkommen ...“. Dorf-, Hofmarks-, Ehehaft- und andere Ordnungen in Ostbayern, Passau 1998.
keinen Flax nit … legen, wie auch die Spänn aufn bloßen Ofen und sonst feyers-gefährlichen Ohrt nit Beratzhausen PAR49.096118, 11.809578, 1780 Hartinger Ordnungen II,461 Hartinger, Walter: „... wie von alters herkommen ...“. Dorf-, Hofmarks-, Ehehaft- und andere Ordnungen in Ostbayern, Passau 1998.
†unbewaffnet
Dialektbelege
die ploß wacht hat alle Nacht xL mann gehabt … daß sendt die levt den nit wappner geboten sendt Regensburg R49.013904, 12.100040, 1487 Freyberg Slg III,78 Freyberg, M[ax] v.: Sammlung historischer Schriften und Urkunden. Geschöpft aus Handschriften, 5 Bde, Stuttgart/Tübingen 1827-36.
†blank, aus der Scheide gezogen
Dialektbelege
daz er/ in/ sin genœttet hab/ mit blozzer wer Passau PA48.567378, 13.431710, 1299 Corp.Urk. IV,541,38 Corpus der Altdeutschen Originalurkunden bis zum Jahre 1300, begr. von Friedrich Wilhelm, 6 Bde, Lahr 1932-86.
herzog Ernnst von Saxen trug dem römischen küng das blos swert vor Arnpeck Chron. 548,32f. Arnpeck, Veit: Sämtliche Chroniken, hg. von Georg Leidinger, München 1915 (Neudr. Aalen 1969).
*vor 1440 Freising, †1495 Landshut; Geistlicher in Amberg
*vor 1440 Freising, †1495 Landshut; Geistlicher in Amberg
nechtlicher weil mit plosser wöhr auf der gassen umbgeloffen Au MAI48.558354, 11.737585, 1610 Helm Obrigkeit 177 Helm, Winfried: Obrigkeit und Volk. Herrschaft im frühneuzeitlichen Alltag Niederbayerns, untersucht anhand archivalischer Quellen, Passau 1993.
ohne Geld, mittellos
Verbreitung
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
Dialektbelege
°iatz bin i bloiß „habe ich kein Geld mehr“ Nußdorf RO47.7422451, 12.156916
wiewol die Zalstuben der Zeit ganz bloß 1595 MHStA Kurbayern Prot. Nr.123,fol.57v Hauptstaatsarchiv München
Phraseologie
In festen Fügungen:
sich bloß geben / legen / machen / stellen alles Geld ausgeben °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt:
°er håt si ganz bloaß gschtellt Peißenberg WM47.7965862, 11.0670713
°ich kann mi niat ganz blouß gebn Falkenberg TIR49.8584745, 12.224902
°er håt si ganz bloaß gschtellt Peißenberg WM47.7965862, 11.0670713
°ich kann mi niat ganz blouß gebn Falkenberg TIR49.8584745, 12.224902
°Na is a ganz aufn Bloußn, wenn a als vasuffa håt „ganz ohne Geld“ Halfing RO47.9500426, 12.2765095
leer, inhaltslos
leer, nicht gefüllt
Dialektbelege
°blous macha „den Christbaum ableeren“ Hagnberg MB47.703598, 11.933907
ich wæn, daz sie [die Lunge] truckner sei und plœzer von pluot wan diu leber Konrad vM BdN 30,16f. Konrad von Megenberg: Das Buch der Natur, hg. von Franz Pfeiffer, Stuttgart 1861 (Nachdr. Hildesheim 1962).
*1309 Mäbenberg SC (?), †1374 Regensburg; Theologe, Naturwissenschaftler
*1309 Mäbenberg SC (?), †1374 Regensburg; Theologe, Naturwissenschaftler
ain Cruzefix vnd plossn khëlch Sambt dem patten darauf gesëzt 1609 Haidenbucher Geschichtb. 5 Haidenbucher, Maria Magdalena: Geschicht Buech de Anno 1609 biß 1650, hg. von Gerhard Stalla, Amsterdam 1988.
*1576 Kaufering LL, †1650 Frauenchiemsee RO; Äbtissin
*1576 Kaufering LL, †1650 Frauenchiemsee RO; Äbtissin
8b
†inhaltslos, ohne Sinn
Dialektbelege
damit wir uns selbs nit triegen mit unsern … lären plossen worten Aventin IV,59,9-12 (Chron.) Johann Turmair’s genannt Aventinus sämmtliche Werke, 6 Bde, München 1881-1908.
*1477 Abensberg KEH, †1534 Regensburg; Prinzenerzieher, Geschichtsschreiber
*1477 Abensberg KEH, †1534 Regensburg; Prinzenerzieher, Geschichtsschreiber
kahl, baumlos
Dialektbelege
°blous macha „roden“ Hagnberg MB47.703598, 11.933907
So auch in demselben [Wald] ein bloßer Fleck gefunden und zu einem Acker oder Wißmat tüchtig Chammünster CHA49.2104187, 12.6951457, 1529 Hartinger Ordnungen II,503 Hartinger, Walter: „... wie von alters herkommen ...“. Dorf-, Hofmarks-, Ehehaft- und andere Ordnungen in Ostbayern, Passau 1998.
10
†nicht in Besitz von, mit Gen. od. in präp. Fügung
Dialektbelege
so múest ich sein der eren plos! Füetrer Persibein 79,295 Füetrer, Ulrich: Persibein aus dem ‘Buch der Abenteuer’, hg. von Renate Munz, Tübingen 1964.
*vor 1450 Landshut, †um 1495 München; Maler, Geschichtsschreiber, Hofdichter
*vor 1450 Landshut, †um 1495 München; Maler, Geschichtsschreiber, Hofdichter
wan man nit allein an gelt, sondern auch an traidt und vich allzeit bloß Fried-Haushofer Dießen 25 Fried, Pankraz und Heinz Haushofer: Die Ökonomie des Klosters Diessen. Das Compendium Oeconomicum von 1642, Stuttgart 1974.
Dießen LL
Dießen LL
schneefrei
Dialektbelege
°do is ja scho blouß, da hot d’Sun ja scho an Schne-i weggag’leint „weggeschmolzen“ Wettstetten IN48.823139, 11.414169
nichts anderes als
Dialektbelege
daaßtas mitn blaousn Auch kaam gseah haoust Schemm Die allerneistn Deas-Gsch. 69 Schemm, Otto: Die allerneistn Deas-Gschichtn, Hof 1994.
*1920 Brand WUN, †1996 Arzberg WUN; Rektor
*1920 Brand WUN, †1996 Arzberg WUN; Rektor
Muaß liegn auf bloßen Stroh und Heu Eisenärzt TS47.798074, 12.6396406, Hartmann Volksl. 51 Volkslieder. In Bayern, Tirol und Land Salzburg, ges. von August Hartmann, Bd 1: Volksthümliche Weihnachtlieder, Leipzig 1884.
*1846 München, †1917 ebd.; Dr.phil, Gymnasiallehrer, Oberbibliothekar
*1846 München, †1917 ebd.; Dr.phil, Gymnasiallehrer, Oberbibliothekar
er izzt zwen tag ab plozzer erde 1328 Stadtr.Mchn (Dirr) 115,21 Denkmäler des Münchner Stadtrechts, 1.Bd (2 Tle) 1158-1403, bearb. und eingeleitet von Pius Dirr, München 1934-36.
[er soll] da ers nit thaͤte/ von dem Herrngunst gefallen/ vnd ein blosser freystiffter sein Landr.1616 289 Landrecht, Policey- Gerichts- Malefitz- und andere Ordnungen Der Fürstenthumben Obern und Nidern Bayrn, München 1616.
Ob sich die Ehehaft aus bloßer Observanz oder aus einer Conzession oder aus einem Kontrakte herleite Leibersdorf MAI48.627440, 11.865146, 1766 Hartinger Ordnungen III,392 Hartinger, Walter: „... wie von alters herkommen ...“. Dorf-, Hofmarks-, Ehehaft- und andere Ordnungen in Ostbayern, Passau 1998.
Adv.
Grammatik
Adverb
nur
Verbreitung
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
Dialektbelege
si is nöd blåus hibsch schen, si is doiflösch schen Mittich GRI48.440634, 13.396183
°ma sagt a nix, ma red a blos Weiden WEN49.676727, 12.162220
Bloß a etla, dö san so dasi dagsessn Fabian Homer 29 Fabian, Franz: Der niederbayerische Homer, Dießen 1911.
kain vermehrung der ehehalten, sonder bloß ein solche abwexlung Fried-Haushofer Dießen 63 Fried, Pankraz und Heinz Haushofer: Die Ökonomie des Klosters Diessen. Das Compendium Oeconomicum von 1642, Stuttgart 1974.
Dießen LL
Dießen LL
daß manche Eltern … die kleinste Kinder, bloß um … derselben einige Augenblicke los zu werden, in die pfarrliche Gottesdienste … schicken Sünching R48.880367, 12.3548167, 1792 Hartinger Ordnungen II,919 Hartinger, Walter: „... wie von alters herkommen ...“. Dorf-, Hofmarks-, Ehehaft- und andere Ordnungen in Ostbayern, Passau 1998.
ungefähr, fast
Dialektbelege
blåus drämoi „ungefähr, fast“ Iggensbach DEG48.730933, 13.141065
auch fast nicht, kaum
Dialektbelege
blos „fast nicht, kaum“ Emsing HIP48.999637, 11.262469
†ganz u. gar, durchaus
Dialektbelege
Blous ni~cks, wêi ni~cks is „ganz und gar nichts“ Bayerischer Wald49.008003, 13.309785, Schmeller I,330 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).
*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
III
nur, als Verstärkung od. Bekräftigung
Grammatik
Partikel
Dialektbelege
Und daß mr unddern Kocha ja bloas kuar an Deckl aufhebb Wölzmüller Lechrainer 89 Wölzmüller, Martin: Der Lechrainer und seine Sprache, Landsberg am Lech 1987.
*1956 Prittriching LL
*1956 Prittriching LL
Etymologie
Ahd, mhd. blôz, Herkunft unklar; Pfeifer Et.Wb. 151 Pfeifer, Wolfgang: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, 2 Bde, Berlin 21993. .
Lautungen
blǫus Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz, Mittelfranken, dazu -ǫα- (FFB, LL, WM), -ǫi- (RO), -ęǫ- (WEG), daneben auch blōs, -o-.
Literatur
- Schmeller I,330f. Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).
*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
- WBÖ III,436-438 Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
- Schwäb.Wb. I,1214f. Schwäbisches Wörterbuch, bearb. von Hermann Fischer (Bd 6 von Wilhelm Pfleiderer), 6 Bde, Tübingen 1904-36.
- Schw.Id. V,155-158 Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache, Frauenfeld 1881ff.
- Suddt.Wb. II,460 Sudetendeutsches Wörterbuch, hg. von Heinz Engels, München 1988ff.
- DWB II,144-150 Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, 16 Bde, Leipzig 1854-1954 (Nachdr. München 1984).
- Frühnhd.Wb. IV,639-644 Frühneuhochdeutsches Wörterbuch, hg. von Ulrich Goebel und Oskar Reichmann, Berlin/New York 1989ff.
- Lexer HWb. I,312f, III,Nachtr. 93 Lexer, Matthias [v.]: Mittelhochdeutsches Handwörterbuch, 3 Bde, Leipzig 1872-78 (Neudr. Leipzig 1965).
- WMU 270 Wörterbuch der mittelhochdeutschen Urkundensprache auf der Grundlage der altdeutschen Originalurkunden bis zum Jahr 1300, Berlin 1986ff.
- Ahd.Wb. I,1225f. Althochdeutsches Wörterbuch, bearb. u. hg. von Elisabeth Karg-Gasterstädt, Theodor Frings u.a, Berlin 1968ff.
- Berthold Fürther Wb. 25 Berthold, Eugen: Dei hulli alli ô. Ein amüsantes Wörterbuch der Fürther Mundart, Fürth 1975.
*1897 Fürth, †1976 ebd.; Oberinspektor - Denz Windisch-Eschenbach 114 Denz, Josef: Die Mundart von Windisch-Eschenbach. Ein Beitrag zum Lautstand und zum Wortschatz des heutigen Nordbairischen, Frankfurt/Bern/Las Vegas 1977.
*1942 Windischeschenbach NEW; Dr.phil, Wörterbuchredaktor
Komposita
verfasst von: A.S.H.
zum SeitenanfangCC-BY-SA
bloß
Wörterbuch:
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frei von etwas
Grammatik
Adjektiv
nicht bedeckt
nackt, unbekleidet
Sachgruppen
geschlechtsunspezifische Kleidung u. ä. (z.B. Brieftasche, Handtasche, Etui); ausstatten (versehen mit, übergeben, aufbewahren, erhalten, befreien von, wegnehmen)
Verbreitung
Augsburg A48.3668041, 10.8986971, Unterringingen DLG48.7271041, 10.5358654, Westallgäu
Phraseologie
Dear fährt oim mit 'm bloaßa A... en d's Gsicht Er ist sehr zornig, Unterringingen DLG48.7271041, 10.5358654, Unterr. Ws. 3 : Unterringinger Wortschatz (handschriftliches Manuskript in deutscher Schrift, 3 Teile, ca. 1900 geschrieben, Autor nicht ganz sicher, bei der Handschrift handelt es sich jedoch sicher um die des Michel Eberhardt, gleichnamiger Vater des Heimatdichters), Unterringingen, o.J.
haarlos, unbehaart
Sachgruppen
physische Eigenheiten d. Körpers (z.B. buckelig, Buckel)
Verbreitung
Unterringingen DLG48.7271041, 10.5358654
Phraseologie
Reiß m'r a Hoor raus aus d'r bloasa Haand Unterringingen DLG48.7271041, 10.5358654, Unterr. Ws. 3 : Unterringinger Wortschatz (handschriftliches Manuskript in deutscher Schrift, 3 Teile, ca. 1900 geschrieben, Autor nicht ganz sicher, bei der Handschrift handelt es sich jedoch sicher um die des Michel Eberhardt, gleichnamiger Vater des Heimatdichters), Unterringingen, o.J.
2
ohne Blätter, ohne Laub
Sachgruppen
allg. Pflanzenteile (Knospe, Zweig u.a.)
Verbreitung
Ries
Phraseologie
Wetterregel:
Gewitter im Frühling, bevor die Bäume ihr Laub tragen, deuten auf eine schlechte Ernte hin
Wanns über da bloasa Wald durnt, nocht durnts em Viech da Honger en Bara ond de Leut en d' Tischlad Wetterregel Gewitter im Frühling, bevor die Bäume ihr Laub tragen, deuten auf eine schlechte Ernte hin, Ries, Eberhardt, Frühling 36 Eberhardt, Michel: Frühlingsbilder aus dem Rieser Volksleben, in: Der Daniel 1, S. 35 - 38, Nördlingen, 1968
Wanns über da bloasa Wald durnt, nocht durnts em Viech da Honger en Bara ond de Leut en d' Tischlad Wetterregel Gewitter im Frühling, bevor die Bäume ihr Laub tragen, deuten auf eine schlechte Ernte hin, Ries, Eberhardt, Frühling 36 Eberhardt, Michel: Frühlingsbilder aus dem Rieser Volksleben, in: Der Daniel 1, S. 35 - 38, Nördlingen, 1968
nichts anders als
Sachgruppen
ausstatten (versehen mit, übergeben, aufbewahren, erhalten, befreien von, wegnehmen)
Verbreitung
Willmatshofen A48.279196, 10.6548358
Dialektbelege
Woischt no, wia im Mühlabächle / miar zwoi mit d'r bloaßa Hand / in de Gümpla g'froschat hand Willmatshofen A48.279196, 10.6548358, Wörle 71 Wörle, Wilhelm: D' Welt ischt voller Melodeia. Mundartgedichte (mit Worterklärungen S. 322 - 330), Weißenhorn, 1979, Auflage 1
lediglich, nur
Sachgruppen
Adverbien u. ä.
Verbreitung
Schwaben
Dialektbelege
I habb de bloß a weng v'r-schregga gwellt Grosselfingen NÖ48.836986, 10.560737, Steger, Wb. 50 Steger Hartmut: Wörterbuch der Rieser Mundarten. So hot ma sooscht gsagt. Fünf Grosselfinger erinnern sich an die Sprache ihrer Kinderzeit, Nördlingen, 1999, Auflage 1
Deam sei Chrischdadomm got o bloß bis zum Geldbeidl! Ebermergen DON48.7553085, 10.7117294, Beck, Eberm. 61 Beck, Gertrud: Baim Pfarr wurd net nor bäd. Christliche Bräuche, alte Wörter, Redensarten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Ebermergen, 2004, Auflage 1
Sobännd i bloaß a gotzegs Weartle saag, isch schu Fuir 'm Daa Altstädten SF47.486197, 10.2845713, Köberle 6f. Köberle, Joseph: Die Altstädter Mundart, in: Zirkel, Heinrich (Hg.), Heimatkunde für den Landkreis Sonthofen, Heft 16/17, S. 1-17, Sonthofen, 1952
Sell gsponna, sell gwoba ka' d' Mädla bloß loba! Willmatshofen A48.279196, 10.6548358, Wörle 225 Wörle, Wilhelm: D' Welt ischt voller Melodeia. Mundartgedichte (mit Worterklärungen S. 322 - 330), Weißenhorn, 1979, Auflage 1
2
soeben, kurz vorher
Sachgruppen
Adverbien u. ä.; Zeit
Verbreitung
Westallgäu
Dialektbelege
ar išt blōs... fu̜rt Westallgäu, Gruber 18 Gruber, Anton: Die Westallgäuer Mundart, hg. v. Renn, Manfred und Landkreis Lindau, II. Teil Wörterbuch, Heidelberg, 1987
dient dazu, einer Äußerung Nachdruck zu verleihen
Sachgruppen
Adverbien u. ä.
Verbreitung
Schwaben mehrfach
Dialektbelege
Bloß nous, dau henǝ isch mǝr 's z' bang! Ettringen MN48.1040879, 10.6535987, Schwarz Br. Schwarz, Brigitte: eigene Kompetenz, Edelstetten, Ettringen
Bloß it hudla! Nur keine Eile!, Türkheim MN48.0601151, 10.6394156, Ruf 76 Ruf, Hans: So schwätzt dr Schwaub, Türkheim, 1978
Mach me bloß net narrat! Belzheim NÖ48.9621483, 10.5285316, Ernst, Paul 36 Ernst, Paul: Typisch Belzheimer Ausdrücke (Computerausdruck), 1999
Wo goht wohl bloaß der Holzwart he? Pfronten FÜS47.5813782, 10.5579673, Lotter 20 Lotter, Pius: Pfrontar Spinnar und Originale, Kempten, 1985
Baur und Lad'r müaßat schwitza, / daß na bloß d'r Dräk ralauft Willmatshofen A48.279196, 10.6548358, Wörle 215 Wörle, Wilhelm: D' Welt ischt voller Melodeia. Mundartgedichte (mit Worterklärungen S. 322 - 330), Weißenhorn, 1979, Auflage 1
Etymologie
ahd, mhd. blōz, Herkunft unklar; Pfeifer 151Pfeifer, Wolfgang: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, München, 2000, Auflage 5
Literatur
- Schwäb.Wb. I 1214f. Fischer, Hermann: Schwäbisches Wörterbuch. 6 Bände, Tübingen, 1904-1936
- BWB II 1352-1354 Kommission für Mundartforschung (Hg.): Bayerisches Wörterbuch, München, 2003ff.
- Schmeller I 330f. Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch (1827 - 1837). Bearbeitet von Frommann, Georg Karl (1872 - 1877). 2. bearbeitete Ausgabe. 2 Bände, München (Nachdruck), 1985
verfasst von: BS
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Dieser Artikel wurde automatisch auf Basis redaktionell erarbeiteter Daten erstellt. Die vorgestellten Bedeutungen sind vorläufig, nicht hierarchisch geordnet und weitere Bedeutungsangaben können folgen.
bloß
Wörterbuch:
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Wortart: Modalpartikel
bloß, nur, lediglich
Sachgruppen
Menge/Wiederholung/Intensivierung/Mangel/Abschwächung
Dialektbelege
A Bluma mit a sutn Noma känna mä net; als Vornoma hots bluß nä "Gorch" orrä nä "Gärch" geem. Bärnreuth BT50.042513, 11.688056 ↗
Der übt christliche Nächstnliebe, owa blouß ba sein Verzüüch! „(v. verzogen)“, Nürnberg N49.383857, 11.202352 ↗
die olt Glutzhenna hot bloß die Helft ausgebrut [Umlaut], Neuses a.d.Regnitz FO49.772396, 11.032219 ↗
ä nübfd immer bluuß (an deinä Dassn odä a sein Gloos) „nippt immer bloß an seiner Tasse oder an seinem Glas“, Reichenbach b.Teuschnitz KC50.398336, 11.381226 ↗
lediglich
Sachgruppen
Besondere Wörter; Adverbien u. ä.; Menge/Wiederholung/Intensivierung/Mangel/Abschwächung
Dialektbelege
in Schausta gibts bluß nuch drei Peter, en Seides Peter, en Schübels Peter un en Kantor sei Katz Schauenstein HO50.278229, 11.741362 ↗
alles gäiht, blouß di Fresch hupfm, und wenn däi langsam hupfm, gengers aa! „alles ist machbar“ [Redensart], Schwabach SC49.328456, 11.024710 ↗
es idd kobbfd wi gschbrunga, olles gädd, bloß di Frösch hobfn „sich Mut machend“ [Redensart], Dettelbach KT49.803783, 10.165725 ↗
A su a langsamer Frusch, der hockt blous don „Ein Frosch kann nicht schnell laufen“, Göhren WUG48.950577, 11.004212 ↗
Der hod an alles ghassn blous kan feine Herrn [Kasusbesonderheit], Treuchtlingen WUG48.959516, 10.909644 ↗
allas gäihd blous di Frösch hubfn „irgendwer verhält sich immer anders als die Mehrheit“ [Redensart], Ezelsdorf LAU49.327903, 11.346839 ↗
alles gäht, bloeß die Frösch hopfe „Zuspruch“ [Redensart], Rothenburg o.d.T. AN49.380195, 10.186729 ↗
dea is bloūs z ´ g´naasche „dea is bloūs z ´ g´naasche (dem schmeckt nicht alles)“ [schlecht lesbar], Selb WUN50.171311, 12.133932 ↗
der hockt a blouss in d'r Sunna und fengt Muggn „ein unnützer fauler Mensch“ [Umlaut], Weißenburg WUG49.027209, 10.971024 ↗
der macht bloūs a halwe Awat
des is doch blous a Mucker schieß „nur eine Kleinigkeit“ [Umlaut], Wendelstein RH49.351293, 11.154641 ↗
dou braugschd bloß ōfrüma „du brauchst bloß was zu wünschen“, Treuchtlingen WUG48.959516, 10.909644 ↗
dou hat's blouß nu um a Muggäbaa gfehlt „es ging nur noch um eine Kleinigkeit“ [Umlaut], Schwabach SC49.328456, 11.024710 ↗
dös is ja blous a Muggaschies „das ist sehr klein, Portion“ [Umlaut], Hersbruck LAU49.509062, 11.433491 ↗
ess fälld bloos nua Muggerbeidela „es fehlt nur eine winzige Kleinigkeit“ [Umlaut], Großhabersdorf FÜ49.404121, 10.788236 ↗
hat mit dem Ess blous a bissel so rumtou [Flexionsbesonderheit], Penzenhofen LAU49.379600, 11.304916 ↗
häß mi wie da möügst, v'rlang mir bloas kan Gald oo „ist schimpf wie du magst, verlange mir bloß kein Geld am“ [schlecht lesbar], Neubrunn WÜ49.730955, 9.672196 ↗
is jo blouß a glois / gloins Gansla „unbedeutende, junge Person“ [Redensart], Raitenbuch WUG49.013940, 11.125318 ↗
it doch bloos e Muggeschißla mach kee sou e Gschrei „wenn ein kleines Kind sich weh getan hat“ [Umlaut], Rüdenhausen KT49.764890, 10.341270 ↗
mechd blous wissen, af wos dea schdolz is „sagt man von einem eingebildeten Kerl, der eigentlich gar keinen Grund zum Stolzsein hätte“, Treuchtlingen WUG48.959516, 10.909644 ↗
lediglich, nur
Sachgruppen
Menge/Wiederholung/Intensivierung/Mangel/Abschwächung
Dialektbelege
"Der hoat ze allem Gschick, blouß nit zen earbetn." [Kasusbesonderheit], Schauenstein HO50.278229, 11.741362 ↗
Der hält blouß Mauaff'n feil! [Redensart]
nur
Sachgruppen
Menge/Wiederholung/Intensivierung/Mangel/Abschwächung
Dialektbelege
Dä wass schoa woss gut iss oan annen Zeug schochete bluus aweng rümm Presseck KU50.199331, 11.650564 ↗
die Ärschola kriëge se bloß zåmgebröckelt sust lanna sa es Ärfrassa Eußenheim MSP49.985612, 9.809134 ↗
be dennen gibds doch wenn scho bluusne Dochhoosnbrodn „spöttische Bezeichnung für arme Leute“ [Umschrift unsicher], Kulmbach KU50.103928, 11.444818 ↗
Hundsfotze es āch Flāsch, bluß ka Schweinenes „Hundeschnauze ist auch Fleisch, bloß kein Schweinernes“ [Redensart], Kälberau AB50.090696, 9.094131 ↗
Muggnpfiffe kost blus amoll essen „giftige Fliegenpilze“ [Umlaut], Kulmbach KU50.103928, 11.444818 ↗
die hamm blos Lumbm und Läus „verwahrloste Familie“ [Redensart], Höchstadt a.d.Aisch ERH49.709569, 10.812836 ↗
dä hott blus Läus und Flöh und die senn kraok „wenn jemand nicht sein eigen nennt“ [Redensart], Nedensdorf LIF50.116417, 10.971597 ↗
gibt's überall bluß Leis und Fleh „ist alles unsauber und schlampig“ [Umlaut], Münchberg HO50.190575, 11.789879 ↗
lediglich, bloß
Sachgruppen
Menge/Wiederholung/Intensivierung/Mangel/Abschwächung
Dialektbelege
ausschließlich
Sachgruppen
Menge/Wiederholung/Intensivierung/Mangel/Abschwächung
Dialektbelege
aufhaltn de̢rfm blūs boum odər mansbildər, und nit blūs nåuch dər Trauiə, sugār bən khamər wåuə fārn wūrət frəiər aufgəhaltn [außersprachlich], Bad Steben HO50.355733, 11.638561 ↗
lediglich, ausschließlich
Sachgruppen
Menge/Wiederholung/Intensivierung/Mangel/Abschwächung
Dialektbelege
Dös macht er obber blouß inn Gschäft derhamm stopft sei Alte sei frechs Maul Heilsbronn AN49.340057, 10.789607 ↗
der kimmt blaous alle heilige Zeit rimmal [Redensart]
nur, lediglich
Sachgruppen
Adverbien u. ä.; Menge/Wiederholung/Intensivierung/Mangel/Abschwächung
lediglich, stets
Sachgruppen
Menge/Wiederholung/Intensivierung/Mangel/Abschwächung
Dialektbelege
bloß, nur
Sachgruppen
gramm. Wort; Einstufung (tauglich, nützlich, wichtig, persönliche Bewertung); Menge/Wiederholung/Intensivierung/Mangel/Abschwächung
nur, um alles in der Welt
Sachgruppen
Menge/Wiederholung/Intensivierung/Mangel/Abschwächung
auf jeden Fall
Sachgruppen
Einstufung (tauglich, nützlich, wichtig, persönliche Bewertung)
Dialektbelege
endlich
Sachgruppen
Menge/Wiederholung/Intensivierung/Mangel/Abschwächung
Dialektbelege
nackt, ohne Besteck
Dialektbelege
nicht bedeckt mit Saat
Sachgruppen
Acker-, Getreidebau
Dialektbelege
nur, auf keinen Fall
Dialektbelege
nur, um alle in der Welt
Sachgruppen
Adverbien u. ä.
Dialektbelege
ohne Bewuchs
Sachgruppen
Acker-, Getreidebau
Dialektbelege
rein, ausschließlich
Dialektbelege
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