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schläufen, schläfen2

Wörterbuch:
Link zur Arbeitsdatenbank ↗
Wortart: Verb
Wortfamilie: schliefen
Bedeutungen
1
etwas durch eine (enge) Öffnung ziehen
Bewegungen und Tätigkeiten der Hände
Ries
„Gar oft mußte durch die beiden Löchlein am Ende der Sacknaht ein neuer Bändel 'gschläft' werden“ Ries, Schupp-Schied, Bd. V 287 Schupp-Schied, Gerda: Of m Zeltadeckl. Ausschnitte aus dem Rieser Dorfleben V, Nördlingen, 1998
2
anziehen (Kleidung) anlegen
geschlechtsunspezifische Kleidung u. ä. (z.B. Brieftasche, Handtasche, Etui)
Mindelheim MN48.0464164, 10.4882504, Türkheim MN48.0601151, 10.6394156, Willmatshofen A48.279196, 10.6548358, Seifriedsberg SF47.5299002, 10.2535041
Es haut ... ihr lausig's Güatla / si besser z' schlefa it vermegt Türkheim MN48.0601151, 10.6394156, Schuhwerk, Wintersinna 158 Schuhwerk, Luitpold: 's Wintersinna. Gedichte in schwäbischer Sprache, Weißenhorn, 1998
I bi ja gschlaift, es ischt a Schand Mindelheim MN48.0464164, 10.4882504, Scheifele, Gedichte 143 Scheifele, Johann Georg (vulgo: Jörg von Spitzispui): Gedichte in schwäbischer Mundart (Worterklärungen S. 371 - 384), Heilbronn, 1863, Auflage 4
3
Küken ausbrüten
Hausgeflügel
Ries
I ka net furt, mei Henn schläft Ries, Schupp-Schied, Bd. I 50 Schupp-Schied, Gerda: Werktehäs ond Sonntefloisch. Ausschnitte aus dem Rieser Dorfleben I, Nördlingen, 1984, Auflage 2
wohl zu mhd. sloufen, Ableitung von schliefen; Schw.Id. IX,124f.
  • Schwäb.Wb. V 905 Fischer, Hermann: Schwäbisches Wörterbuch. 6 Bände, Tübingen, 1904-1936
  • Schwäb.Wb. VI 2977 Fischer, Hermann: Schwäbisches Wörterbuch. 6 Bände, Tübingen, 1904-1936
  • Schmeller II 508f. Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch (1827 - 1837). Bearbeitet von Frommann, Georg Karl (1872 - 1877). 2. bearbeitete Ausgabe. 2 Bände, München (Nachdruck), 1985
verfasst von: JW