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trottlen

Wörterbuch:
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Wortart: Verb
Wortfamilie: trotten
Bedeutungen
1
schwerfällig, schwankend, langsam gehen, trotten
Bewegungen mit den Beinen, Fortbewegung
Betzigau KE47.7351056, 10.3806231, Frankenried KF47.8707943, 10.6667162, Nördlingen 48.8516578, 10.4885873, Mittelschwaben mehrfach
Doch endli trottlet er ins Haus Ziemetshausen KRU48.2935251, 10.5327353, Wäckerle 59 Wäckerle, Hyazinth: Hei, güeß di Gott Ländle. Mundartgedichte (Hrg. von Adolf Layer), Weißenhorn, 1995, Auflage 2
2
trödeln, langsam sein
sich eilen, tummeln bzw. trödeln
Ellzee KRU48.3396204, 10.318908, Lindau LI47.559172, 9.692652
lueg, daß bald firtig wirsch und due et trodle Lindau LI47.559172, 9.692652, Bachmann/Enzensperger 38 Bachmann, Karl, Enzensperger, Emil: Die Lindauer Mundart. Eine Einführung in ihr Wesen und ihre Entwicklung. Mit einem Beispieltext und einer Schallplatte, Lindau, 1974
3
auf der Stelle, von einem Fuß auf den anderen treten
Tier: Lebensäußerungen
Betzigau KE47.7351056, 10.3806231
sǝ troddlǝd sie trampelt in den Geburtswehen hin- und her (Kälberkuh), Betzigau KE47.7351056, 10.3806231, Martk. : Allgäuer Mundartkartei, Stadtarchiv Kempten (Allgäu)
Iterativbildung zu spätmhd. trotten; Pfeifer 1467Pfeifer, Wolfgang: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, München, 2000, Auflage 5
  • Schwäb.Wb. II 408 Fischer, Hermann: Schwäbisches Wörterbuch. 6 Bände, Tübingen, 1904-1936
  • BWB IV 618 Beirat für Mundartforschung (Hg.): Bayerisches Wörterbuch, Berlin/Boston, 2020ff.
  • Schmeller I 681 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch (1827 - 1837). Bearbeitet von Frommann, Georg Karl (1872 - 1877). 2. bearbeitete Ausgabe. 2 Bände, München (Nachdruck), 1985
verfasst von: VLS