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Wehtag, -dam, -ding, -dung, -tum

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 3, Spalte 1085f.
Wortart: Substantiv
Genus: Maskulinum
Kompositum zu: Tag
Bedeutungen
1
körperlicher Schmerz, Krankheit
°Oberbayern vielfach, °Niederbayern vielfach, °Oberpfalz vielfach, °Oberfranken vielfach, °Mittelfranken vielfach, °Schwaben vielfach
dea woizt sö vo lauta Wehdamm Hohenpeißenberg SOG47.7941442, 11.0057418
an Wedung håm midn Zendnan Oberkreuzberg GRA48.8940936, 13.3445772
is dös a Wäiting in Khuabf Fichtelberg BT49.9998624, 11.8518957
O wöiala! o wöiala, mei Wöihtung Falkenstein ROD49.0972126, 12.4865477, Ernst Opf.Heilzauber 269 Ernst, Wolfgang: Oberpfälzischer Heilzauber. Spruch und Ritus in der volkskundlichen Verbaltherapie der Sammlung Schönwerth im 19. Jahrhundert. Coburg 22011.

Hs. von Johann Scharnagl, *1865 Sauernlohe NEW, †1938 ebd.; Landwirt, Bauernheiler
I hou sölli Weadaaga, daß i mi bal nimmer bölza [es nicht mehr aushalten] kaa Wölzmüller Lechrainer 147 Wölzmüller, Martin: Der Lechrainer und seine Sprache, Landsberg am Lech 1987.

*1956 Prittriching LL
der bitter wêwetage der twinget im den zaher … ûz den ougen BertholdvR I,382,4-6 Berthold von Regensburg. Vollständige Ausgabe seiner deutschen Predigten, hg. von Franz Pfeiffer, 2 Bde, Wien 1862-80.

*um 1210 Regensburg, †1272 ebd.; Franziskanerprediger
Sye habe … einen großen Wehetumb an ihrer linggen Handt gehabt Rott WS47.985008, 12.130561, 1677 Heimat am Inn 13 (1993) 83 Heimat am Inn. Beiträge zur Geschichte, Kunst und Kultur des Wasserburger Landes, 1980ff.
2
Wunde, schmerzende Stelle
°Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt
kim ma net an main Wehdam ani Wasserburg WS48.0615171, 12.220026
der Herr Professer schneidt den Wehdarm am Fuß Queri Von kl.Leuten 199 Queri, Georg: Von kleinen Leuten und hohen Obrigkeiten, München 21914.

*1879 Frieding STA, †1919 München; Schriftsteller
3
Kummer, Leid
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt
i muaß’n trestn a sein Wehdam Haslach MAI48.561145, 11.782320
damit’s [Herz] eahm nöt z’springa kann vor lauter Zeitlang und Wehdam Stemplinger Obb.Märchen I,9 Stemplinger, Eduard: Oberbayerische Märchen, 2 Bde, Altötting 1924-26 (Nachdr. Rosenheim 1979).

*1870 Plattling DEG, †1964 Elbach MB; Dr.phil., Oberstudiendirektor
Was lieb … was wetam Tegerns.Hym. 30,216f. Gillitzer, Berta: Die Tegernseer Hymnen des Cgm. 858, München 1942.

Tegernsee MB, vor 1454
4
von Menschen
4a
kranker Mensch
°er ist ein Wehdåm „kranker Mensch“ Mainburg MAI48.640589, 11.7820705
4b
wehleidiger Mensch
Substantiv, auch Femininum 
°Oberbayern mehrfach, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
ewiger Wehdam „einer, der immer jammert“ Berchtesgaden BGD47.630642, 13.001926
°d’alte Wehdam Attenhausen LA48.561003, 12.0056521
°Wehdammerl Riedenburg RID48.961252, 11.6855725
Der Wê-darm „spottende Bennenung … eines Menschen, der jeden Schmerz gleich unerträglich findet“ Schmeller II,824 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
4c
neidischer Mensch
Der Wê-darm „spottende Benennung … eines Menschen, der Andere um das Ihrige beneidet, nie genug kriegt“ Bayerischer Wald49.008003, 13.309785, Schmeller II,824 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
Mhd. wêtage swm., -tac stm.; Kluge-Seebold 976 Kluge, Friedrich: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin/New York 221989 (bearb. von Elmar Seebold). . Formen auf -dam, -ding, -dung kontrahiert aus dem Pl. des swm. u. teilw. nicht von mhd. wêtuom stm. zu unterscheiden; vgl. DWB XIV,1,1,317, 323f. Grimm, Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, 16 Bde, Leipzig 1854-1954 (Nachdr. München 1984).
Bestimmungsw. wę̄- Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz (dazu EIH, HIP, N, SC; FDB), węα- westliches Oberbayern, Schwaben (dazu AM; HIP), wiα- (VIT), węi- Oberpfalz, Oberfranken (dazu IN; KÖZ, PA, REG, VIT; EIH, HEB, HIP, SC, WUG; ND), węiχ- (WÜM).— Grundw. -dåg (MB), -dāgα u.ä. Schwaben (dazu FFB, LL, SOG, WM), -dåŋ, -doŋ, -duŋ, -dαn u.ä. Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz (dazu EIH, HEB; FDB), -diŋ, -deŋ Oberpfalz, Oberfranken, Schwaben (dazu AIC, IN; EIH, HIP, SC, WUG), -dåm, -dαm u.ä. Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz (dazu HEB, N, SC; FDB), -daum (MB), -dum Niederbayern (dazu AM, R), -dα (SOG), -riŋ (AIC), -darn (AIC, LL), ferner -dǫαm u.ä. Oberbayern (dazu BOG, GRI, PA; AM, CHA, OVI) wohl mit volksetym. Anschluß an Darm.— Pl. węαdāgα, -dāgαx (LL).— Dim. wę̄dαl (SR), in Bed.4b wę̄dåmαl (LF, STA; VOF; RID) mit volksetym. Anschluß an Thomas.— In Bed.4b auch F. nach natürlichem Geschlecht.
  • Delling II,201 Beiträge zu einem baierischen Idiotikon, ges. von Johann v. Delling, 2 Bde, München 1820.

    *1764 München, †1838 ebd.; Jurist, Historiker
  • Schmeller I,540, 594f., II,824f. Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • Westenrieder Gloss. 654 Westenrieder, Lorenz v.: Glossarium Germanico-Latinum vocum obsoletarum primi et medii aevi, inprimis Bavaricarum, München 1816.

    *1748 München, †1829 ebd.; Geistlicher, Schriftsteller, Historiker, Pädagoge
verfasst von: A.S.H.