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bloß

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 2, Spalte 1352–1354
Wortart: Adjektiv
Wortart: Adverb
Wortart: Partikel
Bedeutungen
I1
nackt, unbedeckt
°Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt
an blåussn Khōbf Kirchberg PAN48.285957, 13.016266
blaous „blos, nackt“ Schuegraf Wäldler 114 Schuegraf., Jos[ef] Max[imilian]: Der Wäldler. Gedichte in der Mundart des bayerischen Waldes, Würzburg 1858.

*1804 Cham, †nach 1864; Zollbeamter
wi arm und wi plous an dem kreicz Tegerns.Hym. 25,56f. Gillitzer, Berta: Die Tegernseer Hymnen des Cgm. 858, München 1942.

Tegernsee MB, vor 1454
Creutz-weiß vnd paarfuͤssig/ auch dreymahl vmb den Altar auff blossen Knyen zu gehen Wunderwerck (Benno) 190 Leben Und Wunderwerck Deß heiligen Bischoffs und Beichtigers Benno, München 1697.
nacktes Gesäß
Als Substantiv, Als Maskulinum 
°hodan awa aso gwachäd [geschlagen] aufan Bloussn, da Bap Grafing EBE48.044733, 11.965002
I2
wund, aufgerieben
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt
°laßts dös Kind nöt so lang liegn, dös werd ja blåß Inzell TS47.7633488, 12.7492369
I3
ohne eig. Dazugehörendes
I3a
ohne Haut, Haar, Fell od. Federn
°schauds bloße Fleisch raus Regensburg R49.013904, 12.100040
den plozzen hasen umb fuͤnf pfenninge nach 1320 Rgbg.Urkb. I,717 Regensburger Urkundenbuch, Bd 1 [hg. von Josef Widemann], Bd 2 hg. von Franz Bastian und Josef Widemann, München 1912-56.
Ploßer unhariger … der nit har hat Voc.Teutonico-Latinus z.iiiv Vocabularius Teutonico-Latinus, Nürnbg 1482. (Nachdruck Hildesheim/New York 1976).
I3b
ohne Fleisch
a bloss Boa „Knochen ohne Fleisch“ Ingolstadt IN48.7630165, 11.4250395
I3c
ohne Eisenbeschlag
°des Radl is blos „Holzrad ohne Eisenbeschlag“ Kreuth MB47.6410174, 11.7442455
I3d
ohne Streu
°es liegt blouß do „ein Vieh ohne Streu“ Rottach-Egern MB47.6909599, 11.7707109
I4
ungeschützt, offen
soll keiner mit keinem bloßen oder rohen Feur … uber die Gassen gehen Kirchenreinbach SUL49.543514, 11.591842, 1543 Hartinger Ordnungen II,645 Hartinger, Walter: „... wie von alters herkommen ...“. Dorf-, Hofmarks-, Ehehaft- und andere Ordnungen in Ostbayern, Passau 1998.
keinen Flax nit … legen, wie auch die Spänn aufn bloßen Ofen und sonst feyers-gefährlichen Ohrt nit Beratzhausen PAR49.096118, 11.809578, 1780 Hartinger Ordnungen II,461 Hartinger, Walter: „... wie von alters herkommen ...“. Dorf-, Hofmarks-, Ehehaft- und andere Ordnungen in Ostbayern, Passau 1998.
I5
unbewaffnet
die ploß wacht hat alle Nacht xL mann gehabt … daß sendt die levt den nit wappner geboten sendt Regensburg R49.013904, 12.100040, 1487 Freyberg Slg III,78 Freyberg, M[ax] v.: Sammlung historischer Schriften und Urkunden. Geschöpft aus Handschriften, 5 Bde, Stuttgart/Tübingen 1827-36.
I6
blank, aus der Scheide gezogen
daz er/ in/ sin genœttet hab/ mit blozzer wer Passau PA48.567378, 13.431710, 1299 Corp.Urk. IV,541,38 Corpus der Altdeutschen Originalurkunden bis zum Jahre 1300, begr. von Friedrich Wilhelm, 6 Bde, Lahr 1932-86.
herzog Ernnst von Saxen trug dem römischen küng das blos swert vor Arnpeck Chron. 548,32f. Arnpeck, Veit: Sämtliche Chroniken, hg. von Georg Leidinger, München 1915 (Neudr. Aalen 1969).

*vor 1440 Freising, †1495 Landshut; Geistlicher in Amberg
nechtlicher weil mit plosser wöhr auf der gassen umbgeloffen Au MAI48.558354, 11.737585, 1610 Helm Obrigkeit 177 Helm, Winfried: Obrigkeit und Volk. Herrschaft im frühneuzeitlichen Alltag Niederbayerns, untersucht anhand archivalischer Quellen, Passau 1993.
I7
ohne Geld, mittellos
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
°iatz bin i bloiß „habe ich kein Geld mehr“ Nußdorf RO47.7422451, 12.156916
wiewol die Zalstuben der Zeit ganz bloß 1595 MHStA Kurbayern Prot. Nr.123,fol.57v Hauptstaatsarchiv München
In festen Fügungen:
sich bloß geben / legen / machen / stellen alles Geld ausgeben °Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt:
°er håt si ganz bloaß gschtellt Peißenberg WM47.7965862, 11.0670713
°ich kann mi niat ganz blouß gebn Falkenberg TIR49.8584745, 12.224902

°Na is a ganz aufn Bloußn, wenn a als vasuffa håt „ganz ohne Geld“ Halfing RO47.9500426, 12.2765095
I8
leer, inhaltslos
I8a
leer, nicht gefüllt
°blous macha „den Christbaum ableeren“ Hagnberg MB47.703598, 11.933907
ich wæn, daz sie [die Lunge] truckner sei und plœzer von pluot wan diu leber Konrad vM BdN 30,16f. Konrad von Megenberg: Das Buch der Natur, hg. von Franz Pfeiffer, Stuttgart 1861 (Nachdr. Hildesheim 1962).

*1309 Mäbenberg SC (?), †1374 Regensburg; Theologe, Naturwissenschaftler
ain Cruzefix vnd plossn khëlch Sambt dem patten darauf gesëzt 1609 Haidenbucher Geschichtb. 5 Haidenbucher, Maria Magdalena: Geschicht Buech de Anno 1609 biß 1650, hg. von Gerhard Stalla, Amsterdam 1988.

*1576 Kaufering LL, †1650 Frauenchiemsee RO; Äbtissin
I8b
inhaltslos, ohne Sinn
damit wir uns selbs nit triegen mit unsern … lären plossen worten Aventin IV,59,9-12 (Chron.) Johann Turmair’s genannt Aventinus sämmtliche Werke, 6 Bde, München 1881-1908.

*1477 Abensberg KEH, †1534 Regensburg; Prinzenerzieher, Geschichtsschreiber
I9
kahl, baumlos
°blous macha „roden“ Hagnberg MB47.703598, 11.933907
So auch in demselben [Wald] ein bloßer Fleck gefunden und zu einem Acker oder Wißmat tüchtig Chammünster CHA49.2104187, 12.6951457, 1529 Hartinger Ordnungen II,503 Hartinger, Walter: „... wie von alters herkommen ...“. Dorf-, Hofmarks-, Ehehaft- und andere Ordnungen in Ostbayern, Passau 1998.
I10
nicht in Besitz von, mit Gen. od. in präp. Fügung
so múest ich sein der eren plos! Füetrer Persibein 79,295 Füetrer, Ulrich: Persibein aus dem ‘Buch der Abenteuer’, hg. von Renate Munz, Tübingen 1964.

*vor 1450 Landshut, †um 1495 München; Maler, Geschichtsschreiber, Hofdichter
wan man nit allein an gelt, sondern auch an traidt und vich allzeit bloß Fried-Haushofer Dießen 25 Fried, Pankraz und Heinz Haushofer: Die Ökonomie des Klosters Diessen. Das Compendium Oeconomicum von 1642, Stuttgart 1974.

Dießen LL
I11
schneefrei
°do is ja scho blouß, da hot d’Sun ja scho an Schne-i weggag’leint „weggeschmolzen“ Wettstetten IN48.823139, 11.414169
I12
nichts anderes als
daaßtas mitn blaousn Auch kaam gseah haoust Schemm Die allerneistn Deas-Gsch. 69 Schemm, Otto: Die allerneistn Deas-Gschichtn, Hof 1994.

*1920 Brand WUN, †1996 Arzberg WUN; Rektor
Muaß liegn auf bloßen Stroh und Heu Eisenärzt TS47.798074, 12.6396406, Hartmann Volksl. 51 Volkslieder. In Bayern, Tirol und Land Salzburg, ges. von August Hartmann, Bd 1: Volksthümliche Weihnachtlieder, Leipzig 1884.

*1846 München, †1917 ebd.; Dr.phil., Gymnasiallehrer, Oberbibliothekar
er izzt zwen tag ab plozzer erde 1328 Stadtr.Mchn (Dirr) 115,21 Denkmäler des Münchner Stadtrechts, 1.Bd (2 Tle) 1158-1403, bearb. und eingeleitet von Pius Dirr, München 1934-36.
[er soll] da ers nit thaͤte/ von dem Herrngunst gefallen/ vnd ein blosser freystiffter sein Landr.1616 289 Landrecht, Policey- Gerichts- Malefitz- und andere Ordnungen Der Fürstenthumben Obern und Nidern Bayrn, München 1616.
Ob sich die Ehehaft aus bloßer Observanz oder aus einer Conzession oder aus einem Kontrakte herleite Leibersdorf MAI48.627440, 11.865146, 1766 Hartinger Ordnungen III,392 Hartinger, Walter: „... wie von alters herkommen ...“. Dorf-, Hofmarks-, Ehehaft- und andere Ordnungen in Ostbayern, Passau 1998.
II
II1
nur
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
si is nöd blåus hibsch schen, si is doiflösch schen Mittich GRI48.440634, 13.396183
°ma sagt a nix, ma red a blos Weiden WEN49.676727, 12.162220
Bloß a etla, dö san so dasi dagsessn Fabian Homer 29 Fabian, Franz: Der niederbayerische Homer, Dießen 1911.
kain vermehrung der ehehalten, sonder bloß ein solche abwexlung Fried-Haushofer Dießen 63 Fried, Pankraz und Heinz Haushofer: Die Ökonomie des Klosters Diessen. Das Compendium Oeconomicum von 1642, Stuttgart 1974.

Dießen LL
daß manche Eltern … die kleinste Kinder, bloß um … derselben einige Augenblicke los zu werden, in die pfarrliche Gottesdienste … schicken Sünching R48.880367, 12.3548167, 1792 Hartinger Ordnungen II,919 Hartinger, Walter: „... wie von alters herkommen ...“. Dorf-, Hofmarks-, Ehehaft- und andere Ordnungen in Ostbayern, Passau 1998.
II2
ungefähr, fast
blåus drämoi „ungefähr, fast“ Iggensbach DEG48.730933, 13.141065
auch fast nicht, kaum
blos „fast nicht, kaum“ Emsing HIP48.999637, 11.262469
II3
ganz u. gar, durchaus
Blous ni~cks, wêi ni~cks is „ganz und gar nichts“ Bayerischer Wald49.008003, 13.309785, Schmeller I,330 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
III
nur, als Verstärkung od. Bekräftigung
Partikel 
Und daß mr unddern Kocha ja bloas kuar an Deckl aufhebb Wölzmüller Lechrainer 89 Wölzmüller, Martin: Der Lechrainer und seine Sprache, Landsberg am Lech 1987.

*1956 Prittriching LL
Ahd., mhd. blôz, Herkunft unklar; Pfeifer Et.Wb. 151 Pfeifer, Wolfgang: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, 3 Bde, Berlin 1989. .
blǫus Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz, Mittelfranken, dazu -ǫα- (FFB, LL, WM), -ǫi- (RO), -ęǫ- (WEG), daneben auch blōs, -o-.
  • Schmeller I,330f. Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • WBÖ III,436-438 Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
  • Schwäb.Wb. I,1214f. Schwäbisches Wörterbuch, bearb. von Hermann Fischer (Bd 6 von Wilhelm Pfleiderer), 6 Bde, Tübingen 1904-36.
  • Schw.Id. V,155-158 Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache, Frauenfeld 1881ff.
  • Suddt.Wb. II,460 Sudetendeutsches Wörterbuch, hg. von Heinz Engels, München 1988ff.
  • DWB II,144-150 Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, 16 Bde, Leipzig 1854-1954 (Nachdr. München 1984).
  • Frühnhd.Wb. IV,639-644 Frühneuhochdeutsches Wörterbuch, hg. von Ulrich Goebel und Oskar Reichmann, Berlin/New York 1989ff.
  • Lexer HWb. I,312f., III,Nachtr. 93 Lexer, Matthias [v.]: Mittelhochdeutsches Handwörterbuch, 3 Bde, Leipzig 1872-78 (Neudr. Leipzig 1965).
  • WMU 270 Wörterbuch der mittelhochdeutschen Urkundensprache auf der Grundlage der altdeutschen Originalurkunden bis zum Jahr 1300, Berlin 1986ff.
  • Ahd.Wb. I,1225f. Althochdeutsches Wörterbuch, bearb. u. hg. von Elisabeth Karg-Gasterstädt, Theodor Frings u.a., Berlin 1968ff.
  • Berthold Fürther Wb. 25 Berthold, Eugen: Dei hulli alli ô. Ein amüsantes Wörterbuch der Fürther Mundart, Fürth 1975.

    *1897 Fürth, †1976 ebd.; Oberinspektor
  • Denz Windisch-Eschenbach 114 Denz, Josef: Die Mundart von Windisch-Eschenbach. Ein Beitrag zum Lautstand und zum Wortschatz des heutigen Nordbairischen, Frankfurt/Bern/Las Vegas 1977.

    *1942 Windischeschenbach NEW; Dr.phil., Wörterbuchredaktor
verfasst von: A.S.H.