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tragen

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 4, Spalte 81-86
Wortart: Verb
Bedeutungen
1
mit der eigenen Körperkraft haltend fortbewegen, befördern
1a
allg.
°Oberbayern vielfach, °Niederbayern vielfach, °Oberpfalz vielfach, °Oberfranken vielfach, °Mittelfranken vielfach, °Schwaben vielfach
°wos drejschdn do? Garmisch GAP47.4938359, 11.103992
aufn Tandlmoak trogn Hengersberg DEG48.7736572, 13.0515083
auf dr Ågsl drong Derching FDB48.408873, 10.963980
Is Enk [euch] bein Büld- und Himmitrag’n Da Schnabi sauber blieb’n? Gumppenberg Loder 29 Gumppenberg, Carl v.: Beim damisch’n Loder. Dichtungen im oberbayerischen Dialekt, Stuttgart 1888.

*1833 Wallenburg MB, †1893 Bamberg; Oberpostmeister
adportatus tragandi wohl Regensburg R49.013904, 12.100040, 1.H.9.Jh. StSG. I,42,30 Die althochdeutschen Glossen, ges. und bearb. von Elias Steinmeyer und Eduard Sievers, 5 Bde, Berlin 1879-1922 (Nachdr. Dublin/Zürich 1968f.).
Swer spelten oder paem in diu stat traet 1365 Stadtr.Mchn (Dirr) 444,24 Denkmäler des Münchner Stadtrechts, 1.Bd (2 Tle) 1158-1403, bearb. und eingeleitet von Pius Dirr, München 1934-36.
Was von allerhand gemeinen victualien auff den marckt zuverkauffen getragen wird Regensburg R49.013904, 12.100040, 1641 Wüst Policey 789 Wüst, Wolfgang: Die „gute“ Policey im Bayerischen Reichskreis und in der Oberpfalz, Berlin 2004.
1b
zustellen, ausliefern, zum Verkauf forttragen, hausieren, ä.Spr., in heutiger Mda. nur in Komp.
so di messer etwaz verdinen mit tragen oder annder arbait 1460 Runtingerb. III,240 Bastian, Franz: Das Runtingerbuch 1383-1407 und verwandtes Material zum Regensburger-Südostdeutschen Handel und Münzwesen, 3 Bde, Regensburg 1935-44.
2
das Gewicht von jmdm, etwas tragen
2a
von unten stützen
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt
d’Mauer tragt n Dachstuhl München M48.139686, 11.578889
2b
ein best. Gewicht, eine Last aushalten (können)
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, Schwaben vereinzelt
°des Eis dragd bestimmt nu niat, bass aaf! Windischeschenbach NEW49.7997, 12.1589
dör Wogn dråg virzg Zeendner Derching FDB48.408873, 10.963980
dreißig Mann wenn amoi drobn stehn, das tragt a so ein Grüst nimmer Graf Werke XI,4,324 Graf, Oskar Maria: Werkausgabe, 16 Bde, München 1994.

*1894 Berg STA, †1967 New York; Schriftsteller
von plahsaltz, swaz ein wagn getragen mach, gibt man zwen pfenninge um 1300 Stadtr.Mchn (Dirr) 233,7-9 Denkmäler des Münchner Stadtrechts, 1.Bd (2 Tle) 1158-1403, bearb. und eingeleitet von Pius Dirr, München 1934-36.
2c
tragend fortbewegen u. nicht untergehen lassen
s Wåssa trågt Stadlern OVI49.5073704, 12.6145307
3
einen Körperteil in best. Weise tragen, sich in best. Weise verhalten
3a
einen Körperteil, Haare in best. Weise tragen
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt
trångs s Glied links oda rechts? „fragt der Schneider“ Aicha PA48.671978, 13.289834
3b
sich benehmen, betragen
reflexiv  
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt
der trogt si groußbäuerli „hat Manieren wie ein großer Bauer“ Aubing M48.159145, 11.415128
4
kleiden, Kleidung u.ä. an seinem Körper, an, bei sich haben
4a
(Kleidung, ein Kleidungsstück) angezogen, aufgesetzt haben
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt, Schwaben vereinzelt
Handscha drogn Derching FDB48.408873, 10.963980
Bist leicht z’schö dazua, daß d’ was Alts, was Guats tragst? Christ Werke 207 (Erinnerungen) Christ, Lena: Gesammelte Werke, München 61981.

*1881 Glonn EBE, †1920 Mchn; Schriftstellerin
Das Kranl ist das ehrbarste Tragen für eine Jungfrau Schönwerth Opf. I,83 Schönwerth, Fr[anz Xaver v.]: Aus der Oberpfalz. Sitten und Sagen, 3 Bde, Augsburg 1857-59.

*1810 Amberg, †1886 München; Ministerialrat, Volkskundler
die alten Teutschen … truegen an ir claine wolfspelzlein, so si am jait fiengen Aventin IV,306,31-307,2 (Chron.) Johann Turmair’s genannt Aventinus sämmtliche Werke, 6 Bde, München 1881-1908.

*1477 Abensberg KEH, †1534 Regensburg; Prinzenerzieher, Geschichtsschreiber
Der schwartze Paulus … tragt … Stöckl-Schuh mit Schnallen Landstreicherord. 1 Description Der übl-beruffenen Landtstreicheren, Dieben und Kirchen-Räuberen, Straubing 1728.
4b
an, bei sich haben (eine Brille u.ä.) tragen
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt, Schwaben vereinzelt
Aungglasl drång Mittich GRI48.440634, 13.396183
Trogst du gor koan’ Eh’ring? Graf Werke XI,2,304 (Kalendergesch.) Graf, Oskar Maria: Werkausgabe, 16 Bde, München 1994.

*1894 Berg STA, †1967 New York; Schriftsteller
Swer mezzir in der hosen/ oder anderswo verholen trait … dem sol man ab di hant slahen Regensburg R49.013904, 12.100040, 1281 Corp.Urk. I,417,15-18 B Corpus der Altdeutschen Originalurkunden bis zum Jahre 1300, begr. von Friedrich Wilhelm, 6 Bde, Lahr 1932-86.
daß chain Wirt hintz [gegenüber] … unsern Ehalten nicht … weren [gewähren] schol, dan was sie ob der Gürtl tragen Essenbach LA48.6129604, 12.217017, 1450 Hartinger Ordnungen I,165 Hartinger, Walter: „... wie von alters herkommen ...“. Dorf-, Hofmarks-, Ehehaft- und andere Ordnungen in Ostbayern, Passau 1998.
4c
sich kleiden, in best. Weise anziehen
reflexiv  
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt
dea dragd sö schdädisch Beilngries BEI49.035279, 11.4733811
Wia si’ der Teifi tragt Allers-Ganghofer Jägerb. 126 Allers, C[hristian] W[ilhelm] und Ludwig Ganghofer: Das Deutsche Jägerbuch, Stuttgart/Berlin/Leipzig 21890.

Allers, Ch. W., *1857 Hamburg, †1915 Karlsruhe. Ganghofer, L., *1855 Kaufbeuern, †1920 Tegernsee MB; Schriftsteller
4d
eine best. Trageeigenschaft haben
reflexiv  
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Schwaben vereinzelt
des Gwånd dråg si schea „passt gut“ Derching FDB48.408873, 10.963980
5
Frucht tragen, Nutzen, Nachteile bringen
5a
trächtig sein
°Oberbayern vielfach, °Niederbayern vielfach, °Oberpfalz vielfach, °Schwaben vielfach, Oberfranken mehrfach, °Mittelfranken mehrfach
°gwampert wia a trogade Kuah Tittmoning LF48.0621714, 12.7676484
all Kia draga und d’Schdalldiera hodd o a baar Schbritzer derwischd Wölzmüller Lechrainer 145 Wölzmüller, Martin: Der Lechrainer und seine Sprache, Landsberg am Lech 1987.

*1956 Prittriching LL
nach 4. Wochen (dann so lang tragt die Häsin) setzen sie … und bringen ein oder zwey Junge Schreger Speiß-Meister 85 Schreger, Odilo: Speiß-Meister Oder Nutzlicher Unterricht Von Essen und Trincken, Augsburg 1766. (Neudruck Kallmünz 2007.)

*1697 Schwandorf, †1774 Ensdorf AM; Prior, Schriftsteller
Phras.:
groß / hoch tragen im letzten Stadium der Trächtigkeit sein Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, Schwaben vereinzelt:
°a hochtrågerte Kuah Oberappersdorf FS48.497835, 11.800123
die Kua dråg groas Derching FDB48.408873, 10.963980
hôch tragen „von Thieren“ Schmeller I,653 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek

Klein tragen im frühen Stadium der Trächtigkeit sein
°gloadrogad Gars a.Inn WS48.154618, 12.276377
de is glõαdrǭgαd Burgkirchen 48.166521, 12.726841, nach SOB V,41 Sprachatlas von Oberbayern, hg. von Ludwig M. Eichinger, 6 Bde, Heidelberg 2004-2012.
auch brünstig sein
°Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt, Mittelfranken vereinzelt
dö Kuah is trågat Bergkirchen DAH48.258859, 11.366049
5b
schwanger sein
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt
°trågad Frauenau REG48.9896233, 13.3009875
a drochats Wei Judenmann Opf.Wb. 45 Judenmann, Franz Xaver: Kleines Oberpfälzer Wörterbuch, Regensburg 1994.

*1927 Mintraching R, †1994 Regensburg; Rektor
wiez einem tragendem wîbe ergie LamprechtvR 145,2619 Lamprecht von Regensburg: Sanct Francisken Leben und Tochter Syon, hg. von Karl Weinhold, Paderborn 1880.

um 1250
Gegruesset seist dus iunckfraw tragen, mit götlicher frucht peladen Tegerns.Hym. 36,1f. Gillitzer, Berta: Die Tegernseer Hymnen des Cgm. 858, München 1942.

Tegernsee MB, vor 1454
Phras.:
hôch tragen „hoch schwanger seyn“ Schmeller I,653 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
5c
(Frucht, Früchte) tragen, hervorbringen
°Oberbayern mehrfach, °Niederbayern mehrfach, °Oberpfalz mehrfach, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
°a guad trågada Bon Simbach EG48.5635321122146, 12.735789187837911
Bajm drong neat Sulzbach-Rosenberg SUL49.4992468, 11.7470259
Obstbam … Natürlich homs net olle Johr gleich trogn Altb.Heimatp. 67 (2015) Nr.40,10 Altbayerische Heimatpost. Wochenzeitung für die bayerische Familie, 1948ff.
vngedungt wils der ennden Nichts mer tragen Neuötting 48.2402896, 12.685745, 1556 MHStA Kurbayern Conservatorium Camerale 181,fol.29r Hauptstaatsarchiv München
5d
(Ertrag, Nutzen) einbringen, sich lohnen
°Oberbayern vereinzelt, °Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt, Schwaben vereinzelt
°a trågads Gschäft Passau PA48.567378, 13.431710
wenn mir woll’n, daß unser Arbet was tragt Thoma Werke VI,185 (Vöst) Thoma, Ludwig: Gesammelte Werke, 8 Bde, München 1956.

*1867 Oberammergau GAP, †1921 Rottach MB; Rechtsanwalt, Redakteur, Schriftsteller
daz selb guͦt, daz dem, der nicht purger ist, gewinn traͤt 1365 Stadtr.Mchn (Dirr) 408,18f. Denkmäler des Münchner Stadtrechts, 1.Bd (2 Tle) 1158-1403, bearb. und eingeleitet von Pius Dirr, München 1934-36.
hoch Tragende geschäfft Schönsleder Prompt. Ii7r Schönsleder, Wolfgang: Promptuarium Germanico-Latinum, Augsburg 1618.

*1570 München, †1651 Hall/Tirol; Jesuit, Gymnasialprof.
5e
(Nachteiliges) einbringen
i bin schwar eiganga, mei Guet-Sein hat mir a Feindschaft tragn Passau PA48.567378, 13.431710
6
eine best. Reichweite haben (vom Gewehr u.ä.)
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt
d’Flintn trågt weit Weiden WEN49.676727, 12.162220
7
die Mittel für etwas haben, aufbringen
7a
die Mittel, v.a. Geld, für etwas zur Verfügung haben, sich leisten können
unpersönlich  
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt, Schwaben vereinzelt
dönan trågts nöd amol a Kopfhaupm „ein Kopfkissen“ Rittsteig KÖZ49.2498948, 13.0451035
An Höydar drágt’s kâñ Stifl Neuenhammer VOH49.693447, 12.3867406, Schönwerth Sprichw. 20 Schönwerth, Fr[anz Xaver v.]: Sprichwörter des Volkes der Oberpfalz in der Mundart, in: VHO 29 (1874) I-LX, 1-86.

*1810 Amberg, †1886 München; Ministerialrat, Volkskundler
und trägt ihm nicht einmal einen Dienstbothen Bilanz 1782 31 Meidinger, Franz Sebastian: Bilanz zwischen Landshut und Straubingen seit der dahin verlegten Regierung und dem grossen Brande allda 1782, neu hg. und kommentiert von Anton Mößmer, Straubing 1998.

*1748 Steinweg R, †1805 Landshut; Stadtprocurator
7b
die Mittel, v.a. Geld, für etwas aufbringen, die Kosten übernehmen
°Oberpfalz vereinzelt
°d’Hochzeit troch i Neumarkt NM49.279624, 11.4594662
Dös trogt doch dös lumpert Häusl net! Graf Werke XI,1,430 Graf, Oskar Maria: Werkausgabe, 16 Bde, München 1994.

*1894 Berg STA, †1967 New York; Schriftsteller
alle die mit in tragen svln/ an der Stiͤwer Regensburg R49.013904, 12.100040, 1297 Corp.Urk. III,133,16 Corpus der Altdeutschen Originalurkunden bis zum Jahre 1300, begr. von Friedrich Wilhelm, 6 Bde, Lahr 1932-86.
8
eine Pflicht, eine Last tragen, übernehmen
8a
etwas als Lehen, Erbe, Besitz haben, dafür die Verantwortung tragen
daz obgenant spital … daz er das selb tragen sol als lang, bys daz dasselb guͦt … verchauft wirdt 1419 Urk.Heiliggeistsp.Mchn 377 Die Urkunden des Heiliggeistspitals in München. 1250-1500, bearb. von Hubert Vogel, München 1960.
8b
(ein Amt) einnehmen (eine Aufgabe) übernehmen
mein tragendes Amt „das Amt welches ich trage“ Schmeller Mda. 392 Schmeller, Johann Andreas: Die Mundarten Bayerns grammatisch dargestellt, München 1821, Registerbd, hg. von Otto Mausser, München 1930 (Nachdr. Wiesbaden 21979).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
so ermahn ich hiemit all meine liebe Pfarr-Kinder Krafft meines trageten Ambts Selhamer Tuba Rustica I,229 Selhamer, Christoph: Tuba Rustica. Das ist: Neue Gei-Predigen, 2 Bde, Augsburg 1701.

*um 1640 Burghausen AÖ, †1708 Salzburg; Dr.theol., Geistlicher
8c
(eine Bürde, Mühsal u.ä.) auf sich nehmen, aushalten, ertragen
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, Oberpfalz vereinzelt
wias kommt, so muas mas trågn! Wasserburg WS48.0615171, 12.220026
I bitt enk [euch], tragts es mit Hamua F.X. Judenmann, Minikinera Gschichtn, Neutraubling 1981, 5
das si [die Braut] … müest … glük und unglük mitsambt dem man gewarten … heben und tragen Aventin IV,112,6-9 (Chron.) Johann Turmair’s genannt Aventinus sämmtliche Werke, 6 Bde, München 1881-1908.

*1477 Abensberg KEH, †1534 Regensburg; Prinzenerzieher, Geschichtsschreiber
Die Esel tragten großen Verschmach, daß aus ihrem Geschlecht keiner unter denen Gestirnen Platz habe Bayer.Barockpr. 244 (Ferdinand Hueber) Bayerische Barockprediger, hg. von Georg Lohmeier, München 1961.
9
hegen, empfinden, eine Haltung einnehmen
den schuͤlle wir chain vngenad dar vmb tragen vnd chain feintschaft Regensburg R49.013904, 12.100040, 1297 Corp.Urk. IV,162,41f. Corpus der Altdeutschen Originalurkunden bis zum Jahre 1300, begr. von Friedrich Wilhelm, 6 Bde, Lahr 1932-86.
darob die verbrecher gar khein scheü oder forcht tragen Neuburg ND48.729111, 11.185670, 1606 Wüst Policey 673 Wüst, Wolfgang: Die „gute“ Policey im Bayerischen Reichskreis und in der Oberpfalz, Berlin 2004.
10
enthalten, beinhalten, mit sich bringen
10a
enthalten, in sich tragen
daz die paum all hartz tragent Konrad vM BdN 348,19f. Konrad von Megenberg: Das Buch der Natur, hg. von Franz Pfeiffer, Stuttgart 1861 (Nachdr. Hildesheim 1962).

*1309 Mäbenberg SC (?), †1374 Regensburg; Theologe, Naturwissenschaftler
10b
aufweisen, als Eigenschaft haben
Cipressus … tregt vil gemainschaft mit dem cederpaum Konrad vM BdN 348,17f. Konrad von Megenberg: Das Buch der Natur, hg. von Franz Pfeiffer, Stuttgart 1861 (Nachdr. Hildesheim 1962).

*1309 Mäbenberg SC (?), †1374 Regensburg; Theologe, Naturwissenschaftler
10c
mit sich bringen, bewirken
mortiferis taod tracanti wohl Regensburg R49.013904, 12.100040, 1.H.9.Jh. StSG. I,146,28 Die althochdeutschen Glossen, ges. und bearb. von Elias Steinmeyer und Eduard Sievers, 5 Bde, Berlin 1879-1922 (Nachdr. Dublin/Zürich 1968f.).
Was aber andere Peinliche Vrthel belangt/ welche kein Todts- sonder allein Leibsstraff auff sich tragen Landr.1616 795 Landrecht, Policey- Gerichts- Malefitz- und andere Ordnungen Der Fürstenthumben Obern und Nidern Bayrn, München 1616.
11
herabsetzen, schlechtmachen, ä.Spr., in heutiger Mda. nur in Komp.
Dieweil wir vom Rath … als die Regenten der Stadt in die königliche Majestät getragen sind 1498 Gemeiner Chron. IV,21 Gemeiner, Carl Theodor: Regensburgische Chronik, 4 Bde, Regensburg 1800-24 (Nachdr. München 1971).
Ahd. tragan, mhd. tragen, germ. Wort idg. Herkunft; vgl. Pfeifer Et.Wb. 1444f. Pfeifer, Wolfgang: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, 3 Bde, Berlin 1989. .
  • Schmeller I,653f. Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • Westenrieder Gloss. 584 Westenrieder, Lorenz v.: Glossarium Germanico-Latinum vocum obsoletarum primi et medii aevi, inprimis Bavaricarum, München 1816.

    *1748 München, †1829 ebd.; Geistlicher, Schriftsteller, Historiker, Pädagoge
  • WBÖ V,260-267 Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
verfasst von: E.F.