Daten werden geladen...bitte warten Sie einen Moment. Ihre Suche wird ausgeführt - in wenigen Sekunden erscheint hier Ihr Suchergebnis.
Bei sehr großen Ergebnissen, z. B. bei häufig vorkommenden Stichwörtern sowie bei Artikeln, Affixen oder Präpositionen, kann es jedoch auch bis zu ca. einer Minute dauern oder sogar zum Absturz kommen.

Sollte Ihr Browser Probleme mit der Darstellung vieler Ergebnisse haben, wird eine Einschränkung durch zusätzliche Sucheingaben/-optionen helfen.

Ihr Download wird vorbereitet und in wenigen Augenblicken gestartet.
Sie können diesen Hinweis schließen. Er wird sich in wenigen Augenblicken auch von selbst schließen.




- A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

nur aus:
Hinweis:
Sie scheinen Internet Explorer als Browser zu verwenden. Dieser Browser ist veraltet, erhält keine Sicherheitsupdates mehr und unterstützt zudem moderne Webseiten nicht in vollem Maße.
Die Nutzung von Bayerns Dialekte Online kann daher stark beeinträchtigt sein. Größere Suchergebnisse könnten den Browser z. B. einfrieren.
Insbesondere das Laden der Suchergebnisse wird deutlich länger benötigen, als bei einem modernen Browser.

Unter über BDO finden Sie weitere Informationen dazu sowie Links, um einen aktuellen Browser zu installieren.
Ihre Suche ergab 261 Ergebnisse:
Vermissen Sie hier Ergebnisse? Die BDO wird kontinuierlich um Artikel erweitert.
Vielleicht ist Ihr Stichwort schon bald verfügbar.
Siehe hierzu auch diese Seite.
 (davon sind 0 ausgeblendet )

(Heilig-)Dreikönig(s)tag

Wörterbuch:
Wortart: Substantiv
Genus: Maskulinum
Kompositum zu: Tag
Pragmatik: in ä.Spr. auch als Fügung mit vorangestelltem Gen. der Heiligen Drei Könige Tag
Bedeutung
°Oberbayern mehrfach, Niederbayern mehrfach, Oberpfalz vereinzelt, Mittelfranken vereinzelt, Schwaben vereinzelt
Haidraikinidåg Königsdorf WOR47.8164083, 11.4804346
Dreikingsdoch Babilon KEM49.930022, 11.885855
am Dreikinitag hot da Vata an ihra Kammatür aa’r an Kaschpa, Melchior und Balthasar … aufig’schrieb’n Thoma Werke VI,360 (Wittiber) Thoma, Ludwig: Gesammelte Werke, 8 Bde, München 1956.

*1867 Oberammergau GAP, †1921 Rottach MB; Rechtsanwalt, Redakteur, Schriftsteller
an dem obristen der heiling drey kunig tag Kösching IN48.810639, 11.500077, 1527 Grimm Weisth. III,631 Grimm, Jacob: Weisthümer, 7 Bde, Darmstadt 21957.
  • ADV K.66-70 Atlas der deutschen Volkskunde, hg. von Heinrich Harmjanz und Erich Röhr, Leipzig 1937-40, NF hg. von Matthias Zender, Marburg 1958-85.
  • WBÖ IV,279f. Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
verfasst von: A.S.H.

abbeißen

Wörterbuch:
Wortart: Verb
Kompositum zu: beißen1
Bedeutungen
1
mit den Zähnen abtrennen, durchtrennen
Oberbayern mehrfach, Niederbayern mehrfach, Oberpfalz mehrfach, Oberfranken vereinzelt, Mittelfranken vereinzelt, Schwaben vereinzelt
d’Maus håt an Strig abissn Klingenbrunn GRA48.922135, 13.318252
i beis da glei ’s Gnag [den Nacken] o „scherzhafte Drohung“ Beilngries BEI49.035279, 11.4733811
[einem Kleinkind soll man] „die Fingernägel ein ganzes Jahr lang … nur abbeißen, weil es sonst das Stehlen lernt“ Kriss Sitte 115 Kriß, Rudolf: Sitte und Brauch im Berchtesgadener Land, München 1947.
praereptus apagapizaner Tegernsee MB47.7099191, 11.7543337, 11.Jh. StSG. II,654,20 Die althochdeutschen Glossen, ges. und bearb. von Elias Steinmeyer und Eduard Sievers, 5 Bde, Berlin 1879-1922 (Nachdr. Dublin/Zürich 1968f.).
Di chra ist so zornig … daz si ir selbe di chla ab peizet oder die vedern auz raufet um 1300 Nürnbg, Germ. Nationalmuseum Cod. 4953,fol.49v Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Codex
In fester Fügung:
kurz abbeißen widerwillig u. lustlos essen °Oberpfalz vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt:
°da beißt a kurz o Guteneck NAB49.4436545, 12.2733994
Übertr. ä.Spr. (die Ehre) abschneiden
nâchreder, die den läuten … ir êr abpeizent [die Ehre abschneiden] Konrad vM BdN 227,14f. Konrad von Megenberg: Das Buch der Natur, hg. von Franz Pfeiffer, Stuttgart 1861 (Nachdr. Hildesheim 1962).

*1309 Mäbenberg SC (?), †1374 Regensburg; Theologe, Naturwissenschaftler
Federschaft, unterer harter Teil des Federkiels
Substantiv 
die Obissna Federstümpfe Höll WÜM49.407884, 12.704313
2
abfressen, abweiden
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt
obissn ganz abgegraste Weide Dünzing IN48.780624, 11.640503
fa dö Schneggn abbissn Mittich GRI48.440634, 13.396183
3
die Drohnen töten
°Oberbayern mehrfach, °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
da Imp beißt o die Drohnenschlacht im Bienenstock Elsenbach 48.392291, 12.494715
die Dräh (Drohnen) wern obissn Wiefelsdorf BUL49.279512, 12.0765902
4
gerinnen, stocken (vom Blut)
°i glaab, ’s Bluat hot scho ganz o’bissn „rinnt nicht mehr“ Tittmoning LF48.0621714, 12.7676484
  • WBÖ II,918f. Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
  • Schwäb.Wb. I,5 Schwäbisches Wörterbuch, bearb. von Hermann Fischer (Bd 6 von Wilhelm Pfleiderer), 6 Bde, Tübingen 1904-36.
  • Schw.Id. IV,1689 Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache, Frauenfeld 1881ff.
  • Suddt.Wb. I,9 Sudetendeutsches Wörterbuch, hg. von Heinz Engels, München 1988ff.
  • 2DWB I,44-46 Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm. Neubearbeitung, Leipzig 1965ff.
  • Frühnhd.Wb. I,12f. Frühneuhochdeutsches Wörterbuch, hg. von Ulrich Goebel und Oskar Reichmann, Berlin/New York 1989ff.
  • Lexer HWb. I,2, III,Nachtr. 5 Lexer, Matthias [v.]: Mittelhochdeutsches Handwörterbuch, 3 Bde, Leipzig 1872-78 (Neudr. Leipzig 1965).
  • Ahd.Wb. I,1159f. Althochdeutsches Wörterbuch, bearb. u. hg. von Elisabeth Karg-Gasterstädt, Theodor Frings u.a., Berlin 1968ff.
  • Fragebögen:
  • S-35D15, 38E2, W-16/5
verfasst von: J.D.

Abtreibung

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 4, Spalte 377
Wortart: Substantiv
Genus: Femininum
 
ä.Spr., in heutiger Mda. nur im Komp.
Kompositum zu: Treibung
Bedeutungen
1
Treiben des Viehs von der Weide, Hochweide
1a
Treiben des Viehs von der Weide (in den Stall)
dem Rhatkhnecht vnd Hertter gibt man Jerlich vf Georgy wegen abtreibung deß Vichs 5 ß 7 ½ dl. 1605 Stadtarch. Rosenhm GRE 39, 90 Stadtarchiv Rosenheim
1b
Viehabtrieb
ehe man von albm khommbt ainiches veldt … nit aussezen [abweiden] sondern mit denselben bis nach abtreibung der almfart [Viehherde] zu gleicher abezung warten Aschau RO47.776784, 12.324133, 1558 Peetz Volkswiss.Stud. 377 Peetz, Hartwig: Volkswissenschaftliche Studien, Augsburg 1880.

*1822 Bayreuth, †1892 München; Bezirkshauptmann
2
Abholzung, Kahlschlag
vberflüssige vnd vngebürliche abtreibung der gemelten gemeinHöltzer Landr.1616 769 Landrecht, Policey- Gerichts- Malefitz- und andere Ordnungen Der Fürstenthumben Obern und Nidern Bayrn, München 1616.
3
Schwangerschaftsabbruch
Oberpfalz vereinzelt, Schwaben vereinzelt
Åbdreibung Derching FDB48.408873, 10.963980
dz Sye zum Jager auf Schonstät … zu abtreibung dess Kündts Vmb etwas gangen StA Mchn Hofmark Amerang Pr.18 (16.4.1760) Staatsarchiv München
  • WBÖ V,398 Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
verfasst von: A.S.H.

Amtbauer

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 1, Spalte 1381f.
Wortart: Substantiv
Genus: Maskulinum
Kompositum zu: Bauer1
Bedeutung
Bauer, der einen als Amtslehen vergebenen Amthof bewirtschaftet, ä.Spr.
Der Ambtbaur Schmeller I,78 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
In heutiger Mda. reicher Bauer
Amman, Amtbauer reicher Bauer Donaustauf R49.0298076, 12.2076091
  • Schmeller I,78 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • 2DWB II,675 Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm. Neubearbeitung, Leipzig 1965ff.
verfasst von: A.R.R.

anbei

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 2, Spalte 97f.
Wortart: Präposition
Kompositum zu: bei
Bedeutungen
1
ä.Spr. dabei, hierbei
anbey „dabei, hiebey“ Schmeller I,81 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

*1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
zudringlicher Mensch
In heutiger Mda. substantiviert  
Obei „zudringlicher Mensch“ Berchtesgaden BGD47.630642, 13.001926
2
überdies, dazu
versprach dem Potito … guldne Berg/ wann er seinen Goͤtzen opferen wolt/ trohete ihm anbey grobe Marter an/ wann bey ihm gute Wort nichts verfangen solten Selhamer Tuba Rustica I,132 Selhamer, Christoph: Tuba Rustica. Das ist: Neue Gei-Predigen, 2 Bde, Augsburg 1701.

*um 1640 Burghausen AÖ, †1708 Salzburg; Dr.theol., Geistlicher
  • Schmeller I,81 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • WBÖ II,818 Wörterbuch der bairischen Mundarten in Österreich, hg. im Auftrag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien/Graz/Köln 1970ff.
  • Schw.Id. IV,907 Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache, Frauenfeld 1881ff.
  • 2DWB II,760 Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm. Neubearbeitung, Leipzig 1965ff.
  • Fragebögen:
  • W-16/28
verfasst von: A.R.R.

anbeißen

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 2, Spalte 172f.
Wortart: Verb
Kompositum zu: beißen1
Bedeutungen
1
das erste Stück abbeißen, hineinbeißen
°Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
°jetz host d’Semml obissn, und jetz ißt as aa auf! Oberschleißheim M48.2549383, 11.5546058
so nympt ydlichs ein pröcklein und peyssendt da mitt an Schiltberger Reiseb. 48,11 Schiltberger, Hans: Reisebuch, hg. von Valentin Langmantel, Tübingen 1885.

*1380, †um 1450; herzoglicher Kämmerer
In festen Fügungen:
kurz anbeißen widerwillig u. lustlos essen °Oberbayern vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt:
°der beißt kurz an es schmeckt ihm nicht Kersbach LAU49.5410649, 11.3584886

Zum Anbeißen sehr schön, in höchstem Maße anziehend Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt, Oberfranken vereinzelt, Mittelfranken vereinzelt:
dea hat an Kobf zum abeißn Freising FS48.402335, 11.741887

de is zun Anbaissn Rieden AM49.322045, 11.939273

zum Anbeißen gern habn „sehr“ Jesendorf VIB48.5278708, 12.3735314

Scherzv.
erscht zum Åbeißn, na zum Åscheißn „Liebe und Ehe“ Reisbach DGF48.5686163, 12.6298894
Ä.Spr. auch frühstücken
an der ascher mitwochen peysen sie fruͦ an vnd prechen yr vasten München M48.139686, 11.578889, 1458 Cgm 234,fol.126r Codex germanicus monacensis, deutschsprachige Handschrift in der Handschriftenabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek München
2
°Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt
°i bin gschpannt, ob dea oobeißt Wildenroth FFB48.126925, 11.161826
wan nun ein Scheiden oder anderer Raubfisch anbeisset Hohberg Georgica II,593 [Hohberg, Wolf Helmhard v.]: Georgica curiosa. Das ist: Umständlicher Bericht und klarer Unterricht von dem Adelichen Land- und Feld-Leben, 3 Bde, Nürnberg 1715.

*1612 Lengenfeld/Niederösterreich, †1688 Regensburg; Schriftsteller
auch sich festbeißen
Oberbayern vereinzelt, Niederbayern vereinzelt
dö Egln ham lang nöd anbeissn wänn Gottsdorf WEG48.532032, 13.730913
3
übertr.
3a
mit Hilfe eines Werkzeugs ( Beißer1, Bed.6b) anheben
°beißn a weng o „bring den Baum zum Entästen und Bearbeiten in die richtige Lage“ Schönanger GRA48.870632, 13.458329