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A2, A-A

Wörterbuch:
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Wortart: Substantiv
Genus: Neutrum
Bedeutung
Stuhlgang, feste menschliche Ausscheidung (Kindersprache)
Verdauung u. diverse AusscheidungenSäugling, Kleinkind
Augsburg A48.3668041, 10.8986971, Ettringen MN48.1040879, 10.6535987, Graben SMÜ48.1890811, 10.8220308, Illertissen ILL48.221764, 10.1058969
Muǝsch a A machǝ? Graben SMÜ48.1890811, 10.8220308, König König, Werner: mündliche Nachfrage, Graben
i muǝs ā-a ... sagt das Kleinkind, Ettringen MN48.1040879, 10.6535987, Schwarz Br. Schwarz, Brigitte: eigene Kompetenz, Edelstetten, Ettringen
Komm, mach doch amal a schea's āa-le Illertissen ILL48.221764, 10.1058969, Finkele 128 Finkele, Heinrich: Dr Buachfink vrzählt. Wissenswertes, Heiteres und Ansonderliches aus 33 Orten an Iller und Roth, Illertissen-Tiefenbach, 1983
onomatopoetisch
  • Schwäb.Wb. I 1 Fischer, Hermann: Schwäbisches Wörterbuch. 6 Bände, Tübingen, 1904-1936
  • Schwäb.Wb. I 2 Fischer, Hermann: Schwäbisches Wörterbuch. 6 Bände, Tübingen, 1904-1936
  • BWB I 5 Kommission für Mundartforschung (Hg.): Bayerisches Wörterbuch, München, 1995ff.
  • WBF 23 Wagner, Eberhard/Klepsch, Alfred: Handwörterbuch von Bayerisch-Franken, Bamberg, 2007
verfasst von: BS

A3, Ahlein, Alein

Wörterbuch:
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Wortart: Substantiv
Genus: wohl Neutrum
Wortfamilie: a
Bedeutung
Liebkosung von Wange zu Wange (Kindersprache)
meist Diminutiv  
MimikEmpfindung: positiv (Freude, Glück usw.)
Schwaben vielfach
ein Ahlein geben zärtlich die Wangen aneinander reiben, sich gegenseitig zärtlich mit den Wangen berühren Schwaben mehrfach:
Komm, gib deara Tante a schea's Aale Illertissen ILL48.221764, 10.1058969, Finkele 128 Finkele, Heinrich: Dr Buachfink vrzählt. Wissenswertes, Heiteres und Ansonderliches aus 33 Orten an Iller und Roth, Illertissen-Tiefenbach, 1983

Si Bärbele, a Balg, a netta / V'rliabed 'n und git a A' Weiler LI47.583409, 9.915440, Holzer, Schnäddrbäs 32 Holzer, Fridolin: D' Schnäddrbäs vu Wilar, Weiler, 1931, Auflage 2

Krieg i a Aale? Ostallgäu, Rinderle 14 Rinderle, Johannes: Der Dialekt im Ostallgäu. Die Uibr isch bei dr Eisr obadoob, Kempten, 2015, Auflage 6
Kleinkinder geben ihren Eltern oder Personen, die sie mögen, gern ein Ahlein. Dabei schmiegen sie ihre Wange gegen die Wange des anderen und sagen dazu: Eia! oder aa aa!.
a
  • Schwäb.Wb. I 1 Fischer, Hermann: Schwäbisches Wörterbuch. 6 Bände, Tübingen, 1904-1936
verfasst von: BS

ade, adieu, adie1, ada

Wörterbuch:
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Wortart: Interjektion
Bedeutung
auf Wiedersehen, Grußformel unter Vertrauten
Grußformeln u.ä./Anrede
Ettringen MN48.1040879, 10.6535987, Illertissen ILL48.221764, 10.1058969, Lauingen DLG48.5710836, 10.4305438, Obenhausen ILL48.234626, 10.318070, NÖ mehrfach, NU vereinzelt
ad'ī̜ǝ Dornstadt 49.0032124, 10.5832068, SBS 10 K 211 König, Werner (Hg.): Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben. Bearbeitet von Edith Funk. Band 10: Wortgeographie III, Heidelberg, 2005
adjee Nördlingen 48.8516578, 10.4885873, Goschenhofer 5 Goschenhofer, Eugen: Wörter der Nördlinger und der Rieser Sprache, wie ich sie gelernt und gebraucht und wie ich sie von anderen Leuten gehört habe (Wortliste in Maschinenschrift), 1999
Kindersprache:
fortgehen; spazieren gehen
ada/ada ada gõũ Kindersprache fortgehen; spazieren gehen, Ettringen MN48.1040879, 10.6535987, Schwarz 75 Schwarz, Brigitte: Muaters Moul ond Vaters Riasl, Edelstetten, 1995

Kindersprache:
ada ada machen mit der Hand zum Abschied winken Ettringen MN48.1040879, 10.6535987, Lauingen DLG48.5710836, 10.4305438:
ada ada machǝ Kindersprache mit der Hand zum Abschied winken, Ettringen MN48.1040879, 10.6535987, Schwarz 75 Schwarz, Brigitte: Muaters Moul ond Vaters Riasl, Edelstetten, 1995
Während im Norden das Wort bei vertrautem Umgang auch früher bereits verwendet wurde, verbreitet es sich in der Gegend von Neu-Ulm und Illertissen immer mehr in der jüngeren Generation und verdrängt das ursprüngliche Behüt Dich/Euch Gott. Die kindliche Form ada war auch in anderen Gebieten schon früher üblich.
mhd. adē aus afrz. a dieu, a deu, welches seinerseits aus lat. ad Deum '(ich empfehle dich) Gott' hervorgeht; spätere Entlehnungen aus frz. adieu; Pfeifer 12Pfeifer, Wolfgang: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, München, 2000, Auflage 5
  • Schwäb.Wb. I 102 Fischer, Hermann: Schwäbisches Wörterbuch. 6 Bände, Tübingen, 1904-1936
  • BWB I 141f., 666f. Kommission für Mundartforschung (Hg.): Bayerisches Wörterbuch, München, 1995ff.
  • Schmeller I 67 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch (1827 - 1837). Bearbeitet von Frommann, Georg Karl (1872 - 1877). 2. bearbeitete Ausgabe. 2 Bände, München (Nachdruck), 1985
  • WBF 30 Wagner, Eberhard/Klepsch, Alfred: Handwörterbuch von Bayerisch-Franken, Bamberg, 2007
verfasst von: BS

Allezlein, Allelein

Wörterbuch:
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Wortart: Substantiv
Genus: Neutrum
Wortfamilie: allez
Bedeutung
junge Gans (Kindersprache)
Hausgeflügel
Belzheim 48.9621483, 10.5285316
Alläla Belzheim 48.9621483, 10.5285316, Ernst, Paul 13 Ernst, Paul: Typisch Belzheimer Ausdrücke (Computerausdruck), 1999
verfasst von: BS

Anebätz

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 1, Spalte 1310
Wortart: Substantiv
Genus: Neutrum
Kompositum zu: Bätz1
Bedeutung
Kot, Stuhlgang, kindersprl.
á~neipáts Dietl Erg.Schmeller II,14 Dietl, Hans: Ergänzungen zu Schmellers Bayerischem Wörterbuch, 2 Bde, Straßburg 1912f.

*1870 Kollnburg VIT, †1953 Kronach; Studienprof.
Zum Bestimmungsw. vgl. Dietl Erg.Schmeller II,14 Dietl, Hans: Ergänzungen zu Schmellers Bayerischem Wörterbuch, 2 Bde, Straßburg 1912f.

*1870 Kollnburg VIT, †1953 Kronach; Studienprof.
.
  • Dietl Erg.Schmeller II,14 Dietl, Hans: Ergänzungen zu Schmellers Bayerischem Wörterbuch, 2 Bde, Straßburg 1912f.

    *1870 Kollnburg VIT, †1953 Kronach; Studienprof.
verfasst von: H.U.S.

ätsch, ätschelein, ätschbätsch, ätschebätsch, ätschegätsch, ätschgäckele, ätschibitz

Wörterbuch:
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Wortart: Interjektion
Bedeutung
Ausruf der Schadenfreude und des Spotts, meist erweitert, auch in Wiederholung (Kindersprache)
Interjektion/AusrufEmpfindung: gegen/für andere/anderes (Liebe, Hass, Dank usw.)
Schwaben mehrfach
ätsch Memmingen MM47.9867696, 10.181319, Honold 14 Honold, Fritz: So schwätzt ma z' Memmenga ond drom rom, Memmingen, 1986, Auflage 1
ätsch, ätsch „wenn ein Kind etwas bekomt, das andere nicht“, Augsburg A48.3668041, 10.8986971, Birlinger Wb. 19 Birlinger, Anton: Schwäbisch-Augsburgisches Wörterbuch, Vaduz, 1988, Auflage 3
ätschale, i hau di griegt! Wittislingen DLG48.618268, 10.4155609, Hitzler Hitzler, Alois: Dialektsammlung (Wittislingen) (handschriftliche Wortliste), 1934
Ätsch bätsch Schneckenhofen GZ48.4020231, 10.2254325, Rau 2 Rau, Richard: Schwäbische Wörtersammlung aus dem Günzburger Umkreis (Computerausdruck), Schneckenhofen, 2000
ätschagätsch Türkheim MN48.0601151, 10.6394156, Ruf 10 Ruf., Hans: So schwätzt dr Schwaub, Türkheim, 1978
ätschibitz Thannhausen KRU48.2829292, 10.4682347, Thoma, Bd. I 47 Thoma, Karl Borromäus: Kerbla ond Greza. Mundartverse aus dem Mittelschwäbischen, Burgau, 1986, Auflage 2
ē̜dšge̜gǝle Niederraunau KRU48.224587, 10.3794721, E. Burkhart Erna Burkhart: mündliche Nachfrage, Niederraunau KRU
"Meist begleitet mit der Geste des 'Rübchen-Schabens' ‒ deshalb ist die Lautform wohl lautnachahmend für das Schabegeräusch" Kluge-Seebold 69
wohl onomatopoetische Bildung; Kluge-Seebold 69Kluge, Friedrich/Seebold, Elmar: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin/Boston, 2011, Auflage 25
  • Schwäb.Wb. I 348 Fischer, Hermann: Schwäbisches Wörterbuch. 6 Bände, Tübingen, 1904-1936
  • BWB I 666 Kommission für Mundartforschung (Hg.): Bayerisches Wörterbuch, München, 1995ff.
  • Schmeller I 177f. Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch (1827 - 1837). Bearbeitet von Frommann, Georg Karl (1872 - 1877). 2. bearbeitete Ausgabe. 2 Bände, München (Nachdruck), 1985
verfasst von: EF

Atta, Atte, Attel, Ätte, Drätt, Addi

Wörterbuch:
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Wortart: Substantiv
Genus: Maskulinum
Bedeutungen
1
Vater, Papa (Kindersprache)
Familienleben/Verwandtschaft
Westallgäu, Mittelschwaben vereinzelt
adǝ Pfuhl NU48.4083018, 10.0391377, SBS 2 K 97 König, Werner (Hg.): Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben. Bearbeitet von Christine Feik. Band 2: Wortgeographie I, Heidelberg, 1996
adl̥ Döpshofen A48.2774788, 10.7017059, SBS 2 K 97 König, Werner (Hg.): Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben. Bearbeitet von Christine Feik. Band 2: Wortgeographie I, Heidelberg, 1996
dtre̜t u̜nd dtam Vater und Mutter, Westallgäu, Gruber 93 Gruber, Anton: Die Westallgäuer Mundart, hg. v. Renn, Manfred und Landkreis Lindau, II. Teil Wörterbuch, Heidelberg, 1987
2
dummer männliche Person (alt)
dummer, starrsinniger, leichtsinniger Mann
Augsburg A48.3668041, 10.8986971
Addi Augsburg A48.3668041, 10.8986971, Mertens 166 Mertens, H.A.: Versuch eines Augsburgischen Idiotikons, in: Journal von und für Deutschland, 6, 8. Stück, S. 166-171 (Ellrich), 1789
ahd. atto swm. ‘Ahne, Vorfahre‘, mhd. atte swm.‘Vater, Großvater, der Alte überhaupt‘, kindersprachliches Lallwort; Kluge-Seebold, V 69. Die im Westallgäu gesprochene Form ergibt sich aus der Verschmelzung des bestimmten ArtikelsKluge, Friedrich/Seebold, Elmar: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Berlin/Boston, 2011, Auflage 25 der mit der umgelauteten Form von Atte. Vgl. auch Datte
  • Schwäb.Wb. I 348f. Fischer, Hermann: Schwäbisches Wörterbuch. 6 Bände, Tübingen, 1904-1936
  • Schwäb.Wb. VI 1535 Fischer, Hermann: Schwäbisches Wörterbuch. 6 Bände, Tübingen, 1904-1936
  • BWB I 666 Kommission für Mundartforschung (Hg.): Bayerisches Wörterbuch, München, 1995ff.
  • Schmeller I 171 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch (1827 - 1837). Bearbeitet von Frommann, Georg Karl (1872 - 1877). 2. bearbeitete Ausgabe. 2 Bände, München (Nachdruck), 1985
verfasst von: BS

ausbächelen

Wörterbuch:
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Wortart: Verb
Wortfamilie: ausbachen
Bedeutungen
1
langsam aufwachen, nach dem Wachwerden noch ein wenig dösen (Kindersprache)
der Schlaf/Erschöpfung/Erholung
Hasberg KRU48.1836921, 10.4234609, Kempten KE47.7267063, 10.3168835, Mindelheim MN48.0464164, 10.4882504, Obergünzburg MOD47.8458763, 10.4192911, Tussenhausen MN48.1019964, 10.5613528
Sodele, ietz tue no schö' bäggele und wenn d' nau aufwachst, tuesch no' a wink ausbächele Obergünzburg MOD47.8458763, 10.4192911, Epplen 73 Epplen, Hermann: Obergünzburger Mundartbuch, Obergünzburg, 1972, Auflage 1
„Wer noch nicht aus den Federn mag, will noch ausbächala, Hasberg KRU48.1836921, 10.4234609, Ebner NF Ebner, Hermann: Hasberger Wörterbuch (Computerausdruck), Untermeitingen, 2004
2
aufpäppeln (alt)
der Schlaf/Erschöpfung/Erholung
Augsburg A48.3668041, 10.8986971
auszbecheln „ein schwächliches Kind usw. sorgfältig pflegen“, Augsburg A48.3668041, 10.8986971, Birlinger Wb. 35/36 Birlinger, Anton: Schwäbisch-Augsburgisches Wörterbuch, Vaduz, 1988, Auflage 3
abgeleitet von ausbachen, vgl. auch bächlen
  • Schwäb.Wb. VI 1553 Fischer, Hermann: Schwäbisches Wörterbuch. 6 Bände, Tübingen, 1904-1936
  • BWB I 817 Kommission für Mundartforschung (Hg.): Bayerisches Wörterbuch, München, 1995ff.
verfasst von: BS

bafel, -erl, bafi

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 1, Spalte 881
Wortart: Interjektion
Bedeutung
schlafen, kindersprl.
in Fügungen:
bafel tun /
°Oberbayern vereinzelt:
machen schlafen °Niederbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt:
de duat sche baffal Kirchseeon EBE48.072091, 11.884945
°machst äitz baffe-baffe Hahnbach AM49.532038, 11.798393
Dim. Bildung zu bafen3.
verfasst von: A.R.R.

bafeln3, -ä-

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 1, Spalte 883
Wortart: Verb
Bedeutung
schlafen, v.a. kindersprl.
°Oberbayern mehrfach, °Niederbayern mehrfach, °Oberpfalz vereinzelt, °Oberfranken vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt, °Schwaben vereinzelt
jetz tuat mei Kinderl bafelen Helfendorf AIB47.943981, 11.791698
°jetz han i a weng boafät Spiegelau GRA48.914473, 13.355166
bafeln „schlafen“ Goodwin Ugs. 103 Goodwin, H. Buergel: Über Umgangssprache in Südbayern, in: Språkvetenskapliga Sällskapets i Uppsala Förhandlingar 1904-06, BIL.B. Uppsala 1905, 58-108.

*1878 München, †1931 Saltsjöbaden bei Stockholm; Dr.phil., Universitätslektor für dt. Sprache
Abl. von bafen3.
Oberbayern, Niederbayern, Schwaben bǭvln, vereinz. -əlαn (AIB), im Vokalisierungsgeb. -vin, -ven; Niederbayern, Oberpfalz bōven, vereinz. bǫuvln (EIH), bouvln (WM). Oberbayern (dazu EG, KEH) daneben mit Kurzvok. bǫfln, -en u.ä. Vereinz. mit Uml. bạ̄v- (TS), bạf- (AIC).
  • Schmeller I,212 Schmeller, Johann Andreas: Bayerisches Wörterbuch, bearb. von G. Karl Frommann, 2 Bde, München 21872-77 (Neudr. Aalen 1961, München 1985).

    *1785 Tirschenreuth, †1852 München; Prof. für dt. Sprache, Kustos der Bayerischen Staatsbibliothek
  • Fragebögen:
  • W-8/9
verfasst von: A.R.R.

bafen3

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 1, Spalte 888f.
Wortart: Verb
Bedeutung
schlafen, kindersprl.
°Oberbayern vereinzelt, °Oberpfalz vereinzelt
°ko der schö boufa! Wettstetten IN48.823139, 11.414169
Nbair. Ltgen mit -ǫu- ( siehe auch bafeln3, baferln) setzen wie die schweiz. Formen ( Schw.Id. IV,1040 Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache, Frauenfeld 1881ff. ) *bâfen voraus, wohl kindersprl. Var. von mhd. schlâfen; vgl. Bad.Wb. I,108 Badisches Wörterbuch, bearb. von Ernst Ochs u.a., Lahr (Schwarzwald) 1940ff. .
bǭvm (PAF), bǫufα, -m (IN; AM, ROD).
  • Schw.Id. IV,1040 Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache, Frauenfeld 1881ff.
  • Suddt.Wb. II,496 (pofen) Sudetendeutsches Wörterbuch, hg. von Heinz Engels, München 1988ff.
verfasst von: A.R.R.

baferln

Wörterbuch:
Link zum PDF: Band 1, Spalte 884
Wortart: Verb
Bedeutung
schlafen, kindersprl.
°Oberpfalz vereinzelt, °Mittelfranken vereinzelt
°dou schöi bouferln Sulzbürg NM49.180119, 11.4130431
verfasst von: A.R.R.

bah, pah

Wörterbuch:
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Wortart: Interjektion
Bedeutungen
1
Ausruf des Missfallens, Ekels, in Wiederholung (kindersprachlich)
Interjektion/AusrufEmpfindung: negativ (Schmerz, Verdruss)
Augsburg A48.3668041, 10.8986971
bā, bā! „Abmanruf = pfui, garstig!“, Augsburg A48.3668041, 10.8986971, Birlinger, Grusz 3 Birlinger, Anton: Die Augsburger Mundart. Grusz an die Germanisten bei der XXI. Versammlung deutscher Philologen zu Augsburg, Augsburg, 1862
2
Ausruf der Geringschätzung, Ablehnung, auch erweitert
Interjektion/AusrufEmpfindung: negativ (Schmerz, Verdruss)
Augsburg A48.3668041, 10.8986971, Edelstetten KRU48.296984, 10.394822, Ettringen MN48.1040879, 10.6535987, Niederraunau KRU48.224587, 10.3794721, Westallgäu
a-bá „ach nein!“, Westallgäu, Gruber 10 Gruber, Anton: Die Westallgäuer Mundart, hg. v. Renn, Manfred und Landkreis Lindau, II. Teil Wörterbuch, Heidelberg, 1987
bah, was will ǝr denn dõǝ, dau kā̃ ǝr gaar nix machǝ! Ettringen MN48.1040879, 10.6535987, Schwarz Br. Schwarz, Brigitte: eigene Kompetenz, Edelstetten, Ettringen
phǝ, was gad des mī̜ ā̃! Niederraunau KRU48.224587, 10.3794721, Funk Burkhart-Funk, Edith: eigene Kompetenz, Niederraunau KRU
  • Schwäb.Wb. I 549 Fischer, Hermann: Schwäbisches Wörterbuch. 6 Bände, Tübingen, 1904-1936
verfasst von: EF

bäh

Wörterbuch:
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Wortart: Interjektion
Bedeutung
Ausruf des Missfallens, Ekels, auch in Wiederholung (kindersprachlich)
Interjektion/AusrufEmpfindung: negativ (Schmerz, Verdruss)
Ettringen MN48.1040879, 10.6535987, Graben SMÜ48.1890811, 10.8220308, Niederraunau KRU48.224587, 10.3794721, Westallgäu
bē̜'bē̜ Westallgäu, Gruber I 256 Gruber, Anton: Die Westallgäuer Mundart, hg. v. Renn, Manfred und Landkreis Lindau, I. Teil Grammatik, Heidelberg, 1987
Lass liigǝ, des isch bää! Ettringen MN48.1040879, 10.6535987, Schwarz Br. Schwarz, Brigitte: eigene Kompetenz, Edelstetten, Ettringen
wohl onomatopoetische Bildung; vgl. Schwäb.Wb. I 549Fischer, Hermann: Schwäbisches Wörterbuch. 6 Bände, Tübingen, 1904-1936
  • Schwäb.Wb. I 549 Fischer, Hermann: Schwäbisches Wörterbuch. 6 Bände, Tübingen, 1904-1936
  • WBF 73 Wagner, Eberhard/Klepsch, Alfred: Handwörterbuch von Bayerisch-Franken, Bamberg, 2007
verfasst von: EF

bähl

Wörterbuch:
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Wortart: Interjektion
Wortfamilie: bäh
Bedeutung
Ausruf des Missfallens, Ekels (kindersprachlich)
Interjektion/AusrufEmpfindung: negativ (Schmerz, Verdruss)
Ettringen MN48.1040879, 10.6535987
Desch bǝǝl, laß des liigǝ! Ettringen MN48.1040879, 10.6535987, Schwarz Br. Schwarz, Brigitte: eigene Kompetenz, Edelstetten, Ettringen
Herkunft unklar, vielleicht Spielform von bäh
verfasst von: EF