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teuer

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 3, Spalte 1601f.
Bedeutungen
I
1
kostspielig, teuer
°Oberbayern vielfach, °Niederbayern vielfach, °Oberpfalz vielfach, °Oberfranken vielfach, °Mittelfranken vielfach, °Schwaben vielfach
a tuira Schneidar Peiting SOG47.795462, 10.9235088
°ois is deiriga woan Neufraunhofen VIB48.3919929, 12.2163668
dös kummt z’deia Weiden WEN49.676727, 12.162220
Han d’ Easchtepfi dojana woan? Rasp Bgdn.Mda. 45 Rasp, Franz: Berchtesgadener Mundart, Berchtesgaden 1985.

*1940 Maria Gern BGD, †1988 Watzmann; Landwirt
hab er Heͦvser · der breche man als vil · vnd als tæwer nider · als der Pfenninge wert si Regensburg R49.013904, 12.100040, 1269 Corp.Urk. I,171,20f. Corpus der Altdeutschen Originalurkunden bis zum Jahre 1300, begr. von Friedrich Wilhelm, 6 Bde, Lahr 1932-86.
Und darumb was iz der firdig [vorjährige] bayrisch wein so thuir Regensburg R49.013904, 12.100040, 1517 Chron.dt.St. XV,30,5 Die Chroniken der deutschen Städte vom 14. bis ins 16. Jahrhundert, Göttingen 1862ff.
das Korn … das du bey der theuern Zeit verborgen hast Bucher Kinderlehre 37 [Bucher, Leonhard Anton Joseph v.:] Eine Kinderlehre auf dem Lande von einem Dorfpfarrer, o.O. 21781.

*1746 München, †1817 ebd.; Jesuit, Pfarrer, Gymnasialrektor
Phras.:
°s Glump is zwoame z’deia „geht schnell kaputt und muß nachgekauft werden“ Siglfing ED48.317352, 11.896888

Jmdm teuer zu stehen kommen üble Folgen für jmdn haben Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt:
s khunt oin taia gnouch zstöi Stadlern OVI49.5073704, 12.6145307
dees wird da nu teia(r z’stäih(n’ komma! Braun Gr.Wb. 652 Braun, Hermann: Großes Wörterbuch der Mundarten des Sechsämter-, Stift- und Egerlandes, Marktredwitz 1981ff.

*1909 Fleißen/Böhmen, †2005 Marktredwitz; Dr.phil., Oberstudienrat

Dös ka(u)fe teia „das kann unter diesen Umständen nicht anders sein“ Singer Arzbg.Wb. 235 Singer, Friedrich Wilhelm: Allgemeines und gebräuchliches … nützliches Arzberger Wörterböichl, Arzberg 1970f.

*1918 Schacht WUN, †2003 Weiden; Arzt, Heimatforscher

Da Hias und de Sein’n … ham an Kurfürscht eah Lebn wohl teia vakafft [sich bis aufs Äußerste verteidigt] Dingler bair.Herz 161 Dingler, Max: Das bairisch Herz. Gesänge in der Mundart, Erfurt 1940.

*1883 Landshut, †1961 München; Dr.phil., Direktor der Wissenschaftlichen Staatssammlungen

wos deia is, lejgt niad „ist von guter Qualität“ nach Konrad nördl.Opf. 98 Konrad, Theresia: Aus der Mundart der nördlichen Oberpfalz. Wörter, Redewendungen und Reime ges. in den Jahren 1976-78, masch. Wiesau 1978.

Spruch:
hebn auf., bis ara bissl taira wead „zu einem Kind, das den Rotz hinaufzieht anstatt sich zu schneuzen“ EIH
2
wertvoll, kostbar, von guter Qualität
Is kaə~ teuré Semməl mer dà? Werdenfels47.487609, 11.181777, Schmeller I,617 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
de Kuah, wo’st ma vokaaft hosch um’s deiare Göhid Scholl Dachauer Gesch. 27 Scholl, Fritz: Dachauer Geschichten, Dachau 1931.

*1873 Bonn, †1952 Ingolstadt; Maler, Schriftsteller
daztiura hertuom [Erhabenheit] Regensburg R49.013904, 12.100040, 11.Jh. StSG. II,445,42 Die althochdeutschen Glossen, ges. und bearb. von Elias Steinmeyer und Eduard Sievers, 5 Bde, Berlin 1879-1922 (Nachdr. Dublin/Zürich 1968f.).
dein schælkche die du mit dinem tiwern blut von dem tiufel erledigt hast O’altaicher Pred. 145,20f. Altdeutsche Predigten, hg. von Anton Emmanuel Schönbach, Bd 2, Graz 1888 (Nachdr. Darmstadt 1964).

Oberalteich BOG, um 1300
das dir was all dein zeit ie solich hail gar tewre Füetrer Persibein 16,59 Füetrer, Ulrich: Persibein aus dem ‘Buch der Abenteuer’, hg. von Renate Munz, Tübingen 1964.

*vor 1450 Landshut, †um 1495 München; Maler, Geschichtsschreiber, Hofdichter
3
tüchtig, vortrefflich, vornehm, tapfer
°Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt
°der is so deier „imstande“ Grafing EBE48.044733, 11.965002
doia „gut, stark“ Nöham PAN48.4829321, 12.9001794
Du bist á’ net teurer àls I … nicht besser“ Schmeller I,617 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
wær ovch daz vnser brvͤder einer niht enwær … so svln wir in der tiwersten zwen in vnserm Lande an sin stat setzen Regensburg R49.013904, 12.100040, 1294 Corp.Urk. III,205,37-39 Corpus der Altdeutschen Originalurkunden bis zum Jahre 1300, begr. von Friedrich Wilhelm, 6 Bde, Lahr 1932-86.
kaiser Friderich Barbarossa, den man für den teuristen und streitparisten fürsten in der ganzen welt hielt Aventin V,353,23-25 (Chron.) Johann Turmair’s genannt Aventinus sämmtliche Werke, 6 Bde, München 1881-1908.

*1477 Abensberg KEH, †1534 Regensburg; Prinzenerzieher, Geschichtsschreiber
4
lieb, geschätzt, wert
teura Freund Passau PA48.567378, 13.431710
5
angenehm, erfreulich
əs wird térə‘ „es wird besser“ Regen REG48.976777, 13.127186, Schmeller I,617 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
die … Schaden und Verderben lieber sehen … dann Einigkeit und Theuerwerden Straubing SR48.877718, 12.579576, 1468 BLH VI,160 Baierische Landtags-Handlungen in den Jahren 1429 bis 1513, 18 Bde, München 1803-05.
S’ is wieder theurer „Es geht wieder beßer“ ZDL 54 (1987) 334 (Nachtr.Zaupser) Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik, 1969ff.
6
gesund, in guter körperlicher Verfassung
Er wird theuriger „er geneset wieder“ ZDL 54 (1987) 334 (Nachtr.Zaupser) Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik, 1969ff.
7
vom Haar
7a
an der Schläfe befindlich
s teua Hoa „scherzhaft, weil das Ziehen daran wehtut“ Gleiritsch OVI49.4974303, 12.3152879
7b
silbergrau
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt
°der håt a scho de teiern Hår Taching LF47.9613232, 12.7261058
II
1
in hohem Maße, sehr, eindringlich
Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt
°dea Schdriig is so daia schdoag, daasa ned oraissd Simbach PAN48.267054, 13.025393
’s hat ja der Herr Mond so teuer g’scheint nördliches WS, Dt.Gaue 7 (1906) 159 Deutsche Gaue, Zeitschrift für Gesellschaftswissenschaft und Landeskunde, 1899ff.
Uns gêt·s iətz teuə‘ schlecht … wird táiə‘ gesprochen“ Bayerischer Wald49.008003, 13.309785, Schmeller I,617 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
daz wil ich an sînem lîbe vil tiure gerechen Kaiserchr. 310,12560f. Kaiserchronik eines Regensburger Geistlichen, hg. von Edward Schröder, Berlin 1964.

Regensburg. (?), 12.Jh.
Vil tew͂r er in mandte, das er bericht zue veld der Chriechen schar Füetrer Trojanerkrieg 118,446 Füetrer, Ulrich: Der Trojanerkrieg, hg. von Edward G. Fichtner, München 1968.

*vor 1450 Landshut, †um 1495 München; Maler, Geschichtsschreiber, Hofdichter
2
einigermaßen, leidlich, ungefähr
°Oberbayern vereinzelt
°des wead do scho so deia hihaun Ebersberg EBE48.077749, 11.966843
„es geht schon grad zur Not. Geht scho so deier Bauer gut bayer. 164 Bauer, Josef Martin: Auf gut bayerisch. Eine Fibel unserer eigenen Sprache, München 1969.

*1901 Taufkirchen ED, †1970 Dorfen ED; Schriftsteller
So teur als vierzig „nach der Schätzung ohngefähr vierzig“ Schmeller I,617 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
3
in Fügungen:
zum teuersten / †zu teuerst sogar
Ze teurist Lechrain48.139861, 10.923020, Schmeller I,617 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek

zan teiaschtn s letza Trümml Huulz haouta miitgnumma Singer Arzbg.Wb. 235 Singer, Friedrich Wilhelm: Allgemeines und gebräuchliches … nützliches Arzberger Wörterböichl, Arzberg 1970f.

*1918 Schacht WUN, †2003 Weiden; Arzt, Heimatforscher
Ahd. tiuri, mhd. tiur(e), germ. Wort unklarer Herkunft, möglicherweise verwandt mit dauern2; Kluge-Seebold 915 Kluge, Friedrich: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin/New York 221989 (bearb. von Elmar Seebold). .
doiα, doir u.ä. Niederbayern (dazu BGD, MB, RO, TS; OVI, TIR), duiα, duir u.ä. westliches Oberbayern (dazu RO; BOG, KÖZ, PA, VIT; CHA, ROD), diur u.ä. (LF), dęir (LL), daneben im Gesamtgeb. daiα, dair u.ä., ferner dę̄α (WÜM).— Flekt. Formen auf -(r)α u.ä., daneben doiαnα (DEG, GRI), duiαnα (KÖZ, PA), daiαnα (IN; PA).— Kompar. auf -rα u.ä. neben dairigα (WS; EG, VIB, WOS), doiαnα (BGD).
  • Schmeller I,617 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • Westenrieder Gloss. 580f. Westenrieder, Lorenz v.: Glossarium Germanico-Latinum vocum obsoletarum primi et medii aevi, inprimis Bavaricarum, München 1816.

    *1748 München, †1829 ebd.; Geistlicher, Schriftsteller, Historiker, Pädagoge
  • WBÖ V,1-3 Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
verfasst von: A.S.H.